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Nr. 18.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

22. Jahrg.

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Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Wie die Regierung in Oesterreich

"

vorging.

Sonnabend, den 21. Januar 1905.

nehmer

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weiteren สิน

bereit Konzeffionen

erklärt

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.

die

Die Intervention der Regierung hatte vorläufig das Ergebnis, Man hatte erwartet, daß der Reichskanzler Graf Bülow daß die Unternehmer an den Berhandlungen des Einigungsamtes Honig reden würde. Er hat ja immer ein paar schöne Worte überall teilnahmen natürlich unter den unvermeidlichen Protesten zur Verfügung und warum sollte er nicht bei dieser Gelegen Aus Wien wird uns vom 19. Januar geschrieben: gegen den Kontrattbruch" der Arbeiter. Sobald das Einigungsamt heit sein warmes Herz für die Bergarbeiter demonstrativ zur Bohl als die merkwürdigste Aeußerung, die zu dem Generalstreit in Mährisch- Ostrau , im Hauptorte für die österreichischen Steinkohlen, Schau tragen! Aber es scheint, daß das Kohlensyndikat seinen der deutschen Bergarbeiter vernommen worden ist, erscheinen dem aus- zusammentrat, wurde der aus dem Streifrevier zurückgekehrte Justiz- Ministern auch solche leeren Wohlwollensbezeugungen nicht mehr ländischen Beobachter die Worte, womit der Handelsminister Möller minister vom Kaifer empfangen und die maßgebenden Gewerke zu gestattet, und so waren die beiden Herren, welche die sozial­Bei den demokratische Interpellation beantworteten, zu einer nicht bloß am Dienstag im preußischen Abgeordnetenhause die Bassivität der einer Konferenz beim Ministerpräsidenten versammelt. Regierung zu rechtfertigen suchte. Die Streitpunkte zwischen den Verhandlungen des Einigungsamtes ließ die Regierung verfündigen, geistigen und politischen, sondern auch zur sittlichen Ohnmacht Verbänden der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer, erklärte er, daß fie es war anfangs Januar spätestens am 1. März eine verurteilt. Wenn der Graf Bülow Mitglied des Kohlen­,, tönnen ohne schwere Kraftprobe nicht ausgeglichen werden". Solche Kommission einberufen werde, die aus Vertretern der Behörde der fyndikates und der Herr Möller Großationär der Kohlen­Dinge, fügte er bei, kann man nur durchsetzen durch einen schweren Unternehmer und der Arbeiter bestehen und die Aufgabe haben werke wären, sie hätten nicht anders reden können, als sie Ausstand wie den jetzigen, und dazu vorher Stellung zu nehmen, werde, ein Geses über die Berkürzung der Arbeitszeit im Bergbau geredet haben. wäre ein ganz vergebliches Bemühen". Der preußische Minister er- konnten die Arbeiter sich nicht zufrieden geben, obwohl unter natürlichen Schlichtheit besonders eindrucksvoll, an einzelnen vorzubereiten". Mit diesem platonischen Versprechen wollten und In einer fast dreistündigen Rede, schlicht und in der flärt also ganz trocken, daß der Staat unfähig sei, einen so, schteren dem Drude der öffentlichen Meinung fich die Ausstand" überflüssig zu machen, und scheut sich nicht, einzugestehen, Unter- Stellen die innere Empörung zu tiefer Ergriffenheit steigernd, daß der Staat des sozialen