Nr. 32.
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Vorwärts
Berliner Volksblatt.
22. Jahrg.
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Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin".
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.
Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Der Kampf geht weiter.
Dienstag, den 7. Februar 1905.
96 M. für Schießmaterial.
Da sehe man, wie es mit den hohen Löhnen bestellt sei. Bei den Berichtigungen befolge man die Taktik, die bezüglichen Bedie genannt sei. So wird geschwindelt, die öffentliche Meinung hauptungen immer auf eine andere Beche zu beziehen als diejenige, betrogen.
Die streifenden Bergarbeiter haben die Hand zum Frieden geboten die Unternehmer aber wollen keinen Frieden, sie verlangen nur die bedingungslose Unterwerfung der Stlaven. Der Kampf geht also weiter und die Unternehmer haben die Nachdem noch Hansmann in einigen Punkten die Ausführungen Verantwortung für die Folgen zu tragen. Und der Reichs- ergänzt hatte, gelangte eine Resolution zur Annahme, durch fanzler hat diese Verantwortung mitzutragen- auch er, an welche sich die Ausständigen verpflichten, stritte den sich die Vertreter der Streifenden gewandt haben, die Anordnungen der Siebener kommission zu hat teine feine andere Antwort für sie, wie die Auf befolgen. forderung zur bedingungslosen Unterwerfung. werden die Arbeiter nicht tun. Und daß sie es nicht An den Bergmeister Engel sandte die Siebener- Kommission in nötig haben werden, dafür wird nicht nur die deutsche Verfolg ihrer Beschlüsse noch am Sonntag folgendes Telegramm: Arbeiterklasse alle Kräfte einsehen, dafür wird auch die Herrn Bergmeister Engel, Essen a. d. Ruhr! Solidarität der Bergarbeiter aller Länder sorgen, die sich in Wir fragen hiermit ganz ergebenst an, ob der Verein für bergwahrhaft erhebender und wirksamſter Weise betätigt. Wir bauliche Interessen vielleicht geneigt sei, die Siebener- Kommission Tassen nachstehend die Berichte über die neue Wendung des morgen, den 6. d. M., zu empfangen, um über fünf Punkte, welche Rampfes folgen.
Das aber
In Bochum fand am Sonntag die bereits in unserer Sonntagnummer angekündigte wichtige Versammlung statt, in der Sachse namens der Siebener- Kommission über deren letzte Beschlüsse Mitteilung machte. Ueber diese Versammlung berichtet unser E- Korrespondent:
Die Anfrage beim Bergban- Verein.
zur Aufnahme der Arbeit führen würden, zu unterhandeln. Die Siebener- Kommission. J. A.: Johann Effert, Alt- Essen.
"
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.
Die Antwort des Reichskanzlers.
Der Reichskanzler hat am 6. Februar der Siebenerkommission folgende höhnende Absage erteilt:
Mitteilung. Im allgemeinen Interesse halte ich es für dringend Ihr Telegramm habe ich erhalten und dauke Ihnen für Ihre geboten, daß die Arbeit jetzt, wie Sie am Schluß in Aussicht stellen, fogleich wieder aufgenommen wird. Für diesen Fall bin ich auch gern bereit, Vertreter der Arbeiter und der Unternehmer zur weiteren Verhandlung zu empfangen. Reichskanzler Graf Bülow.
