Nr. 25.
Abonnements- Bedingungen: ero
#
Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 t, monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat.
Ericheint täglich außer Montags.
21. Jahrg.
Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.
Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin".
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Abonnements- Einladung.
Mit dem 1. Februar 1904 eröffnen wir ein neues Abonnement auf den„, Vorwärts" mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntagsbeilage ,, Die neue Welt". Für Berlin nehmen sämtliche Zeitungsspediteure sowie unsre Expedition, Lindenstrasse 69, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von
Sonnabend, den 30. Januar 1904.
-
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984.
Kriminalbeamte und Schuyleute in den Wohnungen der Russen Man beschränkt sich nicht auf die Ermittelungen über die Russen zu erscheinen und dort weitere Vernehmungen auszuführen. Man selbst. Auch diejenigen Deutschen , die Nussen die deutsche Sprache denke nicht, daß es sich hierbei um ein Entgegenkommen gegenüber lehren, werden nach allen Regeln der Kunst ausgefundschaftet und den Studenten handele, die wahrlich etwas Besseres zu thun haben, beobachtet. als ihre Stiefel auf den Gängen nach den Polizeirevieren abzutreten. Daß andrerseits die russischen von den deutschen Spitzeln oft Das meist gelinde gefagt recht derbe Auftreten der nicht zu unterscheiden sind, daß sich die russischen mit derselben Kühnheit Polizeibeamten schon müßte eine derartige Illusion erbarmungslos bewegen, wie die deutschen , beweist folgender Fall. Im Herbst vorigen zerstören. Jahres entdeckte ein Russe Namens K. aus Charlottenburg , als er in Manch einer der Rechercheure hat denn auch mit jovialer der Friedrichstraße bei Aschinger faß, daß er von einem Offenherzigkeit ausgeplaudert, daß jene Besuche hauptsächlich Herrn mit russischer Physiognomie aufdringlich beobachtet 1 Mark 10 Pfennig frei ins Haus. stattfinden, um einen Einblick in die Wohnungen wurde. Dieser folgte ihm auch auf allen Kreuz- und Ducrzügen, und die Lebensweise der Russen zu gewinnen. die Herr St. unternahm, einerseits um die Spizzelqualität bes Für das übrige Deutschland nehmen sämtliche Postanstalten Daneben her geht der Zweck, sich die Persönlichkeit, das Aeußere Deutschen festzustellen, andrerseits um ihn abzuschütteln. Das Bestellungen zum Preise von der Verdächtigen zur Erleichterung ihrer Ueberwachung einzuprägen. letztere war aber nicht möglich, der Spitzel folgte ihm wie fein 1 Mark 10 Pfennig pro Monat Aber damit nicht genug. Trifft ein Polizist in der Wohnung Schatten auf Schritt und Tritt. Als schließlich Herr K. an einem eines Russen irgend welchen Besuch, so wird die Recherche sofort Schaufenster in der Charlottenstraße stehen blieb, trat der Spizzel an ( ausschliesslich 14 Pfennig pro Monat Bestellgeld) entgegen.