Einzelbild herunterladen
 

Nr. 205.

Abonnements- Bedingungen: Abonnements- Preis

pränumerando! Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. Post­Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2' Mart, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat.

Ericheint täglich außer Montags.

Vorwärts

Berliner Volksblatt.

21. Jahrg.

Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Stolonel. geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins­und Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gebruckte) Bort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Erpedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.

Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Arbeitslosen- Zählungen.

Donnerstag, den 1. September 1904.

haft, als während der Krise. Daher ist keine Aussicht vorhanden, daß die Frage in der nächsten Zeit von den Reichs­behörden gefördert wird; von irgend welchen Vorarbeiten im Reichs­amt des Innern hat man nichts gehört, und die nächste Krise und umfangreiche Arbeitslosigkeit wird die weisen Lenker unsrer Reichs­politik genau so unvorbereitet und ratlos finden, als es bisher stets der Fall war.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984.

Gewerkschaften veranstalteten Zählung für Groß- Berlin eine männs aus dem Bereich statistischer Spielerei herausrücken und den Anstoß liche Arbeitslosen- Biffer von 59 500, für das eigentliche Berlin eine zu praktischen Maßnahmen wirklicher Arbeitslosen- Fürsorge bilden. von 48 351, mit einer durchschnittlichen Dauer der Arbeitslosigkeit von Ergiebt sich die Zahl der Arbeitslosen wirklich dauernd In den Eirzlich herausgegebenen Monatsberichten des Statistischen 11 Wochen ergab. Die Frage schien brennend, und die Projekte zur so niedrig, als nach den Charlottenburger Bählungen, Amts der Stadt Charlottenburg für den Monat Juli ist auch das Durchführung einer allgemeinen Arbeitslosen Unterstützung schossen nun, so freue dich, bürgerliche Welt, dann ist die Auf­amtliche Resultat der am 26. Juli in Charlottenburg vorgenommenen wie Pilze aus dem Boden hervor. Auch die Reichsbehörden be- gabe, die du zu lösen hast, geringer, als du in schlimmen amtlichen Arbeitslosen Zählung enthalten. In unsrer Nachbar- schäftigten sich mit der Angelegenheit, und in dem Programm Zeiten selbst vermutet hast; also frisch ans Werk! denn der Um Residenz ist bekanntlich der Beschluß gefaßt worden, jährlich dreimal, socialer Bethätigung, das der Reichskanzler im Reichstag entwarf, stand, daß die Schwierigkeiten nicht von vornherein unübersehbar im Februar, Juli und November, eine allgemeine Zählung der stand die Arbeitslosen- Versicherung mit an erster Stelle. Freilich find, entbindet die Gesellschaft doch nicht von ihrer Verpflichtung Arbeitslosen zu veranstalten. Derartige Zählungen sind ja eine war das vor den Wahlen. Nach den Wahlen ist es dann wieder gegenüber den armen arbeitslosen Opfern ihres übergroßen unbedingte Notwendigkeit, wenn man in irgend welcher ganz still geworden, und auch die bürgerlichen Social- Reichtums. systematischen Weise eine Fürsorge für die Arbeitslosen ein- politiker empfinden die Notwendigkeit der Arbeitslosen- Fürsorge Und ist die Zahl der Arbeitslosen mur ungenügend erfaßt, nun, treten lassen will. Diese Fürsorge aber, so unvollkommen und bei der etwas gebesserten Konjunktur