Nr. 20.0
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Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin".
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.
Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983.
Vor dem Wettlauf.
vom 14. Dezember 1903.
Sonntag, den 24. Januar 1904.
tonischer Wunsch ist, der den verbündeten Regierungen vor gelegt wird.
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Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984.
aber von ärztlicher Seite selbst zugegeben, daß die Arbeit, die jetzt von etwa 15 000 Aerzten für Kassen geleistet wird, von vielleicht Herr Spahn mag seinen Cylinderhut hervorholen, zum einem Drittel dieser Zahl geleistet werden könnte, wenn sie bei richtiger Der Herr Abgeordnete Bebel hat wieder gesprochen Reichskanzler oder zum Kanzler- Stellvertreter gehen und ihn Drganisierung lediglich Staffenpraris übten. Die Arbeit wird sich mehren von den pofitiven Leistungen der Socialdemokratie. dazu einladen, sich mit der Mehrheit des Hauses über diese infolge des neuen K.-B.-G. und würde sich noch weiter mehren, Wo find diese positiven Leistungen? Ich sehe nur eine dringende Frage zu verständigen. Er hat es beim Brotwucher wenn alle Kaffen die so wünschenswerte Familienbehandlung hätten, fortgesette wüste Stritif, ich sehe einen ununterbrochenen tarif so gemacht, warum soll er es- wofern es dem Centrum aber immerhin steht fest, daß die Stassen nur eines Bruchteiles der Appell an die niedrigsten Instinkte, an die schlechtesten um den Zehnstundentag nicht minder ernstlich zu thun ist als vollen Arbeitskraft der jetzt für sie thätigen Aerzte bedürfen und Leidenschaften, ich sehe usw. Graf Bülow in der Reichstagssigung machen? Vielleicht, weil die Begeisterung des Centrums für Orten von den Aerzten erhoben werden, gänzlich undiskutabel. Graf Bülow in der Reichstagsgung um den Brotwucher für das Zehnstunden- Gesetz nicht ebenso deshalb find Forderungen, wie sie in Leipzig , Köln und andren den Zehnstundentag zu neuen Datums ist? Die Aerzte erniedrigen ihre Thätigkeit selber zu einer HandAm Montag beginnt im Reichstage die Beratung und Hämisch hat ein Scharfmacherblatt dieser Tage geschrieben, langerarbeit, wenn sie die Einzelleistung als Maßstab für die BeBeschlußfassung über den Etat des Innern, den Etat der nun werde nach der Interpellationsflut die Resolutionsflut über zahlung wählen. Wissenschaftliche Thätigkeit soll und kann nicht Socialpolitik. Solche Beratungen haben sich seit Jahren den Reichstag hereinbrechen. Resolutionen allerdings, hinter nach Boints bezahlt werden, es kann nur gefordert werden und ist überaus interessant gestaltet. Seit jener großen Abrechnung denen nicht der feste Wille steckt, ihren Inhalt zur That werden allein würdig, daß einem wissenschaftlich thätigen Manne angemessene mit dem Zuchthauskurse, die in der Debatte über den Etat zu lassen, die man mit einem heiteren und einem nassen Lebenshaltung gewährleistet wird. Auf der Grundlage der Be des Innern für das Jahr 1901 von unsern Genossen gehalten Auge beschließt, sind keine positiven Leishingen". Sie sind zahlung der Einzelleistung wird es nie zu einer Verständigung worden ist, hat man sich daran gewöhnt, die Parteien nur ein" Appell an die niedrigsten Intelligenzen, an die zwischen Kassen und Aerzten kommen, weil jeder Maßstab dafür jenes hohen Hauses in einer rührenden Uebereinstimmung blindeste Leichtgläubigkeit", der schon längst nicht mehr ver- fehlt, welches eine angemessene Bezahlung der Einzelleistung ist, und zu finden darüber, daß die positiven Leistungen der fängt. weil diese Einzelleistungen ganz willkürlich vermehrt werden können. verbündeten Regierungen hinter den Ansprüchen der Parteien Die staatliche Gebührentage, an die sich die Aerzte halten möchten, und der von ihnen vertretenen Wähler weit zurückgeblieben fann im Ernste nicht als solcher Maßstab gelten. Behauptet doch find. Zwar ist den beiden Fraktionen der Rechten heute schon die„ Korrespondenz des Verbandes der Aerzte Deutschlands ", daß zu Gunsten der Arbeiter eher zu viel als zu wenig geschehen, selbst bei der von der Leipziger Kasse angebotenen Erhöhung des desto lauter versichern die übrigen Parteien, also die überKopfpauschale auf 5,50 m. kaum ein Drittel der staatlichen Mindest wältigende Mehrheit des Hauses, den Ernst und den Eifer tage erreicht würde. ihres socialpolitischen Thatendranges.