Christentums" hier keine Aufgabe ge- Sie verpflichteten sich, auch das zu hören ist vielleicht von Tatsachen dieses Riesenstreiks. hatten. entwickelte unser Genosse Hue die Ursachen und geben sieht.... Es wird also nüßlich sein, der deutschen Deffentlich­Er schickte voraus, daß feit in Erinnerung zu rufen, wie eine andere Regierung im Interesse: der Arbeiterschaft außer den bisher zugestandenen Ron- er nicht als Sozialdemokrat rede, er wolle nur die Klagen gleichen Falle vorging, wie sich die österreichische Regierung des Herrn zeffionen eine weitere Lohnerhöhung zu gewähren( insgesamt von und Beschwerden seiner Kameraden vorbringen, er wollte v. Koerber bei dem Generalausstand der Kohlengräber in Desterreich zwölf Broz. der Löhne) und anstatt der bisherigen einmaligen teine gefeßgeberischen Vorschläge machen, teine weiter schauenden Borschußzahlung eine zweimalige an zwei passenden Sonnabenden Ziele entwickeln, sondern nur das Anklagematerial vorlegen, Die österreichischen Bergarbeiter traten im Januar 1900 in den eintreten zu lassen." Ferner ihre volle Geneigtheit aussprechend, das diesen Streit veranlaßt hat. Und Hue hielt dieses Pro­Streit, und von einigen lokalen Forderungen abgesehen war der die Frage der Gedingstellung einer eingehenden Erörterung zu unter- gramm inne. So wie er hätte jeder christliche und jeder frei­3wved des Kampfes die Erringung der Achtstundenschicht. Die erste ziehen und ein Mittel zu finden, damit für die diesbezüglichen sinnige, tleritale Bergarbeiter sprechen können. Er ging in feinem Punkte hinaus über die Schilderung der tatsächlichen Maßregel, womit die Regierung auf den Streit einwirken wollte, Beschwerden der Arbeiterschaft Abhülfe geschafft werde." war die, daß vom Aderbauministerium( dem in Desterreich die staat- der Regierung brangen, gab der von der Regierung ernannte Vor- von den Bergarbeitern gestellt waren, und dieses ungeheuerliche Da die Arbeiter auf eine präzisere Erklärung des Vertreters Verhältnisse und über die unmittelwaren Forderungen, die lichen Gruben unterstehen) in dem dem Staate gehörigen nord­deutschen Braunkohlenrevier( in den drei Julius- Schächten im Brüger fiende des Einigungsamtes( der liberale Brünner Abgeordnete Material lebte und bebte durch sich selbst. Revier), das etwa 1500 Arbeiter beschäftigt, der Achtstundentag eingeführt Dr. Elvent, dessen Rechtschaffenheit ihn auch den Arbeitern sym­wurde. Die Regierung gab durch dieses Zugeständnis ein Beispiel, das pathisch machte) folgende bestimmte Erklärung der Regierung ab: eingestandenermaßen als solches gemacht war. Auch die Erfüllung der zweiten Forderung der Arbeiter dieser Gruben, die wöchentliche Lohn­zahlung, wurde fofort( ehestens) in Aussicht gestellt. Die Regierung begnügte sich aber nicht mit dieser Demonstration, sondern nahm auch Die Bermittelung energisch in die Hand. Nach einer Novelle zum Berg­gesetz vom Jahre 1896 bestehen im Bergbau Genossenschaftsausschüsse, also gewisse Vertretungen der Unternehmer und der Arbeiter. Die Regierung regte an, daß die Ausschüsse in jedem Revier zusammen­treten und als Einigungsamt fungieren. Die Unternehmer lehnten die Verhandlungen natürlich hochmütig ab. Darauf richtete die Regierung im Amtsblatt folgende energische Mahnworte an die Stolzen Herren:

bemüht hat.

Die ganze Rede hielt alle politischen Erwägungen fern. Es war die Rede eines Mannes, der die Augenblicks­Die Regierung wird mit möglichster Beschleunigung, voraus- beschwerden einer mißhandelten Arbeiterkategorie vorbrachte. fichtlich in der Herbstfession, einen Gesezentsurf über die Aber gerade in dieser Beschränkung wirkte das Bild des Neuregelung und angemessene Abkürzung der Schichtdauer beim Sklavenlebens im schwarzen Reiche mit erschütternder Gewalt. Bergbau im Reichsrate einbringen und auch vertreten. Um das Nicht nur blieben politische Fragen unerörtert, sondern man Hierfür erforderliche Material zu sammeln, tritt anfangs März

die angekündigte Kommission zusammen, die den Interessenten fann sagen, auch irgendwelche gewertschaftlich extreme die Möglichkeit bieten soll, ihr Gutachten über die geplante Attion Anschauung kam in der Begründung der Interpellation nicht abzugeben. zum Ausdruck.

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Damit war der Streit im Wesen entschieden und er wurde nun, Man hätte annehmen sollen, daß selbst eine konservativ­zwar zögernd, doch überall in richtiger Form beseitigt. Koerber hielt reaktionäre Regierung ihren höchsten und zugleich selbst­auch sein Wort und die Neunstundenschicht ist heute im österreichischen verständlichen Ehrgeiz darin gesucht hätte, diese vor­Bergbau Gefeß. Welcher bedeutsame Schritt nach vorwärts damit gebrachten Anklagen zu einer Attion der Gesetzgebung und gemacht wurde, zeigt ausreichend die Tatsache, daß die vor der des Eingreifens der Verwaltung zu verdichten. Auf die " Der Aderbauminister hat die Bergbehörden, in deren Novelle geltende gesetzliche Bestimmung die Arbeitszeit im Bergbau Huesche Rede gab es nur eine anständige Antwort einer Bezirken Kohlenarbeiter- Ausstände drohen oder bereits aus mit 12 Stunden festgesetzt hatte. Die Regierung hat fogar die Regierung, die mehr sein will, als der gehorsame Diener gebrochen find, beauftragt, mit allem Nachdruck darauf hinzu- moralische Charakterfestigkeit aufgebracht, als Schichtbauer nicht die eines Dußend von Millionären. Die Regierung hätte einfach wirken, daß sowohl die Bergbau- Unternehmer als auch die Berg - individuelle Arbeitszeit der einzelnen Arbeiter, sondern nur die für die erklären müssen: Da das Unternehmertum es abgelehnt hat, arbeiter dem Zuſainmentritt des Einigungsamtes teinerlei Hindernis ganze Mannschaft des Bergwerks geltende Gesamtschicht" zu bezeichnen gemeinsam mit uns und den Arbeitern über die Beschwerden in den Weg legen, durch ihre Vertreter in die Verhandlungen im und auf Verlangen der Arbeiter, die sie ihrer Auffassung bei der Ver- zu verhandeln, hat die Regierung feinen Anlaß, an der Wahr­Einigungsamte eintreten, diese Verhandlungen sachgemäß führen und so alle Mittel erschöpfend anwenden, die das Gesch zur Hint- handlung des Gesetzes im Abgeordnetenhause und im Herrenhause anhaltung oder Beilegung von Bergarbeiterausständen bietet. Jenen ausdrücklich verkündet, so daß diese Auffassung für die Rechtsprechung Barteien, die sich von vornherein weigern, in Verhandlungen vor verpflichtenden Wert erhielt was sehr wichtig war, da das Unter dem Einigungsamte einzutreten, ist in nachdrücklichster Weise die nehmertum die Auffassung nach Jahr und Tag beim Verwaltungs­hohe Berantwortlichkeit vorzuhalten, der sie sich angesichts der gegen Gerichtshof zu bekämpfen unternahm, damit aber natürlich abschlägig wärtigen sehr ernsten Sachlage durch die Zurückweisung der ge- befchieden wurde.... Infolgedessen siegten die österreichischen Berg­botenen Verständigungsmittel in bezug auf die Beurteilung ihres arbeiter und die Gerechtigkeit gebietet, anzuerkennen und auszu Berhaltens aussehen. Angesichts der verwvidelten Sachlage, die in den vom Streit sprechen, daß fie die Errungenschaft zum nicht geringen Teil der Angesichts der verwickelten Sachlage, die in den vom Streit ergriffenen Stohlenrevieren herricht, hat das Aderbauminifterium Regierung zu danken haben, die nicht gezögert hat," Stellung zu bor mehreren Tagen verfügt, daß sich die bei jeder Berg- nehmen" und eine Kulturforderung nicht deshalb für unmöglich" hauptmannschaft speziell mit der Bergwerksinspektion betrauten hielt, weil größenwahnsinnige Progen ihr widersprachen. höheren Beamten in die Streitreviere begeben, um sich an Ort und Stelle über die eigentlichen Ursachen der Bewegung sowie über die Natur der von den Arbeitern oder den Arbeiterführern auf­gestellten Forderungen zu informieren und so einen genauen Einblick in die Situation zu ermöglichen.

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Der Kanzler des Kohlensyndikats.

heit der von den Arbeitern erhobenen Anklagen zu zweifeln und sie wird infolge dessen auf jede Weise dafür sorgen, daß dem Unternehmertum flar gemacht werde, wie es nicht in der Willfür eines Dugend Millionären liegt, mit der Wohlfahrt von Millionen Menschen und dem wirtschaftlichen Frieden des Deutschen Reiches frebelhaft zu spielen.

Unter­

Eine solche Antwort hätte jedes konservative Ministerium geben müssen, jeder Stanzler, der sich frei weiß von der bedingungslosen unmittelbaren würfigteit unter die Kapitals herrschaft. Was aber hörten wir? Graf Bülow hatte sich wieder einmal auf eine andere Rede vorbereitet, als sie der Sozialdemokrat wirklich hielt. Er hatte wohl eine scharf sozialistisch gefärbte Rede erwartet und sich auf diese präpariert. Da die Nede Hues anders geartet war, vermochte der geistvolle Kanzler mit feinem Worte auf Hues Rede einzugehen. Mit feiner Silbe wagte er auch nur ein blasses Versprechen, den Arbeitern ent­

Die letzte Illusion ist zerstört! Die Hüter der Legende von dem christlichen Staat der ausgleichenden Sozialreform Es geht aus diesen Maßnahmen hervor, daß die Bergbehörde sind selbst des Spieles fatt geworden und haben ausgesprochen gegenzukommen. Dagegen proklamierte er schneidig die der Angelegenheit nach jeder Richtung hin die gebührende Be­achtung schenkt und ihrerseits alle Anhaltspunkte für eine Bei- das, was ift. Der ungeheure Arbeiterkampf, der im preußische Staatsgewalt der Polizisten und Gendarmen schwarzen Reiche sich abspielt und dessen Zudungen gegenüber etwaigen Ruhestörungen. Das Tatsachenmaterial legung der schwebenden Differenzen zu gewinnen trachtet. Daß es ein vergebliches Bemühen wäre, Stellung zu nehmen, durch die Welt sich fühlbar machen, dieser größte Ausstand, Bucs tat er mit der Bemerkung ab, wenn es wahr wäre, war überhaupt nicht die Meinung des Herrn v. Koerber, der damals den man in Deutschland kennt, ist von der christlichen Re- dann würde es zu beklagen sein. Stein ernstes Wort gegen etwa eine Woche Minister gewesen war. Vielmehr verfügte er gierung der monarchischen Sozialreform behandelt worden, die unerhörte Anmaßung des Kohlensyndikats, das nicht einmal sofort, daß vom Tage des Ausstandes des Werkes unter dem Vorfig wie irgend ein fleines Unwohlfein eines Kindes, dem man unterhandeln will.