nicht mehr so leb- die ersten Maßnahmen der Fürsorge können sich naturgemäß nur wenig ausreichend sie auch ausfallen mag, ist geradezu eine Lebens auf diejenigen erstreden, welche sich als arbeitslos angegeben, welche frage für die bürgerliche Gesellschaft. Allmählich ist es auch dem fich zur Zählung gemeldet haben. Geschieht für diese wirklich etwas blödesten Vertreter der gottgewollten kapitalistischen Ordnung Klar in irgend einer Richtung, so werden die Arbeitslosen sehr bald ein­geworden, daß die zeitweilig einen erschreckenden Umfang an sehen, daß es sich nicht bloß um eine statistische Spielerei der Bes nehmende, stets aber in beträchtlichem Maße vorhandene Arbeits­hörden handelt, und werden sich bei den nächsten Zählungen voll­losigkeit die bürgerliche Gesellschaft vor ein Problem gestellt hat, das ständiger melden. fie unbedingt zu lösen versuchen muß, wenn sie sich nicht selbst auf Freilich ist nicht zu verkennen, daß Charlottenburg als einzelner geben, ihre Daseinsberechtigung nicht selbst bestreiten will. In der Will nicht die gesamte bürgerliche Welt die Mitschuld an der fleiner Ort des einheitlichen Wirtschaftsgebietes Groß- Berlin in Jugendzeit des aufblühenden Kapitalismus tröstete man sich über Fortdauer dieser Verhältnisse tragen, so müssen bei dem voll- wirksamer Weise kaum eingreifen kann, die Frage der Arbeits­Die Arbeitslosigkeit, die schon damals die Behaglichkeit des kapitalistischen ständigen Versagen der Neichsgewalt auf auf diesem Gebiete losen- Fürsorge muß einheitlich für Berlin und feine sämt Seins störte sind doch die Krisen unlöslich mit der kapitalistischen die fleineren Verbände, bor allem bie Kommunen, die lichen Vororte gelöst werden. Die Unterlage für jede Produktion und der bürgerlichen Gesellschaft verbunden noch recht Initiative zu einem thatfräftigen Vorgehen ergreifen. Bisher Maßnahme kann nur durch Zählungen irgend welcher Art ge schnell; einesteils warf man jedem Arbeitslosen vor, er sei arbeits- ist davon aber auch noch recht wenig zu spüren. Unfre schaffen werden; die Verwaltung Berlins hat daher schon lange die scheu, ein Lump, der an seinem Elend selbst schuld sei, andrenteils Reichshauptstadt Berlin hat sich noch in keiner Weise geregt. Pflicht gehabt, diefe Aufgabe in die Hand zu nehmen. Bisher hat meinte man auch in Fällen, bei denen der Mangel eignen Ver- Das einzige, was wir aus dem mit Berlin unmittelbar zusammen- sie zu ihren vielen Sünden auf dem Gebiete focialer Nichtbethätigung chuldens ganz offen zu Zage lag, das Elend selbst vieler Einzelnen hängenden Wirtschaftsgebiet vernommen haben, ist der schon An auch die der Unterlassung jeder Arbeitslosen- Fürsorge begangen. Es fei unvermeidlich, weil zu viel Menschen auf der Erde leben fangs erivähnte Beschluß der Charlottenburger Kommunalbehörden, ist höchste Zeit, mit dem Schlendrian zu brechen und für Berlin wollten; die Ueberflüssigen, für die weder Arbeit noch Brot vor dreimal jährlich eine Zählung der Arbeitslosen zu veranstalten. Am Arbeitslosen- Zählungen mit dem Ziel einer Unterstützung der Arbeits­handen sei, müßten sehen, daß sie in ein befferes Jenseits kommen. 23. Februar und am 26. Juli hat die Zählung, wie gesagt, statt- lofen endlich ins Werk zu setzen. Beides wagt man heute nicht mehr zu sagen. Daß der Arbeiter gefunden. Beide Zählungen ergaben, verglichen mit der vor zwei