Aerzte und Krankenkassen.
In Leipzig tritt am heutigen Sonntage der außerordentliche deutsche Krankenkassentag zusammen, um zu den Forderungen der Aerzte an die Krankenkassen Stellung zu nehmen. Die Aerzte fordern Der Einzelne, der auf eigne Kosten ärztliche Hilfe in Anspruch Hätte Graf Bülow auf dem Gebiete der inneren Politik auf Grund der Beschlüsse und Verhandlungen ihrer Stongresse aus nimmt, ist persönlich daran interessiert, nicht unnüße Einzelleistungen etwas mehr Erfahrungen gesammelt, als er sie thatsächlich be- den letzten Jahren angemessene Honorierung, freie Arztwahl und des Arztes schaffen zu helfen, bei einer Kassenorganisation schwindet sigt, so würde er wissen, daß es nicht immer so gewesen ist. Schiedsgerichte. Daneben, wenn auch nicht allgemein ausdrücklich dieses Interesse ganz erheblich; Mangel an Gewissenhaftigkeit beim Er würde sich dann einer Zeit erinnern, in der die offiziöse beschlossen, geht das Verlangen, daß Personen mit mehr als 2000 m. versicherten Patienten und persönliches Interesse beim Arzte begegnen Presse den socialdemokratischen Vorschlag auf Errichtung einer Einkommen nicht gestattet sein soll, einer Krankenkasse anzugehören. fich und statt einer sachgemäßen Strantenbehandlung nach wissens allgemeinen Arbeiterversicherung als die wüste Ausgeburt Es steht heute schon fest, daß die Krankenkassen sich in der Haupt- fchaftlichen Grundsägen kommt eine Jagd nach Points heraus, die socialistischer Begehrlichkeit zurückgewiesen hat. Er würde sich fache ablehnend verhalten werden. um so weniger gehemmt werden kann, je größer eine Stasse ist. Es dann der Zeit erinnern, da jeder, der für die gesetzliche Ver- Selbstverständlich will niemand den Aerzten eine angemessene handelt sich hier um Erfahrungsthatsachen. Die Leiter der Aerztefürzung der Arbeitszeit oder sonst überhaupt für eine ernſtere Honorierung versagen. Wo die Bezahlung der Aerzte in einzelnen bewegung bestreiten zwar, daß die Stassen bei diesem Förderung des Arbeiterschutzes eintrat, schon in hohem Grade Fällen ungenügend ist, da sind es gerade die führenden Kassen- Honorierungssystem nicht bestehen könnten, und zwischen Socialdemokratischer Gesinnung verdächtig war. Er würde sich vertreter gewefen, die bei jeder Gelegenheit für Befferung ein- ihnen und den Staffenfachleuten, wird seit längerer Zeit mit auch daran erinnern, daß die socialdemokratische Fraktion des getreten sind. Eine Verständigung über diese Frage wäre ungeheuer fubtilen Zahlennachweisen gestritten. Wir können uns hier Reichstages schon im Jahre 1877 einen umfänglichen Arbeiter einfach, wenn es sich blos darum handelte, die ärztliche Thätigkeit, auf diese nicht einlassen, sondern nur sagen, daß die Beweise der schutz Gefeßentwurf eingebracht hat, dessen Forderungen heute deren die Krankenkasser bedürfen, angemessen zu honorieren. Die Kassenvertreter nach unsrer Auffassung von den Aerzten noch nicht zum Teil erfüllt, zum Teil zum mindesten auch für die Re- Aerztebewegung geht aber viel weiter. Für sie handelt es sich erschüttert worden sind und daß sie auch von einer großen Zahl eins gierung und die bürgerlichen Parteien diskussionsfähig ge- darum, der Gesamtheit der jetzt vorhandenen Aerzte ohne Rücksicht sichtiger Aerzte unterstützt werden. Wir haben auch zu den Nachivorden