Wir bringen an leitender Stelle Erinnerungen, wie die des Ministerpräsidenten( oder in deffen Verhinderung der Aderbau- gut zuredet und Rezepte verschreibt. minister) täglich eine Kommission zusammenzutreten habe, die aus Die sozialdemokratische Interpellation österreichische Regierung mit den widerspenstigen Kohlen­Bertretern des Ministeriums des Innern, der Justiz. des Aderbau- im Reichstag über den Kohlenstreit wurde nicht vom Reichs- fürsten umsprang. Graf Bülow aber hielt es für notwendiger, und des Eisenbahnministeriums bestehen soll, die sich, wie eine amt- Ressortminister der Sozialpolitik beantwortet. Graf Posa- die schwere sozialpolitische Belastung des Unternehmer. liche Mitteilung befagte, mit den Vorgängen in den Gebieten, wo dovsky saß stumm, fast wie verlassen, an dem Bundesrats- tum 3 zu beseufzen, den edlen Wohlfahrtsschwindel der ein Kohlenarbeiterstreit ausgebrochen ist, zu befaffen haben wird. tische. Der Reichskanzler Graf Bülow, der den preußischen Millionäre zu preisen. Schließlich lenkte er wieder in seine Alle die Ausstände betreffenden tatsächlichen Mitteilungen werden Minister des Kohlensyndikats mit demonstrativem Händedrud Sozialistentöterei ein, sprach vom Zukunftsstaat, bekannte seine diefer Stommiffion fofort zur Kenntnis zu bringen sein. Sie hat begrüßte, schien den Staatssekretär des Reiches faum zu be- Sehnsucht, daß die Arbeiter der politischen Aufklärung ent­ihrerseits die Aufgabe, die durch den Streit erforderlichen Maß- achten. Das Ergebnis der Debatte war, daß mit aller Offen zogen und im im englischen Stil auf rein gewerkschaft­Und in diesem nahmen und Verfügungen zu treffen, so daß sich hier der gesamte beit ausgesprochen wurde: Es gibt keine über den Interessen- liche Aufgaben beschränkt würden. den Streit betreffende Verwaltungsdienst lonzentriert." Und weiter gegensägen und über den Parteien stehende Regierung, sondern Zusammenhang verriet er die erstaunliche Meinung, daß es gibt nur einen Kanzler und eine Regierung des Kohlen- die Wohlerzogenheit der englischen Arbeiter Streits verhindere. verfügte die Regierung: Der Sozialdemokratie warf er den Widerspruch vor, daß sie Um volle Klarheit über die Sache zu gewinnen, wurden schon syndikats! vor einigen Tagen in die Streifgebiete höhere Beamte entsendet, Schon äußerlich prägte sich der Charakter der Debatte in ihrem Parteivorstands- Aufruf für die Bergarbeiter ihr Miß­die die in den einzelnen Revieren verschieden gearteten Verhältnisse aus. Auf der Abgeordneten Tribine beobachtete der angestellte trauen gegen die soziale Willfährigkeit der kapitalistischen Re­eingehend zu untersuchen und für die von der Regierung Oberscharfmacher des Kohlensyndikats, der Landtags- Abgeordnete gierung ausgesprochen habe. Wenn die Sozialdemokratie das zu ergreifenden Maßnahmen die geeignete Grundlage Hirsch, die Reichstags- Debatte und schien im Auftrage seiner glaubte, dann solle sie sich nicht an die Regierung um Hülfe zu schaffen haben. Angesichts der ungewöhnlichen Be Herren sorgsam zu wachen, ob auch Graf Bülow und der wenden. Die Bemerkung des Grafen Bülow hätte den Wert deutung des Ausstandes für das gesamte wirtschaftliche Leben Minister Möller nicht irgend ein Wort sprächen, was die einer kleinen Bosheit, wenn er gleichzeitig mit Eaten und Ron­werden sich außerdem bereits heute, mit den entsprechen- zarten Seelen der Herren Kirdorf , Stinnes und Thyssen ver- zeffionen für die Bergarbeiter gekommen wäre. Aber seine den Bollmachten versehen, der Juftigminister Freiherr b. Spens- Booden( der als früherer Statthalter in Mähren lehen könnte. Im Saale waren die großindustriellen Scharf- ganze Rede war nur eine Bekräftigung der mißtrauischen mit dem mährisch- schlesischen Bergbau Fühlung hatte), in das macher zahlreich erschienen und in der Hofloge gestikulierte Auffassung der Sozialdemokratie. Der Reichskanzler fühlte mährisch schlesische, und Sektionschef v. Blumfeld in Herr Schlumberger im Interesse der elfäffischen Industrie- offenbar gar nicht, wie sehr er sich selbst verhöhnte, wenn er das böhmische Streitgebiet begeben. nige. es noch unterstrich, daß die Sozialdemokratie mit ihrer

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