Also: beugt Euch, unterwerft Euch! Garantien gibt es nicht, unterhandeln werde ich nicht mit Euch! Der Reichstanzler sagt zwar, nach Wiederaufnahme der Arbeit werde er Vertreter der Arbeiter empfangen, um mit ihnen zu berhandeln. Der Reichskanzler ist sich aber natürlich keinen Augenblick im Zweifel darüber, daß dann, wenn sich die Arbeiter bedingungslos unterworfen haben, die Verhandlungen nur eine Posse wären, den Sklaven zur Aufheiterung vorgespielt, um sie glaubensfroh und arbeitslustig zu erhalten. Was will er denn mit besiegten Arbeitern verhandeln? Versic din handlungen könnten doch nur den Zweck haben, die Autorität Der Bergbau- Verein fordert Unterwerfung! Gn der Regierung zu einer Vereinbarung zwischen den streitenden Auf das Friedensangebot antworteten die Unternehmer: Parteien, zur Erzielung eines ehrenhaften Friedens einHerrn Johann Effert, Alt- Essen, Karlstraße. zujeßen. 24 Daran glaubt doch der Reichskanzler nicht, daß die UnterDie Siebenerkommission hatte heute nach hier eine allgemeine Kommission" an den Bergmeister Engel gerichteten Telegramms leugnen, dann zu irgend welchen Konzessionen bereit fein In ergebenster Erwiderung Ihres im Namen der Siebenernehmer, die ja beharrlich das Bestehen allgemeiner Mißstände Revierversammlung einberufen. Wegen Ueberfüllung des Schützenhofes", welcher zirka 7000 Personen aufnahm, fanden noch zwei von heute abend vermögen wir nach wie vor in dieser werden, wenn die Arbeiter ihre jezige günstige Kampfstellung weitere Versammlungen statt. Der Abg. Sachfe referierte über Kommiffion eine Vertretung der Gesamtbelegschaften nicht zu den Stand der Bewegung. Sachse schilderte kurz den Verlauf der erblicken. Die Belegschaften haben sowohl bei Beginn des aufgegeben und sich unterworfen haben! Betvegung und rechtfertigte dann das Verhalten der Siebener Ausstandes wie auch während desselben sich an die An Der Jnhalt der Berggefez- Novelle. fommission gegenüber der Aufforderung, für Ankündigung der Novelle weisungen dieser Kommission zu wiederholten Malen nicht zum Berggesez mit der Parole zur Einstellung des Kampfes zu gefehrt. Somit würde auch jetzt Abmachungen mit der sammlung in Effen machte der Arbeiterfekretär Giesberts„ nach quittieren. Schon einmal, im Jahre 1902, habe man anstatt der" Siebener- Kommission" jede Garantie der Durchführbarkeit seinen aus parlamentarischen Streifen stammenden Informationen" fehlen. Mitteilungen über den Inhalt der preußischen Berggefez- Novelle. Danach nehme der Entwurf in Aussicht, daß Wir können uns deshalb von der von Ihnen im Namen 1. die Arbeitszeit in Gruben von etwa 22 bis dieser Kommission gewünschten Erörterung über fünf 23 Grad Celsius Wärme zunächst auf neun Stunden einübrigens nicht näher bezeichnete Punkte irgendwelch praktisches schließlich Seilfahrt festgesezt wird, die sechsstündige ArbeitsErgebnis nicht versprechen. Nochmals weisen wir auf zeit bei Gruben mit 29 Grad Mindesttemperatur bleibt beunseren Antrag bei der föniglichen Staatsregierung hin, eine stehen. In 2-8 Jahren solle die neunstündige auf achteingehende Untersuchung auf allen Gruben des Bezirks zu einhalbstündige herabgemindert werden. 90 Proz. der Bergveranstalten, um festzustellen, inwieweit die behaupteten Miß- leute würden wohl von diesen Bestimmungen betroffen. Eine stände tatsächlich vorliegen. Die inzwischen angestellten Unter- Verschlechterung gegenüber den bestehenden Zuständen folle suchungen haben ergeben, daß die erhobenen Anklagen über verhindert werden; angeblich bestehende allgemeine Mißstände unberechtigt sind und der Ausstand grundlos begonnen wurde.
