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Nr. 163.

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G

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Ericheint täglich außer Montags.

Vorwärts

Berliner Volksblatt.

21. Jahrg.

Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel­geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins­und Bersammlungs- Anzeigen 25 fg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett­gebructe) Bort 10 Pfg., jebes. weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für ble nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.

Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Die

Donnerstag, den 14. Juli 1904.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984.

an.

Ueber die Ausgaben, welche die Verbände im Jahre 1903 ge- brohendere Haltung gegenüber unsren Gewerkschaften macht haben, gewährt folgende Aufstellung einen Ueberblick. Es Angesichts deffen ist es notwendig, daß wir unsre Kaffen immer mehr

deutschen Gewerkschafts- Organisationen verausgabten für: im Jahre 1903.

12 973 726 m.

Die weiblichen Mitglieder.

Verbandsorgan Agitation Streits im Beruf

0

.

Gemaßregelten- Unterstügung

60

"

fräftigen. Wir dürfen uns in der Freude über unsre Erfolge nicht 884 662 M. in Siegessicherheit wiegen, sondern wir müssen fortdauernd ernstlich bestrebt sein, unsre Organisationen nach jeder Nichtung auszubauen. Noch ist in dieser Beziehung eine gewaltige Arbeit zu berrichten. Große, starke Verbände haben doch in weiten Gebieten noch kaum Fuß gefaßt, in verschiedenen Berufen ist die Zahl der Organisierten zur Zahl der Berufsangehörigen noch eine sehr geringe, kurz, die deutschen Gewerkschaften nehmen in ihrer Gesamtheit noch nicht jene machtvolle Stellung ein, wie sie einzelne Drganisationen bereits auf­zuweisen haben. Die sehr günstige Entwicklung im letzten Jahre wird jeden einzelnen Anhänger und Freund der Gewerkschaften zu neuer Thätigkeit anspornen, mitzuhelfen an der Ausgestaltung des gewaltigen Baues der gewerkschaftlichen Organisationen.

62 Drganif.

54

560 987 4409 855

"

OP

54

52

"

41

119 817 150 721 250 310

"

"

"

41

613 870

"

"

28

1 270 053

"

25

944 059

"

" 9

7

189 442

"

52

301 961

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"

12

7872

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16

14 882

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53

818 906

"

"

164 909

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59

89 818

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10

2276

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61

"

57

304 172 276 215

"

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Wir fahren heute mit den Mitteilungen der Generalfommiffion Streits in andren Berufen über die Gewerkschaftsorganisationen im Jahre 1903 fort. Durch Rechtsschutz nachträgliche Meldungen während der Veröffentlichung hat sich herausgestellt, daß der Kaffenbestand der Centralverbände noch höher Reise- Unterſtützung ist, als gestern mitgeteilt; er beträgt nicht 12 570 972 M. sondern Arbeitslosen- Unterstügung Kranten- Unterstützung Invaliden- Unterstützung In Bezug auf die Organisation der Arbeiterinnen ist in den Sonstige Unterstützung Tezten Jahren ein guter Fortschritt zu verzeichnen. Die Zahl der Stellenbermittelung. weiblichen Gewerkschaftsmitglieder stieg im Jahre 1903 bon 28 218 Bibliotheken auf 40 666, also um 12 448 Mitglieder. Daß in 6 Drganisationen Sonstige Zwede ein Verlust von weiblichen Mitgliedern eingetreten, ist jedenfalls sehr Konferenzen und Generalversammlungen 43 bedauerlich. Zwar beträgt der Gesamtverlust nur 158 Mitglieder, Beitrag an die Generalfommission von denen 52 auf solche Verbände entfallen, die überhaupt einen Prozeßkosten Mitgliederverlust zu beflagen haben. Welche Gründe für den Rück- Gehälter.. gang der Zahl der weiblichen Mitglieder im Holzarbeiter Verbande Verwaltungsmaterial ausschlaggebend waren, fonnten wir nicht feststellen.

Die Schuhmacher haben 29,90 Proz., die Gemeinde- Arbeiter 29,15 Broz, die Buchbinder 27,32 Proz., die Buchdruckerei- Hilfs­arbeiter 22,89 Proz. und die Metallarbeiter 21,43 roz. der weiblichen Berufsangehörigen organisiert. Nicht in allen Berufen sind die gleichen Vorbedingungen für den Erfolg der Agitation unter den Arbeiterinnen gegeben. Die Heranziehung der Arbeiterinnen zur gewerkschaftlichen Organisation liegt aber im eigensten Intereffe der Arbeiter selbst und es ist deshalb notwendig, daß die Agitation den obwaltenden Verhältnissen angepakt wird.

