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Berliner Volksblatt.

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geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Versammlungs- Anzeigen 25 fg. Kleine Anzeigen", das erste( fett gedruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.

Zelegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Zum Hererokrieg.

Man schreibt uns:

Dienstag, den 3. Mai 1904.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984.

zahl aller weiteren Nachschübe von den Forderungen des Gouverneurs abhängig gemacht wird, so ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die 1500 Mann und zwei Batterien dasjenige sind, was Leutwein als zur Niederwerfung des Aufstandes noch erforderlich neuerdings be zeichnet hat. Daß Leutwein den Oberbefehl behält, wird uns mun auch von der erwähnten militärischen Seite bestätigt. In Kreisen, die die Kolonie fennen, ist man überzeugt, daß der Aufstand der Hereros nicht so bald niedergeschlagen sein wird, wie Oberst Dürr neulich ankündigte; man macht sich darauf gefaßt, daß die Nieder­werfung des Aufstandes noch ein ganzes Jahr dauern kann, und man würde es als außerordentlich günstig ansehen, wenn es gelänge, der Hereros bereits binnen einem halben Jahre Herr zu werden. Daß die Hereros früher zur Maison gebracht werden tönnten, hält man für so gut wie ausgeschlossen."

Der erste japanische Landsieg.

Nach ihren großen Erfolgen zur See haben die Japaner mun auch den ersten großen Erfolg zu Lande erfochten: sie haben am Valu in siegreicher Schlacht die russischen Streitkräfte mit schweren Verlusten zurückgewiesen und den Uebergang über den Grenzfluß erzwungen.