vorher angepriesenen Reform mehr Arbeitertrug bekommen und der bisherige Verlauf der parlamentarischen Verhandlungen rechtfertige das größte Mißtrauen; man wisse noch gar nicht, was tommen werde. Machten sich doch sogar Bestrebungen bemerkbar, mit der Reform oder an Stelle derfelben ein Buchthausgefeß ein zuschmuggeln. Die Siebenerkommission, das wolle er gegenüber den Schwindelnachrichten über Uneinigkeit in dieser Storporation aus drücklich feststellen, sei sich einig darin, daß ohne bestimmte Garantien an ein Einstellen des Kampfes nicht gedacht werden könne.( Rufe: Bravo !) Aber man sei geneigt, die Hand zum Frieden
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zu bieten. Die Siebenerkommission habe nach dieser Richtung folgendes beschlossen: Der Reichstanzler wird aufgefordert, bezüglich der sechs Bunfte, welche durch die Novelle geregelt werden sollen, zufriedenstellende Garantien zu geben. Bezüglich der übrigen acht Ausstand getriebenen Belegschaften des von ihnen begangenen Wir vertrauen, daß die durch maßlose Agitation in den Bunkte werde man mit reduzierten Forderungen nochmals an den bergbaulichen Verein herantreten. Db man nicht hinausgeworfen Rechtsbruches sich bewußt werden und alsbald zur Arbeit werde, wisse man noch nicht; verlasse der bergbauliche Verein seinen zurückkehren. grundsätzlich ablehnenden Standpunkt, sei er geneigt, die reduzierten Nach Wiederaufnahme der Arbeit sind unsere ZechenForderungen anzuerkennen, dann könne man zum Frieden kommen. verwaltungen gern bereit, berechtigten Wünschen ihrer Arbeiter Aber bedingungslos kapitulieren werde man nicht!( Bustimmung. entgegenzukommen. Bravo!) Am Donnerstag werde wiederum eine Streiffonferenz stattfinden. Eine Zurückweisung der Siebenerkommission durch den bergbaulichen Verein werde die Konferenz sicher mit der Parole: Es wird weiter gekämpft! beantworten.( Lebhafte Zustimmung.) Weiter beschäftigte Sachse sich mit den
Untersuchungen
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Bergbauverein.
In einer vom christlichen Gewerkschaftskartell veranstalteten Ber
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2. das Wagennullen werde beseitigt; die Strafen sollen im Monat 4-6 M. nicht übersteigen; ein Höchstmaß festgesetzt werden; 3. auch für die Ueberschichten Einlegung foll 4. Die Arbeiterausschüsse sollen eine obligatorische Einrichtung werden. tann man annehmen, daß die Angaben über den Inhalt der bisher Da diefe Meldung vom Wolfffchen Bureau" berbreitet wird, so treu geheim gehaltenen Novelle ungefähr stimmen. Ganz ficher ist, daß sie nicht mehr bieten wird, als Giesberts angegeben hat. E. Strabbler. Sirdorf. Kleine. Engel. Das wäre dann hinsichtlich der Arbeitszeit ein teder Versuch, die Arbeiter zu betrügen. Daß die Anerkennung der Organisation nach wie vor abgelehnt biefer Festlegung Wenn es richtig wird, entspricht ja durchaus dem ganzen Verhalten der Unternehmer. richtig wäre, daß vor der Arbeitszeit 90 Broz. der Arbeiter betroffen Wer im Arbeiter nur den Knecht sieht, der sich bedingungslos den werden, welchen Zweck hätte es denn wohl, die Befehlen des allmächtigen Herrn zu fügen hat, der kann natürlich 90 Broz. der Arbeitspläge eine Verkürzung der Arbeitszeit möglich anderen 10 Proz. davon auszuschließen? Wenn auch nicht anerkennen, daß diefer steht eine Macht sei, mit der ist, aus welchem Grunde sollte sie wohl an den übrigen 10 Prog. man durch gewählte Vertreter verhandelt. Es ist daher an den Arbeitern, den hochmütigen Herren zu zeigen, daß sie doch eine Macht nicht möglich sein? Das läuft also offenbar auf einen Betrugsfind. Freiwillig gibt man den Arbeitern ihr Recht nicht, wohlan! so müssen sie es sich erzwingen!
