Einzelbild herunterladen
 

Nr. 99.

Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Post­Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs­Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat.

Ericheint täglich außer Montags.

Vorwärts

Berliner Dolksblatt.

21. Jahrg.

Die Infertions- Gebühr

beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Versammlungs- Anzeigen 25 Pfg. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für ble nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.

Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin".

Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Ein neuer Walderfee- Feldzug.

Donnerstag, den 28. April 1904.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984.

"

Der Lokal- Anzeiger" behauptet zwar, daß man in Regierungs- Richter in der Redaktion der Freisinnigen Beitung", Herr freisen mit dem Ausbruch einer solchen Typhus - Dr. Müller- Sagan, mit der reaktionären Mehrheit, aber epidemie von vornherein gerechnet habe. Der Typhus breche in allein von der freisinnigen Partei', an dieser Verhöhnung des Wir gaben bereits gestern der Befürchtung Ausdruck, daß dem Südafrika während der Regenzeit eben jedes Jahr aus. Mit dem Wahlrechts" teilnahm. Für ungültig wurde auch das Mandat des Demokraten Reichstag schon in nächster Zeit neue Forderungen für weitere Ende dieser Regenzeit, das jetzt eintrete, werde auch der Typhus Truppennachschube nach Südwestafrika unterbreitet werden würden. jedenfalls seinen Höhepunkt überschritten haben und von selbst er- Blumenthal aus Straßburg Land erklärt. Sein Fraktions löschen. Diese Vermutung scheint sich über Erwarten schnell bestätigen zu genosse Herr Baher von der süddeutschen Volkspartei wies zwar Nach der vorherrschenden medizinischen Auffassung jedoch ist der nach, daß von klerikaler Seite amtliche und geistliche Wahlbeeinflussung

blatt folgende höchst eigenartige Notiz:

follen. Im Lokal- Anzeiger" befindet sich in dem heutigen Abend- Typhus eine Infektionskrankheit, deren Ansteckungsgefahr durch in viel schlimmerem Maße getrieben worden ist. Aber da man " In hiesigen parlamentarischen Kreisen fursierte direkte Hebertragung vom Menschen zum Menschen einen Ausgleich des Unzulässigen auf diesem Gebiet nicht anerkennen heute mittag das mit boller Bestimmtheit auftretende eine größere ist, als die Infektion durch Trinkwasser. Dieser konnte, mußten auch die engeren Freunde des Herrn Blumenthal Gerücht, Oberst Leutwein habe seine Demission als Truppenführer persönlichen Uebertragung( Kontaktinfektion) wird gegenwärtig dem mit großer Mehrheit gefaßten Beschluß des Hauses zustimmen. angeboten und vorgeschlagen, seine Thätigkeit auf die die größere Ursache der Verbreitung von Typhus - Nach Erledigung der Wahlprüfungen, zu denen sich wohl an die Gouvernementsgeschäfte zu beschränken. Hiermit in Verbindung Epidemien zugeschrieben. Diese kontagiöse Uebertragung ist aber um 300 Reichstags- Abgeordnete eingefunden hatten, setzte das Haus die wird die Frage der Entsendung neuer, bedeutender Berstärkungen so größer, als der Typhus - Bazillus sich durch besonders große Beratung der Börsennobelle fort. Einer gründlichen und nach Südwestafrika erörtert, mit denen zugleich als Ober- Dauerhaftigkeit( Tenacitat) auszeichnet. Er soll seine Lebens- und sachgemäßen Beratung dieses Gesetzes kann es jedenfalls nicht dienlich befehlshaber der gesamten Streitmacht Generallieutenant v. Trotha Ansteckungsfähigkeit Wochen und Monate bewahren. hinausgehen würde. An hiesiger amtlicher zuständiger Eine sein, daß die Debatte stückweise und vor ermüdetem Hause geführt Stelle war bisher eine Bestätigung dieser Nachrichten Berührung neuer Truppen mit dem völlig verfeuchten Corps wird. Gestern war ein Redner aus dem Hause zu Wort gekommen, nicht zu erlangen." Glasenapp würde also aller Voraussicht nach die Infektion auch der heute hatten in vorgerückter Stunde die Vertreter der beiden größten Es ist ja hinlänglich bekannt, daß der Lokal- Anzeiger" die frischen Mannschaften zur Folge haben. Die Erfahrungen mit der Parteien dieses Glüd. borzüglichsten Verbindungen mit der Regierung Schußtruppe dürfen insofern nicht als maßgebend betrachtet werden, Genosse Robert Schmidt- Berlin wies den agrarischen Börsen­unterhält, daß er vielfach geradezu als amtliches Bubli als eine einmalige typhöse Erkrankung gewöhnlich für das ganze feinden nach, daß der Terminhandel eine wesentlich günstige Wirkung auf tations- Organ benugt worden ist. Erst in legter Zeit konnte Leben immunisiert. Die Ansteckungsgefahr für die Mannschaften der die Stabilität der Preise gehabt habe, allerdings in einem sehr engen er sich ja rühmen, de einzige deutsche Blatt zu sein, das dem Schutztruppe, die bereits einmal am Typhus erkrankt waren, ist also Rahmen. Denn diese Bedeutung der Börsentermingeschäfte wird Kaiser in unverstümmeltem Zustand zu Gesicht kommt! biel geringer, als für die aus Deutschland nachgesandten Mann- von den Reaktionären in der ungeheuerlichsten Weise überschätzt. Sie Wenn also dies Blatt ein solches Gerücht" weiter folportiert schaften, die wohl sämtlich noch niemals am Typhus erkrankt waren. machen diese für die Schäden verantwortlich, die in Wahrheit dem und nur hinzufügt, daß eine Bestätigung"( man beachte: tein Man könnte also den Hereros gar keinen größeren Gefallen thun, kapitalistischen Wirtschaftssystem anhaften, das das Schwanken der Dementi!) an zuständiger Stelle" bisher nicht zu er- als die Reste der Abteilung Glasenapp mit den neuen Mannschaften Preise nach dem Gesetze von Angebot und Nachfrage zu seiner langen gewesen sei, so beweist das, daß es sich nicht um müßige zusammenzubringen. Aber so sehr sind selbst wir noch nicht hererorisiert, Grundlage hat. Mißstände selbst erkennen wir durchaus an. halten es Konjelturen, sondern um ein von sehr beteiligter Seite daß wir nicht gegen ein solch unbesonnenes Vorgehen der südwest- Wir für sehr bedenklich, wenn an Stelle redlichen Erwerbes erwogenes Projekt handelt, das morgen schon in Gestalt afrikanischen Kriegsleitung aus Rücksicht für das Leben und die Ge- des wenn die Jobbergewinne treten, auch die Agrarier bei ihrer Vorliebe einer Gesegesvorlage an den Reichstag gelangen tann. Man kann ſundheit unsrer Truppen den entschiedensten Einspruch wir für die also schon sagen: die Entsendung bedeutender" neuer Truppen erheben sollten! Rennwetten, die sie ja noch in nächster Zeit gesetzlich verbreiten nachschübe nach Südwestafrika steht bevor und ein General­wollen, nicht für berufen halten, gegen das unsittliche Börsenspiel Was zu dem südwestafrikanischen Kriegsabenteuer im allgemeinen als Tugendprediger aufzutreten. Wir verkennen die großen Gefahren Lieutenant soll als afrikanischer Waldersee einen zu sagen wäre, haben wir bereits gestern gesagt. Es handelt sich nicht, die aus den engen Beziehungen von Finanz und Presse, von Feldzug größten Stils gegen die schwarzen Boyer" inscenieren! Nach dem China - Kreuzzug also ein afrikanischer Kreuzzug mit um die Alternative: entweder ein unerhört kostspieliger Feldzug à la Finanz und wirtschaftlicher Arbeit hervorgehen, aber wir wissen, dem obligaten Gepränge und den dazu gehörigen enormen Kosten! Walbersee, nur mit viel größeren Menschenopfern, oder Friedens- daß all das untrennbare und unvermeidliche Begleiterscheinungen Wozu noch kommt, daß der afrikanische Kreuzzug wahrscheinlich noch verhandlungen mit den zum Verzweiflungskampf Getriebenen unter der heutigen Wirtschaftsordnung sind und verlangen nichts weiter viel mehr Menschenopfer verschlingen wird, als die Waldersee- Episode den Gesichtspunkten der Bernunft, der Gerechtigkeit, der Humanität als Freiheit für die Arbeiterschaft, die allein diese Mißstände zu und der Ersparnis von nationalem Gut und Blut! berüchtigten Angedenkens!