"

her höchste Betrag für Streits aus den Kassen der Verbände betrug Für Streits wurden allein 4 529 672 M. berausgabt. Der bis­1900 2 625 642. und die höchste Gesamtausgabe für Streits be­trug 1896 3 042 950 m. Die Summe, welche 1908 allein aus den bedeutend die bisher in einem Jahre für Streiks insgesamt veraus­Verbandstassen für Streits verausgabt wurde, übersteigt also ganz gabte Summe.

100 000 m.

Politifche Ueberficht.

Berlin , den 13. Jult.

Der Prozeß des Baren.

Königsberg , 13. Juli. ( Privatdepesche des Vorwärts".) Der Prozeß, der unternommen worden ist, um das russische Maß reaktionärer Möglichkeiten im heutigen Preußen zu zeigen und deutsche Socialdemokratie zu führen, gestaltet sich zu einer Rund­zugleich einen Schlag gegen die Träger der Kulturentwicklung, die gebung socialdemokratischer Kraft und Tüchtigkeit, während die An­Summe übersteigt die für Streits aufgewendete noch um fast anwaltschaft griff am heutigen Tage taum noch ein, und wenn sie Und die für Unterstützungs- und Bildungszwede berausgabte flage ihren Verfertigern unter den Händen zerrinnt. Die Staats­verschiedener Art 22 485 988 M. und für das Verbandsorgan 6 375 694 Es wurden von 1891-1903 ausgegeben für Unterstützungen es that, recht unglücklich. Diese Angeklagten, soweit sie in der Partei eine Vertrauens­Wart, zusammen 28 861 682, während für Streits in diefen Jahren stellung befleiden, fühlen sich durchaus nicht als arme Sünder. Wit 17 576 430 M. aus den Verbandstassen geleistet wurden. Die für ruhigem Stolze, ohne jeden Winkelzug, bestimmt und flar, im Gefühl die ersteren Zwede der Gewerkschaften gemachte Ausgabe übersteigt politisch- geistiger Ueberlegenheit bekennen sie ihre Verbrechen", die für Streits immer noch um 11 Millionen Mart, obgleich die sofern sie irgendwie mit der Sache zu thun haben und nicht Unternehmer die Arbeiterschaft durch Massenaussperrungen und durch bloß aus staatsanwaltlichem Mißverständnis hineingezogen find. brutale Abweisung der Arbeiter bei Lohndifferenzen zwingen, immer größere Summen für den unmittelbaren Gewerkschaftstampf zu ver­

"

Die Finanzgebarung der Gewerkschaften. Die 63 Centralverbände hatten im Jahre 1903 eine Einnahme von 16 419 991 M. und eine Gesamtausgabe von 13 724 336 M. zu verzeichnen und es verblieb ihnen am Jahresschluß ein Kassenbestand bon 12 973 276. In den vorstehenden Einnahmen sind nicht ent­halten die Einnahmen der Lokalfonds, welche von den Vorständen der Verbände nicht verrechnet werden, sowie die Einnahmen befonderer Kaffeneinrichtungen. In 12 Verbänden beträgt die Einnahme in den Lokalfonds 513 431 M., welche sich auf die Organisationen wie folgt berteilen: Bildhauer 21 940 M., Buchbinder 41 959 M., wenden. Civilmusiker 2793 M., Hafenarbeiter 8669 M., Holzarbeiter 375 345 M., Hutmacher 12 177 M., Lederarbeiter 14 073 M., Maler weniger ausgegeben als 1902 und 1901. Für die Organisationen, Für Reife und Arbeitslosenunterstügung wurde im letzten Jahre 16 213 M., Schiffszimmerer 895 m., Steinfeger 8820 M., Werft 16 213 M., Schiffszimmerer 395 M., Steinfeger 3820 M., Werft- welche Arbeitslosenunterstützung zahlen, wurden Vergleiche für 1898 arbeiter 5651 M., Cigarrenfortierer 10 396 m. wurden zum größten Teil für Agitation, Streikunterstützung, sowie günstiger Konjunktur, 1898-1899 pro Stopf der Mitglieder 2,79 resp. Diese Einnahmen bis 1903 angestellt und es ergab sich, daß in den letzten Jahren mit Arbeitslosen, Reise-, Kranken- und sonstige Unterſtügung ver- 2,43 M. an Arbeitslosenunterstügung verausgabt wurden. 1901 be­Die Einnahmen besonderer Kasseneinrichtungen betragen in trug diese Ausgabe 5,67, 1902 5,52 und 1903 mur 3,95 M. Ein den Angefchuldigten an, er möge fich gefälligst mehr als Ans fieben Organisationen 85 120 M. Auch diese Einnahmen dienen hauptsächlich Unterstützungszweden. Nachstehend folgen die Organisationen nach der Höhe der Bei­träge pro Kopf der Mitglieder. Es vereinnahmten:

ausgabt.

