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Nr. 1.

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bührt

Vorwärts

Berliner Volksblatt.

24. Jahrg.

Die Infertions Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 50 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Versammlungs- Anzeigen 30 fg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 20 Bfg., jebes meitere Mort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf­stellen- Anzeigen das erste Wort 10 ẞfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte, Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition st bis 7 Uhr abends geöffnet.

Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

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Fermiprecher: Amt IV. Nr. 1983.

Das neue Jahr.

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Mich reut der Tag, der feine Wunde schlug, Mich reut die Stunde, die nicht Harnisch trug, Mich reutich streu mir Aschen auf das Haupt­Daß nicht noch fester ich an Sieg geglaubt!

Dienstag, den 1. Januar 1907.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69.

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Ferniprecher: Amt IV. Nr. 1984.

Die Einigung aller bürgerlichen Elemente ist im Wahlkreise Gotha , vermutlich als dem ersten deutschen Wahlkreise, zur Tat geworden. Fürst Bismard hat einmal geäußert, daß sich alles Parteileben in Deutschland auf den Gegensatz für oder wider die proletarische Sozialdemokratie zuspißen werde; durch die Entwidelung der Dinge in Gotha ist diese Bis. mardsche Prophezeiung bestätigt worden. Sogar die Kluft, die durch Brot- und Fleischverteuerung im bürgerlichen Lager geschaffen war, ist durch die gemeinsame Gegner schaft gegen die Sozialdemokratie überbrüďt worden.

um die politische Macht dieses Gesetz bewährt sich gerade erbettelte einer reaktionären Sippschaft, mit der öffentlich zu Diesmal mit finnenfälliger Deutlichkeit. berkehren sich sogar ein Beamter der christlichen Arbeiter­Zunächst ist es wiederum ein parlamentarischer Wahl- organisation verbeten hat gibt es für ihn kein Halten mehr. tampf, den uns das neue Kalenderjahr beschert. Ein Wahl- Den dem liberalen Bürgertum gebührenden Einfluß", wie die Der Neujahrstag, der Tag der Abrechnungen mit der fampf, wie wir deren ein Dugend bald hinter uns haben, mit stereotype Phrase der Freisinnsaufrufe lautet, sucht er sich dadurch Bergangenheit und der Verheißungen der Zukunft, trifft das all der platten und abstoßenden Heuchelei der bürger zu erringen, daß er jedem Reaktionär willfährigste Wahlunterstützung deutsche Proletariat wie es einer revolutionären Klasse ge- lichen Parlamentsjägerei; ein Wahlkampf, wie ihn leiht. So haben jetzt auch beide Flügel des Freisinns den Vor­mitten in Vorbereitungen zu einer neuen politischen das deutsche und das internationale Proletariat oftmals schlag fertig gebracht, der Kandidatur des Erbprinzen zu Hohenlohe­Schlacht. Der Neujahrstag ist für uns kein konventioneller fennen gelernt hat. Aber unter der Form dieses parla- Langenburg zuzustimmen, jener vorübergehenden Erscheinung im Feiertag wie jur die bürgerliche Gesellschaft- es ist bloß ein mentarischen Kampfes treten diesmal Zeichen und Wunder Kolonialamt, deren ganze Tätigkeit darin bestand, daß sie tam, Vor­furzer Augenblick der Selbstbesinnung im geschäftigen Treiben eines tiefen inneren Umwälzungsprozesses zutage. schuß nahm und verschwand. Ueber diese neueste Freisinnsschmach eines Striegslagers, ein rascher Händedruck unter Freunden Werfen wir nun einen Blick auf die bürgerliche Gesell- wird im Berliner Tageblatt" aus Gotha gemeldet: und Kampfgenoffen, die, auf die Lafette gestützt, das Morgen- fchaft. Der Wahlkampf zeigt sie plötzlich in grellem Lichte, die grauen erivarten. Nehmen wir vom vergangenen Jahre Ab- glatte fonventionelle Oberfläche ist weggefegt, das Innere schied, so nur mit den Worten Huttens: aufgewühlt und bloßgelegt. Und was sehen wir? Einerseits war nie das Wort von der einen reaktionären Masse so traß, so finnenfällig, so brutal verwirklicht wie diesmal. Alle Todfeindschaften sind ausgeföhnt, alle Gegensäge und Klassifitationen des hergebrachten Schemas bürgerlicher Wir wissen, der Ablauf des Kalenderjahres ist ja kein Barteitämpfe sind ausgelöscht: Industrieritter und Agrarier, Markstein der Weltgeschichte. Finanzmagnaten und Kleinkrämer, jüdische Kapitalwucherer Die Kulturentwickelung der und arische Handwerker, Rabbi und Mönch- alles fennt menschlichen Gesellschaft richtet sich in ihrem Werdegang nicht nur den einen Ruf: Nieder mit der Sozial­nach Erdumdrehungen um die Sonne, sie hat ihre eigenen demokratie! Nieder mit dem aufstrebenden Gesetze und ihr eigenes Zeitmaß. Ihr belebendes Feuer, um das sie sich dreht, ihr regelndes Licht das war und ist bis lichen Lager: welcher Wirrwarr, welche Kopflosigkeit, welche Proletariat! Andererseits aber in demselben bürger­jetzt, so lange wir in einer Klaſſengesellschaft leben, der Ehrlosigkeit, welche Schamlosigkeit! Stein einziges blankes Stlajjentampf. Die bürgerliche Gesellschaft, die bürgerlichen Schild, fein einziges Prinzip! Gelehrten verabscheuen und verleumden heute den Klassen Sammlung Es ist dies nicht eine kampf, sie fluchen ihm als einem menfchenunwürdigen, kultur- Straft der Herrschenden, der Kraft, sei es auch einer brutalen daß umgekehrt es ist eine Sammlung der widrigen Element des Bösen. Die Toren, denen ihre eigene Deroute, der Verzweiflung. Es ist eine reaktionäre Masse, Geschichte ein Buch mit sieben Siegeln ist! Ju einer Gesell- aber eine in der Auflösung begriffene, morsche, zerbröckelnde schaft, in der der Mensch den Menschen zum Ausbeutung Masse, eine Geröllmaffe objekt, zum Lasttier erniedrigt hat, in der der Mensch verendenden Welt! - das Bild einer Verwüstung, einer nicht Herr, sondern blinder Stlabe und Werkzeug seines eigenen sozialen Prozesses ist, ist gerade der Klaffenkampf, die Empörung der Beherrschten gegen das tierische Joch, die Auflehnung der Vernunft gegen das blinde Walten der sozialen Mächte das einzige wahrhaft menschliche Element, das einzig Fortleitende, das große Transmissions­werk des Kulturfortschritts.

