Nr. 221.
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Vorwärts
Berliner Volksblatt.
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Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Effen.
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Donnerstag, den 21. September 1905.
im Jahre 1903 einem um so beispielloseren Erfolge Plaz, so daß die Genossen in ganz Deutschland mit besonderer Genugtuung von dem Fortschritt in Essen sprachen, wenn sie sich in die Einzelheiten des Dreimillionen- Sieges versenkten.
Wir haben gestern schon die Zahlen mitgeteilt, die in später Nachtstunde über den Ausfall des Wahlkampfes in Essen bekannt wurden. Die neueren offiziösen Ziffern be- Damals war eine beispiellose Hege gegen die Sozialstätigen den Erfolg unserer Partei. Ein Wolfffches Tele- demokratie unternommen worden. Der selige Krupp wurde gramm gibt an für unseren Genossen Gewehr 28 726 aus dem Grabe zitiert. Wilhelm II. hielt in Essen seine Stimmen, für den Zentrumskandidaten Giesberts berühmte Rede vom Tischtuch- Zerschneiden und die„ Kölnische 35 500 Stimmen und für den nationalen" Kandidaten Zeitung" verkündete aus diesem Anlaß prophetisch, in Essen Dr. Niemeyer 17 866. Die Differenz dieser Zahlen sei die Sozialdemokratie mausetot. Auch Herr Superintendent mit den gestern von uns schon mitgeteilten ist belang- lingemann, der Kandidat der sogenannten nationalen los. Sie bestätigen: es hat Stichwahl zwischen unserem Ge- Parteien, versicherte seinen Kaiser, in Essen gebe es keinen nossen Gewehr und dem Zentrumskandidaten Giesberts Sozialdemokraten. Am Wahltage aber stieg die Zahl der stattzufinden. Der Kampf ist also noch nicht abgeschlossen, sozialdemokratischen Stimmen von 4000 ungültigen, die 1898 aber ein höchst erfreulicher Erfolg der Sozialdemokratie steht Schröder erhalten hatte, auf 22 000; Herr Klingemann jezt schon fest, mag das Resultat der Stichwahl ausfallen wie blieb um 2000 Stimmen gegen die nicht existierende" SozialDie Sozialdemokratie hat in Essen den Beweis ge- demokratie zurück und verlor gegenüber der Stimmenzahl, führt, daß ihr fein politischer Gegner, auch das Zentrum nicht, die bei der Wahl vorher auf Krupp gefallen waren, 7000 gewachsen ist. Stimmen.
der
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.
bilanz abschloß, kann man ohne Zwang als eine Frucht die maßlosen Heze betrachten, fie sofort gegen die Bergarbeiter- Novelle inszenierte, als diese nach vielen Fährnissen endlich in den sicheren Hafen gelangt war. Am Zentrum allerdings, das die volle Verantwortung für die Novelle in der Gestalt trägt, in der sie Gefeßestraft erlangte, ist jene Agitation abgeprallt."
In Wirklichkeit dürfte sich die Sache so gestaltet haben, daß das Benttum durch den Zuzug von Zentrumsarbeitern seinen Verlust ersetzen konnte.
Die Deutsche Tageszeitung" erklärt das Wachstum der Sozial
demokratie so, daß mit Krupps Tode die berühmte Wohlfahrt aufgehört habe:
Mit seinen reichen Mitteln schuf er Wohlfahrtseinrichtungen und gewann damit Sympathien, die die anstürmende Sozialdemokratie bei seinen Lebzeiten nicht zu erschüttern vermochte. Ganz anders gestalteten sich die Dinge nach seinem verhängnisvollen Tode. Wie lange wird es dauern, bis auch dieser industrielle Wahlkreis eine Beute der Umsturzpartei wird?" Schließlich noch die" Post"-Clowns, die mit komischer Grandezza in die politische Arena steigen. Sie stellen eine glatte NiederSie machen das so, daß sie in lage der Sozialdemokratie feft. Hauptwahl Vergleich zu den jetzigen Haupt to a h I ſtimmen die Stichwahlstimmen von 1903 stellen.- Juhu! Kapitaler Spaß!