( In auch auf diesen ausgedehnt. Einerseits weil nun auch der Besuch ihn heran und begann, ihn in ganz unverschämter Form nach allem der Post- Zeitungsliste find jetzt die Zeitungen nicht mehr nach sofort verdächtig" ist; andrerseits zur genauen Feststellung des Ver- Möglichen auszufragen. Herr K. verbat sich die Aufdringlichkeit, Nummern, fondern nach dem Alphabet geordnet.) kehrs, den der Gastgeber pflegt. Vielfach fordert man von den wenngleich er ihm nicht nach dem Rezept des Herrn Die Einziehung des Zeitungsgeldes von den bisherigen Post- Seimgesuchten geradezu allerhand Angaben über ihre Freunde! Landgerichtsrat Braun einen Tritt vor den Bauch gab, abonnenten erfolgt gegen Quittung durch die Briefträger, die zur Aber noch mehr. Mit besonderer Vorliebe wandeln diese daß er auf das Pflaster fiel. Da legitimierte sich der Leute krumme Wege. Sie kommen in Abwesenheit des Be- Herr als ein Geheimpolizist aus Petersburg . Er legte das Spigelten und suchen die Familienangehörigen auszuhorchen. Sie legitimationszeichen vor und bemerkte, Herr K. ähnele ganz außer es fogar, fich in Abwesenheit der Aftermieter bei den Wirtsleuten und der sich jetzt angeblich in Berlin aufhalte. Herr St. verhielt Schließlich wagen fie ordentlich einem Nussen, den er schon von Rußland aus verfolge, in aufdringlichster Weise nach allen möglichen Einzelheiten zu er- fich dennoch zunächst ablehnend. Da fuhr ihn der russische Spitzel fundigen, nach der Lebensweise, nach der Kleidung, nach der Zeitung an: Jch rate Ihnen, zeigen Sie Ihre Legitimationskarte vor und ( wobei der Vorwärts" eine große Rolle spielt), nach der Bibliothek, machen Sie mir richtige Angaben, sonst rufe ich einen deutschen nach der Korrespondenz, nach dem Verkehr usw. Nach echter Detektiv- Polizeibeamten, dann werden Sie mir doch noch Rede und Antwort art verstecken sie sich auch hinter die Küchenschürzen und suchen die stehen müssen, und ich werde, wie ich es schon zwei Tage lang gethan Neugier und Geschwäßigkeit des Dienstpersonals für sich auszubeuten. habe, nicht aus den Augen lassen, bis ich Sie festgestellt habe. grenzt geradezu an Hausfriedensbruch und wir hoffen von jeder anSelbst an sieben- bis achtjährige Knaben machen sie sich heran! Das Hierbei ließ er andeutungsweise erkennen, daß er allerdings über ständigen Frau, daß sie solchen ungebetenen Eindringlingen, die zu unehrenhaften Handlungen verleiten wollen, mit größter Energie die Türe weist. Es wäre sehr am Plazze, dabei beleidigende Zumutungen grundsäßlich im Prozeßwege zu verfolgen.
vollgültigen Quittungsleistung berechtigt sind.
Teu hinzutretende Postabonnenten können die Zustellung der Zeitung und die Einzahlung des Zeitungsgeldes auch schriftlich bei der zuständigen Postanstalt beantragen. Für derartige BestellIchreiben etc. wird eine Gebühr nicht erhoben.
11
Im Auslande kann der Vorwärts" gleichfalls bei der Post bestellt werden; der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich in Belgien 5 Fr. 1 Cts.; Dänemark 3 Kr. 86 Oere; Holland 3 Fl.; Italien 5 Lire 61 Cts.; Luxemburg 4 Mk. 12 Pf.; Portugal 1455 Reis; Rumänien 6 Lei; Schweden 3 Kr. 87 Oere; in der Schweiz 5 Fr. in England, Frankreich , Spanien , den Vereinigten Staaten von Nordamerika und andren zum Weltpostverein gehörenden Ländern
9 Mark.
Unter Kreuzband direkt von der Expedition bezogen kostet der ,, Vorwärts" pro fonat 2 Mark innerhalb Deutſchlands und seiner Kolonien, in Oestreich- Ungarn und Luxemburg , im Ausland 3 Mark pränumerando.
spigeln bei den Hausbewohnern herum.
alles, was Herr St. in der legten Zeit unternommen hatte, aufs genaueste orientiert war. Bedauerlicherweise kam Herr K. nun dem unverschämten Anfinnen des Spigels nach.