Notenstecher 65,52 M.; Buchdrucker 54,62 M.; Buchdrucker

g

noch besserer Beweis dafür, daß die Gewerkschaften infolge un­günstiger Konjunktur ungemein belastet werden, ist, daß 1908 die 23,57 M. und die Buchdruder 17,70 m. pro Kopf der Mitglieder an Bildhauer und Buchdrucker 15,09 M., dagegen 1902 die Bildhauer Arbeitslosenunterstützung zu zahlen hatten.

M.

Sie sind durchaus nicht eingeschüchtert, obwohl in der Anklage etwas von Tod durch den Strang und lebenslänglicher Verschickung nach daß bei der Vernehmung unfres trefflichen Tilfiter Vertrauensmanns Sibirien geredet wird. Ihre Antworten sind so bestimmt und scharf, Mertins, des aufrechten, selbstsicheren Socialdemokraten, der Vor­biefer ganzen ruffifchen Attion. Und er herrscht ohne jeden wirklichen figende plötzlich das Gefühl bekommt, man treibe feinen Spott mit Anlaß- denn Mertins Freimut äußerte fich durchaus schlicht und ernst geklagter fühlen und sich von der schweren Laft der Anklage diese Socialdemokraten durchaus nicht sich als Verbrecher" fühlen zerknirschen laffen. Wahrhaftig, es ist ein unerhörter Frevel, daß wollen, weil ein Ungefähr fie auf eine töniglich preußische Anklage= bank verschlagen hat!

Und

Elfaß- Lothringens 46,89 M.; Bildhauer 40,26 M.; Barbiere im letzten Jahre. Trotz der enormen Ausgaben ist der gesamte Von sehr großer Bedeutung ist die Erhöhung der Kassenbestände 29,02 M.; Hutmacher 28,62 W.; Töpfer 27,23 M.; Formstecher Reservefonds von 10 253 559 M. auf 12 973 726 M. angewachsen. Prozeß, die als Zeugen erscheinen. Einen ganz eignen Reiz hat das Auftreten der Frauen im 25,81 M.; Cigarrenfortierer 25,37 M.; Kupferschmiede 25,04 M.; Pro Kopf der Mitglieder betrug am Jahresschlusse der Kassenbestand aussagen können sich auch nichter und Staatsanwalt nicht entziehen. Dem Einbrud ihrer Zeugen Bimmerer 24,03 M.; Porzellanarbeiter 23,21 M.; Handschuhmacher in den einzelnen Verbänden: 22,94 M.; Lithographen und Steindrucker 22,66 M.; Stuffateure 22,01 M.; Gastwirtsgehilfen 20,01 W.; Maurer 19,88 M.; Müller Buchbrucer 112,09 M.: Sutmacher 55,42 M.; Buchbinder 29,88 m. Kameraden ihrer Männer. Sie sind Dissidenten, aber ihr ganzes Notenstecher 278,08 M.; Buchdrucker, Elsaß- Lothringen , 144,84 m.; Da weht Luft aus einer neuen Welt. Diese Frauen sind die 19,00 M.; Bortefeuiller 18,45 M.; Graveure und Eiseleure 18,88 M.; Seeleute 26,65 M.; Vergolder 22,98 M.; Formstecher 22,38 W.; Wesen ist durchweht von dem göttlichen Glauben an ihre Sache, das Zapezierer 17,75 M.; Konditoren 17,63 M.; Glasarbeiter 17,84 M. Cigarrenfortierer 21,68 M.; Simmerer 20,47 M.; Stein unverschuldete Ungemach ihrer Männer hat sie nicht im mindesten gebeugt. Bauarbeiter 17,26 M.; Lederarbeiter 17,02 M.; Bäder 16,86 M.; arbeiter 19,74 M.; Lithographen und Steinbruder 19,16 M.; Sie leisten tapfer die Arbeit der Verhafteten, sorgen für ihre Maler 16,77 M.; Bergolder 16,43 M.; Seeleute 16,08 M.; Holz Schiffszimmerer 17,85 M.; Maurer 16,99 M.; Holzarbeiter 16,94 M.; Familien, unterziehen sich geduldig den Belästigungen des Ver­arbeiter 15,85 2.; Gärtner 15,82 M.; Schuhmacher 15,82 W.; Werftarbeiter 16,58 M.; Bildhauer 16,16 M.; Portefeuiller 15,28 W.; fahrens und sind dabei doch unermüdlich für die Partei thätig. Schmiede 15,76 M.; Metallarbeiter 15,68 M.; Sattler 15,33 M. Steinfeger 14,81 M.; Stuffateure 14,23 M.; Kürschner 13,60 m.; Zabalarbeiter 15,17 M.; Schneider 15,00 M.; Kürschner 14,58 M.; Buchdruckereihilfsarbeiter 13,14 M.; Lagerhalter 12,85 M.; Leber- Jebe freie Stunde nügen fie für die Vervollkommnung ihrer Bildung Steinarbeiter 14,40.; Buchbinder 14,23 M.; Handels, arbeiter 12,53 M.; Handschuhmacher 11,93 M.; Maler 11,90 m.; aus, von den proletarischen Einkünften opfern sie unbedenklich Transport und Verkehrsarbeiter 13,84 wet.; Steinfeger Glafer 10,87 m.; Brauer 10,55 M.; Müller 9,84 M.; Konditoren breißig Mark, um atet arme Russen zu unterstützen. 13,50 M.; Brauer 13,20 M.; Glaser 12,46 M.; Böttcher 9,37 M.; Gastwirtsgehilfen 8,60 m.; Borzellanarbeiter 8,26 M.; alle ihre socialdemokratische Erziehung fommt zum Ausdruck 11,97 m.; Bureau Angestellte 11,92 m.; Werftarbeiter die Graveure und Ciseleure 7,99 M.; Sattler 7,93 M.; Wäsche- Arbeiter in ihren Beugenaussagen, Lagerhalter 11,29 M.; Hafenarbeiter 10,83 2.; 7,85 M.; Bäder 7,84 M.; Hafenarbeiter 7,73 M.; Kupferschmiede werke find. 11,40 M.; tleine ästhetische Meister­Dachbeder 10,78 M.; Bergarbeiter 10,50 M.; Gemeindearbeiter 7,69 M.; Bauarbeiter 7,48 M.; Bergarbeiter 7,30 M.; Schuh ohne Schwankungen und Abschweifungen ihre Bekundungen an Mit scharfer Stimme vorgetragen, reihen sich 10,15 M.; Buchdruckereihilfsarbeiter 10,14 M.; Schiffszimmerer macher 6,85 M.; Böttcher 6,67 M.; Fabritarbeiter 5,86 m.; einander. Sie werden nicht vereidigt, aber sicher hat niemand im 10,13 M.; Civilmusiker 9,65 M.; Fabritarbeiter 9,53 M.; Maschinisten Textilarbeiter 5,77 M.; Metallarbeiter 5,69 M.; Bureau­und Heizer 9,08 M.; Handlungsgehilfen 8,72 M.; Wäschearbeiter Angestellte Saale einen Zweifel daran, daß jede Silbe wahr ist. Als der 5,49 M.; Tabafarbeiter 5,81 6,91 M.; Maffeure 6,41 M.; Fleischer 4,78 M.; Blumen- und Feder- 5,26 M.; Schmiede 5,21 M.; Tapezierer 5,07 M.; M.; .; Schneider Glass Staatsanwalt die Zeugin Nowagrotti fragt, wer der Bekannte fei, arbeiter 3,10 M. arbeiter 4,92 m.; Barbiere 4,70 m.; Handels-, Transport der ihr die Batete an Klein verpackt habe, verweigert fie ritterlich Eine Uebersicht für die Verbände der Holzarbeiter und Metall- und Verkehrsarbeiter 3,72 m.; Gemeinde- Arbeiter 8,37 M.; Töpfer ihre Aussage, um ihm nicht Scherereien zu bereiten. Und das arbeiter, die in den letzten Jahren die Arbeitslosenunterstützung 2,90 M.; Civilmusiker 2,68 m.; Gärtner 2,63 M.; Maschinisten und Gericht macht keinen Versuch, der staatsanwaltschaftlichen Neugier eingeführt haben, und für die beiden größten Verbände des Bau- Heizer 2,30 M.; Fleischer 2,16 M.; Blumen- und Federarbeiter Befriedigung zu verschaffen. gewerbes, Maurer und Bimmerer, zeigt, wie sich die Beitragsleistung 1,99 M.; Handlungsgehilfen 1,64 M.; Masseure 0,66 M.; Dach­in den einzelnen Verbänden im lezten Jahrzehnt gesteigert hat, becker 0,01 m. Fürwahr, man vergißt völlig diese kriminelle Bureaukraten beweist aber auch aufs neue, daß die Erhöhung der Beiträge den Mitgliederbestand nicht verringert, sondern erhöht und stabiler macht. folgendes zu erwähnen. Bezüglich der inneren Einrichtungen der Organisationen ist Phantasie und giebt sich freudig den Wirkungen socialdemokratischer Kultur hin. Es haben 59 Verbände das Fachorgan obligatorisch eingeführt, während vier dasselbe im Abonnement den Mitgliedern liefern. Die Gesamt- Auflage der Gewerkschaftspreise beträgt 1 044 650 Eremplare. Eines dieser Organe erscheint wöchent lich breimal, 27 erscheinen wöchentlich einmal, awei monatlich drei mal, 16 alle 14 Tage, sechs monatlich zweimal und fieben monatlich