nummer:

"

Der Zyphus als Verbündeter der Hereros. Der Lokal- Anzeiger" schreibt in seiner heutigen Morgen­ Die betrübenden Nachrichten von dem schlechten Gesundheitszustande bei der Kolonne Glasenapp müssen wir leider noch dahin ergänzen, daß auch unter den übrigen Marine­truppen der Typhus in bedenklichem Umfang ausgebrochen ist. Offenbar hängt die in unsrer gestrigen Abendausgabe gemeldete Berufung des Oberstabsarztes Schian nach Südwestafrika mit diesen Vorgängen zusammen. Halbamtlich wird jezt mit­geteilt, daß Oberst Dürr frankheitshalber in die Heimat zurüdfehrt."

In seiner heutigen Abendausgabe fügt das Blatt dieser Hiobs­post folgende Einzelheiten an:

Die Besorgnisse, welche die Nachrichten von dem Ausbruch einer Typhusepidemie bei unsern Truppen in Südwestafrika erregt haben, finden leider ihre Bestätigung in einer weiteren Meldung unfres die Kolonne Glasenapp begleitenden Special­berichterstatters Hauptmanns a. D. Dannhauer. Danach hat die Truppe seit dem 18. März d. J. insgesamt einen Verlust von 63 Proz. ihrer Offiziere und von 35 Proz. der Mannschaften erlitten. Ein von Otjihaenena durch den Heliographen nach Windhut, von dort durch den Draht weiterbefördertes Privat Kabeltelegramm meldet uns:

Bei der Regierung und vor allen Dingen der bürgerlichen Mehrheit des Reichstags steht es noch immer, zwischen diesen beiden Wegen zu wählen! Es gehört freilich nicht allzu viel Prophetengabe dazu, den Entscheid vorauszusagen. Gleichviel: Im Namen des Volkes, im Namen der nationalen Wohlfahrt, im Namen der Vernunft erheben wir noch einmal in elfter Stunde unsre warnende Stimme!

Politifche Ueberficht.

Berlin , den 27. April.

Wahlprüfungen- Börsengesek.

Die meisten der Mandatsprüfungen, die gestern als erster Punkt auf der Tagesordnung standen, wurden sehr rasch erledigt; das Haus bestätigte durchgängig die Beschlüsse der Kommiffion.

überwinden im stande ist.

Mit einem Appell an die Regierung, sich nicht von den Scharf­machern fortreißen zu lassen, schloß unser Redner seine tief in die Materie eindringenden Ausführungen.

Der Centrumsredner, Abg. Burlage, wiederholte mur mit weniger Temperament und geringerer Sachkenntnis das gestrige Bekenntnis des Grafen Kanig zu unentwegter Börsenfeindschaft. Immerhin will das Centrum in der Kommission prüfen", ob das Börsengesetz von 1896 zu Verstößen gegen Treu und Glauben anreizt.

Nach einer unwesentlichen Erwiderung des Handelsministers Möller wurde die Weiterberatung auf Donnerstag 1 Uhr bertagt. Vorher geht die dritte Lesung der Novelle zum Krankenfürsorge Gesetz für Seeleute.

Militärjuftiz.