Noch eine Episode sei erwähnt, die beweist, daß wir über dies ganze Rapitel auch das Wort setzen könnten: Unter Polizeiaufsicht". In dem Falle eines Russen T. interessierte sich ein Spigel so Denn alle Rechte wie gegenüber den heruntergekommensten, unter lebhaft für die Kleidung des Bespizzelten( T. hatte sich nämlich einen Polizeiaufsicht gestellten Verbrechern nimmt sich die Polizei gegenneuen Anzug angeschafft), daß wir zu der Ueberzeugung gelangen über unsern unbescholtenen russischen Gästen heraus. Mitte müssen, daß in den Personalakten jedes Russen sich auch ein ge- Oftober 1902 wohnte in Charlottenburg , Kantstr. 106, eine russische Redaktion und Expedition des Vorwärts". naues Berzeichnis seiner sämtlichen Kleidungsstücke, Unterhosen, Arbeiterin. Eines Tages nächtigte bei ihr eine andre russische Hemden und Stiefel nicht zu vergessen, befindet. Arbeiterin Namens M., δα beide aus einer deutschen Vers
Freiwild.
Das öffentliche Interesse gebietet uns, im Anschluß an die Reichstags- Debatte vom 19. d. M. näher auf die Leiden und Freuden der hier lebenden Russen, dieser Barias des deutsch - russischen Absolutismus, einzugehen, auf daß die Menschen- und Kulturfreundlichkeit unsrer modernen Reichs- Staatsmänner in ihrer ganzen Glorie beleuchtet werde.
-
-
Bei allen Erkundigungen spielen eine große Rolle die russische sammlung erst spät heimgekehrt waren und die M. ihren Lesehalle und die russischen Speisehallen in Charlottenburg und Hausschlüssel vergessen hatte. Morgens noch bor 8 Uhr Berlin , die offenbar in dem Verdacht stehen, geheime Zusammenkunftsorte erschien ein Kriminalbeamter und verlangte Eintritt in das Zimmer, für die russischen„ Anarchisten" Richthofenscher Couleur zu sein. Wer wo die beiden Mädchen noch im Bett lagen. Trotz aller Vorstellungen in diese Lesehalle oder Speisehallen geht, und sei es auch nur nach Aus- und trotz Intervention der Wirtin beharrte er auf seinem Verlangen, kunft der Scheuerfrau des Hauses, ist damit verdächtig" und wird sich drang fofort ins Zimmer und forderte die Pässe. Die Weigerung nicht wundern dürfen, wenn ihm eines Tages a la Schekoldin Haus der Arbeiterinnen, vor ihm aufzustehen, wurde nicht beachtet, der suchung, Beschlagnahme, Verhaftung und ähnliche Liebenswürdig- Kriminalbeamte benahm sich so grob wie möglich, behauptete oben feiten auf den Kopf regnen. Bekanntlich hat ja auch die Speise- drein, noch die Mädchen, hätten die ganze Nacht auf der Straße halle von Schmulkowski bei den jüngst im Reichstage zur Sprache gelegen usw. und entfernte sich, nachdem er die Bässe gesehen hatte. gebrachten Verhaftungen vom 15. Februar 1902 als Falle gedient. Wir mögen uns über so etwas empören, aber was verschlägt es? Ist ein Russe in der Schweiz gewesen, so ist das ein ganz Nach der Ansicht dieser Polizeileute hat ja Richthofen recht: die besonderer Anlaß für die Neugierde der Kriminalbeamten. Die Ruffinnen huldigen der freien Liebe, was für ein mit Friedrichs sämtlichen Hausbewohner, vom Hausreiniger bis zur Wirtin, wissen straßenvorstellungen angefülltes deutsches Polizeigemüt wiederum sich vor den Fragen der befliffenen Staatsretter nicht mehr zu nichts andres bedeutet, als sie huldigen der Prostitution, woraus schützen; Freunde, Freundinnen, Nachbarsleute, Verwandte werden dann ganz folgerichtig die Anmaßung hergeleitet wird, sie ebenso ausgehorcht: wie lange war er in der Schweiz , wo war er in der wie die Prostituierten zu behandeln. Schweiz , bei wem war er in der Schweiz , was hat er in der Schweiz getrieben, was hat er aus der Schweiz geschrieben, was hat er in die Schweiz geschrieben, was hat er aus der Schweiz mit gebracht? usw.