Politische Ueberlicht.
Berlin , den 20. September. Der Parteitag.
Jena , den 20. September 1905. Mit dem Rechenschaftsbericht der Fraktion beschäftigten sich
Die Entwickelung der Verhältnisse im Essener Kreise ist Man konnte gespannt sein, ob gegenüber diesem beispielbeinahe typisch für die Entwickelung unserer politischen Ver- losen Erfolge bei der Hauptwahl ein weiterer Fortschritt bei hältnisse überhaupt. Der Wahlkreis Effen zeigt in seiner der gegenwärtigen Nachwahl noch möglich sei. Wir hätten Struttur eine allmähliche Umwandlung vom Agrarbetrieb es allein für einen Erfolg angesehen, wenn es gelang, die zum Industrialismus in seiner reinsten Form, und analog Stimmenzahl von 1903 zu halten. Das ist nicht nur geschehen, Damit haben die politischen Parteien im Kreise sich entwidelt. sondern es gelang auch das fast unmöglich Scheinende, unsere In den sechziger Jahren war das Mandat noch in den Stimmenzahl um über 6000 zu steigern. Gewiß haben da Händen der Konservativen. Dann ging es in den siebziger auch lokale und zeitliche Umstände mitgewirkt: die große BauJahren über in die Hände des Zentrums, das einen arbeiter- Aussperrung, in der die Unternehmer die Arbeiter mächtigen Aufschwung nahm und eine Zeitlang so gefestet da lehrten, was Selassenkampf heißt, und der Verrat des Zentrums stand, daß sein Besitzstand unantastbar schien. Aus der ehe- an den Bergarbeitern. Aber das ist es allein nicht gewesen. maligen Agrargemeinden wurden im Laufe der Entwickelung Die politische Entwickelung im Streise entspricht durchaus heute nur wenige Anträge, die die Wirksamkeit unserer Abgeordneten riesige Induſtriedörfer, die sich um den Mittelpunkt dieſes ſeiner ökonomischen. Das gibt uns die Gewißheit, daß es auf eine den Genossen im Lande besonders wertvolle Frage mehr induſtriellen Aufschwunges, um Essen, herum gruppierten. fich in Essen trotz des raschen Fortschrittes unserer Partei als bisher hinlenken wollten. Aufsehen erregte nur die DarDamit änderte sich die soziale Struktur des Kreises und nicht um eine ungewöhnliche Entwickelung rielben handelt, in Nordschleswig gab. Er erzielte allgemein den Eindruck, daß das stellung, die Genosse Adler- Kiel von der Mariniſierungspolitik allmählich nahm auch die Parteibildung einen anderen welche ebenso heftige Rückschläge erwarten läßt, sondern um widerwärtige Treiben der Dänenfresser, die selbst vor Betrügereien Charakter an. In den Landgemeinden", die dem Wahlkreise eine gesunde Reaktion gegen die Hypertrophie des Kapitalis- und Verleitung zum Meineid nicht zurückschrecken, in der Tat in zugehören, mit ihren halbhunderttausend Einwohnern spielten mus im Streife. die Konservativen alten Schlages fast gar keine Rolle mehr, Für die Stichwahl gilt es jetzt aufs Neue zu arbeiten Deutschland noch nicht allgemein genug befannt und verachtet ist.-- dagegen begannen andere mächtige Interessengruppen sich zu und zu agitieren. Noch gibt es unter der Arbeiterschaft des regen und obwohl das Zentrum ständig in seiner Stimmen Streises ein großes Terrain zu gewinnen. Darum hinzahl wuchs mußte es 1893 plöglich erleben, daß der alt ein in die Auffklärungsarbeit mit dem eingeſeſſene Zentrumsabgeordnete Stöbel aus dem Sattel felben Feuer und mit demselben Eifer, gehoben und an seine Stelle ein Mann gewählt wurde, der wie bei der Hauptwahl! feinen intellektuellen Fähigkeiten nach eine politische Null war, als Vertreter einer Klasse aber, als Vertreter des neu aufkommenden Induſtriefeudalismus, an erster Stelle zählte: Krupp , der Kanonenkönig!