essant ist auch die Art, wie die in Südwestafrika befehligenden modeutschen Feldherren" die einfachsten Regeln der Taktik HD in vergessen haben und damit hereinfielen. Ein alter taktischer Grund­Für die kriegerischen Ereignisse in Deutsch- Südwestafrika giebt fag fordert das Zusammenhalten der Kräfte, warnt 28 nur eine Dualifikation und diese lautet: Hm, hm! Die beiden bor ihrer Berfplitterung und vor weit aus preußischen Strategen", die da unten tommandieren, scheinen die holenden Umgebungen. Werden die Kräfte zu sehr Herrschaft über die Situation vollkommen verloren zu haben. Der auseinandergezogen und weitausgreifende Umgebungen ver­eine, Major von Glasenapp, figt nunmehr glücklich in fucht, fo liegt die Gefahr nahe, daß die ein Quarantäne in Otjihaenena, nachdem er, ohne auch nur den ge- zelnen Teile zu erfolgreichen Aftionen nicht start ringsten Erfolg aufweifen zu können, mindestens genug sind oder vom Gegner geschlagen werden, ehe ihnen die zweihundert Köpfe, also etwa zweifünftet seiner Streit- andern Teile zu Hilfe tommen tönnen. Auch in Südwestafrika macht durch Tod, Verwundung und Krankheit ver- wurden die Kräfte nicht zusammengehalten, sondern ein wesentlicher Loren hat. Der Herr Major ging übrigens echt Teil davon, nämlich die Kolonne Glasenapp, zu einem weitaus­preußisch- schneidig ins Zeug. Zunächst forderte er von seinen Unterholenden Umgehungsmanöver verwendet. Und der Erfolg"? gebenen horren de Marschleistungen. Jemand, der ihn Er ist genau so, wie ihn die Grundregeln der Taktik beschreiben: offenbar in der Presse portegieren möchte, hat darüber in der Kreuz- Leutivein konnte mit seiner Truppenmacht kein Resultat erzielen.d Seitung" sehr interessant geplaudert. In den 25 Tagen, die zwischen Ebenso erging es Glasenapp. Außerdem war es unmöglich, letzterens dem Abmarsche von Windhut und der Niederlage des Herrn zur Unterſtügung Leutweins bei Driumbo heranzuziehen. von Glasenapp bei Dwifotorero verstrichen, wurden 600 kilo und die Hereros find munterer als je. Hätten sie nicht so große meter zurüdgelegt. Dabei mußten die Truppen auch noch Rücksicht auf ihre Viehherden zu nehmen, so würden sie höchst ftets biwatieren; nachts fiel reichlicher falter wahrscheinlich den Deutschen noch viel stärker einheizen als jetzt. Tau. Für diese Leistung verdienen wohl die Truppen, nicht aber Bei allem Mitleid, das man mit den Opfern des Krieges, bor der Herr Major Lob. Im Gegenteil ist er auf das scharffte allem jenen empfindet, die einfach zum Kampfe gegen die Hereros zu tabeln, denn er ließ seine Leute 25 Tage lang burch- tommandiert wurden, ist andrerseits zu betonen, daß die auch nur einigermaßen genau feststellen. Auf japanischer Seite Das Stärteberhältnis der beiden Heere läßt sich nicht schnittlich jeden Tag 24 Kilometer marschieren, obwohl sie noch Ereignisse in Südwestafrika der deutschen Armee und den waren Teile der kaiserlichen Garde, der 2. Division und vor allen nicht an das Klima gewöhnt waren, teine Nacht aus den deutschen Chauvinisten sehr gesund sind. Der Krieg 1870 waren Teile der kaiserlichen Garde, der 2. Division und vor allen Kleidern famen, die feuchten fühlen Tropennächte unter freiem Himmel hat den Herrschaften den Kopf völlig verdreht, so daß russischer Seite beteiligt waren und in welchem Umfange, das wird Dingen die 12. Division engagiert. Welche Truppenförper auf zubringen und abwechselungsweise auch noch Vorpostendienst thun sie die deutsche Armee für triegerisches Instrument fürs erste schwerlich festgestellt werden, da Rußland aus strategischen mußten. Unter solchen Berhältnissen war ein rapides Empor- halten, mit dem die schwierigsten Operationen und finanziellen Gründen alle Ursache hat, seine erste schwere schnellen des Krantenstandes unausbleiblich. Und worin mit Leichtigkeit ausführen fann. Der Umstand, δαβ bestanden die kriegerischen Erfolge all' der Strapazen, die gerade in den ausschlagggebenden Schlachten gegen das Kaiser- zu lassen. Nach einem Petersburger Briefe Niederlage zu Lande so unbedeutend wie möglich erscheinen standen der Herr Major seiner Abteilung zugemutet hat? Wär's nicht so reich das Glück den Deutschen ausnehmend hold war, ber Nähe traurig, müßte man I achen: Zwei Schlappen, eine bei Dwikotorero, wurde einfach vergessen. Nun aber erhalten sie von den Hereros und die aus Korea zurüdgerufene Transbaital Rosalen- Brigade, des Yalu die 3. ostsibirische Schüßendivision die andre bei Dkaharui, wochenlange Saltstellung an den drastischen Beweis, daß auch die deutsche Armeeherrlichkeit nicht insgesamt 25 000 Mann. Wieviel von diesen Truppen an den fünf­der Wasserstelle von Oniatu und nunmehr in den Himmel wächst und daß der Deutsche herzlich einfältig ist, tägigen Gefechten beteiligt waren, ist unsicher. Doch läßt sich ver­Quarantaine bei Otjihaenenal Diese Resultate" hätte wenn er über die englischen Schlappen in Südafrika lacht und sich muten, daß die Nuffen, wenn sie einmal die Absicht hatten, ben Herr v. Glasenapp billiger haben können. Der preußischen Drauflos einbildet, so etwas wie die deutsche Armee gäbe es nicht mehr. Die Japanern den Uebergang über den Yalu so schwer als möglich zu muten, daß die Russen, wenn sie einmal die Absicht hatten, ben gängertaktit entspricht es freilich, die Truppen laufen zu lassen, fo- Hereros werden auch jene belehrt haben, die in dem Wahn leben, machen und daß sie diese Absicht hatten, beweist ja die Heftig. ein Krieg gegen Frankreich sei nur eine Promenade à Paris . Schon teit ihres Widerstandes und ihr schwerer Verlust­deswegen sollte man mit den Hereros Frieden schließen, weil sie das nicht nur eine Avantgarde mit der Verteidigung der Valu- Linie be­große Verdienst sich erwarben, unsern Säbelraßlern einen eistalten nicht nur eine Avantgarde mit der Verteidigung der Valu- Linie be­trauten, sondern ihre ganze Kraft einsetzten. Stopfguß verabreicht zu haben.-

biel sie im stande find.