-

felbst, den allergeringsten Einfluß auf die wirtschaftliche Konjunktur Jahren( 1. Februar 1902) von den Gewerkschaften veranstalteten Die Entscheidungsschlacht bei Lianjang,

hat, ist denn doch zu offensichtlich, als daß man den Tausenden, die Arbeitlosenzählung ein überraschend günstiges Resultat. Da

nähren!

zu den Zeiten der Krise die Landstraßen bevölkern und um Arbeit Meldungen arbeitsloser Frauen nur ganz vereinzelt einliefen, 33 die nach einer Reihe blutiger Vorgefechte vom 24. bis 29. Auguft anfragen, die Beschimpfung der Faulheit und Trägheit entgegenhalten resp. 21, so find nur die von männlichen Personen ausgefüllten am Dienstag bei Liaujang begann, hat an diesem Tage zu feiner könnte. Und was das zu viel an vorhandenem Menschenmaterial betrifft, Karten in Vergleich zu stellen. Am 1. Februar 1902 betrug die Entscheidung geführt. Eine japanische Meldung über den Ver­so will es auch keinem ehrlichen Anhänger der bürgerlichen Gesellschaft Bahl der auf diese Weise in Charlottenburg ermittelten arbeitslosen lauf des Gefechtes, das 16 Stunden währte, liegt noch nicht vor, mehr in den Kopf, daß hier der Grund des Uebels liegen fönnte, männlichen Bersonen 2266, am 28. Februar d. J. nur 350 und am ebenso wenig eine neuere Meldung der auf russischer Seite befind während doch mit Stolz auf den ungeheuer gestiegenen Reichtum 26. Juli gar nur 247. Von allen bei der letzten Volkszählung in lichen europäischen Kriegsberichterstatter. Die Russen selbst melden, der Gesellschaft, auf die ständig gewachsene und immer weiter Charlottenburg ermittelten Arbeitern machte das vor 2 Jahren 9 Broz. daß der japanische Angriff auf die russische Stellung unter großen wachsende Ergiebigkeit der Arbeit hingewiesen wird. Gerade der aus, im Februar dieses Jahres nur 1,4 Proz., und jetzt noch nicht Verlusten der Japaner zurückgeschlagen worden sei, die russischen Ber­unermeßliche und stets steigende Reichtum der Gesellschaft zeigt ja ganz 1 Proz; diese Zahlen verringern sich noch ein wenig, wenn lufte selbst seien auf 3000 Mann zu schätzen. ihre ungeheure Ueberlegenheit gegenüber allen früheren Kultur- man bedenkt, daß seit der Volkszählung vom 2. Dezember 1900 die Es war vorauszusehen und wir haben das ja auch bereits be­epochen, und nun soll diese so überaus reiche Gesellschaft, die so oft Gesamtzahl der Arbeiter in Arbeiter in Charlottenburg jedenfalls zu­tont, daß die Entscheidung sicherlich nicht mit einem Schlage fallen prahlend auf die Höhe ihrer Kultur hinweist, einen Teil ihrer genommen hat. werde. Erst nach mehrtägigent Ringen der gewaltigen Armeex wird Mitglieder gleich den rohesten Barbaren zum Hungertode Optimisten schließen aus der Kleinheit der Zahlen der Arbeits- von einem entscheidenden Erfolg der einen oder andern Seite die berurteilen, angeblich, weil fie zu armt ift, sie zu erlosen, daß zur Zeit die Arbeitslosigkeit außerordentlich gering ist, und Rede sein können. Aber auch wenn die Russen aus ihren starken dabei handelt es sich nicht um alte und daß die Verhältnisse an andern Orten ähnlich liegen wie in Charlotten- Stellungen geworfen werden, wird eine Vernichtung und Aufhebung schwache, arbeitsunfähige Leute, die den Reichtum der Ge- burg; die bürgerliche Gesellschaft überwindet also die zeitweilig große ihrer Armee erst dann möglich sein, wenn es den Japanern gelingt, sellschaft nicht vermehren, sondern nur erschöpfen können, Arbeitslosigkeit ohne erhebliche Beschwerde und ohne daß besondere den Russen den Rückzug nach Mukden hin zu verlegen. sondern um Menschen im kräftigsten Alter, die gerne bereit sind, Maßnahmen nötig wären. Ueber die Vorgänge am Mittwoch liegt zur Zeit noch durch ihre Arbeit den vorhandenen Reichtum zu vermehren! Diesen Pessimisten ziehen den Schluß, daß die Zahlen durchaus falsch keinerlei Nachricht vor, trotzdem anzunehmen ist, daß die Japaner fann man umsoweniger sagen:" Ihr müßt berhungern, für Euch ist sind und die angewandte Methode der Bählung unmöglich ein auch auch heute ihre Angriffe mit derselben Energie erneuert haben. Man tein Platz auf der Erde ", als man ihnen bei ihrem dringenden nur einigermaßen zutreffendes Bild der Arbeitslosigkeit geben könne. fönnte ja aus diesem auffälligen Schweigen der Ruffen allerhand Suchen nach Arbeit die Antwort giebt: Wir können Eure Arbeit Sie fönnen sich dabei auf die im Sommer und Winter( 14. Juni Schlüsse ziehen, allein es ist besser, daß man die zuverlässige Kunde nicht brauchen, denn es sind schon zu viel von den Gütern, die Ihr und 2. Dezember) 1895 vom Reich veranstaltete allgemeine Arbeits- von den Ereignissen ruhig abwartet. Herstellt, am Markt." Also mit andren Worten, die Gesellschaft ist zu losenzählung berufen. Damals wurden in Charlottenburg im Auch wenn die russische Meldung im vollsten Umfange zutrifft, reich geworden, als daß noch weitere Arbeit nötig wäre. Eine Gesellschaft Sommer 1424, im Winter 2962 Arbeitslose gezählt, und zwar liegen die Chancen für die beiden Gegner noch genau so wie am aber, die sich zu reich fühlt, die Ueberfluß an Gütern hat, darf bei einer Bevölkerung von 120 000 refpettive 130 000 Ein Montag. Erst neue Ereignisse können Anhaltspunkte dafür liefern, einem Teile ihrer Mitglieder, den Arbeitslosen, nicht sagen, daß ihr wohnern. Jetzt ist die Bevölkerung auf über 200 000 auf weißen Seite sich der Vorteil neigt. Elend aus dem Ueberfluß an Menschen entspringt. Zu offen würde wachsen, und die Zahl der Arbeitslosen sollte bis auf den diese Antwort lauten: Ihr müßt hungern, weil wir satt sind", sechsten bis achten Teil herabgegangen sein? Das müßte sich in der zu offen würde zu Tage treten, daß der Fehler in der gesamten gesamten Industrie doch in hervorragender Weise fühlbar gemacht Organisation der Gesellschaft liegt, die zwar unermeßliche Güter haben. Auch wenn man von den Zahlen für 1895 den dritten bis erzeugt, aber nicht versteht, ihren Mitgliedern diese Güter auch zu­Tommen zu lassen, und zu laut würde der Widerspruch nicht nur der Armen und Elenden werden, sondern auch der ehrlichen Leute in den eignen Reihen, die sich des Widerspruches eines Mangels, der aus einem Buviel an Gütern entspringt, deutlich bewußt werden.