Wenn Herr v. Richthofen sich für fittliche Probleme interessieren follte, so hätte er reichlich Gelegenheit, darüber Betrachtungen ans zustellen, welches Verhältnis die unfreie Liebe, die das offizielle Preußen in die Arme des Barismus zwingt, zur politischen Prostitution hat.
Politifche Uebersicht.
Die Ruffen und Ruffinnen, die im eifrigen Bildungsdrange an die deutschen Universitäten strömen, werden, wie bekannt, nicht wie Angehörige andrer ausländischer Staaten einfach auf Grund ihrer Bässe zur Immatrikulation zugelassen. Man unterwirft sie vorher einer polizeilichen Kontrolle, einer wahren politischen Seuchenuntersuchung, die bis in die geheimsten Schlupfwinkel des Gehirns, des Herzens, des Familienlebens geht. Mit Rücksicht auf die Armenverwaltung entspricht es der Uebung, daß Fremde, bevor ihre Niederlaffung in Deutschland geduldet wird, die Grundlage ihrer materiellen Existenz offenzulegen haben. Das ist indes im allgemeinen nicht Brauch bei Studenten, und es dürfte fich bisher noch nicht ereignet haben, daß ausländische Studenten der deutschen Armen- Im Falle einer Russin M., es handelt sich um eine Wohnung pflege zum Opfer gefallen find. Bei russischen Studenten und am Charlottenburger Ufer, erkundigte sich ein Spißel bei der Wirtin Studentinnen macht man eine Ausnahme. Die Polizei nimmt unter anderm, ob nicht der Name der betreffenden Dame in der fie, sobald sie in dem Dunstkreis der preußischen Kultur Korrespondenz gelegentlich auch mit einem a am Ende geschrieben erscheinen, in ihre liebevolle Fürsorge. Wenn bei der Anmeldung werde. Das war ein bedeutsamer Fingerzeig. An die Dame waren nicht die dreitägige Frist( für Berlin ) oder die zweitägige Frift( auf in der That kurz vorher zwei Briefe mit dieser Namensform gesandt die jezt für die Russen in Charlottenburg bie bisher sechstägige gewesen und zwar unter ungenauer Adressierung, die entgegen andren Frist verkürzt ist) innegehalten wird, fegt es eine Strafverfügung. mit gleich ungenauer Adressierung nicht angekommen waren. Die Fallstaff- Garde des Crimmitschauer Unternehmertums Die Studentenkarte ist offiziell ausdrücklich als das besondere Recherchen auf der Post führten hierbei zu keinem Ergebnis. trat heute auf den Plan. Sie wiesen den zerhackten blutigen studentische Legitimationspapier qualifiziert. Bei russischen Studenten Die Kriminalbeamten benehmen sich bei diesen Besuchen viel- Degen der Arbeitgeber, ihrer Arbeitgeber, bor , mit dem genügt sie nicht; man verlangt stets Baß und alles mögliche. fach so unerhört, daß es nur der Lammsgeduld unsrer russischen Gäste diese dem Drachen Socialismus endgültig den Garaus gemacht Gewöhnlich entlädt sich die polizeiliche Fürsorge nach der An- zu verdanken ist, wenn es nicht öfters zu gewaltsamen Zusammenstößen haben wollen, und erstarben vor Bewunderung, wenn sie ihnen meldung, und zwar bei allen Russen, nicht bloß den Studenten und kommt. Drastisch kam der Groll eines der Polizeimänner über die viele das alte Prahlwort nachsprachen: So lag' ich und so führt' bei letzteren gleichviel, ob die Immatrikulation schon statt- Arbeit, die ihnen die Russen machen, zum Ausdruck in dem gegenüber der ich meine Klinge! gefunden hat oder nicht, mit Vorladungen auf die Polizei. Wirtin einer Russin Namens B. geäußerten frommen