Nr. 94. es
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Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.
Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Freitag, den 22. April 1904.
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984.
Internationale Arbeiterschutzfragen. fat weiblicher und jugendlicher Arbeitskräfte in der Spinnerei, Arbeitszeit für wohlvereinbar halten kann mit den Interessen der
des
Es ist nicht unbegreiflich, wenn auch einigermaßen auffallend, daß die Mitteilung im schweizerischen Nationalrate so vollständig fühl aufgenommen wurde und fast gar keine Erörterung in der Bresse hervorgerufen hat. Man ersieht hieraus, daß der vollständige Mißerfolg der mit so viel äußerem Aufwande abgehaltenen Konferenz vom Jahre 1890 noch nach mehr als 14 Jahren nachwirkt. Nichts ist in der Politik gefährlicher, als getäuschte Hoffnungen, als nicht ein gehaltene Versprechungen. Dieser Satz wird jedem späteren Historiker des ausgehenden 19. Jahrhunderts bei der Betrachtung der deutschen Geschichte in die Augen springen.
Wir wissen, daß die fünftige internationale Arbeiterschutz- Konferenz weit davon entfernt sein wird, den Wünschen der organisierten Arbeiterschaft Rechnung zu tragen, wir halten es aber doch nicht für vollkommen ausgeschlossen, daß sie einige fleine Erfolge auf den Ge bieten, die wir hier beleuchtet haben, zeitigen wird.
Die große Aufgabe der Arbeiterklasse ist es, das Zögern der Regierungen zu überwinden und sie durch unablässige Propaganda zum Arbeiterschutz treiben.
Der Generalstreik der ungarischen Eisenbahner
handeln.
widelung eingeengt wurde durch den außerordentlich starken Prozent folgern fann, daß der Großbetrieb die Einführung der verkürzten Weberei und in ihren Nebengewerben. Hieraus erklärt sich, daß Produktion. In der italienischen Seidenweberei beträgt der ArbeitsMan war überrascht, als der Chef des schweizerischen Handels- die allgemein in Erscheinung tretende Verkürzung der Arbeitszeit tag zwischen 10-11 Stunden. In der italienischen Spinnerei und Industriedepartements im schweizerischen Parlamente ankündigte, vor den Thoren der Tertilbetriebe Halt macht. Die Notwendigkeit, 10-11, hier und da 12 Stunden, doch kommt die Konkurrenz der daß eine internationale Arbeiterschutz- Konferenz in sicherer Aussicht auch in dieser bedeutungsvollen Industrie eine Verkürzung der Arbeitszeit italienischen Textilindustrie für die Schweiz nicht besonders, für die stehe und daß dieselbe voraussichtlich im Mai des nächsten Jahres herbeizuführen, wird allgemein anerkannt, ja auch vielfach von den Textil- übrigen Länder kaum irgendwie in Betracht. In den Niederlanden stattfinden dürfte. Die Mitteilung, die sicherlich nach vorheriger fabrikanten selbst nicht bestritten und nicht für unmöglich erklärt, beträgt die Arbeitszeit fast der Hälfte der geschüßten Personen Vereinbarung mit andern Regierungen vom Bundesrate der Eid- aber ihrer Aussage nach gehemmt durch die ausländische Konkurrenz. weniger als 10 Stunden. In einem erheblichen Teile der an sich genossenschaft gemacht wurde, beweist, daß der Widerstand Deutsch - Die Frage ist heute im Flusse. Seit Jahren hat die schweizerische für die Weltproduktion nicht start ins Gewicht fallenden holländischen lands gegen die Abhaltung einer zweiten internationalen Regierung ihre volle Bereitwilligkeit erklärt, den dort seit 1877 ein Tertilindustrie beträgt die Arbeitszeit 10 Stunden. Am weitesten Arbeiterschutz- Konferenz aufgegeben ist. Aus den Rechenschafts- geführten elfstündigen Magimalarbeitstag