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Nr. 183.

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Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Agrarier und Schlächter.

Dienstag, den 8. August 1905.

liefert jedoch die Tabelle nicht den geringsten Beleg; sie zeigt viel­Amehr, daß gerade in den Jahren der Fleischteuerung die Spannung zwischen Vieh- und Fleischpreis, also auch der Verdienst der Schlächter, am schmalsten gewesen ist.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984.

und befahl mir, nach mehreren Tagen wieder vorzusprechen. Als ich sodann wieder erschien, las mir Nartoff das von mir unter­zeichnete Schriftstück vor, aus welchem ich erfah, daß ich bezeugt Zwischen den Schlächtern und der landbündlerischen Bresse hat hätte, daß ich in der Nacht heimlich gehört hätte, wie Bitrin und die Fleischteuerung bittere Fehde hervorgerufen. Während sonst die Die Ursache der Fleischteuerung ist lediglich die Viehteuerung, geblich den Zitrin gefragt hätte, wieviel Wunden er dem Arnatsty Seeligsohn über den Mord Arnatskys sprachen; daß Seeligsohn an tonservative Handwerks- und Mittelstandsretterei gerade bei den und diese konnte mur deshalb bis zu ihrem jetzigen Grad steigen, beigebracht hätte und daß Bitrin dem Seeligsohn erwidert hätte, behäbigen Vertretern der Fleischerzunft auf inniges Verständnis stößt weil vom deutschen Markt die fremde Zufuhr künstlich ferngehalten daß es sich nicht verlohne, darüber zu sprechen, da ja alles glücklich und die Bekämpfung der Einfuhr ausländischen Fleisches durch die wird, weil die Einfuhr ausländischen Schlachtviehs teils ganz ver- abgelaufen sei, und befahl mir, morgen dasselbe auch vor dem agrarische Preffe in den Fachzeitungen der Schlächtermeister ein boten, teils außerordentlich beschränkt ist. Nur durch die Weg- Gehülfen des Staatsanwalts des Bezirksgerichts zu Minst auszu­lebhaftes Echo findet, beschuldigen sich jetzt beide Teile der räumung dieser ausschließlich dem Profitinteresse der Agrarier Selbstsucht, der rücksichtslosen Ausnützung der Marktlage. dienenden Einfuhrhemmnisse wird eine Aenderung der jetzigen Die Schlächter erklären, daß sie gutes Schlachtvieh selbst Teuerung erreicht, nur fie vermag die enorm gestiegenen Breise zu hohen Preisen kaum zu zu erhalten vermögen, und fie wieder auf ein halbwegs erträgliches Maß herabzudrücken. fordern deshalb die Deffnung der Grenzen für die Vieh­einfuhr aus dem Auslande. Die Agrarier hingegen be=

--

sagen. Am nächsten Morgen tam ich zu Nartoff und wiederholte in Gegenwart des Gehülfen des Staatsanwalts alles, was Nartoff mir auszusagen befohlen hatte. Nach einiger Zeit sandte Nartoff einen Schußmann nach mir und als ich erschien, erzählte er mir, daß er den Balengold verhaftet hätte und daß man bei letterem einen Brief revolutionären Inhalts gefunden hätte; es sei ihm, Nartoff, ferner bekannt, daß Balengold während des Mordes Posten

haupten, Vieh wäre genug vorhanden, die Schlächter wollten nur Wie die russische Gendarmerie Beweis- gestanden habe und daher verlangte Wartoff von mir, daß ich morgen

zu viel verdienen. Als nach dem Herbste 1902 die Viehpreise beträchtlich gefallen wären, hätten die Schlächter keineswegs ihre Fleischpreise in gleichem Maße herabgesetzt und ebensowenig wäre es ihnen im vierten Quartal vorigen Jahres, als die Schweine­preise einen Rückgang erlitten, eingefallen, ihre Detailpreise ent­sprechend zu ermäßigen. Damals hätten sie den Extravorteil willig eingeſtedt, aber nun, wo an sie die Forderung heranträte, sich ein­zurichten, hätten Sie keine Lust, sich nach der Decke zu ſtrecken... Ganz stimmen die Anklagen der mittelstandsretterischen agrarischen Preffe gegen die Schlächter nicht. Wie die Berichte von den verschiedenen Schlachtviehmärkten beweisen, ist auf diesen selbst zu den jezigen außerordentlich hohen Preisen nicht immer gutes Schlachtvieh zu haben, und manchem fleinen Schlächter in ärmeren Stadtgegenden, der nicht mit größeren Kapitalien arbeitet, mag es schwer fallen, über der jetzige Teuerungsperiode hinweg der jetzige Teuerungsperiode hinweg­autommen; doch die Behauptung, daß in Zeiten der Wieh teuerung die Schlächter schneller bereit feien, ihre Detail preise zu erhöhen, als sie dann, wenn die Bichpreise wieder fielen, herabzusetzen, läßt sich eine gewisse Berechtigung nicht abstreiten. Die Viehmarktsnotierungen und die amtlichen Fest­stellungen der Kleinverkaufspreise in den verschiedenen deutschen Großstädten liefern dafür klare Beweise.

Auch für Berlin läßt sich leicht der Nachweis führen, wenn man die vom Statistischen Bureau ermittelten Durchschnittspreise für Schweinefleisch mittlerer Qualität mit den Schlachtmarktpreisen für Schweine zweiter Qualität vergleicht. Es betrug:

But bezt. Ab nahme gegen das Vorjahr Proz.

Die Schlacht markt- Notierung pro 100 kg mit 20 Proz. Lara Mark

Bu bezio. Ab­nahme gegen das Borjahr Broz.

-

0,9

6,6

Im

Jahre

Der Detailpreis pro 1 kg

Mart

1892

1,87

110

1893

1,82

3,6

109

-

1894

1,29

2,3

101,8

-

1895

1,25

3,1

90,1

1896

1,20

4

86,2

1897

1,30

8,3

105

1898

1,40

+7,7

113,3

1899

1,86

2,9

94,8

1900

1,34

1,3

95,5

- 14,8 +0,7

1901

1,42

-6

112

17,3

1902

1,50

+5,6

118,8

5,9

1903

1,42

5,3

1904

1,82

7

99,7 98

16,1

-

1,7

III+ II+ II

11,5 4,3 +21,8 +6

material fabriziert.

Ein Dokument aus dem Wilnaer Militär­Bezirksgericht.

( Eigener Bericht.) Dem Dokument selbst müssen wir folgenden Tatbestand voraus­fchiden: Im September 1903 wurde in der Stadt Minst, im nordwest­lichen Rußland , in der Nacht, auf der Straße, von unbekannten Leuten ein berüchtigter Lodspikel, namens Färtel- Arnatsky, getötet. Letzterem, einem sehr geschickten Geheimagenten der Wilnaer Gendarmerie, war es gelungen, mit der revolutionären Jugend der Stadt Pinst in nahe Verbindung zu treten. Als jedoch in kurzem ein Teil der Revolutionäre verhaftet wurde, stand es, infolge der seitens der Lokalorganisation des Bundes angestellten Unter­Darauf beschloß eine Gruppe von Beteiligten, benen im Falle des suchungen, alsbald außer Zweifel, daß Arnatsky der Verräter war. Berrats schwere Strafen drohten, Arnatsky zu töten. Der Gendarmerie ist es noch bis heute nicht gelungen, die Per­sönlichkeit der Täter festzustellen. Um jedoch dem Bolizeidepartement in Petersburg ihren Arbeitseifer zu zeigen, ließ die Gendarmerie in Binst 26 Personen verhaften, von denen 4 späterhin dem Kriegs­gericht übergeben wurden. Zweimal tagte das Gericht, doch gelang es der Verteidigung bisher infolge Mangels an Anklagematerial die Verhandlungen hinauszuschieben. Im Falle der Verurteilung wartet der Angeklagten zweifellos der Galgen, wie ihnen mehrfach be­deutet worden ist. Wir lassen nnu das charakteristische Dokument felbft folgen: An das Militärbezirksgericht zu Wilna . Eingabe des Gemeinen des 109. Wolhynischen Infanterie- Regiments. Im Dezember 1904 leistete ich den Eid, meinem Kaiser und Vaterland wahr und treu zu dienen und sie vor äußeren und inneren Feinden zu beschüßen. Im März 1905 schwor ich, daß ich in der Sache, in welcher man mich zum Zeugen vorlud, alles der bollen Wahrheit gemäß bezeugen würde. Jetzt wo die Stunde naht, wo ich durch die Tat meine Ergebenheit und die Bereitwilligkeit für meinen Kaiser zu sterben, beweisen werde, erinnere ich mich dieses zweiten Gids, alles was mir in Sachen der Bürger Bitrin, Dworkin und Balengold bekannt ist, zu bezeugen. Ich erkläre daher hiermit ganz ergebenst das Folgende:

ein Schriftstück unterzeichnen solle, in welchem ich bestätigte, daß Balengold mir erzählt hätte, daß er während des Mordes von Arnatsky, dn Zitrin und Dworkin verübt hätten, Posten gestanden habe. Hierbei prägte mir Nartoff noch besonders die Details ein. Nach meiner Aussage erklärte er mir, daß ich dieser Tage 100 Rubel bekommen würde und gab mir gleichzeitig einen Revolver.

Während der letzten jüdischen Osterfeiertage ließ mich Nartoff wieder rufen und befahl mir, daß ich mir meine früheren Aussagen genau einprägen solle, um sie am nächsten Tage vor einem hohen Beamten zu wiederholen.

Nachdem ich am nächsten Tage vor Nartoff, dem Gehülfen des Staatsanwalts und dem betreffenden hohen Beamten meine Aus­fage wiederholt hatte, gab mir Nartoff in deren Gegenwart 20 Rubel. Nach einiger Zeit, als ich ihm erklärte, daß ich mich fürchtete, hier ferner zu bleiben, gab mir Nartoff 80 Rubel, nahm Daraufhin reiste ich ab. Jeht nun, nachdem ich dem Baren ge­mir den Revolver weg und sagte mir, daß ich nun abreisen könne. schworen habe, ihm wahr und treu zu dienen, nachdem ich ferner dem Kriegsgericht im März 1905 den Eid leistete, alles das zu be­zeugen, was mir bekannt fei, und angesichts dessen, daß ich in furzem mit den Feinden unseres Kaisers werde kämpfen müssen, und mich dann vielleicht der Tod ereilt, fürchte ich, eine solche ungeheure Todsünde ins Grab mit mir zu nehmen.

Daher erkläre ich ganz ergebenst, daß alles, was ich während der Berhöre unterzeichnet habe, bei welchen der Gendarmerieoffizier Nartoff, der Gehülfe des Staatsanwalts des Bezirksgerichts zu Mints und der hohe Beamte, dessen Namen mir unbekannt ist, zugegen waren, daß alles das falsch ist. Gleichzeitig muß ich noch ers klären, daß alles, was ich während der Verhöre, bei welchen die obenerwähnten Personen zugegen waren, aussagte, mir von Nartoff unter der Drohung der Deportation nach der Insel Sachalin einge­flößt worden ist. Ich erkläre noch, daß Nartoff mir für die falschen Beugenaussagen im ganzen 115 Rubel bezahlt hat. Unterschrift: J. Eljanow.

Interessant ist hierbei noch, daß Eljanom zur zweiten Gerichts­fitung, bei welcher er die falschen Belaftungsaussagen machen sollte, sich nicht einstellte, daß aber statt seiner seine Schwester vor Gericht erschien und aussagte, daß ihr Bruder Geheimagent sei, der von der Gendarmerie bezahlt werde, und daß seinen bisherigen Be­laftungsaussagen daher kein Glaube beizumessen sei.-

*

.

Jm April 1903 wurde ich auf die falsche Angabe meines per- Auch ihr drohten die Gendarmen nach dieser Aussage mit allen fönlichen Feindes hin, daß ich an der Befreiung der Berhafteten möglichen Schreden, doch sie blieb standhaft und nahm ihre Worte und an der Zerstörung des Polizeirebiers teilgenommen hätte, ver- nicht zurück. haftet. Bis zum 27. September 1903 faß ich im Gefängnis und Das oben erwähnte Dokument hat die Wahrheit ihrer Worte be= wurde dann von dem Gerichtshof zu Wilna freigesprochen. Doch zeugt und das ftrupellose Berfahren der russischen Gendarmerie wurde ich auf Befehl des Gehülfen des Chefs der Gendarmerie zu in das vechte Licht gerückt. Minst in derselben Sache auf administrativem Wege zum zweitenmal verhaftet. Im Oktober 1903 teilte mir der Gendarmerie­offizier für den Minster Bezirk, Rittmeister Nartoff, persönlich mit, Eine Arbeiterdemonstration in Finnland . Die Behauptung der Agrarier, Vieh- und Fleischpreise ständen daß ich balb in ein anderes Gefängnis zur Deportation nach der Helsingfors , 7. Auguft.( Amtliche Meldung.) Gestern nach­nicht untereinander im Zusammenhange, sondern die Fleischpreise erklärte mir hierbei unter vier Augen, nachdem er den Gendarmen Mitglieder der gebildeten Stände zu einer gemeinsamen Kund­Insel Sachalin übergeführt werden würde. Rittmeister Nartoff mittag versammelten sich auf dem Senatsplaße 20 000 Arbeiter und würden unwillkürlich von den Schlächtern festgesetzt, ist danach- die hinausgeschickt hatte, daß, wenn ich ihm bezeugen wollte, daß gebung gegen die Einführung der Kriegsgerichtlichen Aburteilung Tabellen anderer Städte ergeben dasselbe Resultat Unsinn. Im Dworkin und Bitrin den Arnatskh getötet hätten, er mich befreien politischer Verbrechen. Von sechs Rednertribünen aus wurden An­ganzen bewegen beide Preise sich parallel, mur folgt dem Rückgang und mir 300 Rubel geben würde. Als ich ihm hierauf erwiderte, der Wiehpreise nicht alsbald auch ein Rückgang der Fleischpreise. daß ich davon nichts wüßte, antwortete er mir, daß er ganz genau sprachen in schwedischer und finnischer Sprache gehalten, die gegen Die Schlächter suchen vielmehr nach dem Fall der Bichpreise ihre wisse, daß die erwähnten Personen den Arnatsky getötet hätten, die Aburteilung des Arbeiters Prokope, der den Gendarmerie. Kleinverkaufspreise noch längere Zeit auf dem höhern Stand zu und daß, wenn ich Furcht hätte, daß man mich töten würde, er mir Obersten in Wiborg tötete, ferner gegen den stellvertretenden halten und folgen erst allmählich mit deren Ermäßigung. einen Revolver zur Berteidigung und einen Baß auf den Namen Gouverneur Reinbot, den Polizeimeister Androssow und den Polizei­eines Ruffen zum gefahrlosen Verweilen in Städten, wo man mich tommissar Pawlubki gerichtet waren. Allerdings hinkt dafür auch auch die Erhöhung der Fleisch nicht lenne, geben würde. Ich fürchtete jedoch, die unwahrheit zu Die Versammlung forderte die fofortige Verhaftung An­der Biehpreise nach, doch sagen und eine solche schwere Sünde zu begehen und lehnte dieses drossows und Pawluzkis, welche unter Mitwirkung des Gouverneurs der Erhöhung die obige Zusammenstellung mit ab. Darauf sagte mir Rittmeister Nartoff, daß ich ihm sehr leid man denen anderer Städte vergleicht, nicht bestreiten, daß die Schlächter täte und daß ich deshalb mir im Gefängnis alles nochmals über- Reinbot am 24. Januar Unruhen ins Werk gefeßt hätten, ferner schneller bei der Hand find, bei einer Steigerung der Viehpreise ihre Tegen könne. Sollte ich dann auf seinen Vorschlag eingehen, so möge die fofortige Entlassung aller höheren Beamten, welche die Auz­Berkaufspreise hinaufzusetzen, als sie im entgegengesetzten Fall zu ich ihm ein Gesuch schreiben, daß er mich zum Verhör borladen führung des Urteils des Helsingforser Ratsgerichts hintertrieben ermäßigen, So gehen z. B. die Preise für Schweine auf dem solle. Ich lehrte nun ins Gefängnis zurück. Bald darauf teilte hätten, demzufolge Androssow und Pawlukki sofort au verhaften Berliner Bichmarkt nach der Steigerung des Jahres 1892 allmählich Bis dahin hatte ich gedacht, daß die Worte des Rittmeisters Nartoff in Finnland . Ferner forderte die Versammlung alsbaldige Auf­man mir mit, daß man mich per Etappe weiterbefördern wolle. waren, endlich die sofortige Beseitigung der russischen Gendarmerie bis zum Jahre 1896 von 110 auf 86,2 m., d. h. um rund 22 Broz eine bloße Drohung wären; nachdem man mir jedoch über meine hebung der seinerzeit eingeführten Dittatur sowie der Bensur, zurüd, die Schweinefleischpreise aber nur von 1,87 m. auf bevorstehende Ueberführung in ein anderes Gefängnis offiziell Wit 1,20 m. pro Kilogramm, also nur um 12 Broz. Dafür steigen teilung machte, befürchtete ich, daß Rittmeister Nartoff mich wirk. Wiederherstellung der früheren Breßfreiheit, schließlich, da der bann von 1896 bis 1898 bie Schweinepreise allerdings wieder lich nach der Insel Sachalin deportieren würde. Als ich dieses jebige Landtag sich als ohnmächtig und zu schwach erwiesen habe, um 31 Broz., die Kleinverkaufspreise nur um 17 Broz.; doch als meiner Mutter während der Besuchszeit sagte, erbleichte sie und die Einberufung eines außerordentlichen Landtages, welcher die darauf im nächsten Jahr der Schweinepreis um zirka 15 Bros. finkt, verlor fast die Besinnung. Mit Tränen eilte sie zum Rittmeister Frage der Einführung des allgemeinen Wahlrechts beraten soll, fällt auch der Fleischpreis nur um 3 Proz. Dasselbe Spiel wieber- Nartoff und flebte ihn an, daß er sich ihrer erbarmen und mich durch das allein die Rechte der Bürger gewährleistet werden würde. holt sich in den Jahren 1900-1902, in denen die Preise auf dem nicht nach Sachalin verbannen folle. Gr warf sie jedoch Die Polizei ließ die Demonstranten gewähren, welche ruhig Viehmarkt von 95,5 auf 118,8 Mart, also um 24 Broz. steigen, die ohne Antwort zur Tür hinaus. auseinandergingen, nachdem sie diese Resolution gefaßt hatten. Fleischpreise nur von 1,84 auf 1,50 Mart, um 12 Broz. Dagegen fällt dann allerdings in den nächsten beiden Jahren der Schweine preis um 18 Broz., der Detailpreis bloß um 12 Bros.

preise immer läßt sich, wenn

"

Der russische Paßprozeß. London , 5. Auguft.( Eig. Ber.) Der Strafprozeß gegen den liberalen Schriftsteller Mr. Brails­

Mit schwerem Herzen dachte ich baran, daß ich im Alter von 19 Jahren, an jedem Berbrechen unschuldig, nun untergehen müsse. Nach mehreren schweren uni qualbollen Tagen entschied ich mich endlich für den Nat Nartoffs und übersandte ihm ein Gesuch, daß Daraus ergiebt sich, wenn man die Gesamtschwankungen wäh- er mich zum Verhör vorladen möge. Am selben Tage noch wurde rend der letzten drei Jahre in Betracht zieht, ein fleiner Vorteil für ich vom Rittmeister Nartoff borgeladen und unterzeichnete ein bie Schlächter, ben übrigens wahrscheinlich die Großschlächter, nicht Schriftstück, in welchem, wie Nartoff mir sagte, stand, daß Arnatsky ford und den Schauspieler Mr. Mc Culloch wurde, wie schon tele die Kleinschlächter, eingesteckt haben. Für die Behauptung, die bon gitrin und Dworkin geötet worden sei. Darauf, erschien der graphisch berichtet, gestern abgeschlossen. Die Angeklagten wurden jenigen wie die fritheren hohen Schweinefleischpreise in dem ihm Nartoff das von mir unterzeichnete Schriftstück gezeigt 8u einer Geldstrafe von je 100 Pfund Sterling verurteilt. Es ist Jahren 1902 und 1904 feten nicht allein burch hatte, wurde ich ins Gefängnis zurüdbefördert und von dort sofort ein Zweifel, daß sich reiche englische Bürger finden werden, den die hohen Viehpreise bedingt gewesen, sondern die Schlächter in Freiheit gefeßt. Nartoff befahl mir, nach einigen Tagen zum Berurteilten die Geldstrafe zur Verfügung zu stellen, de dem hätten die Gelegenheit zur Erzielung besonderer Vorteile benutzt, Berhör zu kommen, und als ich dann erschien, gab er mir 5 Rubel Prozesse edle politische Motive zu Grunde liegen.

ben