Mit der Entwickelung der Industrie ging einher eine Entwickelung des Industrieproletariats. Unsere Partei hatte immer im Kreise eine Anzahl Stimmen erhalten. Sie konnte diese jedoch gar nicht oder nur mühsam vermehren. Die Arbeitskräfte, welche die Industrie brauchte, waren nicht dem Kreise allein entnommen. Diese mußten von weither herbeigeschafft werden. Das war ein Umstand, der unserer Partei ungünstig, dem Zentrum aber äußerst günstig lag. Die herangezogenen Arbeiter entstammten den zurückgebliebensten Gegenden, und in diesen Gegenden war ., katholisch Trumpf"! So mehrte das Zentrum seine Stimmen ständig ohne Mühe; der Sozialdemokratie aber entstand unter den Zuziehenden eine wahre Sisyphus- Arbeit der Aufklärung. Die stabilere Gestaltung der Verhältnisse machte später auch diese Arbeit für die Partei fruchtbarer; die Massen wurden unter den veränderten Umständen in ihren politischen Ansichten schwankend, liefen zum großen Teil statt den Zentrumstaplänen den Industriebaronen nach, und wurden nach der notwendigen Enttäuschung, die ihnen bei diesem politischen Werdegang zuteil wurde, schließlich reif für die Sozialdemokratie, der einzigen Partei, die ihre Interessen rüdhaltlos vertrat.
Das politische Eintagsfliegendasein Krupps ging bald vorüber. Der hündische Sklavensinn, der die unaufgeklärten Arbeiter das politische Lied der Herren singen ließ, von deren Brot sie nach ihrer Ueberzeugung lebten, verflog mit der sich ausbreitenden Erkenntnis, daß nicht die Arbeiter das Brot der Unternehmer, sondern umgekehrt der Kapitalist das Brot der Arbeiter iẞt.
So ist's denn gekommen, daß die in dem Gewande einer ,, nationalen" Gruppe sich gebende Industriellenpartei mit der Aufklärung der Arbeiter ebenso schnell wieder zurückging, wie fie emporgewachsen war. Nie hat ein Nachfolger der Kandidatur Krupp die Stimmenzahl wieder erreicht, mit der es diesem gelungen war, das Zentrum aus dem Felde zu schlagen. Zentrum und Sozialdemokratie aber wuchsen unausgesetzt weiter( das Zentrum offenbar mit Hülfe der zuziehenden Wählermassen, die Sozialdemokratie durch im Kreise neu gewonnene), so daß sich heute der politische Kampf in Essen fast ausschließlich zwischen diesen beiden Parteien abspielt.