an
der Beschwerden durch die Regierungskommission. Wenn es damit so weiter gehen solle, wie bisher, dann möge man die Erhebungen nur einstellen. Bergrat Bolz, der als Mitglied der Kommission auf Zeche„ Herkules" die Meinung äußerte, die Arbeiter wollten die Verhandlungen verschleppen, habe wiederholt in seinen Von einer geradezu grandiosen Unverschämtheit zeugt die immer Berichten bemerkt, die Arbeiter sagten bei Nachforschungen von Miß wiederholte Behauptung der Unternehmer, es existierten keine allgemeinen ständen die Unwahrheit. Jetzt, wo die Leute die Wahrheit sagen Mißstände, und die Berufung auf die Ergebnisse der Untersuchung Jahren soll also die neunstündige Schicht auf den Gruben, auf denen sie
sei auch auf" Friedlicher Nachbar" die Untersuchung geführt worden. Die Arbeitervertretung habe dort das Protokoll nicht unterschrieben. Nicht nur seien die Beschwerden der Arbeitervertreter nicht an genommen, eine der geche ungünstige Aussage der Einfahrer habe man ebenfalls nicht aufgenommen. Weiter empfahl Redner dringend, dafür zu sorgen, daß den
gegeben.
hl. Arbeitswilligen
haben bereits gezeigt, daß die sichtlich von den Unternehmern stammen, breiste Fälschungen sind fuchungsprotokolle in der Rheinisch- Westfälischen Zeitung", die offen und Sachse hat ja in der Bochumer Versammlung weitere Beläge dafür geliefert.
Das Telegramm an den Reichskanzler. Die reduzierten Forderungen.
An den Reichskanzler hat die Siebenerkommissson folgendes fein Haar gekrümmt würde. Es müsse dafür gesorgt werden, daß Telegramm gerichtet: nicht wirkliche Belästigungen den Schwindelnachrichten ein Relief Die von den streifenden Bergleuten des Nuhrreviers gewählte geben. Wie Arbeitswillige schwindeln, das belegte Sachfe durch Siebenerkommission wird sich erlauben, Eurer Exzellenz umgehend einige bezeichnende Fälle. Es sei festgestellt, daß Arbeitswillige eine Eingabe einzureichen bezüglich der Stellung der BergKrantenscheine entnehmen unter dem Vorgeben, sie seien mißhandelt leute zu der im preußischen Landtag angekündigten Novelle worden. Ein Arbeitswilliger habe die Schläge, die er von seiner betreffend das preußische Berggesetz und den im Reichstag anFrau bekommen hat, als Mißhandlung durch Arbeitswillige ausEin anderer dieser sauberen Leute erlitt durch Fall von gekündigten Gesezentwurf betreffend Rechtsfähigkeit der Arbeiter. Der Straßenbahn Verlegungen. Er rannte in ein Wirtshaus berufsvereine. Ew. Exzellenz teilen wir dann ergebenft mit, daß die und janmerte über Mißhandlung durch Ausständige. Augenzeugen genannte Siebenerkommission bei dem Verein für die bergbaulichen entlarbten den Schwindler, der dann für Stillschweigen fiber feine Intereffen telegraphisch um eine Unterredung nachgesucht hat zur Hallunterei eine Runde Bier anbot! So sehen die berühmten Besprechung folgender ermäßigten Forderungen: Mißhandlungen der Arbeitswilligen aus, wenn man ihnen auf den Grund geht. Die Leute wissen ja, an gewissen Stellen hat man es gern, wenn fie Räubergeschichten erfinden. Daß das angebliche Protokoll über die Verhandlungen auf Beche Bruchstraße" in der " Rheinisch- Westfälischen Zeitung" aus
1. Eine 15 prozentige Lohnerhöhnng( an Stelle des zuerst geforderten Minimallohns);
2. kommt ein Gedinge nicht zustande, so soll der DurchschnittsJohn gleichartiger Arbeiter gezahlt werden und nicht, wie bisher, der ortsübliche Tagelohn;
Verdrehungen und Lügens besteht, hat Sachse dem Reichskanzler telegraphisch mitgeteilt. Die Beweise dafür werden vorgelegt. Unter anderem hat das Blatt auch eine Berichtigung gebracht, nach der es nicht wahr fein foll, daß einem Hauer im Monat 84 M. in Abzug gebracht sind. Sachse stellt an Hand des vorliegenden Lohnbuches fest, daß seine Be hauptung stimmt, ja noch mehr! Im Monat August vorigen Jahres hat der betreffende Hauer z. B. 202 m. verdient. Es wurden eventuell sofort aufaenommen werden. aber Abzüge von 106 M. gemacht, darunter
3. nach Aufnahme der Arbeit soll feine Maßregelung der Streifenden vorgenommen werden;
4. gute Deputattohlen auch für bedürftige Invaliden und Bergmannswitwen;
5. humane Behandlung.