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Leutwein soll bleiben!

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diese Darstellung zutreffen und sollte die japanische Invasionsarmee ihren Vormarsch fortseßen, so dürften in nicht zu ferner Zeit neue Busammenstöße in noch weit größerem Umfange und von ent fcheidenderer Bedeutung zu erwarten fein.

Ebenso wie die Kolonne Glafenapp scheint auch die Kolonne Leutwein aktionsunfähig zu sein. Wenigstens hört man seit dem mehr als zweifelhaften Sieg" von Dviumbo( 13. April) nichts mehr Die Japaner führten ihre auf die Ueberschreitung des Grenz davon. Die Operationen Leutweins sind übrigens viel interessanter, fluffes gerichteten Operationen mit Vorsicht und, im entscheidenden als jene Glasenapps. Während des letzteren Thätigkeit" im In der Presse wird nunmehr mit Bestimmtheit behauptet, daß Augenblicke, mit der durch die Sachlage gebotenen Energie aus. Marschierenlassen und Heineingeraten in Hinterhalte bestand, maß Oberst Leutwein den Oberbefehl im Sererotriege Ihre Verluste, die sie selbst auf 700 Mann angeben, zeugen von der Leutwein sich zweimal im offenen Gefecht mit den Hereros. Be behalten solle. Der Kaiser, der mit dem Reichskanzler in Karlsruhe Heftigkeit des Kampfes und von dem Elan, der auch die japanischen sonders erfreulich für die deutsche Kriegskunst endeten beide Ge- die Frage des südwestafrikanischen Oberkommandos erörtert habe, Landtruppen auszeichnet. fechte nicht! habe Leutwein eine solche Kränkung, wie sie die Uebertragung des Im ersten Gefecht konnten die Deutschen den Gegner erst nach Oberkommandos an einen andren Offizier darstelle, nicht zufügen Die Russen haben sich auf Föng Bang Tscheng, Im ersten Gefecht konnten die Deutschen den Gegner erst nach wollen. Er sei auch überzeugt, daß die bisherigen Weißerfolge ohne ca. 40 Kilometer nordwestlich von der Yalu- Mündung zurückgezogen. achtstündigem harten Kampf aus seiner Position werfen. Leutweins Verschulden von dessen Unterführern verursacht worden Ob sie hier den Japanern abermals eine Schlacht liefern oder fich Der deutsche Sieg" imponierte den Hereros so wenig, daß fie feien. Die Ernennung Leutweins zum Generalmajor soll un- auf die Bahnlinie Charbin- Mukden- Port Arthur zurückziehen 6 Tage später selbst zum Angriff übergingen, nachdem sie mittelbar bevorstehen. Sie wird als ohne zu erwartend bezeichnet, werden, muß abgewartet werden. Südlich von Mukden an der die Kolonne Leutwein vorher in ein Gelände gelockt hatten, das beschleunigt wird die Beförderung natürlich durch das Kommando Bahnlinie befinden sich nach russisch inspirierter Darstellung sehr ihnen für den Kampf vorteilhaft erschien. Erst nach zehn über eine so starke Truppenabteilung, wie fie nach An- starte russische Truppenabteilungen, das erste, zweite und dritte stündigem schweren Ringen konnten ihre Angriffe endgültig funft der jetzt wiederum bevorstehenden Verstärkungen in fibirische Armeecorps in einer Stärke von 140 000 Mann. Sollte abgewiesen worden. Und Oberst Leutwein fühlte sich so wenig als Südwestafrika versammelt sein wird. Denn daß Leutwein das Sieger, daß er ebenfalls den Rückzug antrat. Nun stelle man Oberkommando behält, ändert nichts an der Absicht, aber sich beide Parteien ungefähr vor. Auf deutscher Seite standen mals mehrere tausend Mann Verstärkungen nach dem Striegsschauplatz mindestens 1000 Mann, vorzüglich ausgerüstet, nach allen Regeln zu entsenden! der Kunst gedrillt, mit modernen Magazingewehren, Maschinengewehren und Feldgeschützen versehen. Sie sind in durch lange Zeit erprobte taktische Verbände gegliedert und von taktisch geschulten und geübten Offizieren geführt. Auf der andern Seite befand sich( den feineswegs einwandfreien Schäßungen Leutweins nach) eine der Bahl nach allerdings dreifache Uebermacht, die aber bezüglich Führung, Bewaffnung und Organisation den Deutschen weit nachstand. Bon vornherein verfügten die Hereros über ein einziges Geschütz, sie haben keinerlei militärische Ausbildung genoffen, Offiziere im deutschen Sinne besißen sie auch nicht, von einer taktischen Gliederung ihrer Streitmacht fann ebenfalls feine Rede fein, und ihre ganze Bewaffnung besteht besteht nur in Gewehren der der verschiedensten Systeme. Kleinkalibrige Magazingewehre werden fie nur wenige haben. Man follte es eigentlich nicht für möglich halten, daß die erste mit allem Raffinement bewaffnete, gegliederte, sorgfältig gedrillte und fach­männisch geführte Partei acht Stunden nötig hatte, um die andre aus einer Stellung zu vertreiben und zehn Stunden brauchte, um ihren Angriff abzuwehren. Ruhmvoll ist die Geschichte nicht, darüber wird sich niemand täuschen! sz

