Nr. 207.
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Berliner Volksblatt.
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Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin",
Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands.
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.
Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Fleischnot und Landarbeiter.
Man schreibt uns aus Ostpreußen :
Die konservativen Großgrundbesizer und ihre Organe behaupten bei jeder passenden Gelegenheit, auch der Landarbeiter und kleine Besitzer habe bedeutenden Vorteil an der Aufrechterhaltung der Grenzsperren und den Viehzöllen. Denn auch sie bekommen ja nun bei den erhöhten Viehpreisen bedeutend bessere Preise für ihre Schweine, Kühe und Schafe, die sie zu verkaufen in der Lage sind. Wie sieht es aber in Wirklichkeit, zum Beispiel in Ostpreußen , damit aus?
Dienstag, den 5. September 1905.
„ Ein aufklärendes Wort zur Fleisch= teuerung"
losgelassen hat. Er lautet:
Es wird jeht in den Zeitungen über augenblidliche Fleisch teuerung geflagt und die Schuld hieran den Agrariern in die Schuhe geschoben, aber man bedenkt nicht, daß die Hauptschuld an den jebigen ungefunden Zuständen die Großstädte tragen, wie ich zu beweisen berjuchen werde.
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.
Fertigstellung des Friedensvertrages.
Aus Portsmouth wird vom 4. September gemeldet:
Der Friedensvertrag ist fertiggestellt und wird heute nach mittag um 5 Uhr unterzeichnet werden. Er besteht aus 17 Artikeln und einer kurzen Einleitung. Ein Auszug aus dem Friedensvertrage wird telegraphisch nach Petersburg und Tokio übermittelt, während der tatsächliche Wortlaut den Regierungen in den beiden Hauptstädten erst nach Rückkehr der Friedensunter Händler bekannt werden wird. Die Ratifitationen müssen innerhalb eines Beitraumes bon 50 Tagen ausgetauscht werden. Die japanischen Bevoll mächtigten hoffen, Portsmouth morgen, die Russen, es am Mitt woch verlassen zu können.
"
Heute zieht der Arbeiter vom Lande zur Stadt troh jährlicher Rohnzulage, angelodt durch Vergnügungssucht und durch die falsche Vorspiegelung einer politischen Partei, daß er es in der Stadt besser Es gibt hier auf den Gütern und Dörfern sehr wenig habe. Infolgedessen verkauft der Mann hier billig seine ganze WirtLandarbeiter, die Schweine mästen können zum Verkauf. Die schaft, Suh, Schafe, Schweine, gibt sein sicheres Brot und feine tägPreise für ganz kleine Ferkel sind für die Leute fast uner- liche Arbeitsgelegenheit in der Landwirtschaft auf und macht den Wie das Bureau Laffan" weiter meldet, kamen die schwinglich. So werden zum Beispiel für 4 Wochen alte Ferkel Sprung ins Ungewisse, wo er größtenteils bei den Barlöhnen sein jetzt 16 bis 20 m. pro Stüd gezahlt. Wer das Geld noch Glück nicht findet, dann dem Schnapsgenuß verfällt und das städtische Friedensbevollmächtigten überein, daß den beiderseitigen wirklich aufbringen kann, muß damit rechnen, daß ihm das Proletariat vermehrt. Durch diesen Abzug aber fallen fleischprodus Armeen 18 Monate Seit zur Räumung der Mandschurei zierende Kräfte weg und werden dort konsumierende. Der Gutsjunge, von der Mutterſau fortgenommene Tier nach kurzer Zeit arbeiter beim Groß- wie beim Kleinbefizer hält sich eine Stuh, 2 bis gelassen werden solle. Rußland erhalte ferner die Befugnis, eingeht. Denn die verschiedensten Schweinekrankheiten herrschen 8 alte