durch einen zehnstündigen ist der Zehnstundentag in Dänemark vorgeschritten, wo aber die berichten des schweizerischen Handels- und Industriedepartements ist zu ersetzen, wenn das Deutsche Reich, dessen oberelsässische und Textilindustrie keine Rolle spielt. bekannt, daß die häufigen Anregungen der schweizerischen Volts- badische Textilindustrie mit der schweizerischen in starkem Wett- Alle diese Ausführungen sprechen dafür, daß die Kürzung der vertretung wie der eidgenössischen Regierung auf Abhaltung bewerb steht, in der gleichen Richtung vorgehen würde. Bei uns Arbeitszeit auf 10 Stunden auch vom Standpunkte des Unter einer internationalen Konferenz zur Besprechung der Arbeiterschutz hat der Riefenkampf von Crimmitschau troß der Niederlage die nehmers und der Regierungen spruchreif ist. fragen vornehmlich dem Widerstande ant Deutschen Bahn zum Zehnstundentag geebnet, und eine ganze Reihe von Prof. Bauer kommt zu dem Schlusse, daß eine gleichförmige Reiches gescheitert waren, was in der Schweiz um so peinlicher Aeußerungen der Gewerbe- Inspektion sprechen sich selbst in der und gesetzliche Verkürzung der Arbeitszeit gerade in der Textil empfunden wurde, als die schweizer Regierung im Jahre 1890 durch Aera Möller für diese Erweiterung des Arbeiterschutzes aus. Hierzu industrie aller Konkurrenzländer eine feste Grundlage für weiter ihr weitgehendes Entgegenkommen Wilhelm II. ermöglicht hatte, die kommt noch, daß in Frankreich , wenn auch nicht gerade vollkommen gehende rationelle Betriebseinschränkungen in den Zeiten der Krise Konferenz in Berlin abzuhalten. thatsächlich, so doch gefeßlich der Zehnstundentag festgelegt ist. Die bilden würde. Gerade die besonderen Verhältnisse in der Textilindustrie Stimmung der verschiedenen Industriestaaten wird deswegen lassen ihm eine einheitliche Kürzung der Arbeitszeit nicht nur socialweniger fühl für internationale Abmachung auf diesem Gebiete politisch, sondern auch im industriepolitischen Interesse wünschenswert sein als dies im Jahre 1890 der Fall war, wo lediglich diplomatische erscheinen. Rücksichten und nicht ein gemeinsames Bedürfnis die etwas plötzlich gekommene Berliner Arbeiterschutz- Konferenz beschicken ließ. Seit bald 20 Jahren ist es die schweizerische Regierung, die zähe den Gedanken des internationalen Arbeiterschutzes verfolgt. Man wird vielleicht nicht vollkommen irre gehen, wenn man einer Arbeit des Leiters des unter Aufsicht der eidgenössischen Regierung stehenden internationalen Arbeitsamtes im ersten Hefte des Archivs Wir sind sicherlich sehr nüchtern bei der Beurteilung der Auss für Socialwissenschaft und Socialpolitik") über die Entwicklung zum fichten der nächsten Arbeiterschußkonferenz, aber wir meinen doch, daß Behnstundentag" einigermaßen offiziösen Charakter mit Rücksicht auf dieselbe nicht von der gleichen vollkommenen Ergebnislosigkeit sein die geplante Arbeiterschußkonferenz beimißt. Professor Bauer konstatiert muß, als ihre unrühmliche Vorgängerin. Seit 1890 hat sich die dort, daß die Bewegung zu Gunsten fürzerer Arbeitszeit eine gleich Abweichung der Arbeiterschutz- Gesetze und der thatsächlich üblichen zeitige wirtschaftliche Erscheinung sei, die einen immer rascheren Arbeitszeiten in den maßgebenden Industriestaaten erheblich ver- Gang einschlägt, daß die größere Intensivität der Arbeit ein stärkeres mindert, so daß eine Ausgleichung der Abweichungen viel leichter in Ruhebedürfnis der Arbeiter zur Folge hat, daß fast überall die Be- ist in das Stadium der Unterhandlungen eingetreten. Die