sind. Dieser Entwurf, das Muster eines maßvollen auf den Bedarf erheblich höhere Einkünfte zu verfchaffen, weisen der Kassenvertreter, die ganz unpersönlich die Interessen der Programms positiver Arbeit, ist gleichwohl unerledigt geblieben, um, wie sie fagen, die Proletarisierung des Aerztestandes Versicherten wahrnehmen, mehr Zutrauen wie zu denen der persönlich und liegt heute unter den Aftenstößen eines Vierteljahrhunderts au berhindern. An fich ist gegen diese Bestrebungen natür intereffierten Aerzte. Ueberdies, wenn sich der Streit so allgemein begraben. lich auch nichts einzuwenden, nur ist das eine Sache, geftaltet wie jest, hie Kassen, hie Aerzte, so stehen wir von vorn Nur ganz allmählich ist in den Kreisen der regierenden die die Krankenkassen nichts angeht. Es ist ein Problem, das den herein auf Seite der Kassen. Das Interesse der 10 Millionen Ver Klassen ein Umschwung der Ueberzeugungen eingetreten. Nur Volkswirt, den Politiker, den Staatsmann angeht. sicherten ist uns wichtiger wie das Interesse der etwa 20 000 Aerzte, langsam haben sie einsehen gelernt, daß Parteien, die im Die Aerzte behaupten allerdings, die Versicherungs- Gefeßgebung die an Kassenpragis interessiert sind. Für die Versicherten leisten allgemeinen Wahlrecht ihre Wurzel suchen, die Interessen der sei schuld an der Notlage des Aerztestandes. Durch sie seien Millionen die Kaffen heute noch so herzlich wenig, daß das meiste noch zu thun breiten Massen nicht völlig vernachlässigen dürfen. Und ist Menschen der freien ärztlichen Pragis entzogen worden, die sich nun übrig bleibt. diefe Ueberzeugung vorläufig bei ihnen auch nur zu tönenden nach den niedrigen Säßen der Kassen turieren lassen und deshalb Freie Arztwahl soll die einzig würdige Form der Versorgung Redensarten und Versicherungen gediehen, so ist auch das schon wendeten sie sich mit Recht an die Massen. Wiederholt ist der Kassenmitglieder mit ärztlicher Hilfe sein. Wenn es sich um ein Erfolg. Denn solchen Versprechungen muß die Erfüllung darauf hingewiesen worden, daß dem die Thatsache wider nichts weiter wie um die würdigste Form der ärztlichen Hilfe( filr folgen, wenn die Versprechenden nicht auch von dem blödesten spricht, daß sich die die Zahl der Aerzte seitdem ganz die Verficherten) handelte, dann könnten es die Aerzte boch ruhig Auge als das erkannt werden sollen, wofür sie mißtrauische außerordentlich viel stärker vermehrt hat wie die Bevölkerung. den Versicherten überlassen, für welche Form sie sich entscheiden. Gemüter längst halten: als die Hochstapler der post- Dazu kommt ferner die Erwägung, daß die gegen Krankheit ver- An diese Sorge für die Wahrung der Würde der Versicherten glauben tiven" Arbeit! sicherten Arbeiter vor der Einführung der Versicherung ohne Zweifel wir nicht. Die Staffenmitglieder mögen sich dadurch nicht irreführen