Auf Grund der beabsichtigten Verhandlungen soll die Arbeit Die Siebenerkommission, Johann Effert.
Aber schließlich wird ja überhaupt gar keine Verkürzung der Arbeitszeit angekündigt. Die neunstündige Arbeitszeit, die die Novelle ben übrigen aber besteht die Schicht von 8 Stunden. Nach einigen borschreiben soll, besteht auf einem großen Teile der Gruben. Auf
auch für diese Gruben der Zustand wieder hergestellt werden, der schor zuungunsten der Arbeiter geändert worden ist. Von einer Achtbestanden hat, der nur durch Unternehmerwiültür seit einigen Jahrer stundenschicht ist überhaupt keine Rede, obwohl erst diese einen zwar fleinen aber wirklichen Fortschritt für die Arbeiter bedeuten würde Ein solches Gesetz kann selbst der preußische Landtag annehmen. Danach versteht man erst, warum die Regierung so hartnäckig darauf besteht, mit ihrer Reform" in Preußen zu bleiben; fie till ja gar nicht reformieren, deshalb will fie fein Reichsgefes. Es ist demgegenüber komisch, wenn die Rheinisch- Westfälische Beitung" über die Regierungsaktion fagt:
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Als politische Nebenfolgen verzeichnen wir nur noch eine, nämlich daß sich in weitesten Kreisen der Jndustriellen ein Mißtrauen gegen eine Regierung festsetzt, die offenbar ebenfalls von der Stimmung des allgemeinen gleichen Wahlrechts ergriffen worden ist und die arbeitswilligen Arbeiter, sowie die Arbeitgeber vernachläffigt zugunsten der Streifenden; unter den besitzenden Klaffen gewinnt die Anschauung Raum, daß das allgemeine gleiche Wahlrecht sie entrechtet hat. Das scheint allerdings augenblicklich dem Handelsminister gleichgültig zu sein, allein es werden vielleicht noch Wahlen kommen, bei denen die Regierung es empfindet, sich auf beiden Seiten Mißtrauen zugezogen zu haben; denn die offenbare Rechnung, die sich Herr Möller gemacht hat, daß er ein etwaiges Mißtrauen der Arbeitgeber balanziert durch das neu erworbene Vertrauen der Arbeiter, diese Hoffnung ist, wie oben ausgeführt, zufammengebrochen."
Die Unternehmer stellen sich so, als ob die Regierung ihnen etwas täte. Sie könnten nichts anderes sagen, wenn sie gemeinsam mit der Regierung ein verabredetes Schaustück mit berteilten Rollen spielten, um die Arbeiter glauben zu machen, daß etwas geschähe", während man sich heimlich ins Fäustchen lacht über die Dummen, die auf den Theaterspektakel hineinfallen sollen. Man verrechnet sich aber: Darauf fallen die Arbeiter nicht hinein'
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