Einzelbild herunterladen
 

Nr. 112.

Abonnements- Bedingungen:

abonnements Preis pränumerando: Bierteljahrl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Dic Neue Belt" 10 Bfa. Bost. Plbonnement: 1,10 Marf pro Monat. Eingetragen in die Bost- Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien , Dänemart, Holland , Italien , Luxemburg , Portugal , Bumänien, Schweden und die Schweiz

Crichelst täglich außer Montags.

Vorwürts

Berliner Volksblatt.

24. Jahrg.

Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 50 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins­und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gebrudte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf­stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte, Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 11hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet.

Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983.

Wahlfieg in Oesterreich !

Donnerstag, den 16. Mai 1907.

Die Wahlen haben gezeigt, daß die Arbeiterschaft Dester­reichs im Lager der Sozialdemokratie steht. Ihre glänzende politische Reife ist die Gewähr dafür, daß sie den Erfolg, den fie errungen hat, auch auszunuzen wissen wird zum Segen für das österreichische Proletariat, zur Stärkung der Armee der internationalen Sozialdemokratie.

Nach glänzendem Rampf haben Desterreichs Arbeiter den glänzenden Sieg an die rote Fahne geheftet. Was der herr­Deutschlands Sozialdemokratie sieht liche Feldzug zur Erringung des gleichen Rechts versprach, heute mit Freude und Stolz auf ihre öster­hat der vorgestrige Tag den erprobten Stämpfern gehalten: als reichische Bruderpartei! Wir wissen, daß ihr Erfolg ftärtste Partei ist bis jekt die Sozial- auch der unserige ist. Der Sieg in Desterreich stärkt unsere demokratie aus der Wahlschlacht herbor- frohe Zuversicht, die keinen Moment lang erschüttert gegangen. Die an Zahl so armselige, an Schlagkraft werden konnte durch einen Wahlausfall, der unsere und Energie so fräftige Vertretung durch ein Dußend Ab- Hoffnungen nicht erfüllt hat. Indem wir unseren öfter­geordnete ist plöglich zur imposanten Fraktion geworden; reichischen Genossen zu ihrem ersten herrlichen Erfolg unter 60 Mandate sind im ersten Gang erobert. Nicht ihrem selbsterkämpften Wahlrecht unsere freudigste Sympathie viel geringer ist die Zahl der Stichwahlen, an denen aussprechen ihre Freude ist unsere Freude- fönnen wir wir beteiligt sind. Fürwahr ein Erfolg, so reich, so groß, ihnen sagen, daß wir mit Ungeduld den Tag herbeisehnen, an daß auch die Optimisten unter unseren Genossen ihre Er- dem wir wiederum zur Urne gehen werden. Denn das wartungen überflügelt sehen, daß unsere Gegner vor Er- nächste Mal ist die Reihe an uns! staunen sich noch nicht fassen können!

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984.

ihnen nicht als Berbrauchssteuern und sonstige Abgaben abgenommen hätte. Den Massen des deutschen Volkes fehlt schon mancherlei, es ist mancherlei, was die deutsche Arbeiter, hand­werfer und Bauernfamilie braucht und nicht hat.

Hätte man nun diese Millionen nicht an den Staat abs zuliefern gehabt, so würde man sich dafür vielleicht ein Kleidungsstück angeschafft haben, für das sich wohl in jeder Familie ein Bedarf herausstellen würde, oder der Arbeiter und Handwerker sähen um ein paar Mal im Monat öfter Fleisch auf dem Tisch und auch der Bauer wäre eher im stande, ein Schwein aufzufüttern und brauchte nicht die Ferkel im Sacke nach dem Markte zu tragen, um ein paar Mark herauszuschlagen, die er zu Steuern oder Binszahlung braucht. Erhält die Regierung die vielen Millionen für Marinezwecke, so wandern diese Geldsummen in die Kruppschen Hütten, in die großen Schiffswerften usw., werden für dicke Stahl­platten, Kanonen, Dynamit, Kohle, Marinezwieback, Werg, Talg, Teer, zur Bezahlung der Rechnungen der deutschen Marincoffiziere berivendet bleiben aber die Millionen in den Händen des deutschen Volkes, so bekommen die Konfektionsarbeiter, die Textil­arbeiter was zu tun, der Schneider, der Schuhmacher, der Bäcker, der Krämer, der Metzger! Ist es wichtiger, daß jeder im Volle Was wir alle kaum glauben konnten, ist plöglich lebendige, einen Rock auf dem Leibe hat Aus der Fülle der Telegramme, die den Einzelheiten der finnfällige Tatsache das alte, vermoderte, in Todeszuckungen Riesenwahl nachzugehen suchen und aus denen sich erst ganz lang­oder daß die Schiffe dicke Panzerplatten erhalten?" sich krümmende Desterreich ist heute ein verjüngter, moderner fehlen doch die An- Genosse Bebel führte in einer Reichstagsrede am Staat mit neuen Entwickelungsmöglichkeiten und neuen Zielen. sam ein Gesamtbild gewinnen lassen wird, 10. Februar 1900 aus: Und dies Wunder, es ist das Werk der österreichischen gaben über die Zahl der abgegebenen Stimmen noch fast ganz heben wir für heute nur die folgenden hervor: Prag , 15. Mai. ( Privattelegramm des Vorwärts".) Jm