Mutterschase, 1 Zuchtsau nebst 1 bis 2 Schlachtschweinen; das 15 000 Mann zur Bewachung der Bahn zu halten. Eine fortgesetzt auf dem Lande, auch ohne daß sie aus Rußland ein- Futter und Getreide bekommt er ja von der Herrschaft unentgeltlich weitere Meldung behauptet, Linewitsch werde zum geschleppt werden. Wächst das Schweinchen nun aber wirklich geliefert. Er ist in der Lage, jährlich 1 Stalb, 3 bis 4 Lämmer, Gouverneur in Ostasien ernannt werden und einen großen Teil heran, dann heißt es, viel und gutes Futter herbeischaffen, um bon der Sau im Jahre 2 Sazz Ferkel( zirka 15 bis 20 Stück) zu der Armee in Ostasien zurückbehalten. Danach scheint es, als ob sich die Abrüstung in nicht allzu es schmell schlachtreif zu bekommen. Es ist aber zur Genüge verkaufen, hat außerdem seine reichliche Milch und Butter, ebenso bekannt, daß die meisten Landarbeiter nur mit Mühe und Not Hühner, sodaß er außer seinem Bedarf noch Butter, Eier und junge beschleunigtem Tempo vollziehen sollte, wobei es freilich recht das Deputatgetreide für ihren eigenen Bedarf und meistens Hühner zu Wartte bringt. Meine Besitzung z. B. ist 7 Sufen groß, sonst sind bei nor. fraglich ist, ob Rußland die Unterhaltung einer so starten Meine Besizung z. B. ist 7 Hufen groß, sonst sind bei nornoch in sehr minderwertiger Qualität erhalten. Sind die Kar- malen Arbeiterverhältnissen 7 verheiratete Familien vorhanden, Armee in Ostasien finanziell längere Zeit durchzuführen vertoffeln gut geraten, dann hilft man sich damit aus, sonst muß heute 3, und so ist es größtenteils überall, noch schlimmer auf den mag. Sollten sich aber auch starke Reste der beiderseitigen Futter für schweres Geld gekauft werden. Wohl selten gelingt Großgütern, wo die Leute sich gewöhnlich noch mehr Inventar halten Heere noch geraume Zeit einander gegenüberstehen, so würde es einem Bandarbeiter, ein gut gemästetes Schwein für an- fönnen; der fehlende Arbeiterrest muß durch ausländische Arbeiter trotzdem die Gefahr eines Wiederaufflammens des Krieges in gemessenen Preis zu verkaufen. Denn weil er meistens ge- gedeckt werden. Diese Familien würden 7 Kälber, 21 Schafe, zirka absehbarer Zeit nur eine minimale sein. Das englischringen Barlohn und knappes Deputat vom Besizer erhält, muß 100 bis 140 Ferkel, 70 junge Hühner, dazu Butter und Eier zur japanische Bündnis macht Rußland einen Angriff der Ertrag des Schweines so bald wie möglich zur Decung nis für einen großen Teil Deutschlands , so würde ein bedeutendes aus dem ihm einstweilen eingeräumten nördlichen Teil nicht Stadt bringen, heute kaum die Hälfte. Rechnet man dieses Verhält- unmöglich. Sollte aber Rußland vielleicht beabsichtigen, sich von Schulden oder Anschaffung von notwendigen Kleidungs- Mehr herauskommen und der Bedarf reichlich gedeckt werden. Der ſtücken oder Hausgeräten zum Ausgleich herangezogen werden. Besizer ist gar nicht in der Lage, so viel mehr zu produzieren, als zurückzuziehen, so würde Japan einfach seinerseits den füdIn größeren Landarbeiterfamilien, wo sich noch zwet bis drei der Wirtschaft hierdurch abgeht, bei Schweinen und Schafen sogar lichen wertvolleren Teil der Provinz gleichfalls nicht herausScharwerker in Kost befinden, kann überhaupt nicht daran noch weniger, denn früher besorgte die Köchin die Schweinefütterung geben. Die Situation wäre dann einfach die, daß Japan im gedacht werden, das gemästete Schwein zu verkaufen. Es muß mit, und