Diese Verstärkung soll zudem, wie behauptet wird, keine zeit­weilige sein, sondern dazu dienen, neben der oftasiatischen Brigade den Stamm zu der zu schaffenden Kolonialarmee

abzugeben. Dem Berliner Tageblatt" wird hierzu von einem Ge­währsmann, der als zuverlässig gelten fann", gemeldet:

Daß Verstärkungen nach Südwestafrika in erforderlicher Höhe hinausgehen, ist selbstverständlich. Sehr bedenklich erscheint es aber, daß, wie wir hören, das Kriegsministerium die Gelegen­heit ergreifen will, nach dem Muster der bereits genugsam im Reichstage angegriffenen oftafiatischen Brigade ein südwest­afrikanisches Expeditionscorps neben der Schuttruppe aufzustellen. Der Zweck dieser Uebung soll sein, in Südwestafrika den bisher in Ostasien mißglückten Bersuch zur Schaffung einer ,, Kolonialarmee" zu wiederholen. Oftafiatische Brigade, südwestafrikanisches Expeditions­corps, zu dem womöglich nachher die südwestafrikanische Schutztruppe hinzugeschlagen würde, das wäre die erwünschte und, wie man zugeben muß, recht solide Basis einer neu zu formierenden Kolonialarmee". Diese Meldung Klingt keineswegs unwahrscheinlich. Denn daß uns zu all' dem Schönen, was wir zu Wasser und zu Land auf milita­ristischem Gebiet bereits in so reicher Fülle schon befizen, auch noch Natürlich sind nach der Meinung der Beschwichtigungshofräte eine Solonialarmee zugedacht ist, ist längst ein öffentliches , die besondren Verhältnisse" schuld. Vor allem werden die Dornen- Geheimnis. Und die Gelegenheit ist so selten günstig! Natürlich wälder eifrig als Hindernisse erwähnt. Sind die Dornenwälder wir man sich hüten, dem Kind sogleich den richtigen Namen aber wirklich so dicht und ausgedehnt, so ist es unbegreiflich, au geben, man wird einfach ein südwestafrikaniſches Expeditions corps wie die Hereros ihre großen Viehherden hindurchtreiben zur Erhaltung des Friedens für notwendig erklären. Später, wenn und ihre Angriffe zum Teil beritten ausführen tönnen. man sich an den Zustand gewöhnt hat, wird dann auch vor dem Namen Kolonialarmee" nicht zurückgeschreckt. Die bürgerlichen Parteien Es ist auch nicht verständlich, warum die deutsche Reiterei ohne Ausnahme denten gar nicht mehr daran, dem kostspieligen Südwestafrita so sehr vermehrt wird, wenn überall Sport der Weltpolitit" ein energisches Beto entgegenzusetzen. Wir undurchdringliche Dornenwälder anzutreffen sind. In einem solchen steuern herrlichen Zuständen entgegen! Wald kann ein Kavallerist ja gar nichts ausrichten. Die Wahrheit dürfte eben darin bestehen, daß die Unpassierbarkeit der Dornen­wälder nicht so groß ist, wie sie zur Entschuldigung der Mißerfolge in Südwestafrika gemacht wird.