Regierung den gesetzgebenden Körperschaften der in Betracht kommenden Staaten richte der Gewerbe- Inspektoren sich in gleichem Sinne für eine Ver- hat sich genötigt gesehen, über Nacht ihren terroristischen Standpunkt durchgeführt werden kann; auch ist der Druck der Arbeiterbewegung fürzung des Arbeitstages aussprechen, daß der Uebergang vom Elf- aufzugeben und mit den Streifenden als mit einer Macht zu unterauf ihre Regierungen ein größerer wie am Ende des vorletzten zum Zehnstundentag die Produktivität nicht eingeschränkt hat und Jahrzehnts des 19. Jahrhunderts und dann ist trog aller Scharf- daß auch dort, wo gesetzlich der Elfftundentag festgelegt wurde, in Nachdem gestern noch der Handelsminister Hieronymi jebes machereien die öffentliche Meinung heute interessierter an der Ber- bielen Betrieben von dem Recht dieser Ausmutzung der Arbeitskraft kein Berhandeln mit den Streifenden als mit vertragsbrüchigen Auffürzung der Arbeitszeit wie in den Tagen des Rücktritts Bismards. Gebrauch gemacht und Arbeitszeiten von fürzerer Dauer eingeführt rührern weit von sich wies und prahlend ankündigte, daß man die Endlich dürfte man auch den Kreis zur Erörterung gestellter Fragen wurden. Die Untersuchung behandelt auch die Frage der Verteilung Eisenbahner, falls sie nicht von selbst zu Kreuze friechen, schon firre vielleicht enger ziehen und zuletzt ist der Gegenstand der zu be- der 60 Stundentvoche auf die sechs Arbeitstage und tritt für die machen werde, ist heute der Wind völlig umgeschlagen. Man ist, handelnden Fragen viel mehr flar gestellt, als dies damals war. Freigabe des Sonnabendnachmittags im Interesse der vollkommenen übrigens bereits gestern abend, durch Vermittelung des Abgeordneten Wenn es auch nur eine Vermutung ist, so spricht vieles dafür, Sonntagsruhe des kaufmännischen Personals ein. Viel Gewicht Voeroes mit dem Streitkomitee in Verhandlungen getreten und hat daß die künftige Konferenz sich vornehmlich mit zwei Gegenständen wird auf die vollständigen Erfolge der 551 Stundenwoche in der bereits ein ziemliches Entgegentommen an den Tag gebefassen wird: Mit dem Verbote bezt. Einschränkung gewisser englischen Textilindustrie gelegt und auf die Verteilung der Arbeits- legt. Die Regierung hat den Streifenden völlige Amnestie gesundheitsschädlicher Betriebsmethoden, wie sie bei der Verwendung zeit auf je 10 Stunden in den ersten fünf Wochentagen und auf in Aussicht gestellt, sie will auch gegen die Gründung eines von Blei und andern Giftstoffen vielleicht auch für die Verwendung 5% Stunden am sechsten Wochentage und endlich darauf, daß auch Landesverbandes der Eisenbahner nichts unter tierischer Produkte, wie Schweineborsten, Tierhaare, Felle und dergl. diese Arbeitszeit in England nicht überall boll ausgenügt wird, daß nehmen, und schließlich soll die Abhaltung einer Landesversammlung vorkommen und dann mit der Verkürzung der Arbeitszeit, vielleicht in der Leinen- und Jute- Industrie von Dundee und Umgebung ge- der Eisenbahner zugestanden und der Gesetzentwurf über die Gehaltsmur der erwachsenen Frauen, und zwar mit besonderer Rüdsicht auf wöhnlich nur 55 Stunden in der Woche gearbeitet werden. Die regulierung bis nach Abhaltung dieser Landesversammlung verschoben die Textilindustrie. vorteilhaften Wirkungen des neuen französischen Gesezes, vor allem werden. Zu dieser Annahme gelangt man durch die Maßnahmen einer das Fehlen eines Produktionsausfalles, eine größere Regelmäßigkeit Die Streiffeitung hat diesen Erklärungen gegenüber noch eine Reihe von Regierungen