Einen lebhafteren Zusammenstoß gab es zuerst bei der Wahl Es wird gemeldet, daß drei Richter, welche im Bilfe- Prozeß des Abg. Fürst Vismarck für den Wahlkreis Jericho w. Unter geurteilt haben, den Abschied erhalten haben. Nachdem schon vor genauen Angaben der beteiligten Orte und Personen behauptet der einiger Zeit der Divisionskommandeur General von Tippelskirch, ber Wahlprotest, daß in 28 Drten durch Ausweisung der focialdemo- Gerichtsherr im Bilfe- Prozeß verabschiedet worden war, wird jetzt der kratischen Vertrauensmänner die Deffentlichkeit der Wahl beeinträchtigt Abschied gemeldet von Oberstlieutenant Geisel, Infanterie- Regiment worden ist, und daß neben einer Anzahl andrer Gesetzwidrigkeiten 98 und Major Hirsch desselben Regiments. die Geheimhaltung der Wahl durch Aufschichtung der Wahlzettel und Nach dem Bilse- Prozeß verlautete, daß die Nicht- Ausschließung Protokollierung der Wähler in der Reihenfolge ihrer Abstimmung der Deffentlichkeit in den höheren Militärkreisen übel vermerkt durchbrochen worden ist. Auf Grund dieser übrigens gar nicht be- worden sei, und es soll damals eine Order ergangen sein, der die Otjihaenena, 25. April. Da bei den schlechten Wasser­strittenen Behauptungen Behauptungen forderten unfre Genossen Gold- vermehrte Ausschließung der Deffentlichkeit in neuester Zeit ges verhältnissen in Onjatu die Typhuserkrankungen zunahmen- es stein und Geyer, daß zum mindesten Beweis über schuldet ist. Uns ist aufgefallen, daß neuerdings in Prozessen starben außer den bereits gemeldeten noch Feldwebel Kam molz und Vorgänge im Wahlkreise Jerichow erhoben Seefoldat Lenz von der 1. Kompagnie, Seesoldat Fingerle die würde, gegen Offiziere fast systematisch die Deffentlichkeit aus. von der 4. Kompagnie des Seebataillons und die Soldaten der Die Freifinnigen Gothein und opsch hatten gut unfre Genossen geschlossen wird. Schuttruppe Rester und Wansler so marschierte das zu unterstützen. so marschierte das zu unterstützen. Sind es doch ihre Parteigenossen, die verschuldet Wenn die Verabschiedung der militärischen Richter im Bilse Detachement Glasenapp am 21. von Onjatu nach Otjihaenena, wo haben, daß Fürst Bismarck mit großer Mehrheit in den Reichstag Prozeß mit diesen Bestrebungen gegen die Desfentlichkeit im Gerichts­wir gestern eintrafen. Sofort wurde heliographisch die Verbindung gewählt worden ist. Auf diese große Mehrheit beriefen sich der verfahren einen Zusammenhang hat, so giebt sie den denkbar eindring­mit Okahandja via Seeis und Windhut hergestellt. Stabsarzt Centrums- Abgeordnete Wellstein und der Nationalliberale lichsten Beweis von der Unmöglichkeit der Justiz durch Militär­Wiemann richtet hier, wo die Verhältnisse besonders günstig liegen, Dr. Wallau, die für die Gültigkeit der Wahl eintraten. Dieser personen, die jederzeit, ohne geordnetes Verfahren, aus ihrer Stellung ein festes Lazarett ein. Hier erwartet auch das Detachement Ersak für die durch Gefechte wagte dabei anzudeuten, daß sich die Socialdemokraten wahr verabschiedet werden können. Offiziere, die bei Ausübung richter­licher Handlungen jeden Augenblick die Verabschiedung besorgen und Krankheit ausgefallenen Offiziere, Mannscheinlich ungebührlich in den Wahllokalen benommen hätten. schaften und Pferde, sowie auch weitere Zufuhr von Ihnen gegenüber wies Genosse Fischer Berlin nach, daß es müssen, find völlig ungeeignet, unabhängige und unparteiische Richter Proviant und Winterkleidung. Am 13. März früh, vor dem Ge- bei einer solchen unrechtmäßig zu stande gekommenen Wahl gar zu sein. fecht bei Owifokorero, war die Kopfstärke des Detachements nicht auf die Stimmenzahl ankomme, die sich der Gewählte durch 22 Offiziere und 476 Mann; davon fielen 8 Offiziere ungefeßliche Mittel verschafft habe. Das wisse auch die Mehrheit, und 56 Mann. Verwundet wurden 4 Offiziere aber sie wolle nicht den Träger des Namens Bismarck mit dem Die vom General Keim in Dresden namens des Gesamtpräsidiums und 18 Mann; an Krankheiten starben 8 Mann: Makel der Mandatstaffierung behaften. des Flottenvereins vertretenen Forderungen Fertigstellung der bis Krankheitshalber wurden zurückgeschickt zwei In der Abstimmung wurde natürlich die Wahl für gültig erklärt, zum Jahre 1917 vorgesehenen Flottenbauten bereits bis zum Jahre 1912 Offiziere und 62 Mann. Momentan typhus­frank sind 44 Mann. In der letzten Woche sind heftige ebenso natürlich die unsres Genossen Braun in Frankfurt - Lebus und gleichzeitige Schaffung eines dritten Doppelgeschwaders von Regengüffe gefallen; außerdem gab es starke Nachtfröste, die sich in kassiert. Linienschiffen mit den dazu gehörigen" Kreuzern und Torpedo­ben Biwals sehr fühlbar machten. Heute biwatiert unfre Oft- Die Vorgänge, um die es sich handelt, sind bekannt. Der Ne- divisionen hat begreiflicherweise in Deutschland um so mehr Be­abteilung zum 70. mal. Auf dem Marsche hierher war nichts von gierungspräsident hat zu Gunsten des konservativen Herrn Felisch unruhigung hervorgerufen, als die mündlich und telegraphisch den Hereros zu bemerken. Wahlbeeinflussung getrieben gegen die Socialdemokratie und hat, als Flottentreibern übermittelten Glückwünsche sehr hoher und Der Lokal- Anzeiger" spricht im Anschluß an dies Telegramm der nationalliberale Schwabach aufgestellt wurde, wiederum diesen einflußreicher Persönlichkeiten die Flottenpropaganda die Erwartung aus, daß der von Major Glasenapp verlangte Ersatz begünstigt. Weil diese doppelte Wahlbeeinflussung zu Ungunsten der Herren in besonders gefährlichem Lichte erscheinen lassen mußte. an Offizieren und Mannschaften ohne weiteres bewilligt unsrer Partei erfolglos geblieben ist, muß natürlich der Sieg unfres Nachdem wir zuerst die Ungeheuerlichkeit dieser neuen Marine­und schleunigst nachgesendet werden würde. Sollte das Genossen Braun annulliert werden. Auf eine Debatte ließen sich die forderungen zahlenmäßig als unerhörtes Attentat gegen die auch die Ansicht der Regierung sein, so müßten wir gegen eine Vertreter dieser Anschauumg nicht ein. Sie ließen den Genossen Taschen des deutschen Volkes nachgewiesen, bemächtigte sich auch die solche Unbesonnenheit mit allem Nachdruck Proteft erheben! Denn es Fischer und Herrn v. Gerlach von der Freifinnigen Vereinigung bürgerliche Bresse der Angelegenheft. Herr Müller- Fulda be­wäre ganz unverantwortlich, wenn man dadurch gesunde Mann- ruhig das Unsinnige dieser Art von Wahlprüfung brandmarken und zeichnete im Reichstag die Forderungen als abenteuerliche". Als schaften der Gefahr der Infektion durch die böllig ber- stimmten dann unsre Anträge auf Beweiserhebung nieder. Be- ihm dann General Keim wegen einer harmlosen persönlichen An feuchte Truppe des Majors Glasenapp aussetzen wollte! merkenswert ist, daß der Nachfolger des Herrn Eugen zapfung auf den Leib rückte, leistete der tapfere Centrumsabgeordnete

Schwindeleien der Flottentreiber.

-