wenn sie später sich verheiratete, blieb sie auf dem Lande Besitz all der mandschurischen Gebietsteile bliebe, die es im Laufe auch schon so früh wie möglich geschlachtet werden, um den und verstand etwas von der Wirtschaft, hatte auch Lust und Liebe des Krieges offupiert hat. Denn die Bahnlinie Charbineigenen Fleischbedarf im Haushalt damit zu decken. Denn dazu; heute aber rennt alles zur Großstadt, und bekommt der Land- Mukden soll zwar bis 240 Kilometer südlich von Mukden Rußgerade, wenn man große Kinder oder fremde Scharwerker im Land, so macht sie sich aus, daß sie weder die Schweine zu füttern Rußlands gewesen. Will sich also Rußland später nicht den gerade, wenn man große Kinder oder fremde Scharwerker im wirt endlich eine Köchin bei höheren Löhnen als in der Stadt aufs land zufallen, allein diese Strede war auch jetzt noch im Besize Hause hat, kann auf den Fleischgenuß nicht ganz verzichtet noch zu milchen habe, so etwas ist ihr nicht anständig genug, aber werden. Unter diesen Umständen ist bei dem Landarbeiter an recht reichlich Fleisch und Spec muß zur Kost sein. Verheiratet sich Abmachungen des Friedensvertrages hinsichtlich der Rückgabe Schweinezüchteret gar nicht zu denken. Es ist ausgeschlossen, solch ein Mädchen, so versteht sie wenig von der Inventaraufzucht, der Mandschurei an China fügen, so hat Japan jedenfalls daß er sich ständig eine Muttersau zur Zucht halten und gibt sich auch ungern damit ab, trosdem das für den Landarbeiter keinen Nachteil davon. mehrere Ferkel aufziehen kann. In den allermeisten Son fo gewinnbringend ist. Was ist nun die Folge? Der Befizzer trakten mit den Besitzern ist das ausdrücklich ausgeschlossen. fann sich nicht mehr so viel Schweine halten, höchstens zum eigenen Das hier Gesagte trifft auch zum größten Teil für die Bedarf, denn wer wird sie füttern? Der Arbeiter geht daher mehr In national auf Barlohn und die Fleischproduktion wird weniger. fleinen Besitzer zu. Auch sie können feinen nennenswerten ökonomischer Hinsicht ist das ein großer Fehler, der später wohl noch Gewinn aus der Schweinehaltung erzielen. Wohl aber kommt ökonomischer Hinsicht ist das ein großer Fehler, der später wohl noch größer werden wird. es nicht zu selten vor, daß die für die Schweinehaltung oder Bucht aufgewendeten mühseligen Ersparnisse kleiner Befizer durch das Auftreten des Rotlaufs oder einer anderen Schweinefrankheit in ihrem Stall in furzer Zeit verloren gehen. Was die Schafzucht betrifft, so findet sich in sehr wenigen Kontrakten der Landarbeiter die Erlaubnis dazu und die Gewährung von Futter darin. Außerdem ist die Schafhaltung und Schafzucht, wenn sie im großen betrieben werden kann, so wenig lohnend, daß auch kleine Besizer sich damit nicht befassen tönnen.
Es gibt da nur ein Mittel: für einen gefunden Arbeiterausgleich in Stadt und Land Sorge zu tragen. Die Großstädte müssen sich, da Freizügigkeit vorhanden ist, gegen die planlose Zu wanderung schützen, sei es durch Erhebung einer Zuzugsstener oder sonst auf eine Art, wie es z. B. das freie Amerika bei der Einwanderung heute macht, da ist der Arbeiter in dieser Hinsicht konfervativ( felbfterhaltend) genug und bringt auf geeignete Schritte. Ich halte es für keinen normalen, gefunden Zustand, wenn, wie anGeld aus dem Lande für Nahrungsmittelzukauf und für Löhnung ausländischer Arbeiter herausgeht; es muß dann über kurz oder lang au schlechten Verhältnissen kommen.