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Auch das ist wie gesagt schon ein Erfolg. Er ist der erste erheblich weniger ärztliche Hilfe in Anspruch genommen haben, weil laffen. Bo aus den Reihen der Kassenmitglieder das Verlangen Erfolg einer geduldigen, unermüdlichen Erziehungsarbeit, die sie den Arzt nicht bezahlen konnten. Sie mußten eben ohne Arzt nach freier Arztwahl ausgesprochen wurde, da hing es meist mit dem das arbeitende deutsche Volt an feinen Regierern geleistet hat. sterben oder wieder gesund werden. Sichere Zahlennachweise Umstande zufammen, daß die Mitglieder sich nicht um die Ver Daß sich in den letzten Jahren die Debatte über den Etat lassen sich ja dafür nicht erbringen, aber wenn man erwägt, daß waltung fümmerten, diese den Unternehmern überließen und von des Innern zu einem socialpolitischen Wettlauf der bürger- von 1885 bis 1901 der Arzneiverbrauch der Kaffenmitglieder von diesen im Verein mit den Aerzten als Dbjekt behandelt wurden. lichen Parteien gestaltet hat und sich vermutlich auch in 1,65 M. auf 2,70 M. und das Arzthonorar von 2,15 M. auf Das ist unterdes anders geworden. Die Versicherten find dahinter diesem Jahre zu einem solchen gestalten wird, daß die herr- 3,70 m. jährlich pro Kopf der Versicherten gestiegen ist, so ergiebt gekommen, daß fie nur ihre gesetzlichen Rechte in der Kaffenschenden Parteien alles mögliche zu versprechen, wenn auch fich doch daraus eine ganz erhebliche Steigerung der Aufwendungen verwaltung wahrzunehmen brauchen, um sich auch eine geeignete vorerst noch nicht zu erfüllen gezwungen sind, daß sich eine für ärztliche Hilfe aus den Mitteln der Versicherten Behandlung zu sichern, und daß es dazu keiner freien Arztwahl be hohe Reichsregierung förmlich überfugelt in Ausdrücken des seit Einführung der Versicherung und darin spricht sich ohne Zweifel darf, dafür haben große Staffen längst den Beweis geliefert. Wohlwollens für die arbeitenden Stände das ist eine eine allmähliche Gewöhnung an den Gebrauch ärztlicher Hilfe aus. Es klingt recht bestechend, man könne bei freier Arztwahl den „ positive Leistung", deren Wert nur der beurteilen kann, der Wäre das nicht der Fall, hätten die in die Versicherung fallenden Arzt feines Vertrauens wählen. Worauf gründet sich denn dieses weiß, wieviel Schweiß sie gekostet hat. Bersonen schon vor Einführung der Versicherung in gleichem Maße Bertrauen? Etwa auf die Kenntnis der Befähigung und wissen
Indes ist die Socialdemokratie weit davon entfernt, nach wie nachher ärztliche Hilfe in Anspruch genommen, dann hätte zu schaftlichen Gewissenhaftigkeit des Arztes? Nicht doch! Sie gründet berühmten Mustern den socialpolitischen Triumphator zu teiner Zeit die Notlage des Aerzteftandes größer sein tönnen tie fich auf ein zuvorkommendes Wesen, recht fleißige Besuche, recht spielen, zu erklären, was sie erreicht und bewirkt habe, sei gleich nach Einführung der Zwangsversicherung durch die plötzliche reichliche Arzneiverordnung und etwa darauf, daß es geholfen" umerreicht in der ganzen Welt, furz auch ihrerseits jene Serabfezzung des Honorars. Aber da ist von einer solchen Notlage hat. Alles recht zweifelhafte, zum Teil sogar verdächtige Merk Melodie anzustimmen, die uns heute schon aus jedem bürger- teine Rede gewesen, jezt aber, tros dauernd gestiegener Aufwendungen male, die den Kurpfuschern den größten Zulauf sichern. Ob lich- politischen Leiertasten tagtäglich grell in die Ohren tönt. des einzelnen Versicherten werden die Klagen von Jahr zu Jahr der Arzt wirklich etwas kann und nur nach wissenschaftlicher Uebers Die Socialdemokratie ist weit davon entfernt, mit fich lauter. Es liegt also nicht an den Versicherungseinrichtungen. zeugung handelt, das kann der Laie nur in den seltensten