durch ihre Erklärungen, daß sie zu höherem im Gehen und Kommen der Arbeiter, eine Beseitigung der kurzen sehr reservierte Haltung eingenommen. Mit Recht! Denn nachdem Schuße bereit wären, wenn das Ausland gleichen Schritt halten Vor- und Nachmittagspausen, eine Unterdrückung des Besuchs der die Regierung einmal durch ihre Brutalität den Streit heraufwollte, und durch eine Reihe von Verwaltungsmaßnahmen. Ueberall Sneipen in der Umgebung der Fabrit, eine Verringerung der Präsenz- beschworen hat und nachdem der Streit in so imponierendem Umfange eingetreten ist, handeln die Eisenbahner durchaus fucht man, wenn auch vielfach mit ungenügenden Mitteln und nicht zeit der Arbeiter werden festgestellt. Aus den deutschen Fabrifinspektionsberichten wird auf die frei- vernünftig, für alle in Betracht kommenden Arbeiterkategorien, die Verwendung wenn sie die für sie günstige Situation auch des Bleies in der Industrie einzuschränken oder an gewisse Be willige Einführung des 10- Stundentages bei der Firma Chr. Dierig so gut als möglich auszumuzen suchen. Es handelt sich ja dingungen zu knüpfen. Im Deutschen Reiche hat vor kurzem eine in Langenbielau, einer der bedeutendsten Anlagen der Textil nicht nur um die Amnestie und um die Anerkennung der Organis Konferenz über die Verwendung von Bleifarben stattgefunden; wir industrie, hingewiesen, wobei sich herausgestellt hatte, daß die fation, sondern zunächst um die Bewilligung der Forde. befizen einige Bundesrats- Berordnungen über die Einrichtung Produktionshöhe in diesen 10 Stunden nicht hinter der früheren rungen der Eisenbahner. Nun kann die Regierung durch von Bleifarben- und Bleizucker Fabriken, 10% stündigen Arbeitszeit zurückgeblieben ist. Dieselben Erfahrungen Bugeständnisse am besten ihre Absicht beweisen, einen ehrlichen über den Betrieb von Anlagen zur Herstellung elektrischer machte man bei einer Verminderung der Arbeitszeit von 11 auf Frieden zu schließen. Lassen sich die Streifenden durch unverbind Accumulatoren aus Blei Aehnliche 9 Stunden in einer Leinengarnweberei in Freiberg , in den Trifot liche allgemeine Zusicherungen erst zur Wiederaufnahme der und Bleiverbindungen. Anordnungen befizen England und einige weitere Staaten, fabriken Württembergs, ja aus Liegnis wird berichtet, daß in Arbeit bewegen, so steht es in der Hand der Regierung, ihre Verin andren werden sie in den Berichten der Gewerbe- Inspektoren mehreren Fabriken, die infolge der Krise die Arbeitszeit um 2 bis fprechungen in ihrem Sinne auszulegen, d. h. zu brechen. verlangt. Die Phosphorzündhölzer- Frage hat auch eine Reihe von 3 Stunden verkürzten, die beabsichtigte Einschränkung der Produktion Innerpolitische Gründe, vor allen Dingen aber die imponierende Staaten, so Dänemark , die Schweiz und das Deutsche Reich zu gefeßz- nicht eintrat. Eine Reihe weiterer derartiger Beispiele werden in den Geschlossenheit und Einmütigkeit der Eisenbahner haben geberischen Atten veranlaßt, man fürchtet aber, so vor allem in der deutschen Berichten festgestellt. Es wird ferner konstatiert, daß von die Regierung gezwungen, ihre Hochfahrende Haltung schleunigst zu Schweiz , eine Erschwerung bei der Durchführung dieser Bestimmungen 28 preußischen Gewerberäten sich nur 4, merkwürdigerweise mur oft ändern; die fernere Geschlossenheit wird die Regierung wahr durch die Einfuhr von Waren, die für die Produktion im Inland elbische( Dst- und Westpreußen , Bommern und Oppeln ) gegen die scheinlich auch zu weiterer Nachgiebigkeit zwingen. Ueber die verboten sind. In der Frage