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Nr. 13.

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Vorort- Ausgabe

Norwärts

Berliner Volksblatt.

23. Jahrg.

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beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 25 ẞfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben sählen für zwei Worte. Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet.

Telegramm.breffe: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1982.

Mittwoch, den 17. Januar 1906.

Erantt: auf den unerhörten Zustand, daß nicht die Masse des

Kriegsromantik und Volksentrechtung. Bolkes selbst über Krieg und Frieden zu entscheiden hat, sondern

"

daß die Geschicke der Völker von der winzigen Schicht der herrschenden Klasse bestimmt werden, ja daß es in dem Be­lieben einiger weniger Personen liegt, einen Weltenbrand der ungeheuerlichsten Art zu entzünden.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernfbrecher: Amt IV. Nr. 1984.

feindliche Geschoß eines ihrer Glieder beraubt hat, die doch die einzigen Hülfsmittel ihrer Arbeit und ihres Erwerbes find, den Schmerz der Waisen, die mit dem Tode des Vaters den einzigen Halt in ihrer Schwäche verloren haben, den Verlust so vieler nüzlicher Menschen im Staate, die der Tod vor der Zeit hin tegrafft?"

Nachlese vom roten Sonntag.

Und

Nach einer in der Zeitung, Bor wärts" erfolgten Ver­öffentlichung wird die sozialdemokratische Partei am Sonntag, den 14. Januar, Flugblätter in großem Umfange öffentlich verteilen und an dem barauf folgenden Sonntage, den 21. Januar, öffentliche Kundgebungen für( 1) das bestehende Sandtagswahlrecht veranstalten.

Die Kriegsgerüchte wollen nicht verstummen. Die Bossische Zeitung" stellt heute mit der ernsthaftesten Miene von der Welt Betrachtungen an, ob sich ein Krieg ver­meiden lassen werde, wenn es zwischen den an der Marokko - Daß die besiglosen Klassen, also die große Masse der Be­Diese Säße aber schrieb Friedrich II. nur wenige Monate affäre interessierten Mächten auf der Konferenz von Algeciras völkerung, ja daß auch die breite Masse des Mittelstandes vor dem Ausbruch des ersten schlesischen Krieges nieder, den zu feiner Einigung fäme. Das freisinnige Blatt hält es also friedliebend ist, daß fie feinen Krieg wollen, steht außer allem er felbst aus dynastischen Interessen und aus brennendem wirklich für möglich, daß es wegen eines jo lächerlichen Zweifel; das Gegenteil dürften selbst unsere Striegsheber nicht Ehrgeiz begann! Dies eine Beispiel beweist schon, wie Anlasses faktisch zu einem Bölferkriege kommen fönne, der bei zu bestreiten wagen. Was speziell den Marokkohandel an- wenig auf die diplomatischen Friedensbeteuerungen, ja selbst der heutigen Kriegsstärke der Mächte und der vorgeschrittenen langt, so ist er für mindestens neunzehn Zwanzigstel der Be- auf die Aeußerungen im Augenblick ganz ehrlich gemeinter Technik der militärischen Mordmittel zweifellos noch ungleich völkerung diesseits und jenseits der schwarz- weißen Grenz- Stimmungen gekrönter Häupter zu bauen ist. Will das Volk in blutiger ausfallen müßte als der Krieg von 1870/71! Gleich Pfähle vollständig Hetuba. Die Handelsinteressen seiner friedlichen Stulturarbeit, in dem freiheitlichen Ausbau der der Vossischen Zeitung" behandelt auch eine Reihe anderer Deutschlands in Marokko sind so minimale, daß sie für die Gesellschaft gegen blutige Statastrophen geschützt sein, die durch Blätter, die Anspruch darauf erheben, politisch ernst genommen deutsche Handelsentwickelung so gut wie gar nicht in Betracht die rücksichtslose Habgier winziger Stapitalistenkreise oder durch zu werden, die Maroffofrage als einen Konflikt, bei dem es kommen. Die deutsche Ausfuhr nach Maroffo beträgt wenig die unberechenbaren Stimmungen einzelner Personen herauf­feineswegs ausgeschlossen sei, daß das letzte Wort durch die über 5 Millionen Mart, also taum den tausendsten Teil der beschworen werden können, so muß es sich mit eiserner Energie Kanonenschlünde gesprochen werde. Und nicht nur die Presse deutschen Ausfuhr überhaupt! Selbst wenn sich aber die Handels- als eines der elementarsten Volksrechte auch das Recht der gibt sich den Anschein, als ob sie an eine Kriegsmöglichkeit beziehungen in Zukunft noch ganz bedeutend entwickeln würden, so Entscheidung über Krieg und Frieden erfämpfen! glaube, sondern auch in den besten Gesellschaftskreisen" sollen stellten sie nicht im entferntesten den Preis auch nur für einen nach glaubwürdigen Versicherungen Stimmungen vor- Rolonialfrieg von dem Umfang des füdwest afrikanischen herrschen, die, je nach dem Standpunkt, entweder als Kriegs- dar, geschweige denn für die ungeheueren Opfer an Gut und romantik oder als Striegspanik zu betrachten sind. So wird Blut, die ein Strieg zwischen Deutschland und Frankreich ver­der Köln . Boltsztg." aus Berlin geschrieben, daß die schlingen würde! Genau so liegen die Dinge in Frankreich . Berliner , die gemeiniglich eine unverwüstliche Friedens. Als der Abschluß des englisch französischen Marokkovertrages In unserer gutmütigen Harmlosigkeit haben wir die zuversicht beseele, gegenwärtig zu den größten Pessimisten ge- bekannt wurde, aus dem schon deutlich genug hervorging, daß preußische Polizei und ihre Schwester, die Staatsanwaltschaft, worden seien. Die Bant- und Handelstreise, in Frankreich beabsichtigte, sich nach 30 Jahren eventuell handels- wieder einmal zu günstig beurteilt. Wir glaubten, mit denen sonst jeder Mensch, der nur von der Möglichkeit eines politische Monopole in Maroffo zu sichern, erregte sich in unseren gestrigen Ausführungen über die Scherereien, deren Strieges spreche, an dem Deutschland beteiligt sein tönne, für Deutschland kein Mensch darüber. Es mußte erst das deutsche sich unsere Genossen bei der Flugblattverbreitung zu erfreuen geistig nicht normal erklärt würde, teilten diese pessimistische Vorgehen im Anfang des vorigen Jahres, es mußte erst die hatten, die Materie für diesmal erschöpft zu haben. Stimmung. Diese sonst so unwandelbaren Optimisten seien Marokkoreise hinzutreten, um diesen ganz beiläufigen nun schauen wir in unsere Parteipresse und in unseren zurzeit vielfach allen vernünftigen Vorstellungen gänzlich un- Interessenkonflikt zu jener wichtigen Frage aufzubauschen, Briefkasten. Was finden wir? Berge von Nachrichten die man den Marokkohandel in zugänglich. Viel scheine Herr b. Rheinbaben zu dieser als den scharf über Konfistationen, Haussuchungen und ähnliche be­Wir haben leider nicht Stimmung mit seinen Bemerkungen in der Etatsrede bei- macherischen Blättern gegenwärtig behandelt. Und jetzt hördliche Scherze mehr. getragen zu haben, in denen von den Schatten" am Horizont muten diese Blätter dem deutschen Volke, das dem ganzen genügend Raum, hier die ganze Fülle der uns zu die Rede gewesen sei. Manche Leute beteuerten zähneklappernd, Marofforummel kühl bis ans Herz hinan gegenüber gegangenen Mitteilungen zu veröffentlichen, sondern sind ge­so spreche man nur am Vorabend eines Krieges. In einem steht, mit einemmal zu, daß er unter Umständen zur Kriegs- zwungen, nur das wichtigste herauszugreifen. Wiener Blatt werde versichert, daß in den Berliner Garde- frage gemacht werden soll, daß für die elenden paar Millionen Am Niederrhein muß die Angst vor der drohenden offiziertreisen die Ansicht verbreitet sei, daß ein Strieg einer deutschen Ausfuhr nach Marokko Hunderttausende deutscher Revolution" noch viel größer sein, als aus unseren gestrigen mit Frankreich innerhalb 5 bis 6 Monaten mit ziemlicher Soldaten ihr Leben und ihre gesunden Knochen aufs Spiel Betrachtungen hervorzugehen schien. Hat doch die Eisenbahn­Sicherheit zu erwarten sei. Angeblich würden entsprechende feten sollen! Die ganze Sache ist so aberwikig, daß man sie verwaltung des niederrheinischen Industriebezirks sich ge­Borbereitungen getroffen. Die Köln . Bolfsztg." meint zwar, nicht für möglich halten sollte, wenn nicht das hysterische drungen gefühlt, folgende Warnung" in den Güterschuppen daß unsere Gardeoffiziere ja schließlich auch nicht mehr wissen Geschrei unserer scharfmacherischen Blätter den Beweis dafür und an sonstigen ihr geeignet erscheinenden Stellen der ein­tönnten als jeder andere Mensch, daß die Meldung aber lieferte, daß es sich hier um Wirklichkeit und nicht um den zelnen Stationen anschlagen zu lassen: immerhin als Stimmungssymptom bezeichnend sei". Auch Fiebertraum einer überreizten Phantasie handelt! sei nicht zu leugnen, daß die Kriegsstimmung durch Die Maroffoaffäre zeigt also dem Volte wieder einmal, angesehene Preßorgane befestigt werde, er- wie unerträglich die gegenwärtigen Zustände sind, die einer flärten doch die Grenzboten", daß es jetzt das gefähr- Handvoll von Striegsromantikern und Prozentpatrioten er­lichste sei, durch fortgesette Friedensbeteuerungen in Frank- möglicht, einen wüsten Striegslärm zu entfesseln. Denn im reich und sonst im Auslande den Eindruck hervorzurufen, daß Grunde sind an der ganzen Affäre nur einige wenige Handels­das Reich den legten Trumpf seiner Politit firmen interessiert und ein paar Kriegslieferanten, die bei niemals ausspielen, daß es dem Kriege grund- dem Ausbruch eines internationalen Mordens ihr Schäfchen fäglich ausweichen werde! Trodene zu bringen hoffen. Daneben täme Wir haben alle diese Ausstreuumgen bisher mit der höchstens noch die Kriegsschwärmerei einer Anzahl von größten Kaltblütigkeit aufgenommen und sind auch zur Stunde Militärs in Betracht, denen der Frieden schon viel zu noch der Ansicht, daß es ausgeschlossen ist, daß die verantwort lange dauert und die gern einmal an einem Ernstfalle Lichen Stellen der Regierung sich wirklich mit irgend welchen erproben möchten, ob die deutschen Waffen an ihrer Schneidig­Kriegsgedanken trügen, ja Kriegseventualitäten überhaupt feit noch nichts eingebüßt haben. Man weiß ja aus den Aus­in den Bereich ihrer Berechnungen zögen. Daß es aber eine laffungen des Feldmarschalls Moltke und des Generals ungeheuerliche Frivolität ist, daß in den nicht verantwortlichen Boguslawski, daß es hohe Offiziere gibt, die den Frieden aber zweifellos einflußreichen Kreisen ein fünstliches Kriegs- nur für ein notwendiges Uebel halten und gerade im fieber geradezu erzeugt wird, möchten wir auch heute wieder Serieg ein Mittel erblicken, die moralisch erschlaffte Mensch­mit allem Nachdruck betonen. Wenn gewisse ausländische heit wiederum zu regenerieren! Diese Handvoll Leute; Mächte tatsächlich eine solche Abneigung gegen Deutschland denen sich höchstens noch eine Anzahl lediglich avancements­empfinden sollten, wie das ja gerade von der Regierungs - lüfterner Offiziere zugefellen läßt, würde einen Krieg freudig presse bei der Beratung der Marinevorlage behauptet worden begrüßen, ganz einerlei, welches immer seine Ursache ge- einer bisher in dieser Stärke noch nicht dagewesenen Be­ist, wenn diese Mächte mur den Augenblick herbeisehnten, um wesen sein möchte. Und das Ungeheuerliche ist es, daß die teiligung binnen einer Stunde ohne nennenswerte Zwischen­jich des verhaßten handels- und marinepolitischen Rivalen große Masse der Nalion, das friedliebende, jedes Blut- fälle erledigt. Dagegen sind in Köln - Land Verhaftungen, Deutschland entledigen zu können, so bedeutet es eine geradezu bergießen hassende Bolt durch solche Elemente unter Um- Beschlagnahmen in Hülle und Fülle beliebt worden. In aberwigige Provokation, bei einer so fritischen internationalen ftänden tatsächlich in den Krieg hineingetrieben zu werden Mühlheim am Rhein wurde die ganze Auflage be­Lage Kriegsdrohungen auszustoßen und bramarbafierend mit bermag! schlagnahmt, aber noch im Laufe des Sonntags wieder dem Säbel zu rasseln! Wenn diese Kreise den Anschein zu er Es gibt nur ein Vorbeugungsmittel gegen die finnlose herausgegeben, so daß die Flugblätter nachträglich ber weden suchen, als ob Deutschland den geringfügigsten Konflikt Anzettelung berartiger Striegsabenteuer: die Entscheidung über fellt werden konnten. In Stoblenz, Stirn usw. fanden statt. Aus geradezu als Vorwand benüßen würde, um sich in ein furcht- Krieg und Frieden durch das Volk selbst! Nur wenn das Konfiskationen den Bemerkungen bares Kriegsabenteuer zu stürzen, so verlieren alle Friedens- Volt selbst seine auswärtige Politit macht, nur wenn die Ent- Exekutivbeamten, die etwas von höherem Auftrage" beteuerungen, die in den letzten Wochen von den Regierungs- scheidung über Krieg und Frieden bei ihm liegt, ist eine murmelten, glauben die Genossen allenthalben schließen bertretern abgegeben worden sind, jede Glaubwürdigkeit. Garantie dafür geboten, daß nicht eines schönen Tages das zu dürfen, daß von Berlin her geradezu eine Parole aus­Denn wenn schon ein wirtschaftlicher Streit von so unter Volt durch eine Striegserklärung überrascht wird. Das naive gegeben sei! geordneter Bedeutung wie die Handelsinteressen Deutschlands Vertrauen in die Friedensliebe einzelner leitender Personen In Danzig haben die Dinge sich weniger ,, tragisch" in Maroffo als ausreichender Anlaß zu einer kriegerischen ist der denkbar schlechteste Schuß gegen internationale Striegs abgespielt, als unsere ersten Nachrichten es darstellten. Auseinandersetzung bezeichnet werden, so müßte mit Natur- händel. Kein Geringerer als Friedrich II. , der sogenannte Bon ben für die Verbreitung in der Stadt notwendigkeit in den weltpolitisch mit Deutschland rivali. Große, war es, ber in seinem Antimacchiavell über den Danzig bestimmten 40 000 Blättern taperte die Polizei fierenden Mächten die Ueberzeugung befestigt werden, daß Krieg folgenden beherzigenswerten Ausspruch tat: nur 5-6, und auch von den für das Land be­Deutschland fünftig jedes Mittel recht sein werde, sich welt-" Ich bin überzeugt, würden die Monarchen ein wahres stimmten Exemplaren ist nur ein Restchen von einigen politische Vorteile zu erringen. und treues Bild des Elends sehen, das eine einzige Kriegs- Tausend in die Polizeihände gefallen. Auch in Graudenz erklärung über ein Bolt bringt, sie tönnten nicht mehr erlebte die Hochwohllöbliche einen Reinfall, denn sie erbeutete gefühllos fein. Ihre Einbildungskraft ist eben nur den schäbigen Rest von 500 Flugblättern. Uebrigens nicht lebendig genug, um ihnen die Leiden ganz natürlich müssen wir der Danziger Staatsanwaltschaft das Kompliment vorzustellen, die sie selbst nicht erfahren haben, und vor machen, daß sie recht schnell arbeiten tann- wenn sie will. Die benen ihre Lebensstellung fie fügt. Wie tönnten Vorwärts- Buchdruckerei ist bereits im Besitz des Beschlusses der fie diese Steuern fühlen, die ihre Bölter nieder. Danziger Staatsanwaltschaft, die die Beschlagnahme des Flug drücken, den Raub an der Jugend des Landes, blattes anordnete und uns darüber belehrt, daß eine Beleidigung den die Rekrutierungen mit sich bringen, die verheerenden der Staatsregierung und der Volksvertretung, eine Beleidigung Seuchen, die die Armeen verwüsten, den Schreden des Herrenhauses, ja sogar eine strafbare Verächtlichmachung der Schlachten und bie noch mörderischeren dieses hochehrwürdigen Hauses(§ 181 des Strafgesetzbuches) ins. Belagerungen, die Verzweiflung der Verwundeten, die das besondere in Ausführungen auf der zweiten Seite des Flug­

Bir halten, wie gesagt, diese Drohungen der Presse sowie die angebliche Striegsromantit gewisser militärischer Streise für nichts als törichte Renom mistereien, Für eine Renommiſterei freilich, die auf die Dauer nicht ohne den berhängnisvollsten Einfluß auf das Verhältnis der Nationen zu einander bleiben tönnte. Daß dem aber so ist, daß die frivolen Kriegsfanfaren gewissenloser Hezer schließlich in der Tat die Gefahr eines Strieges heraufbeschwören können, stößt die friedensliebenden Elemente der Nation, namentlich also die große Masse des arbeitenden Voltes förmlich mit der Nase auf das Hauptübel, an dem die internationale Politit

ins

Wir erinnern aus diesem Anlaß die Beamten und Arbeiter der Staatseisenbahnverwaltung des Eisenbahndirektionsbezirks Essen daran, daß es mit dem zwischen ihnen und der Stationsverwaltung bestehenden Treuverhältnis mit ihren besonderen Pflichten und ihrer besonderen Stellung als Bedienstete einer Staatsverwaltung nicht vereinbar fein würde, wenn fie fich an der Verteilung jener Flugblätter oder an den öffentlichen Rundgebungen in irgend einer Weise beteiligen.

Für die Beurteilung einer solchen Beteiligung würde es fein Unterschied sein, ob es im Bahnbezirke oder durch Verteilen von Flugblättern außerhalb des Bahnhofs geschähe. Es wird immer als eine fozialdemokratische Agitation angesehen werden, welche mit Entlassung oder mit hoher Strafe bestraft wird. Diese Teilnahme ist allen als verboten bekannt. Effen, den 13. Januar 1906.

Kgl. Eisenbahn- Direktionsbezirk Effen."

In Köln - Stadt und in Kalt war die Verbreitung bei

der