Natürlich tritt das Bild dieser Entwickelung nicht überall flar hervor. Als im Jahre 1898 die Sozialdemokratie ohne Rücksicht auf die etwaigen Folgen in Beziehung auf die Stimmenzahl aufrechten Hauptes den im Zuchthause sitzenden Genossen Schröder auf den Schild erhob, ging die Stimmenzahl für diesen um beinahe 2000 zurück. Die Mitläufer und unsicheren Santonisten schauderten davor zurück, einem von den bürgerlichen Richtern Verfemten ihre Stimme zu geben. Aber dieser Rückschlag bei der Wahl 1898 machte
An die gestrigen Darlegungen des Berichterstatters Genossen & örster über die Machtlosigkeit des Reichstages knüpfte die Rede an, in der Bernstein aufzeigte, wie im deutschen Reichstag im Gegensatz zu den Parlamenten wirklich konstitutioneller Staaten durch die Geschäftsordnung jede Opposition, jede wirksame Nontrolle der Regierung unmöglich gemacht ist. Dieser bedauerliche Die Zentrumspreffe ist im Angesichte des Essener Wahlresultats Bustand, der unserer Vertretung viel von dem Einfluß nimmt, der so bescheiden geworden, daß sie es fertig bringt, aus dem beinahe ihr ihrer Zahl nach zukäme, hat seinen Grund in der Beschränkung absoluten Stillstande nach so viel Erfolgen in der Vergangenheit des Interpellationsrechtes und ist neuerdings durch die Leg Gröber einen Erfolg herauszudestillieren. und die Praxis des in Demut ersterbenden" Reichstagspräsidenten So schreibt die„ Germania ": Graf Ballestrem zur Unerträglichkeit gesteigert worden. Das Zentrum in Essen hat, dank seiner vortrefflichen Resolution, in der Bernstein diesen Gedanken ausgesprochen hatte, Organisation und Leitung durch den greisen Führer Matthias fand nur wegen ihres Wortlautes bei den Genossen Ledebour und Wiese- Werden, dant auch der Popularität des Kandidaten Stadthagen Widerspruch. Ihren Gründen konnte sich der Parteitag Giesberts, nicht nur seine Position in diesem Wahlkreise glänzend
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behauptet, sondern auch einen Stimmenzuwachs von rund nicht verschließen und lehnte den Antrag Bernstein ab. Mit dem 400 Stimmen erhalten. Die Zentrumspartei hat damit die Wunsche, daß die Reichstagsabgeordneten noch reger als bisher sich relativ größte Stimmenzahl erreicht und ist damit der zweit- an den parlamentarischen Arbeiten beteiligen wollten, genehmigte stärksten sozialdemokratischen Partei immer noch um rund dann der Parteitag den ihm vorgelegten Bericht. 7000 Stimmen überlegen.
Und die„ Märkische Volkszeitung" meint:
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Zur Maifeierfrage erörterte der Referent Genosse Fischer weit ausgreifend alle die Streitigkeiten, die neuerdings das gute Verhältnis zwischen Partei und Gewerkschaft getrübt, ihre notwendige Zusammenarbeit gestört haben. An der Spike aller Darlegungen Fischers stand der Gedanke, daß niemand angeklagt, sondern
Das Zentrum hat also gegenüber der Wahl von 1903 um rund 300 Stimmen zugenommen, eine Tatsache, welche uns mit Befriedigung erfüllen kann, wenn man die maßlose Verhegung weiter Arbeiterkreise durch eine falsche Darstellung der Tattik der Zentrumspartei gegenüber dem Berggesek, nur historisch erklärt werden solle, weshalb diese Schwierigkeiten sowie die enormen Anstrengungen der„ vereinigten Liberalen" entstehen konnten. 30 Jahre künstlicher, durch ein rückständiges in Betracht zieht. Wenn das Zentrum bei der Wahl Vereinsgefeß erzwungener Trennung der gewerkschaftlichen und trotzdem verhältnismäßig gut abgeschnitten hat, so verdanti politischen Organisationen haben den beiden Organen des proleta es diese Tatsache vor allem der regen Aufklärungsarbeit, an der es rischen Emanzipationskampfes ihre Sonderegistenz und ihre Eigendiesmal auf unserer Seite nicht gefehlt hat, und der großen Be- art gegeben. Den Zusammenhang zwischen beiden bilden nur die liebtheit, welcher sich der Kandidat des Zentrums, Herr Giesberts, Personen, die in Gewerkschaft und Partei die gleichen grundunter den katholischen Arbeitern Deutschlands erfreut."
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Im Gegensatz dazu konstatiert die„ Volkszeitung" eine empfind- legenden Ideen vertraten, die den Kampf, wenn auch auf verliche Niederlage der Zentrumspolitik und das„ Berliner Tageblatt" fchiedenem Gebiet und mit anderen Worten, so doch zum gleichen Endmeint mindestens, das Zentrum könne sich nicht verhehlen, daß ihm zweck führt. Heute sind beide Bewegungen, die gewerkschaftliche wie die Sozialdemokratie immer näher auf den Pelz rücke. die politische, so groß und mannigfaltig geworden, daß jede die Das Blatt täuscht sich freilich darin über die Einsicht im Arbeitskräfte und Energie eines Mannes voll in Anspruch nimmt, Bentrum. Bringt es doch die Germania " sogar fertig, von einer daß die übergroße Mehrzahl der für die Arbeiterschaft tätigen GeEnttäuschung der Sozialdemokratie() zu schreiben. Sie nossen sich entscheiden muß, welcher von beiden sie ihre besten Kräfte, macht das so: " Jetzt hat es die Sozialdemokratie, die nun einmal ohne eine ihre Haupttätigkeit widmen wollen. Nun bringt aber die Gewerkgroße Hetze und ohne Hezz- Schlagwörter keine Wahl betreiben schaftspraxis, der tägliche Kleinkampf, die Sorge um die Sonderfann, mit dem angeblichen Verrat an den Bergarbeitern" ver- intereffen eines einzelnen Berufes, die Gefahr der Berengung des sucht. Zwar hat die Sozialdemokratie damit einen unleugbaren Gesichtspunktes naturnotwendig mit sich. An schlagenden Beispielen Erfolg erzielt, indem sie damit einen Stimmenzuwachs von rund wies Fischer die künstlichen Tendenzen, die Neigung zum reinen 6000 Stimmen erfahren hat, aber dennoch auch eine große Ent- Rassenmenschen nach, die daraus entstehen müssen. Um so nottäuschung erlitten. Sie hatte erwartet, daß die der Zentrums- wendiger ist die Durchdringung der Gewerkschaftsmitglieder, der partei angehörigen Bergleute, welche gerade in Essen einen er- Gewerkschaftsführer mit sozialistischem Geist, mit dem Bewußtsein heblichen Teil der Reichstagswähler bilden, auf die sozialdemo- des höchsten Zieles allen Arbeiterstrebens. Gerade die Maifeier, tratische Leimrute vom„ Verrat an den Bergarbeitern" gehen und so schloß die logische Kette in Fischers Gedankengang, ist das Bezu Tausenden vom Zentrum abfallen würden; sie hatte infolge- fenntnis aller Arbeiter zur Sozialdemokratie, zum Internationalisdessen sogar gehofft, nicht nur das Zentrum zurückzudrängen, mus und darum besonders geeignet, beide Arme des mächtigen sondern schon im ersten Wahlgange das Essener Mandat zu erobern. Diese sozialdemokratische Hoffnung ist gestern zunichte Stromes der Arbeiterbewegung in das gemeinsame Bett des Klassengeworden, und es gehört schon eine starke Uebertreibung dazu, tampfes zu leiten. Der Parteitag bekundete wiederholt seine wenn Singer in der heutigen Sigung des sozialdemokratischen lebhafte Zustimmung zu Fischers Worten. Mit freudigster GenugParteitages in Jena von einem glänzenden Siege" der Sozial- tuung aber nahm er Fischers Mitteilung entgegen, daß der Maidemokratie sprach." feierresolution der früheren Parteitage, die nun durch eine Prin Die Berliner Neuesten Nachrichten" glauben auch noch an das zipienerklärung erweitert, Fischer wieder vorlegte, die GeneralBentrum. Sie meinen: Essen, im Herzen des Ruhrkohlen- Gebietes gelegen, vers fommission der Gewerkschaften zugestimmt habe. Inzwischen ist bei fügt über eine starte Bergarbeiterbevölkerung, und die be- der Beratung über den Fraktionsbericht auch ein anderer Stein Zunahme der Stimmen der Sozialdemokratie, des Anstoßes aus dem Wege geräumt worden, indem der Parteitag für die sonst jede Nachwahl seit 1903 mit einer Unter- ohne jede Debatte die Fraktion aufforderte, im Reichstage künftig
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