Nr. 34.
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22. Jahrg.
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Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin".
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.
Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Donnerstag, den 9. Februar 1905.
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.
Zollfaz für Hopfen, der bisher 20 M. pro Doppelzentner Rohgewicht Kleidungsstüde statt jezt 65, 105, 175 fünftig 75, 140 und 250 Fr.;
Landwirtschaft und und Industrie in den Vertragssatz 14 M.) betragen hatte, auf 60 M. Auf die Forderung. Damengarderobe statt jetzt 65, 105, 175 fünftig 90, 150 und 250 Fr.;
neuen Handelsverträgen.
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Aufforderung zum Streikbruch.
des Zentrums, besonders seines bayerischen Teiles, wurde der Satz Schirme, feidene, statt jetzt 60 fünftig 130 Fr. auf 70 M. erhöht. Um den hohen Braugersten- und Malzzoll durch- Das sind so beträchtliche Bollerhöhungen, daß ein schwerer Das„ oberste Prinzip", von dem die Regierung sich bei den zusetzen, ist die deutsche Regierung aber im Vertrage mit Defter- Rückschlag auf die deutsche Industrie nicht ausbleiben kann. Ihr Handelsvertragsverhandlungen hat leiten lassen, ist, wie sie selbst vor reich- Ungarn bereitwillig wieder auf einen Vertragssatz von 20 M. Abfazmarkt in Rußland , Desterreich- Ungarn, der Schweiz wird zehn Tagen durch die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" offiziell zurüdgegangen. ihr enorm verengert und zugleich in diesen Ländern durch verkündete, die möglichste Steigerung des Schuzes Erreicht ist dieser Vorteil des ostelbischen Großgrundbesizes, wie den gesteigerten Bollschutz künstlich eine gefährliche Konkurrenz großder landwirtschaftlichen Produkte" gewesen, und wie die jezt vollständig vorliegenden Zolltabellen der neuen Handels- gezogen. Immerhin droht den deutschen Großindustriellen in ihrer wenig sonst auch die offiziellen Verkündigungen dieses Blattes auf berträge faft Blatt für Blatt nachweisen, auf Kosten des Exports der Gesamtheit nicht jene Schädigung ihrer wirtschaftlichen Existenz wie Zuverlässigkeit Anspruch machen können, in diesem Fall läßt sich die deutschen Industrie. Um die Zollwünsche der feudalen Blüte des der Arbeiterschaft. Wird auch der Absatz nach dem Auslande Richtigkeit seiner Behauptung nicht bestreiten. Tatsächlich zeigt fast neuen Deutschen Reiches preußischer Nation zu erfüllen, um die erschwert, so gestatten doch andererseits die erhöhten Industriezölle jeder der Verträge, daß die Regierung bei ihrem Abschluß sich aus- Getreide- Mindestzölle sowie die hohen Viehzölle durchzusetzen und des neuen deutschen Zolltarifs den Großindustriellen, besonders schließlich die Aufgabe gestellt haben muß, sich das Wohlwollen und die zugleich freie Verfügung über die Grenzsperre zu behalten, hat die soweit sie in Syndikaten und Kartellen organisiert sind, künftig Anerkennung des ostelbischen Junkertums zu sichern, und daß deutsche Regierung den Vertragsstaaten den Schutz, den diese für die Preise für ihre Artitel auf dem Inlandsmartt fie in Verfolgung dieses hohen Zieles alle Rücksichten auf die ihre einheimische Industrie gegen die deutsche Konkurrenz verlangten, noch höher zu halten als bisher und sich also Industrie und vor allem auf die Lebensbedingungen der Arbeiter- ohne weiteres tonzediert. gewissermaßen an den auf dem einheimischen schaft leichthin geopfert hat. Die infamen Helfersdienste, die ein Als zu Anfang der neunziger Jahre Graf Caprivi mit Defter Martt erzielten Mehrprofiten für die Ausfälle Teil der liberalen Parteien vor zwei Jahren dem Juntertum, unter reich- Ungarn , Italien , Belgien , Rußland usw. Tarifverträge abschloß, des Exportgeschäfts zu entschädigen. Außerdem schnöder Rechtsverletzung bei der Durchbringung des bekannten geschah es, um die hohen Zollschranken, welche einzelne diefer haben aber viele deutsche Industriegesellschaften im Auslande, Kardorfffchen Antrages auf Erhebung der Zölle nach den Beschlüssen Staaten gegen die deutsche Einfuhr errichtet hatten, zu er besonders in Rußland , Filialen gegründet oder sich an solchen der XVI. Kommission leistete, rächen sich jetzt. Das große niedrigen und der deutschen Industriewaren- Ausfuhr neue Absatz- Gründungen beteiligt, und für diese Gesellschaften ist es oft weit Wert zum Segen des Vaterlandes", als welches gebiete zu öffnen. Und obgleich teilweise die fremden Zugeständnisse, vorteilhafter, daß ihre russischen Unternehmungen prosperieren, als damals Graf Bülow unter Aufbietung seiner schönsten Phrasen besonders die Zollermäßigungen Rußlands , feineswegs als beträchtlich daß die deutsche Ausfuhr nach Rußland steigt. Gibt es doch den neuen Zolltarif pries, hat sich als brauchbare Grund- gelten konnten, haben sie eine bedeutende Zunahme des deutschen beispielsweise fast keine der großen und größeren deutschen Eleklage" für die Abschließung nüßlicher Tarifverträge zum Vor- Industriewaren- Exports zur Folge gehabt. Die deutsche Ausfuhr trizitätsgesellschaften, die nicht Filialunternehmungen in Rußland teil des ländlichen Großgrundbesizers bestens bewährt. Die von Eisenwaren nach Rußland ist seitdem um mehr als das Drei- hätte. Die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft, die Siemens u. Halste, superflugen liberalen Vertreter des im Handel und in der Induſtrie fache, die von Maschinen, Instrumenten, Apparaten und Kurzwaren Schudert, Lahmeyer, Helios, die Kontinentale Gesellschaft für elektätigen Bürgertums, die damals in staatsmännischem Dünkel über die beinahe um das Bierfache, die von Wollwaren fast um das Drei- trische Anlagen, Berliner Gesellschaft für elektrische Unternehmungen, Taktik der Sozialdemokratie zeterten, sie sind die schmählich Geprellten. fache gestiegen. Kölner Aftiengesellschaft für Elektrizitätsanlagen, Berlin - Hagener Ein Ergebnis. über welches man schadenfroh lachen könnte, träfe nicht Die neuen russischen Zölle auf deutsche Ausfuhrartikel, welche Affumulatorenfabrit usw.: sie alle haben ihre Tochtergesellschaften in der mit den neuen Verträgen geführte Schlag die industrielle Arbeiter die deutsche Regierung akzeptiert hat, beseitigen aber nicht nur Rußland oder sind an russischen Gründungen hervorragend beteiligt. schaft noch härter, als jene Schichten des Bürgertums, indem er größtenteils die Bollreduktionen wieder, die Deutschland 1894 erlangt Mag indes die Großindustrie in der Erhöhung der Inlandspreise nicht nur die industrielle Entwickelung hemmt, die Arbeitsgelegenheit hat, sondern übersteigen selbst vielfach die Säße, ihrer Fabrikate und der Rentabilitätssteigerung ihrer auswärtigen vermindert, sondern zugleich auch der Arbeiterklaffe die not- mit denen der deutsche Industriewaren Egport Filialen teilweise Ersatz für die Erschwerung ihres Exports finden; für den wendigsten Lebensmittel verteuert. Die Arbeiterfrau, die na ch Rußland bor jenem Vertrage bela ft et Arbeiter bedeutet dies lediglich eine weitere Verschlechterung seiner mit jedem Pfennig rechnen muß: sie wird nur zu bald den war. Die neuen russischen Vertragszölle für Gußeifenfabrikate, Lage. Zu der höheren Zollbelastung der Lebensmittel, zu der Bülowschen Segen des Vaterlandes" in seiner preissteigenden für bessere Stahlwaren sind durchweg doppelt so hoch als bisher; Hemmung der Industriewaren Ausfuhr, d. h. Verminderung der Wirkung praktisch kennen lernen. während sie früher 2,10 Rubel( 1 Rubel 2,16 M.) pro Pud Arbeitsgelegenheit tritt als weitere Folge der neuen Handelsverträge Die neuen Handelsverträge sind tatsächlich, wie die Regierung( 16,4 Kilogramm) betrugen, stellen sie sich jetzt auf 4,20 Rubel, eine Preissteigerung der syndizierten Industrie- Artikel auf dem fie in dienstfertigem Berben um die Gunst der junkerlichen Kanal- Für Werkzeuge, Sicheln, Haden, ist der Zoll von 1,65 Rubel pro deutschen Inlandsmarkte, eine Zunahme der Verlegung deutscher fronde richtig genannt hat: Verträge zum Schutz( d. h. zur Preis- Bud auf 1,80 bis 2,50 Rubel gestiegen, für einfachere Kupferwaren von industrieller Betriebe ins Ausland. Doch das Profitinteresse des steigerung) der landwirtschaftlichen Produkte" der landwirtschaft- 6,48 auf 8 bis 9 Rubel. Noch stärker find teilweise die Erzeugnisse der Juntertums erfordert nun einmal dies kleine patriotische Opfer; und lichen Produkte im allgemeinen, speziell aber jener, die vorzugsweise Maschinenindustrie mit Zollerhöhungen bedacht. Auf Dampfmaschinen, überdies einen hehren Trost bietet immerhin das große Werk der ostelbische Großgrundbesig erzeugt. An der Erhöhung der Ver- Lokomotiven, Lokomobilen, auf Textil-, Metall- und Holzbearbeitungs- zum Segen des Waterlandes": der Vertragszoll für Kaviar, das tragszölle auf Roggen und Weizen bon 3,50 M. auf 5 bezw. 5,50 M. maschinen erhöht sich der russische Vertragszoll um 45 bis 100 Broz. notwendige Lebensmittel der notleidenden Agrarier, ist nicht erhöht, und prp Doppelzentner, sowie auf Hafer von 2,80 auf 5 M. hat vor Auch der ohnehin schon hohe Zoll auf elektrische Apparate ist um der Zollsaß für verschiedene feine Südfrüchte fogar um 50 Proz. ermäßigt. allem der Großgrundbesitz des Ostens ein Interesse; schon 33, Proz. erhöht. Ebenso ist der Zoll für Wollwaren durchweg deshalb, weil im Westen der mitttel- und Kleinbäuerliche erhöht. Für Wollgarne, deren Ausfuhr aus Deutschland nach RußBesitz überwiegt, und dieser vielfach nur so viel Getreide erzeugt, land in den letzten Jahren durchschnittlich über sieben Millionen als er in der eigenen Wirtschaft gebraucht. Er bringt meist nur Rubel betragen hat, stieg z. B. der Zoll um 10 bis 15 Broz. Ferner Der geschäftsführende Ausschuß des Evangelischen Arbeiterfleine Mengen zum Verkauf, hat also von der durch die Zollerhöhung wurden die Zölle für Holzwaren um 10 bis 25 Broz., für chemische vereins in Bochum hat das angekündigte Flugblatt erlassen, bewirkten Preissteigerung nur geringen Vorteil; während im Osten und pharmazeutische Erzeugnisse aber vielfach um 75 bis 100 Broz, worin er seine Mitglieder aus dem Bergarbeiterstande" auf der Großbesitz vorherrscht, der vornehmlich Getreide für den Verkauf in einzelnen Fällen sogar um über 300 Proz. erhöht. fordert, Streifbruch zu begehen. Etwas anderes ist die Aufproduziert. Auch die Zollerhöhungen auf Rindvich und Schafe, Nicht minder weist der neugeschlossene Tarifvertrag mit forderung zur Wiederaufnahme von dieser Stelle aus nicht. ( 8 M. pro Doppelzentner Lebendgewicht), die für einzelne Vieharten, Desterreich Ungarn beträchtliche Zollerhöhungen für die Der Ausschuß des Evangelischen Arbeitervereins hat mit der 3. B. Stiere, Stühe, Jungvieh, Stälber, das Dreis und selbst Bier- deutschen, vorzugsweise in Desterreich- Ungarn eingeführten Industrie- Streifleitung nicht das geringste zu tun und nur diese allein ist fache des bisherigen Zollfages ausmachen, bevorzugen den Often waren auf. Für die Roh- und Halbprodukte der