Daß der Landarbeiter seine gute Milchkuh verkaufen wird, Aehnlich liegen die Dinge bei der Schafzucht; früher bekam um ein paar Mark mehr herauszuschlagen, als er dafür gezahlt hat, ist fast ausgeschlossen, denn er weiß nicht, ob er wieder jeder Kleinere Besiber einen Hütejungen für die Schafe und Schweine Ersatz dafür bekommt. Größtenteils ist die Suh aber gar aus der Schule frei. Die Schweine gingen mit zur Weide, lebten nicht sein Eigentum, entweder gehört sie dem Herrn" und mehr naturgemäß und waren nicht den vielen Krankheiten unterder Arbeiter hat nur die Milchnußung, oder es sind bedeutende worfen wie heute; ebenso nüßt das Schaf noch solch eine kurze Weide aus, auf der das Vich nicht mehr frißt. Heute aber ist's nicht Schulden von dem zum Ankauf verabfolgten Vorschuß abzu- möglich, jenen Hütejungen frei zu bekommen, trotzdem kinderreiche ziehen. Vielfach wird den Instleuten und Deputanten das Arbeiterfamilien fie gerne vermieten möchten, da es für sie eine Halten einer Ruh überhaupt nicht gewährt, fie erhalten als große Erleichterung sein würde. Der Junge ißt sich beim Besitzer Deputat täglich 1 bis 3 Liter Milch, manchmal sogar nur ordentlich satt und fehrt gesund und gutgekleidet zu den Eltern Schleudermilch. Gibt der Landarbeiter seine Suh dem Guts zurüd. Einen großen Arbeiter fann sich der Besiber hierzu nicht Herrn zur Zucht, so gehört das Kalb natürlich dem Herrn, halten, denn dieser ist zu teuer. Was ist die Folge? Der Besizer und der Arbeiter bekommt eine Entschädigung für den Milch muß die Schafe abfchaffen und den Leuten dafür mehr Barlohn geben. Wieviel Fleischproduktion fällt da aber aus? Allein wären das bei meiner Wirtschaft 40 Stück Schafe. Möge die Behörde Unter diesen Umständen ist auch nicht im geringsten daran wieder mehr Hütejungenerlaubnisscheine erteilen. Es hat es dadurch zu zweifeln, daß die Landarbeiter und fleinen Besitzer ebenso der mit Kindern reich gefegnete Familienvater, der Landarbeiter, unter der herrschenden Fleischteuerung leiden als die Städter. der Besizer und der Großstädter durch mehr und billigeres Fleisch Von ihrem geringen Einfommen müssen sie die erhöhten Preise beffer. für Bauchstück, Speckt und einfache Wurst- anderes Fleisch fommt überhaupt nicht auf den Tisch des Landarbeiters Alheilmittel. zahlen. Die Landwirte, die ihren Arbeitern infolge der über all herrschenden Teuerung die Löhne in den letzten Jahren auch nur um ein geringes erhöht haben, sind mit Licht zu suchen. Höchstens in der furzen Erntezeit sind die großen Befiger gezwungen, ihren Freiarbeitern, wenn sie nicht Soldaten genug geliefert bekommen, etwas höhere Löhne zu zahlen.
verlust.
Väterchen an Linewitsch.
Der Bar telegraphierte am 1. d. Mts. an General Linewitsch:
Die Verhandlungen in Portsmouth führten am 19. August zur Ablehnung der Forderungen der japanischen Regierung bezüg lich der Abtretung von Sachalin , der Bahlung einer Striegsentschädigung, der Auslieferung der in neutralen Häfen befindlichen Schiffe und der Beschränkung der Streitfräfte in den Gewässern des Stillen Ozeans. Bei den weiteren Verhandlungen gab Japan am 29. August gegenüber allen unseren Bedingungen nach, bat aber um die Rückgabe des von den japanischen Truppen besetzten Teils von Sachalin , welcher 1875 von Japan durch Vertrag an Rußland abgetreten worden war. Die selbst aufopfernde mir teure Armee hat den Ansturm des an Zahl überlegenen Feindes in der Mandschuret neunzehn Monate hindurch Schritt für Schritt aufgehalten, indem sie hartnäckig seinen Vormarsch zurückwarf. Unter Ihrer Leitung hat sie sich, verstärkt durch aus Rußland eingetroffene Truppen, organisiert. Gegenwärtig zahlreicher und stärker denn zuvor, ist sie nicht nur bereit, den Feind abzuwehren, sondern auch ihm einen wuchtigen Schlag beizubringen. Ich und ganz Rußland glauben an die Kraft der ruhmreichen Armee und an ihre Bereitschaft, sich für das Wohl des Vaterlandes zu opfern. Aber meine Pflicht vor meinem Gewissen und dem mir von Gott anvertrauten Volke befiehlt mir, die Mannhaftigkeit der meinem Herzen teuren russischen Männer nicht aufs neue auf die Probe zu stellen und sie nicht neuen endIosen Schrecken des Krieges auszusetzen, um die Hälfte einer ent= fernten Infel zu behalten, welche Japan uns 1875 besonders im Hinblick auf in betreff dieser Insel übernommene Verpflich tungen abtrat. Die Präliminar- Friedensbedingungen wurden von mir angenommen. Die russischen Truppen haben wiederholt während des blutigen Kampfes Mannhaftigkeit und Selbstaufopfe rung bewiesen. Uebermitteln Sie dieses meiner teueren Armee. Mag sie wissen, daß ich und Rußland ihre in diesem schweren Kriege gebrachten Opfer schäßen.