"

ge=

vierten Teil als auf weibliche Personen fallend in Abzug bringt, wird das Gesamtbild gegenüber den diesmal erhaltenen Zahlen nicht erheblich geändert.

Nun ist ohne weiteres zuzugeben, daß die Methode, nach der in Charlottenburg verfahren wird, keine ideale ist und keine So steht denn die bürgerliche Gesellschaft ratlos vor der Er- Gewähr auch nur für eine annähernde Erfassung aller scheinung der Arbeitslosigkeit, die sie in feiner Weise zu bannen Arbeitslosen bietet. Die Bählfarten werden bon freiwillig bermag, die sie vielmehr als eine notwendige Ergänzung ihrer fich meldenden Arbeitern ausgetragen, sind von den Arbeits­Produktionsweise hinnehmen muß, und muß nun schweren Herzens lofen auszufüllen und an einer der über die Stadt verteilten die Verpflichtung anerkennen, wenigstens für die armen Opfer Meldestellen abzugeben, eventuell werden sie auch von Freiwilligen ihrer verkehrten Wirtschaftsweise zu sorgen. Müßte sie zugeben, daß fie auch nicht einmal das kann, so würde sie sich selbst in den Augen vieler ihrer ehrlichen Anhänger das Todesurteil sprechen. So führte z. B. der verstorbene Abgeordnete Richard Röside bor zwei Jahren auf dem Kongreß der Arbeitsnachweise aus: Eine Gesellschaft, welche die Aufgabe der Arbeitslosen Unterstützung nicht zu lösen bermag, ist nicht wert, länger zu bestehen."