Wunsch:„ Man Die Führung dieser Männer in Steifleinen hatte der Dort werden ausführliche Verhöre vorgenommen. Man forscht müßte alle Ruffen in die Spree versenken". Als ein Ruffe dem Abg. Lehmann übernommen, der an Stelle Bassermanns nach Namen, Vornamen, Geburtstag, Geburtsort der Groß- Rechercheur mitteilte, daß sein Vater tot sei, erhielt er die christlich Jena - Neustadt vertritt. Diesen Nachfolger hat selbst Bassereltern, Urgroßeltern und so weiter; so weiter; man erkundigt ergebene Antwort:" Desto besser, dann habe ich weniger zu schreiben". mann kaum verdient. Die Denkschrift der Unternehmer vorfich auf das sorgfältigste, wieviel Geld einem zur Ver-( Fall G.) Wenn ein Russe nicht sofort zu allen Placereien Ja und lesen und feierlich den Schwur ablegen, daß sie lautere Wahrfügung stehe und woher dieses Geld komme. Jede Antwort wird Amen sagt, wird von den Kriminalbeamten mit Vorliebe der Trumpf heit enthalte, das kann, wie der richtige Berliner sagt: zunächst in Zweifel gezogen, jedes Wort mit Mißtrauen auf- ausgespielt:„ Nehmen Sie sich in acht, Sie sind ein Russe, wir Lehmanns Kutscher auch. Jeder kollektive Arbeitsvertrag, jedes genommen, denn alle Russen sind uns verdächtig". Man fragt tönnen Sie ohne weiteres aus Deutschland ausweisen!" Und wenn Eingreifen der Arbeiterorganisation ist Herrn Lehmanns naiver den Vorgeladenen, warum er gerade in Deutschland studiere, ob er die Wirtsleute nicht gefügig sind und sich gegen Verrätereien und socialpolitischer Rückständigkeit ein Greuel! Im Vergleich zu denn auch wirklich studiere. Eine junge Dame, die an der ehrlose Indiskretionen in Bezug auf ihre Mieter sträuben, so heißt solchen Anschauungen ist sein Fraktionskollege Frhr. v. Heyl Musikhochschule immatrikuliert war, wurde gar genötigt, dem es:„ Wenn Sie etwas verheimlichen, können Sie leicht Unannehmlich- ja ein wahrer socialpolitischer Heros! Polizeibeamten auf dem Klavier vorzuspielen. Hoffentlich war dieser feiten haben!" Leider blasen die Wirtinnen den Eindringlingen Nur Geheimrat Dr. Fischer lächelte der gleichgestimmten Bolizeibeamte Mitglied der berühmten Kunstkommission! Wer weiß und Versuchern, die obendrein noch unhöflich sind, nicht immer so Seele freundlich zu, und sein Behagen wuchs, als sein engerer aber, ob das vorgespielte Klavier nicht ein elektrisch- automatisches energisch den Marsch, wie es vor einigen Wochen in der Rückert- Landsmann, Herr Gräfe von den Antisemiten, in die gleiche war und die Polizei trotz alledem irregeführt ist? Alle Russen straße geschehen ist. Eine Specialität gewisser Herren" ist es, bei Sterbe hieb. Er wiederholte nur papageienmäßig die Redensart find verdächtig." den Vernehmungen nach bekannter Manier durch Stellung verfäng- von der Machtprobe" der Socialdemokratie, erklärte unsre
-
-
"
Eine einmalige Vorladung genügt nicht; zwei, drei, vier, fünf, licher Fragen unvorsichtige Aeußerungen über die politischen Zu- ganze Fraktion für verkappte Verbrecher, warf ihnen Gottes. fechsmal finden die Bernehmungen statt, wobei sich immer dasselbe stände Rußlands und besonders über den Baren zu provozieren. und Glaubenslästerung vor und sagte ihnen sonst noch allerSpiel wiederholt. Und auch damit nicht genug: es pflegen auch Darum überall äußerste Vorsicht. hand Liebenswürdigkeiten nach.