Fällen be zufrieden zu sein. Sie ist weit davon entfernt, ihre social- Die Aerzte operieren allerdings hauptsächlich mit dem Argument, urteilen. Da bietet die Auswahl angestellter Aerzte durch erfahrene politische Erziehungsarbeit als abgeschlossen zu betrachten, daß ihre Leistungen jezt nicht angemessen honoriert werden. Auf dem Verwaltungen unter dem fachmännischen Beirat erprobter Vertrauens oder den Wert dieser positiven Leistung" überhaupt zu über- von den Aerzten eingeschlagenen Wege kann man jedoch den Maßstab ärzte wahrhaftig weit mehr Garantien. schäßen. Sie mutet sich nicht die Kraft zu, ihren social- dafür, was eine angemessene Honorierung sei nicht finden. Der Wo bleibt denn die freie Arztwahl für die Kranken, bie ins politischen Böglingen, die ihre Lektion schon so hübsch auffagen, einzig sichere Maßstab dafür wäre der, daß Krankenkassen fest Strantenhaus müssen? Und da handelt es sich neben den ledigen das Schwindeln abgewöhnen zu können. angestellten, nur für sie thätigen Aerzten ein Jahreshonorar zahlen, Leuten für alle Kranken gerade um die schwersten Fälle, bei denen In dem Mittelpunkt der beginnenden Debatten wird die wie es Männer mit ähnlicher Vorbildung in festen Stellungen, etwa es zu allererst auf ärztliche Tüchtigkeit antommt. Steiner kann sich Forderung des Zehnstundentages stehen! Sie ist nicht in Staatsstellungen erhalten. Ginge man diesen Weg, da würde sich da den Arzt seines Vertrauens wählen. Schließlich ist es doch der neu. Als eine vorläufige Forderung, die sich aus dem Ver- sehr bald zeigen, daß die Aerzte die Aerzte bei ihren Auftrag zu erstrebende Zustand, daß alle erwerbsunfähig Kranken langen nach dem Achtstundentage ergiebt, steht sie schon seit gebern allgemeinen größeres Entgegenkommen fänden, in gut eingerichteten Anstalten behandelt werden, wo ihnen allein jeher auf dem socialdemokratischen Programm. In der vorigen wie Staatsbeamte. Davon wollen die Aerzte jedoch nichts eine fachgemäße Pflege und Behandlung gesichert ist und die Session hat sie beinahe die Mehrheit erreicht. In dieser wissen. Sie verlangen bei freier Arztwahl eine angemessene Honorierung gefunden Familienglieder nicht belästigt werden. Wir wissen sehr wird sie sie vielleicht ganz erreichen. ihrer Einzelleistungen. Soweit sie da bestimmte Forderungen ge- wohl, daß bei den meisten Kranken eine starke Abneigung gegen
Was wäre damit erreicht? Viel und wenig! Viel, weil stellt haben, gehen diese weit über alles Maß hinaus. Wir haben das Krankenhaus besteht, das liegt aber nicht im Wesen der Sache, sich damit die Mehrheit des Reichstages auf eine Forderung vor einigen Tagen an dem Beispiel der Leipziger Forderungen fondern daran, daß Arbeiter heute in Krankenhäusern noch vielfach festgelegt hätte, die seit jeher eine dringende Forderung der gezeigt, daß ihre Verallgemeinerung für alle Kaffen allen gegen wie Rekruten oder Gefangene behandelt werden. Das läßt sich Arbeiter ist. Wenig, weil ein solcher Beschluß, wie er bei der wärtig in Kaffenpragis thätigen Aerzten ein Einkommen zwischen ändern und in Anstalten, die von Versicherungsorganisationen Etatsdebatte gefaßt werden kann, nicht mehr als ein pla- 15000 und 6000 M. aus dieser Praris garantieren würde. Nun wird eingerichtet sind, wie in den Lungenheilstätten der Invaliden