wieder aus den Wohnungen abgeholt. Es handelt sich also gar nicht um eine Zählung im eigentlichen Sinne, sondern lediglich um eine Meldung der Arbeitslosen. Daß sich hieran nur ein Bruchteil der Arbeitslosen beteiligt, war wohl von vornherein zu erwarten; eine große Zahl Arbeitsloser wird es ablehnen, sich an einer Aktion zu beteiligen, die ohne irgend welche Aussicht auf einen unmittel­baren Rußen für ihn die Abgabe von schriftlichen Erklärungen von ihm verlangt. Trotzdem kann man aber nicht ohne Vom socialistischen Standpunkte ist freilich auch dieses Kriterium weiteres behaupten, daß das ermittelte Bild ganz und gar un­unzulänglich. Nicht Unterstützung der Arbeitslosen fann uns be autreffend ist; mangels einer besseren Zählung muß man sich eben friedigen, sondern Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Die beste an dieser genügen lassen, und man kann immerhin annehmen, daß Arbeitslosen- Unterstützung schafft den Widersinn der kapita- wenigstens die meisten Arbeitslosen erfaßt sind. In den deutschen Listischen Wirtschaftsweise nicht aus der Welt, fie macht ihn Fachverbänden wurden im Februar dieses Jahres 2,8 Proz. der im Gegenteil nur offenkundiger, fie zeigt, daß der Kapitalis- Arbeiter als arbeitslos ermittelt; wenn die in Charlottenburg er­mus unfähig ist, die Produktivkräfte der Gegenwart mittelte Bahl nur 1,4 Broz. ergab, so ist doch zu bedenken, daß zu meistern. Eine Gesellschaft, die arbeitsfähigen Menschen Almosen gerade in Charlottenburg die Zahl der Arbeitslosen stets hinter dem zahlen muß, weil sie ihre Arbeitskräfte nicht verwerten fann, ist Durchschnitt zurückbleibt. nicht wert, länger zu bestehen. Aber schließlich kommt es sehr wenig darauf an, ob das ein­As Röside seinen Ausspruch that, standen weite Kreise, bis in geschlagene Verfahren mit etwas mehr oder weniger Mängeln be­alle Schichten des Bürgertums hinein, unter der Nachwirkung der haftet ist, eine völlig einwandfreie Methode wird sich so bald nicht großen Arbeitslosigkeit im Winter 1901/02, die nach der von den finden lassen. Die Hauptsache ist, daß die Arbeitslosen- Zählungen

Die russisch - offizielle Meldung lautet:

Petersburg , 31. August. General Ssacharow meldet dem Generalstabe unter dem gestrigen Datum: Die Japaner griffen heute von 5 Uhr früh bis 9 Uhr abends unsre bordersten Stellungen bei Liaujang auf dem linken Ufer des Taitseho an. Das Artillerie- und das Geivehrfeuer erreichten dazwischen die äußerste Heftigkeit. Die Hauptanstrengungen der Japaner waren gegen unfre Centrumsstellungen und unfren rechten Flügel gerichtet. Ihre zahlreichen Angriffe wurden auf der ganzen Front zurüdgeschlagen. Unfre Truppen machten Gegenangriffe. Es tam zum Bajonetttampf. Mehrere Buntte unsrer Stellung, die während des Kampfes von den Japanern genommen wurden, wurden gegen Ende des Kampfes von uns zurüderobert. Im Artilleriekampf stritten unsre Batterien mit Erfolg genen die feind liche Artillerie. Gegen 4 Uhr nachmittags wurde bemerkt, daß bedeutende Streitkräfte des Gegners unter Umgebung unsres rechten Flügels vorrüdten. Bataillone, die aus der allge meinen Reserve der Armee borgeschoben wurden und bon denen ein Teil den vorrückenden Japanern in die Flanke fiel, hielten die Umgebungsbewegung nach einem heißen Kampfe auf. Die Japaner wurden zum Rüdzuge gezwungen. Der Kampf dauerte sogar nach Eintritt der Dunkelheit noch fort und nahm erst gegen neun Uhr abends ein Ende. Die Stimmung der Truppen ist gut. Allen Truppenteilen, auch den vordersten Schüßenfetten, wurde die amtliche Nachricht vom 26. August mite geteilt, daß die heldenmütige Garnison von Port Arthur alle An­griffe der Japaner zurüdgeschlagen hat. Diese freudig auf­genommene Nachricht hob die Stimmung der Truppen noch mehr unb ertvedte das Bestreben, hinter den Kameraben nicht zurüd zubleiben. Unfre Verluste sind noch nicht genau festgestellt, fie sind aber bedeutend. Nach der Zahl der Mann­schaften, die die Verbandpläße passierten, zu schließen, dürfte unser Die Verluste Gesamtverlust gegen 3000 Mann betragen.

des Feindes müssen sehr bedeutend sein. Hauptquartier Rurotis besagt: Der rechte Flügel London , 31. Auguft. Eine( amtliche??) Drahtmeldung aus dem der japanischen Armee ist in der Richtung auf Schileho