des Milzbrandschutzes findet man in weitere Berkürzung der Arbeitszeit aussprachen, zwei andre, auch den deutschen Fabrikinspektoren- Berichten Klagen über die Einfuhr ostelbische( Frankfurt a. Oder und und Bosen), sie nur mit gewissen von Material, das im Auslande angeblich desinfiziert wurde, das Einschränkungen billigen, während alle übrigen Inspektoren sie befich aber bei der Verarbeitung als nicht frei von Milzbrandsporen fürworten. Der Aufsichtsbeamte für Breslau betont ausdrücklich: erivies. Dies einige Beispiele dafür, daß bei den Regierungen das Ein so günstiger Zeitpunkt mit der Herabsetzung der Arbeitszeit Bedürfnis einer einheitlichen Regelung auf diesen Gebieten vorhanden wie der gegenwärtige dürfte später sobald nicht wiederkommen." sein und daß diese auf keine erheblichen Schwierigkeiten stoßen In Desterreich arbeiten ebenso wie in der Schweiz mehr wie Hälfte der Betriebe nicht die in den beiden Ländern gefeßlich zuWichtiger aber als diese Fragen, die bei all ihrer Bedeutung läffige Beit von 11 Stunden, nur die Textilindustrie strebt die volle Aber in Desterreich ist man doch nur einen engen Personenkreis betreffen, ist die große Arbeiterschutz- Ausnügung des 11 Stundentages an. Frage der Verkürzung des Arbeitstages von 11 auf 10 Stunden. auch in den Hauptcentren der Textilindustrie bereits überwiegend Bei dieser Frage muß man den thatsächlichen und den gesetzlichen zum 10- Stundentage übergegangen. So sind es von 406 TextilZustand auseinderhalten, thatsächlich ist in den meisten Großbetrieben betrieben des Reichenberger Aufsichtsbezirkes nur 196, die noch den der wichtigsten Industriestaaten der zehnstündige Arbeitstag die 11- Stundentag im Jahre 1901 voll ausnügten, 177 waren zum marimale Arbeitszeit. Nur eine Großindustrie, die fast in allen 10- Stundentag übergegangen, 7 Betriebe zum 10% und 10 BeStaaten eine Exportindustrie ist, macht hier eine Ausnahme, die triebe zum 10% stündigen Arbeitstage. In der Schweiz hat ein Textilindustrie. Hier sind die Schwierigkeiten umso größer, als die Biertel der Betriebe der Textilindustrie die fürzere Arbeitszeit eingedrückte Lage der Arbeiterschaft in fast allen Tertilgetverben des geführt, die 39 Proz. der Arbeiter zu gute kommt, so daß man daraus Sontinents ein Hemmnis der gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung
und den Betrieb
würden.
war, die in Entfaltung weiter erschwert wurde durch die Tendenz
" 1
*) Fortsetzung des Archivs für sociale Gesetzgebung und
r Textilfabriken zum Riesenbetriebe und die endlich in ihrer Ent- Statistit".
wird gemeldet:
Verhandlungen
Budapest , 21. April. Im Laufe der Beratungen zwischen dem Abgeordneten Voeroes und dem Streiftomitee trugen die Aus ständigen ihre Forderungen vor. Abg. Boeroes suchte um Mitternacht den Handelsminister Hieronymi auf und kehrte dann zur Fortsegung der Beratung zurüd. Ueber den Verlauf der Konferenz wird folgendes bekannt: Abgeordneter Voeroes teilte mit, daß die Regierung geneigt sei, ben Ausständigen böllige Straflosigkeit zu gewähren. Die Abhaltung der zu morgen einberufenen Landesversammlung werde gestattet und der Gefeßentwurf über die Gehaltsregelung bis nach Abhaltung der zweiten Landesversammlung verschoben werden. Die Regierig fei auch geneigt, die Gründung eines Landesverbandes der Eisenbahnbeamten zu ge nehmigen und werde über die Regelung bes Dienstes Vorschläge machen. Die Forderung der im Mai auszuzahlenden Zuschläge folle bewilligt werden. Die Mitglieder des Streifs tomitees erklärten, daß sie von diesen Mitteilungen