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Ueberall, wo das belebende Feuer des Klassenkampfes aus diesen oder jenen Gründen erlosch, wo die Empörung der ausgebeuteten Volksklassen in sich zusammenfiel, da sant auch die ganze Gesellschaft bald von der Kulturhöhe auf das Niveau der Vertierung, in den Zustand der Zersehung herab. So war es im alten Rom , so im alten Polen , so in Spanien am Ausgang des Mittelalters, so in der heutigen Türtei. Und nur wo der Klassenkampf auf großer, freier Ebene, in seiner ganzen ungehemmten Gewalt sich auslebte, führte er periodisch zu einer wirklichen Verjüngung der Gesell schaft, streifte er ihre abgenutzten, abgelebten Lebens- und

verhältnisse im höchsten Grade der Verschärfung, der Zu­Und diese Reichstagswahl, die die deutschen Klassen­spigung, die bürgerliche Gesellschaft in ärgster Zersetzung auf­zeigt, sie ist gerade der erste Wahlkampf Deutschlands seit dem Ausbruch der russischen Revolution.

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Neulich hatte ein deutsches illustriertes Blatt das Bild nackte Frauengestalt auf den Knien, den Kopf zu Boden ge­der Russischen Revolution" gebracht. Unten cine schmächtige brüdt, das Gesicht in ohnmächtigem Schmerz verzerrt, auf ihrem Nacken zwei mit brutaler Gewalt drückende Riesenfäuſte die Wolken ragt. So malt sich das Bild der heutigen Re­einer enormen düsteren Gestalt, deren unsichtbares Haupt in volution in der Vorstellung einer freisinnigen Seele, die über die Revolution nach den knappen Meldungen des Telegraphen­bureaus urteilt. Die Revolution zu Boden geschmettert, die Reaktion das Haupt hoch aufgerichtet so sieht das deutsche Bürgertum beruhigt die russischen Dinge! Bürgertum beruhigt die russischen Dinge!

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Es ist zweifellos den hiesigen Freisinnigen, die im Reichs­berein und in einem vor etwa Jahresfrist gegründeten Verein freigesinnter junger Männer" organisiert sind, nicht leicht ge worden, der von agrarischer Seite in Vorschlag gebrachten Ran didatur des Erbprinzen zuzustimmen. Hätten sie doch nach dem Ausfall der Wahl von 1903 und mit Rücksicht darauf, daß der Wahlkreis Gotha früher zum sicheren Besitzstande des Freisinns gehörte, Anspruch darauf erheben dürfen, umgelehrt ein Kandidat aus ihren Reihen von den Agrariern( die sich hier Agrarliberale" nennen) unter­stützt werden würde. Diesmal lehnten aber die Agrarier bie freifinnige Kandidatur Liebetrau glatt ab und forderten von der freifinnigen Volkspartei die Zustimmung zur Kandidatur Hohenlohe, für die sie sich bereits die Zu stimmung der Nationalliberalen und der freisinnigen Vereinigung gesichert hatten. Schließlich wich der Wider­stand der freisinnigen Volkspartei namentlich unter der Einwirkung des Oberbürgermeisters Liebetrau selbst.

Man hat den Erbprinzen telegraphisch um Bekanntgabe seiner Stellung zu den liberalen Grundforderungen, insbesondere zum all­gemeinen gleichen direkten Wahlrecht ersucht. Die Antwort des Prinzen lautete ziemlich unbestimmt. Unter Berufung auf seine fünfjährige Tätigkeit als Regent der Herzogtümer Roburg und Gotha lehute er programmatische Erklärungen ab und betonte nur, daß er durch Annahme einer Reichstagskandidatur persönlich ein Opfer bringen werde. Zur Frage des Reichstagswahlrechts bemerkte er nur, dessen Aenderung sei von teiner Seite angeregt, deshalb feine Antwort überflüssig. Trotz dieser unverbindlichen Erklärung, die fast in gleichem Wortlaut fürzlich von dem nationalliberalen Kandidaten in Darmstadt Großgerau mit dem Erfolge abgegeben wurde, daß die Freifinnigen für den Sozialdemokraten eintraten, beschloß der hiesige Freisinn, die Kandidatur Hohenlohe zu unterstüten, weil nur so Aussicht sei, der Sozialdemokratie das Mandat zu nehmen.

Ob der Gothasche Freisiun, mit seiner Tattit auf dem rechten Wege ist, muß die Zukunft lehren."

Daß der Freifinn in der Stich to a hI stets die Reaktionäre,

Herrschaftsformen ab, brachte er die früher unterdrückten, in ihrer Blindheit. Sie ahnen nicht, daß gerade das furchtbar Die bürgerlichen Bolitiker bewähren sich diesmal wieder unter dem tulturellen Boden wie Maulwürfe im Dunkeln lange, verzweifelte Ringen der Reaktion ihr verlorenes Spiel lebenden Massen ans Licht, an die Macht; nur dort ließ er offenbart. Ja, wenn es sich im Barenreiche bloß um die Ab­frisches Blut in den Adern der Gesellschaft pulsieren, nur dort streifung der russischen Oberfläche der Dinge handelte, wie und mochten es die schlimmsten Brotwucherer und ge­schuf er eine wirklich neue Aera und einen neuen Menschheitsstreifung schuf er eine wirklich neue Aera und einen neuen Menschheits- ber bürgerliche Liberalismus in seiner Borniertheit wähnt, ihworensten Feinde des Reichstagswahlrechtes frühling. Als das städtische Bürgertum im frühen Mittelalter in wenn es sich nur darum handelte, die bürgerliche Klassen- fein, unterſtügte, ist ja eine allbekannte und von uns erst letter heißem Ringen die Herrschaft erkämpft hatte, erlebte es in herrschaft in Rußland aufzurichten, dann wäre der Absolutis- Tage wieder ziffernmäßig nachgewiesene Tatsache. Daß aber der mus längst überwunden. Freifinn gleich bei der Hauptwahl für einen Realtionär eintritt, der Süd- und Mitteleuropa eine Periode der Wiedergeburt, der Aber die bürgerliche Massengesellschaft vermag sich eben es ablehnt, irgend welche Auskunft über seine Stellungnahme Renaissance. Als später das Bürgertum unter dem Namen in Rußland nicht so leicht zu etablieren, weil in die inneren zu den wichtigsten Fragen zu erteilen, der namentlich jede des dritten Standes den Feudalismus in der großen fran- Stämpfe Rußlands die Resultate der ganzen sozialen Ent- programmatische Erklärung darüber verweigert, wie er sich zöfifchen Revolution zertrümmert hatte, ging der Menschheit wickelung des kapitalistischen Europas hineinspielen, weil das zur Frage des Reichstagswahlrechtes stellt, das ist in der wieder ein neues Jahr" mit neuem Licht, mit neuen Auf- junge bürgerliche Rußland von der Altersschwäche des Tat ein Novum! Auf eine tiefere Stufe der politischen Schmach gaben, Kämpfen und Fortschritten auf. bürgerlichen Europas paralysiert ist, weil der bermag der Freifinn nun wirklich nicht mehr herabzufinken. Wenn