Eiſenindustrie find befugt, den Streifenden die Parole zu geben. Zudem sind vor dem Westen. Ist auch, nach der Fläche der land - zwar die bisherigen Zölle im ganzen bestehen geblieben, dafür hat die Gründe, auf die der evangelische Ausschuß sich für seine wirtschaftlichen Betriebe berechnet, die Rindvichaufzucht im aber eine ganze Reihe von Fertigfabrikaten, namentlich Bleche, Aufforderung beruft, ganz hinfällig. Daß die Versprechungen Westen etwas stärker, als im Often, so bleibt doch im Verhältnis Draht, Röhren, Eisenbahnmaterialien, landwirtschaftliche Geräte, der Regierung kein Vertrauen verdienen, haben wir schon zum Bodenwert des ländlichen Besitzes und zur Größe der erforder- Werkzeuge, Waffen, Messerschmiedewaren usw., Zollhinauffeßungen mehrmals ausführlich dargelegt. Auch die Berufung auf das lichen Betriebsmittel, also im Verhältnis zum aufgewandten Stapital erfahren, meist um 20 bis 40 Broz. Necht beträchtlich find ferner Versprechen Kirdorss, daß keine Maßregelungen vorgenommen die Rindviehzahl im Westen hinter der des junkerlichen Ostens weit die Erhöhungen der österreichischen Vertragssätze für manche Textil- werden sollen, ist hinfällig, denn das Versprechen ist ganz wertlos. zurüd. Außerdem aber produziert der östliche Grundbesig die zur fabrikate, z. B. für feine sowie gebleichte und gefärbte Garne, Erstens ist es an eine Stelle gerichtet, die gar keinen Auftrag hatte, Aufzucht nötigen Futtermittel selbst, während in den westlichen für wollene und baumwollene Wirk- und Strumpfwaren, Versprechungen entgegenzunehmen. Niemand weiß, wie das Staaten ein großer Teil der Futtermittel hinzugekauft werden muß. SpizenStickereien, Sammete, Posamentier, sowie Versprechen Sirdorfs gelautet hat, niemand kann nachprüfen, also die Viehpreissteigerung teilweise durch die Mehrausgabe für für verschiedene Seiden- und Halbseiden- Waren. Ferner haben viele ob es überhaupt gegeben worden ist. Es steht Herrn Kirdorf Futtermittel wieder ausgeglichen wird. Ebenso ist die enorme von Deutschland bisher in Desterreich eingeführte Artikel der Papier - völlig frei, zu gegebener Zeit zu bestreiten, daß er überhaupt Steigerung des Pferdezolles, die für hochwertige Arbeitspferde und der Lederindustrie beträchtliche Zollsteigerungen erfahren, z. B. etwas versprochen habe. teilweise das Sechsfache des bisherigen Sages beträgt, in erster sind erhöht: Nind- und Roßleder( von 36 auf 45 und 55 Kronen Aber selbst wenn Herr Kirdorf ein solches Versprechen in Reihe ein Geschenk an den großen ostelbischen Grundbesitz. pro Doppelzentner), Kalbleder( von 43 auf 50), Sattler und einer Form gegeben hätte, daß sich daran nicht deuteln ließe, Dafür hat man allerdings auch dem Obst- und Weinbau des Riemerwaren( von 60 auf 77, mit Beschlägen von 120 auf 240), so ist Herr Kirdorf doch noch nicht der bergbauliche Verein, Oftens einige Konzessionen gemacht. Für Aepfel, Birnen, Quitten, reine Ledergalanteriewaren unter 1 Kilogramm( bon 77 auf 120 venn er auch dem Vorstande des Vereins angehört. Es ist Pflaumen, die bisher frei in das deutsche Zollgebiet eingeführt und 165), Handschuhe( bon 119 auf 150), Lederivaren mit Gold also gar keine Garantie vorhanden, daß die Unternehmerwurden, ist ein Vertragszoll von 2 M. pro 100 Kilogramm( gewöhn- montierung( von 714 auf auf 850), Treibriemen( von 43 vereinigung ein etwaiges Versprechen Kirdorfs erfüllt. liche Zwetschen sind in den ersten drei Monaten nach der Ernte, und 52 auf 58, 68, 80 Kronen pro Doppelzentner). Wie die Unternehmer wirklich über die MaßregelungsSeptember, Oktober, November zollfrei) vereinbart, der für Mit den größten Zollerhöhungen aber find die Produkte frage denken, das enthüllt eine Meldung der„ Vossischen Ztg." feinere Aepfel und Birnen auf 5 M. steigt. Ferner ist der Verttags- der chemischen Industrie bedacht worden, z. B. find die Zölle aus Essen. Ihr wird von dort berichtet: zoll für eingestampfte Weinbeeren von 4 auf 10 M., für roten Most für Oralsäure, Schwärzen, Stärke, Preßhefe, Ammoniak, Aezkali, und roten Verschnittwein von 10 auf 15 M. pro Doppelzentner Gelatine durchweg um zirka 50 Proz. erhöht, ferner: Stärkeglanz( von erhöht worden. Aber im ganzen ist der Hauptvorteil 14 auf 24), tonzentrierte Essigsäure( von 47 auf 60), Stärkeauf seiten des ostelbischen Großgrundbesizes; gummi( von 7 auf 18), Zinnpräparate( von 7 auf 121/2), chlorfaures während für die Bauern, denen zur Zeit der Wahl Kali( bon 14,30 auf 24), Wasserstoffsuperoxyd( von 312 auf 24), Chlorder Bund der Landwirte die lächerlichsten Verzint( von 4,76 auf 24), raffiniertes Glyzerin( bon 1,90 auf 6), Bleisprechungen gemacht hat, der Vorteil des neuen und Farbstifte( von 43 auf 60), alkoholische aromatische Effenzen Vertragstarifes um so zweifelhafter wird, je und Barfümerien( von 178%, auf 300 Kronen pro Doppelzentner). tleiner ihr Besiktum ist, bis schließlich für die Rund verdoppelt sind weiter die Zollsäge für Pottasche, kohleneigentlichen Kleinbauern sich als Resultat der faures Ammoniak, Blutlaugenfalz, holzessigfauren Stall, essigsaure neuen Verträge eine direkte Schädigung ihrer und Holzessigsaure Tonerde, Grünspan, Kitte. Existenzbedingungen ergibt. Auch die Schweiz hat in den Verhandlungen beträchtliche ZollZunächst die Interessen des ostelbischen Großgrundbefizes, dann erhöhungen auf deutsche Industrie- Artikel durchgesetzt: vornehmlich die der Großbauern, zu allerlegt die der Kleinbauern: das ist die auf Baumwoll, Flachs-, Hanf- und Jutegewebe, ferner für ErMagime, nach der flar ersichtlich bei den Handelsvertrags- Berhand- zeugnisse der Konfektionsindustrie und der Maschinenindustrie. Leiblungen verfahren worden ist. Deutlich zeigt sich das im Schicksal wäsche zahlt z. B. statt jegt 65, 70, 105, 175 fünftig 50, 90, 130, des Hopfenzolls. As die Regierung ihren Bolltarif- Entwurf vor 250 Fr. Zoll pro Doppelzentner; Strümpfe aus Baumivolle statt jegt drei Jahren dem Reichstage vorlegte, erhöhte sie den allgemeinen 60 tünftig 70 Fr.; aus Wolle statt jetzt 75 fünftig 100 Fr.; Herren
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Einflußreiche Perfonen von der Bechenverwaltung äußern sich über die Lage wie folgt: Wiederholt wundert man sich darüber, daß die Zechen nicht bereit sind, die Forderung zu erfüllen, die jedes Unterbleiben von Maßregelungen zusagt. Dies Verhalten stammt aus den Beobachtungen des Ausstandes bon 1889. Die damals abgegebene Erklärung in Hinsicht der Schichtdauer ist von der gegnerischen Presse zwischenzeitlich völlig entstellt worden und hat noch fürzlich im Reichstag zu dem Vorwurf geführt, die Verwaltungen wären ihren gegebenen Worten untreu geworden und hätten Wortbruch begangen. Würde auf Grund des jezigen Ausstandes grundsäglich Straffreiheit zugefagt, so würde auch jede Disziplinarmaßregel im nächsten Jahre, die mit dem Ausstande tatsächlich nicht im Zusammenhang stände, sondern aus zeitlich getrennten, späteren Deliften erfolgten, womöglich doch auf den Ausstand zurüdgeführt und als Bortbruch ausgelegt werden. Das neben kommt in Betracht, daß die völlige Ignorierung des Ausbleibens von der Arbeit doch alle Arbeitswilligen schwer tränken muß, die ungeachtet der Bedrohung und förperlichen und moralischen Mißhandlung die Aufrechterhaltung wenigstens eines eingeschränkten Betriebes ermöglicht haben.