Nun schreit man heute: die Grenze auf" und sucht darin das Diese Zarenkundgebung ist der Gipfel der Lächer. Antheilmittel. Sind die Preise normal, höher wie früher müssen lichkeit und Heuchelei. Geradezu grotesk ist der Sat, sie sein, denn die Arbeitslöhne find höher geworden, so wird auch daß die russische Armee hartnädig den Vormarsch der Japaner die Produktion zunehmen, das dauert allerdings eine längere Zeit, benn von heute bis morgen ist aus einem Ferkel keine fette Sau aufgehalten" habe. Nämlich von Wafangon an bis gemacht. Sinfen aber die Preise tief, so nimmt auch die Pro- nahe an Sirin hat die russische Armee die japanische so er. buftion ab, weil feiner Geld zusehen will, und die Verhältnisse folgreich aufgehalten, daß fie 700 Kilometer weit vorgerückt werden für die Dauer nicht beffer. Wir agrarische Arbeitgeber und ist. Welch ein Erfolg! Welch ein Aufhalten" des japanischen agrarische Arbeitnehmer wollen nur auf unsere Unkosten kommen, Vormarsches! Abstoßend aber berührt die und wären beide nicht da, so müßte der Großstädter verhungern. abgrundtiefe Bielleicht sind meine Worte etwas beachtenswert. Heuchelei des Schreibens. Der Zar behauptet, er habe Ein Landwirt. den schließlichen Sieg Linewitsch's über die Japaner für wahrscheinlich gehalten und nur die Rücksicht auf sein Gewissen" und das ihm„ von Gott anvertraute Volt" habe ihn zum Friedensschluß bewogen. So etwas wagt ein Mann zu behaupten, der auf den mandschurischen Schlachtfeldern 300 000 seiner Soldaten töten und verstümmeln und im eigenen Lande viele Tausende niedermeheln ließ!
Diese Tatsachen müssen jedem, der auch nur oberflächlich mit den ländlichen Verhältnissen vertraut ist, zur Genüge befannt sein. Besonders doch aber den Landwirten, die sich an der Deffentlichkeit hervortun. Troßdem werden von diesen Die agrarischen Herzenswünsche dieses Landwirtes, die so Leuten fortgesetzt die tatsächlichen Verhältnisse auf den Kopf weit gehen, daß die Städte sich, wie ein fremder Staat, gegen gestellt und die plumpften Lügen und Schwindeleien öffentlich den Zuzug vom platten Lande absperren sollen, mögen auf verbreitet. Den Rekord hat hierin wohl ein angeblicher Land- sich beruhen. Das eine unvorsichtige Geständnis ist wertvoll, wirt erreicht, der in der Königsberger Allgemeinen Zeitung", daß die Landwirte nicht genug produzieren können. einem nationalliberalen Blatt, das von vielen Tausenden Arbeitern, Handwerkern und Beamten, zum Teil auch auf dem Lande, gelesen wird, einen Artikel mit der Ueberschrift: