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Nr. 239.

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Berliner Volksblaff.

23. Jahrg.

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Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983.

Das Panama der Herrichenden.

Sonnabend, den 13. Oktober 1906.

Kriegsspekulanten.

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Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984.

Das Bedenkliche dieser Denkwürdigkeiten liegt darin, daß sie nichts wie persönlichen Klatsch niedrigster Art enthalten, worin immer einer gegen den andern und alle gegen Bismarck flatschen und an teiner Stelle ernste sachliche Gespräche über wichtige Tagesfragen geführt werden. Diese Denkwürdigkeiten stellen die höchst ent Regierungskreise in die denkbar ungünstigste Beleuchtung, weil sie den Anschein(??) erwecken, als be­handle man dort die wichtigsten Angelegenheiten des Staates nur der oberflächlichsten, plauderhaften, bon persönlichen Sympathien und Antipathien be= einflußten Weise."

Reichskanzler sprach auch über meinen Bericht über die französischen zu mächtig und haben das Königtum und die Armee auf ihrer Pläne auf Marotto. Er meinte, wir könnten uns nur freuen, Seite. Auch das Zentrum geht mit ihnen. Alles, was wenn sich Frankreich Marokko aneignete. Es habe dann viel ich in diesen vier Jahren erlebt habe, erklärt sich aus diesem Gegen­zu tun und wir könnten ihm die Vergrößerung des Gebietes faze. Die Deutschen haben recht, wenn sie meine Anwesenheit in Die bürgerliche Presse veröffentlicht heute neue spalten- in Afrika als Erfaz für Elsaß- Lothringen gönnen. Als ich ihn aber Berlin als eine Garantie der Einheit ansehen. Wie ich von 1866 Lange Auszüge aus den Dentwürdigkeiten des fragte, ob ich mich in diesem Sinne Freycinet gegenüber aussprechen bis 1870 für die Vereinigung von Süd und Nord gewirkt habe, so dritten Reichskanzlers. Und zwar hat sie mit dem sollte, verneinte er dies. Das sei zu viel. muß ich hier danach streben, Preußen beim Reich zu ihr eigenen Sinn für das Sensationelle gerade die pikantesten erhalten. Denn alle diese Herren pfeifen auf das Reich und Rosinen aus den beiden dickleibigen Bänden herausgeklaubt. würden es lieber heute als morgen aufgeben. Ich ging zu Bleichröder , der mir zuerst von den russischen Vergebens erheben einzelne Blätter, wie der Reichsbote", Geschäften sprach und behauptete, der russische Finanzminister sei Den niederschmetternden Eindruck der Denkwürdigkeiten Tarmoyant ihre Stimme gegen diese literarische Selbst- geneigt, fich mit der deutschen Regierung zu verständigen, und werde Hohenlohes spiegeln folgende Preßäußerungen. verhöhnung. Und in der Tat: Alles, was den Junkern und dafür sorgen, daß der Ufas vom März 1881 außer Anwendung Der Reichs bote" stöhnt: Bourgeois als heilig gilt, wird durch diese Enthüllungen in gefegt werde. Auf die Politik übergehend, sagte Bleichröder , er den Staub gezogen. Er sehe In welchem Lichte erscheinen angesichts verstehe die Wilhelmstraße nicht mehr. dieser Tagebuchaufzeichnungen die feierlichsten Staatsaktionen! nicht ein, warum man Frankreich bedrohe, da man dort sehr bereit fei, mit uns im Frieden zu bleiben. Wie kleinlich, wie erbärmlich fleinlich werden die wichtigsten Ebenso sehe er feinen Grund, Rußland zu bedrohen. Glücklicher­nationalen Fragen behandelt! Ueberall werden Ehrgeiz, weise habe Bismard im legten Augenblick die Zollerhöhung Kleinlichster persönlicher Ehrgeiz, niedrigste Streberei und persön- auf Getreide inhibiert. Durch das ewige Heßen werde der Rubel liche Rivalität als die Triebfedern des Handelns der er- furs heruntergedrückt und dadurch Rußland in die Lage ver habenen" Personen entlarvt; Bismarck ist eifersüchtig auf fest, feine Produkte mit Vorteil nach Deutschland zu schicken. Moltke , Moltke auf Bismard. Jeder protegiert seine Streaturen, Stiege der Kurs des Rubels, so würde Rußland keinen Vorteil ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl. Die Frage von Strieg haben, den Export nach Deutschland fortzusetzen. Bleichröder be­und Frieden wird wie eine Börsenspekulation, ja als Börsen- and. Er fei zu reich geworden. Dazu komme, daß Bis­Börsen- hauptet, Bis mard lasse dem Sohne zu viel freie spekulation behandelt. Der Memoirenschreiber selbst, der doch mard um jeden Preis auch unter der Regierung preußischer Gesandter, Statthalter der Reichslande und schließ- des jezigen Kronprinzen im Amte bleiben wolle. lich selbst Reichskanzler war, erscheint zwar in seiner Selbst- Er habe vor einigen Monaten dem Kronprinzen erklärt, er werde spiegelung nicht gerade als unsympathische Persönlichkeit, aber auch ihm seine Dienste widmen, werde aber nicht bleiben, wenn der doch nur deshalb, weil er eben keine ausgeprägte, fraft- Kronprinz den Krieg wolle. Jetzt, meint Bleichröder , werde er bolle Persönlichkeit war, sondern in seiner Ratlosigkeit sein auch um den Preis des Krieges bleiben. Die jetzigen Schifflein stets mit dem Winde segeln ließ. Maßregeln, egereien feien eine Konzession an den tünftigen die ihm als verhängnisvollste Mißgriffe, ja als direkte Striegs- Raiser und dessen militärische Ratgeber. provokationen erscheinen, wie die Einführung des Paßzwanges für Elsaß- Lothringen , läßt er sich ruhig aufoftroiyeren, sobald Berlin , 12. Dezember 1889. er nur von der persönlichen Verantwortlichkeit entlastet ist. beglückwünschte ich den Kaiser wegen seiner Frankfurter Rede. Das Gestern war musikalische Soiree im Muschelsaal. Am Büfett Nirgends große politische und soziale Gesichtspunkte, nirgends gefiel ihm und er sprach lange mit mir. Erst von der improvisierten auch nur der Versuch eines systematischen Begreifens geschicht Rede, dann von Frankfurt und dessen großer Entwickelung unter licher Vorgänge überall nur niedriger Klatsch Miquels Leitung, von allen Verbesserungen, die er mache, von der und Tratsch, persönlicher Ehrgeiz, persön- Benugung der Wasserkraft durch elektrische Zeitungen und dem Nutzen, liche Rantünen- 1

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Sozialdemokratie und Schießscharten.

den dies den kleinen Gewerbetreibenden bringe, und anderem. Dabei Und das alles druckt die bürgerliche Presse mit Wollust machte er Ausfälle auf den Magistrat und die Stadt­ab, um sich nur ja nicht durch ein Konkurrenzblatt den Rang demokratischen Wahlen für die Stadtverordnetenversammlung und berordneten von Berlin . Er erwähnte die sozial­abgelaufen zu sehen. Daß dabei der monarchische und Bismärdische Heroenkult unheilbar in die Brüche geht, fagte, man werde es in Berlin noch so weit bringen, daß die Sozialdemokraten die Mehrheit haben würden. daß dadurch das naive Vertrauen der annoch vertrauens- Dann würden diese die Bürger plündern; ihm sei dies gleichgültig, seligen Massen vollständig zerstört wird, kümmert diese Presse er werde Schießscharten in das Schloß machen lassen und zusehen, nicht. Nun, der Sozialdemokratie kann dieses Panama der wie geplündert werde. Dann würden ihn die Bürger schon um Herrschenden ganz recht sein. So wenig Neues ihr durch die Hülfe anflehen. Enthüllungen gesagt wird, so dankbar akzeptiert sie doch die Beihülfe, die ihr durch diese Selbstzersetzung der bürgerlichen Drdnung" gewährt wird.

Wir geben aus den Aufzeichnungen Hohenlohes hier heute folgende Stellen wieder:

Bismard über Waldersee.

könnten im Berliner Stadtverordnetenkollegium die Majorität Die Befürchtung Wilhelms II., die Sozialdemokraten Kommunalwahlen das Dreiflassensystem existiert, werden die erlangen, war unbegründet. So lange in Berlin für die Sozialdemokraten trotz der stärksten Majorität keine Mehrheit erlangen können. Schießfcharten sind aber bekanntlich im Berliner Schloß wenn auch erst viele Jahre später

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fattisch angebracht worden!

Friedrichsruh , 14. Dezember 1889. Als ich die Eventualität eines Krieges erwähnte, sagte Bismard:" Ich sehe keine Wahrscheinlichkeit, daß wir bald Eine feste Burg" ließ der Kaiser dann in Gestalt der Strieg bekommen, und wenn wir ihn bekommen, so ist es noch sehr Alexandriner- Kaserne am Kupfergraben errichten. Bei der zweifelhaft, ob wir nach der Beendigung in der Lage sein würden, Einweihung dieser Kaserne hielt er am 28. März 1901 bei den Friedensbedingungen auch die durchzusetzen, daß Rußland folgende Ansprache: die Prinzipien seiner inneren Verwaltung ändere." Wir würden

in

Die Volts 8tg." schreibt:

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In welches Gewirr bon Neid, Eifersucht, Mißgunst, von Ränkespinnereien, Klatschereien und kleinen und großen Boshaftigkeiten blickt der gute Deutsche, wenn er die Memoiren Hohenlohes genießt"! Wie einer den anderen beargwöhnt, einer den anderen hinter seinem Rüden abtut; wie einer den anderen zurückzudrängen sucht, um seinerseits vorwärts zu kommen; wie nur wenige an das Allgemeinwohl, die meisten an sich selbst und ihren Vorteil denken; für wie be schränkt und untauglich einer den anderen hält, wenn dieser andere in dem allgemeinen Wettrennen um Einfluß und Macht bedrohlich aufkommt"; wie man ängstlich nach der Gunst der Mächtigen schielt, damit die Sonne der Gnade nicht berblasse- das alles enthüllen uns die Aufzeichnungen Hohenlohes mit erstaunlicher Rücksichts­Tofigkeit."

"

Die Voss. 8tg." urteilt:

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Trotz alledem, auch in dieser Begrenzung ihres Wertes, find die Denkwürdigkeiten" Hohenlohes ein Quellenwerk ersten Ranges. Sie sind von großer Bedeutung für die Beurteilung vieler Er­eignisse der inneren und der auswärtigen Politit und namentlich auch einer Anzahl Personen, die auf die Politik Einfluß nahmen oder Einfluß suchten. Man gewinnt einen lehrreichen Einblick in das Treiben an den Höfen und in den Aemtern; man sieht die Staatsmänner, die Streber, die Geschichtenträger an der Arbeit. Daß die Auf­zeichnungen durchweg geeignet seien, das monarchische Gefühl zu stärken oder die Bewunderung vor den Männern, die am Webstuhl der Zeit saßen, zu erhöhen, wird niemand behaupten. Fürst Hohenlohe selbst erscheint in manchen Punkten als ein guter Beobachter, als ein scharfblickender Diplomat; in anderen Punkten ist er nichts weniger als eine große und imponierende Persönlich feit. In besonders ungünstigem Lichte präsentieren sich manche Hoffchranzen, Generale und Diplomaten. Und was für Seichtbeuteleien und Kannegießereien über die Staatsangelegenheiten geben sie nicht zum besten!" Krieg mit Rußland und Frankreich zugleich Alexandriner! Für das Kaiser Alexanderregiment beginnt Das ist alles außerordentlich richtig. Aber welche Seicht­führen und dann suchen müssen, wenn wir einige Vorteile heute ein neuer Abschnitt in feiner Geschichte. Was Ihr heute an beutel" und Kannegießer" sind erst unsere liberalen erlangt haben, uns mit Rußland bald auseinander zu setzen. Das Erinnerungen beim Verlassen der alten Kaserne dort zurückgelassen Poliker, daß sie sich durch eine solche Hoffchranzenpolitik sei aber alles in weiter Ferne. Ich erwähnte dann den Ausspruch habt, das möge auch im alten Geiſte in der neuen Stajerne fort- imponieren lassen und mit ihr durch dick und dünn gehen. Walderfees, wir möchten uns nicht beeilen, man fönne nicht leben: Erinnerungen an die schönsten Tage des Friedens, wie an wissen, was in zwei Jahren geschehe. Darauf erwiderte Bismarck , die heißen Tage des Kampfes. Wie eine feste Burg ragt Waldersee sei ein konfuser Politiker, auf den nichts zu geben sei. Gure neue Kaserne in der nächsten Nähe des Er wolle den Krieg, weil er fühle, daß er zu alt werde, wenn der Schlosses auf, das Ihr in erster Linie zu schützen Frieden lange dauere. Seine Aeußerung sei ohne Wert. Ueberhaupt stets bereit sein werdet. Das Kaifer Alexanderregiment fei es töricht zu glauben, daß Waldersee Reichskanzler werden könne. ist berufen, gewissermaßen als Leibwvache, Tag und Nacht bereit zu Am Donnerstag abend wurde der Kadetten" Kongreß zu Auch als Generalstabschef fei er ungenügend, und fein, um für den König und sein Haus, wenn es gilt, Leben und Selfingfors geschlossen. Zu unserer gestrigen kurzen Meldung über Moltke habe ihn nur deshalb Caprivi und Häfeler Blut in die Schanze zu schlagen. Und wenn jemals wieder den Sieg des Flügels, der den passiven Widerstand verwirft, ist vorgezogen, weil er mit ihm machen könne, was in dieser Stadt eine Zeit wie damals tommen folgendes nachzutragen: sollte, eine Zeit der Auflehnung gegen König, dann bin ich überzeugt, wird das Regi- Verhandlungen zutage traten, hatten sich drei Gruppen gebildet: Auf Grund der Meinungsverschiedenheiten, die während der ment Alexander alle Unbotmäßigkeit und un- eine Gruppe der Linken, aus 35 Mitgliedern bestehend, welche gehörigkeit wider feinen töniglichen Herrn nach für die sofortige Durchführung des passiven Widerstandes eintrat; brücklich in die Schranken zurückweisen...."

er wolle.

Nationalliberale Karlchen Mießnid- Tertianer.

26. Mai 1880.

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Reaktionäre Ratlosigkeit.

Berlin , 10. Januar 1896.

den

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Die russische Revolution.

Die ,, Kadetten".

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Gestern abend beim Reichskanzler. Er sprach von seiner finterredung mit Bennigsen und Miquel, ohne aber etwas Näheres mitzuteilen. Heute tam Bennigsen zu mir und erzählte von ihrer Unterredung. Er sagt, sie seien hart an einder geraten, und fragte mich, ob der Reichskanzler sich empört gegen sie ausgesprochen habe. Ich sagte: Nein, er sei ganz ruhig gewesen." Ich sah aus seiner ganzen Mitteilung, wie unangenehm ihm ein Bruch mit dem Fürsten wäre Als ich heute mittag zum Reichskanzler tam, erzählte ich ihm halt der Monarchie bilde doch nur die Land= Troß des harmlosen Ausganges des Kadetten"- Kongresses das. Er war sehr unangenehm berührt, daß Bennigsen noch bevölkerung. Gehe es so fort wie jetzt, so werde die tut die Regierung unzufrieden, daß nicht die Gruppe der Rechten"- nicht an den Ernst seiner gestrigen Ausführungen glaube. Es wäre Monarchie entweder in Republik übergehen oder wie in England Kadetten den Sieg davontrug. Im Regierungsblatte" Rossija " ist ihm lieber gewesen, wenn Bennigsen nichts gefagt hätte. Er sagt, eine Art Schattenmonarchie werden. Ich erwiderte, daß ich daher folgendes zu lesen: fie feien mit Drohungen auseinander gegangen, und diese Befürchtung teile, daß ich aber das Mittel, die Land­er habe keine Hoffnung auf Verständigung... Mit solchen un- bevölkerung zu stärken, noch nicht gefunden habe. Auf fähigen Politikern wie Bennigsen und Miguel, die egzessiven Forderungen der Agrarier können die auf den Wint der öffentlichen Meinung horchten, wir nicht eingehen. Ich sehe die Ursache darin, daß man im mit solchen Star Ichen Mießnid- Tertianern und Kindern Jahre 1879 aus dem bis dahin herrschenden gemäßigten Frei­tönne er nichts machen. handelssystem in den Schutzzoll übergegangen ist und dadurch Deutschand zu einem Jndustriestaat gemacht hat.

eine Gruppe des Zentrums, welche mit 100 Mitgliedern die Mehrheit bildete und sowohl den passiven Widerstand als auch den Wiborger Aufruf als grundsäglich berechtigt anerkannte, die B. beklagt, daß Deutschland mehr und mehr In- Durchführung aber erst in einer fernen Zukunft für möglich dustrie staat werde. Dadurch werde der Teil der Bevölkerung hielt; endlich eine Gruppe der Rechten, welche den Wiborger gestärkt, auf den sich die Serone nicht stügen fönne, die Bevölkerung Aufruf als einen politischen Fehler bezeichnete und ihn auch nicht der großen Städte und der Industriebezirke. Den eigentlichen grundsäblich anerkannte.

Bismarck über die Kolonialpolitik.

22. Februar 1880.

" Das, was sich in Helsingfors ereignet hat, hat den Verdacht der Regierung nicht nur bestätigt, sondern sogar übertroffen. Niemand wird sich jetzt dafür entscheiden, die Erklärung abzu geben, daß das Verbot des Kongresses eine Handlung sei, die im Widerspruch mit den Versprechungen der Regierung stehe, die Freiheit des Ausdruces der öffentlichen Meinung nicht be= schränken zu wollen. Versuche aber, eine Organisation zu bilden, die dem Zwecke dient, die Grundlagen der Regierung zu unter­wühlen, werden in feinem Staate und unter keinen Bedingungen geduldet werden."

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Eine Charakteristik der Junker und Junkergenossen. Abends zum Diner zu Bismard..... Von Kolonien Jagdschloß Springe, 15. Dezember 1898. will der Reichstanzler nach wie vor nichts wissen. Wenn ich so unter den preußischen Erzellenzen sige, Er fagt, wir haben feine genügende Flotte, um sie zu schüßen, so wird mir der Gegensaß zwischen Norddeutschland und und unsere Bureaukratie ift nicht gewandt Süddeutschland recht klar. Der süddeutsche Liberalismus genug, um die Verwaltung solcher Länder zu leiten. Der kommt gegen die Junker nicht auf. Sie sind au aahlreich, wollte, um dem ehemaligen Duma- Präsidenten und den Verfassern

,, Auf unbestimmte Zeit verschoben."

Die englische Deputation, die sich nach Petersburg begeben