Jahr

Holz­arbeiter

Maurer

M.

Metall­arbeiter

Zimmerer M. M. M.

1898

1894 26 141 7,27 12 580 6,85 38 406 7,62 8127 1895 29 992 6,85 14 860 7,40 8,42 9 281 8,58 1896 88 647 8,32 26 600 7,83 8,55 18 282 9,59 1897 40 876 9,25 42 562 8,71 8,01 17 620 48 589 9,87 7,86 22 104 11,17

8,59

33 297 41 095 59 890 60 175 10,32 75 431

9,97

1899

62 570 10,28

74 534 14,24 85 013

1900

73 972 15,-

1901

70 251 11,83

1902

70 390 13,88

1903

79 782 15,85 101 155 19,38 160 185 17,58 27 265 24,03

einmal.

Reise- Unterstützung wird in 48 Verbänden gewährt, Arbeitslosen­Unterstügung in 30, Kranken- Unterstützung in 23 und Invaliden Unterstüßung in fünf Verbänden.

Es ist jest lein Verband mehr vorhanden, der weniger als 15 Pf. Beitrag pro Woche erhebt.

Neben diesen socialdemokratisch erzogenen Proletariern aber figen als Mitschuldige Gestalten, wie der alte littauische Bauer Kögst, der nicht lesen und schreiben kann. Er hat für gutes Geld Pakete aufbewahrt und transportiert, die dann von Schmugglern über die Grenze geschafft wurden. Und diefer Rögst soll gegen die Russen hochverräterisch konspiriert haben!

der Angeklagten gehabt? Entweder sind sie ganz und gar unbe Und welches Ergebnis hat die heute abgeschlossene Vernehmung teiligt, wie Braun und Ehrenpfort, deffen Name nur als Decabresse bon den bei ihm wohnenden Russen benutzt wurde, oder sie haben Im Jahre 1891 hatten 39 Proz. der Verbände weniger als 15 deren Schriften in Empfang genommen, fie aber nicht verbreitet, und 80 Proz. der Verbände weniger als 20 Pf. Beitrag pro Woche. wie Nowagrotti, oder sie leisteten die durchaus legitime Handlung, 1903 hatten von den 63 Verbänden nur noch 3 oder, 5 Proz. einen erlaubte socialdemokratische Schriften zu verbreiten oder ihre Ver­Beitrag von weniger als 20 Pf. pro Woche.

zu fein.

Das Gesamtbild, welches uns die Statistit gewährt, ist nach breitung zu fördern, um den russischen Parteigenoffen gefällig jeder Seite ein recht erfreuliches. Die Zahl der Gewerkschafts­anhänger hat sich ganz beträchtlich vermehrt, die Kassen sind erstarkt So trug denn auch Bägel recht vergnügt die Schauermär von trop der riesigen Stämpfe, die mit dem Unternehmertum zu führen den Stellergeheimnissen des Vorwärts" vor. Welch' furchtbare waren, und es ist wohl begründete Hoffnung vorhanden, daß auch Geheimbündelei, die mittels offener Postkarten getrieben wird, auf in diesem Jahre die Entwicklung vorwärts schreiten wird. denen sich der geheime Obere" im Ausland mit vollem und richtigen Aber auch die Unternehmer Vereinigungen sind kräftiger und Namen selbst als Absender vermerkt!- widerstandsfähiger geworden, und sie nehmen eine immer |

10,55 28 719 15,75

82 964 15,23 100 762 11,84 25 272 12,40

74 535 15,44 102 905 12,72 24 151 11,92

82 228 18,79 128 842 12,17 24 502 20,-