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Gut wäre es, wenn die hohe Obrigkeit sich entschließen könnte, etivas Näheres über die Kommandogewalt in Südwestafrika bekannt zu geben. Untersteht resp. unterstand Herr v. Glasenapp dem Oberst Leutwein oder darf er auf eigne Faust Strieg führen?? Es sieht beinahe so aus, als ob Testeres der Fall wäre. Inter

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Das Berliner Tageblatt" schreibt in seiner heutigen Abend­mummer:

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,, Wie wir aus gut unterrichteten militärischen Streifen hören, werden demnächst 1500 Mann als Verstärkungstransport für Deutsch Südwestafrika abgehen. Dem Transport wird selbst­verständlich auch Kriegsmaterial aller Art mitgegeben werden; unter anderm soll er zwei Batterien Feldgeschütze mit nach der Kolonie nehmen. Da, wie wir schon meldeten, die Mannschafts­

Die russische Meldung über die Schlacht am yalu lautet: Petersburg , 2. Mai. Eine Mitteilung des Generalstabes über die Lage am yalu am 1. Mai lautet: Am 1. Mai eröffneten japanische Batterien mit Feldgeschützen und 12- Centimetergeschützen um 4 Uhr morgens ein sehr heftiges Feuer auf die russischen Stellungen bei Tiurentschen und die Truppen bei Potetynzan. In­folge der erbrüdenden Ueberlegenheit der ja panischen Artillerie an 8ahl der Geschüße und infolge der großen Verluste, die die russischen Truppen in diesen Stellungen erlitten, hielt General Saffulitsch es für unzweckmäßig, die Stellungen bei Tiurentschen weiter zu be. haupten. Die Truppen erhielten den Befehl, sich zurüd. zuziehen und die sich beim Rückzuge bietenden geeigneten Stellungen einzunehmen. Als General Saffulitsch ein Telegramm absandte, hatten sich die Truppen von Tiurentschen und Schachedsa in boller Ordnung auf eine zweite Stellung zurückgezogen, während der Kampf bei Botetyzan und Tschingon fortdauerte.

Die japanische Darstellung hat folgenden Wortlaut:

Tokio , 2. Mai. Folgender offizieller Bericht ist über den Yalu Uebergang der Japaner ausgegeben worden: General Surofi berichtet, daß Abteilungen der kaiserl. Garde und der 2. Division,

um Vorbereitungen für das Brückenschlagen treffen zu fönnen,

am 26. April den Feind auf den kleinen Inseln im Yalu an­griffen, vertrieben und die Inseln besetzten. Von der Garde wurden 9 Mann leicht und 16 schwer vertvundet, die 2. Division hatte keine Verluste. Der Feind nahm beim Südzug viele Tote und Verwundete mit nach Kiu- lien- cheng. Ein gefangener russischer Kavallerist fagte aus, daß das 22., 28. und 27. Infanterieregiment bon den Ostsibirischen Scharfschüßen die Avantgarde bildeten. Lieutenant Senyoloff, Kommandeur der berittenen Schüßen des 22. Regiments, wurde tot aufgefunden und in Widschu begraben. Auch wurden 95 tote und 6 lebende Pferde gefunden. Vom Mittag bis zum 27. feuerte der Feind mit Unterbrechungen auf Widschu, aber das Feuer wurde nicht beantwortet. Am 26. gingen 2 Kanonenbote und 2 Dampfer, die vom Geschwader des Admirals Hofoya detachiert waren, den Yalu aufwärts, wechselten Schüsse mit dem Feind bei Anzushan und brachten sein Feuer zum Schweigen. Diese Abteilung erlitt feinen Schaden. Am 28, April unternahmen 2 Infanterie­