Heut ist an uns, an dem aufstrebenden Klassenbewußten Geburtsschrei des russischen Liberalismus durch das Todes- in dem sogenannten freifinnigen Bürgertum" auch nur noch ein Proletariat die Reihe. Nicht erwarten wir das neue Jahr röcheln des deutschen Liberalismus erstickt wurde, auch liberaler Gesinnung vorhanden ist, so muß es eine Führer­wie Kinder und Toren, nicht raten wir, was uns die Zuweil die ersten Jünglingsschritte des russischen Proletariats fchaft, die ihm eine derartige politische Selbstentwürdigung zumutet, kunft bringt. Wir schaffen uns, wir schmieden uns die Zu- von der ganzen Macht und Mannesreife des deutschen berächtlich mit der Fußspiße zur Seite schieben! kunft und das neue Jahr selbst, eingedenk der Worte, die Proletariats getragen und beflügelt werden, Daß die Kandidatur Hohenlohe- Langenburg unserem Genossen uns der große Denter und Forscher Karl Marr gesagt:" Die weil- hinter dem Problem der russischen Ver- Bock gefährlich werden könne, halten wir freilich für ausgeschlossen. Menschen machen ihre Geschichte selbst, aber sie machen fie fassungsform das Riesenproblem des Eigentums Selbst bürgerliche Blätter verhehlen sich diese Tatsache nicht. nicht aus freien Stücken", doch nicht minder eingedenk der und der Klassenherrschaft wie Bantos Geist So bemerkt ein Blatt etwas boshaft: Worte, die uns der große Revolutionär Karl Marx durch auf der Bühne erschienen ist!

Es ist immerhin ein lobenswerter Ehrgeiz, daß ein Mann, der zeitweilig ein Herzogtum regieren mußte, sich danach sehnt, einmal von Volksgnaden zu regieren. Wenn ihm der Wunsch dennoch versagt werden sollte, so wird ihn der Umstand trösten, daß es auf die Reichstagsdiäten vor den Zahlterminen feine Vorschüsse gibt."

Mag der freifinnige Versuch, die Vertreter des entschiedensten politischen Fortschritts durch einen Erzreaktionär zu ersetzen, aber noch so sehr ein Versuch mit untauglichen Mitteln sein: die Ab­

der Gosse!

jeden Tag seines Lebens eingeprägt:" Die Menschen machen Kurz: die russische Revolution fann nicht zu einem ihre Geschichte nicht aus freien Stücken, aber sie machen sie tnappen glatten Abschluß gelangen, weil sie Probleme der felbft." Das beginnende Kalenderjahr wird für uns, wie das großen Periode der großen Kämpfe um die Herrschaft des Klassentämpfe angeschnitten hat, die sie zum Prolog der alte ein Jahr harter Kämpfe und neuer Siege und ein neuer Weltproletariats, um die sozialistische Umgestaltung der Ge­Schritt dem Ende der kapitalistischen Periode entgegen sein. fellschaft machen! Freilich, das Kalenderneujahr bildet teinen Sprung In dieser Situation zieht das Proletariat in das neue auch in der Geschichte unserer Kämpfe. Wir glaubten fest an Jahr. Und wieder mit dem Worte Hutteus begrüßt es das sicht genügt! Der Freifinn endet sein schmachbeladenes Dasein in unferen endgültigen Sieg und an den Fortschritt unserer neue Jahr und den neuen Kampf: Kämpfe, wir glaubten und sagten dasselbe auch schon vor zehn, bor zwanzig, vor dreißig Jahren. Doch ist es heute so wahr, wie es früher jedesmal wahr gewesen ist. Und nicht in dem Sinne, daß wir mit Gottes Hülfe noch so weitere Jahrzehnte und Jahrhunderte bieder, fromm und stark das Sprüchlein von unferem zukünftigen endgültigen Sieg wiederholen, derweil wir stets bloß von einem Wahlsieg zum anderen Wahlsieg in die Unendlichkeit marschieren. Nein, das große Gesetz der Dialektif, das unsere gesellschaftliche Entwickelung be­herrscht, der plötzliche Umschlag der kleinen sich unmerklich Qualität,

Ich bin ein Schmied! So nenn' ich mich! Am Feuer meines Zornes schmiedet' ich Rüstzeug und Waffen zu des Tag's Bedarf, Und, wahrlich, meine Schwerter schneiden scharf!

Der Freilinn in der Goffe.

Wahlkampf.

Das Handbuch für sozialdemokratische Wähler

ist gestern an die Zentralwahlkomitees versandt worden, und zwar in solcher Anzahl, daß die rednerisch tätigen Genossen damit versehen werden können. Die Zentral­

ansammelnden Quantitäten in eine neue Der Freifinn gleitet auf der abschüssigen Bahn jäh abwärts. wahlkomitees werden gebeten, den zu ihrem Bezirke ge­fleinen Verschiebungen in den Klassen- Seitdem er in Berlin die Unterstüßung des Reichsver- hörenden Wahlkreisen möglichst schnell die erforderliche Anzahl verhältnissen in eine Periode nener, entscheidenderer Kämpfelbandes zur Verleumdung der Sozialdemokratiel quaustellen.