Arbeiter!

Lang und schwer und heiß haben sie gerungen. Immer wieder zurückgeworfen, immer wieder in den politischen Sumpf zurückgestoßen, aus dem das Bürgertum keinen Ausweg wußte, haben sie unablässig Schritt für Schritt nicht den Boden nur erobert, nein, selbst erst den Boden trocken gelegt, von dem aus sie weiterfämpfen konnten. Bald mit Zähigkeit und Geduld, bald aber auch mit unbeugsamer Energie und

Binobec

-

-

ersten Wahlgang sind folgende böhmische Genossen gewählt: licta in Przibram- Band, Spier in Colin- Land, Remesch in Raudniß- Land, Folber in Ratonik- Land, in Preſtik- Land, Hudec in Nusle, Protesch in Mährisch- Ostrau , Tomaschet in Mährisch- Ostrau- Land, in Schlesien Cingr und

in

Pospischil.

prächtigem Ungestüm sind sie vorwärts gedrungen, bis endlich 26 stehen in Stichwahl. der letzte entscheidende Kampf geführt werden konnte.

Bis jetzt sind 22 tschechische Sozialdemokraten gewählt und Wien , 15. Mai. ( W. T. B.) 80 Klerikale und 60 Sozialdemo­

Aber dieser Kampf war auch ein Meisterwert. Kein Mittel parlamentarischen Einflusses blieb ungenugt, fein kraten sind das Ergebnis des gestrigen Tages, und damit ist der Argument blieb in der Presse ungesagt, aber daneben erhob demokraten sind noch an 60 Stichwahlen beteiligt und haben noch Charakter des fünftigen Abgeordnetenhauses gegeben. Die Sozial­sich drohend und immer stürmischer die außerparlamentarische auf mindestens 10 Mandate zu rechnen. Die Deutsch- Freisinnigen demokraten find noch an 60 Stichwahlen beteiligt und haben noch Macht des Proletariats, sahen die Straßen unvergeß­liche Demonstrationen, erstand die Organisation Parteien mit Einschluß der Frei- Alldeutschen und der Agrarier zählen bisher nur 25 Mandate. Die schwersten Niederlagen haben des Massenstreits! So entriß das Proletariat Desterreichs den Machthabern die Jungtschechen und die nationalradikalen Deutschen und Tschechen den Erfolg, das allgemeine, gleiche Wahlrecht. Doch die erlitten. Beide radikale Parteien hören auf politisch zu zählen.

nicht dem Proletariat zufallen.

Das gleiche Recht ließ sich

Produktivität der Marine- und Militäransgaben.

-

Arbeit könnte man auch schaffen, wenn man teine Flotten borlage hätte. Beispielsweise brauchte Deutschland innerhalb der nächsten 15 bis 20 Jahre mindestens 15 000 bis 20 000 Schul­häufer über das hinaus, was die Kommunen zu bauen imstande find. Das wäre eine Ausgabe von 48 Millionen Mark. Wie viele Hospitäler, entsprechend den neueren Anforderungen, fehlen noch in den mitlleren und fleineren Städten und auf dem Lande! Hundert Spitäler würden 30 Millionen Mark Ausgabe verursachen; wir brauchen Erholungsanstalten, Reton­valeszentenanstalten, Schwindsuchtsanstalten für die Hundert­tausende von Kranken. Der Bau von 60 solcher Anstalten würde wieder 30 Millionen Mark tosten. Schaffen Sie alljährlich 100 Ackerbauschulen, schaffen Sie Lehrlingsausbildungsanstalten, Bodenmeliorationen, Verkehrsmittel, Unterstützungen für Kunst und Wissenschaft alles das würde Arbeit in Hülle und Fülle zur Förderung der Kulturaufgaben beschaffen." Endlich schrieb Herr Eugen Richter 1900 in seinem Schriftchen 3ur Flottenfrage. Ein kritisches ABC- Büchlein":

"

-

Für die Verstärkung der Flotte wird auf den großen Umfang von Bestellungen hingewiesen, welche danach für den Schiffsbau und die an demselben beteiligten Industriezweige zu erfolgen haben. Insbesondere wird auch hervorgehoben die Steigerung der Nachfrage nach Arbeitern, welche auf die Mehrung des Verdienstes derselben hinwirken müsse. Alles aber, was auf diese Weise einzelnen Industriezweigen zugewandt wird, kommt nicht vom Monde oder aus der vierten Dimension, sondern wird anderen Produktionszweigen entzogen; alle erforderlichen Mittel müssen ans dem bereits vorhandenen Volksvermögen geschöpft werden. Wenn diese Mittel nicht zum Bau von Kriegsschiffen ver­wandt werden, so werden sie darum nicht in der Erde vergraben, sondern erhalten anderweitig in der Volkswirtschaft eine zweckmäßige Verwendung. Wenn sie dabei ebenso wie alle anderen Unter­Ersparnisse aus der Bolkswirtschaft zu neuen nehmungen und Kapitalanlagen verwandt werden, so ermöglichen solche Anlagen alsdann, dauernd Arbeiter zu be schäftigen und das aufgewandte Kapital selbst zu verzinsen und zu amortifieren. Bei den Bauten für die Kriegsmarine aber handelt es sich nur um einmalige, vorübergehende Verwendungen für Zwede, welche keinen Zinsertrag gewähren und selbst Kriegswerte nur für die Dauer von durchschnittlich 20 Jahren schaffen."- Daß unser Freisinn selbst heute diesem Standpunkt Eugen Richters entgegen für die tollsten Flottenrüstungen zu aber die Unrichtigkeit der Richterschen Begründung!

Gegner wollten wenigstens nicht ganz kapitulieren. Die ein­jährige Seßhaftigkeit sollte die proletarischen Wähler vermindern, die Wahlpflicht wenigstens in einigen Teilen Die den kühnen Angreifern die Masse der Trägen, Dummen, Gleichgültigen entgegenstellen. nicht mehr verweigern, aber die volle Frucht sollte wenigstens Bei der gestrigen Eröffnung der Deutschen Armee-, Marine und Kolonialausstellung" hielt vor Jedoch das österreichische Proletariat hat die Berechnungen einem erlauchten" Auditorium, dem das Kro nip ringen­feiner Feinde zu Schanden gemacht. Ein Meister in der Be- paar, der Kolonialdirektor Dernburg und Oberst nugung außerparlamentarischer Macht, in der so oft verhöhnten Deimling angehörten, der Ehrenvorsitzende des Aus­und in Desterreich doch so segensvollen Politik der Straße, stellungskomitees, Generalmajor 3. D. von Poser und hat es sich auch als Meister gezeigt in der Benutzung des Groß Naedlig, eine Ansprache, die auch folgenden Wahlrechts. Es hat gut gewählt und sein Banner Bassus enthielt: flattert heute fiegreich über allen Gauen des vielsprachigen Landes. Die Internationale Desterreichs ist die einzig wirkliche Reichspartei des Landes, während die bürgerlichen Parteien die Provinzparteien geblieben sind, die sie waren. Seßhaftigkeit und Wahlpflicht sind vergebens gewesen. Gerade die bürgerlichen Parteien werden jetzt der Wahlpflicht fluchen, die die noch indifferenten Arbeiter aufgerüttelt hat. Sie machen die Erfahrung, die ihnen prophezeit worden ist über. In seiner Broschüre:" Marineforderungen, und die sie damals verlacht haben: Der aufgerüttelte, auf Rolonialpolitik und Arbeiterinteressen" haben ist, beweist nur seine reaktionäre Wandlung, nicht

geflärte Arbeiter wird Sozialdemokrat!

Prächtig wie der Erfolg sind auch die Mittel, denen er zu verdanken ist. Siegerin des Wahlrechtstampfes wurde die österreichische Partei durch kluge Ausnutzung der Situation, durch geschickte Anpassung an die Bedingungen des Erfolges, ohne doch je einem prinzipienlosen Opportunismus anheimzufallen. Siegerin des Wahlkampfes ist sie geworden, weil sie in den Massen die Begeisterung ent­fachte, die ihnen allein das hohe deal des Sozialismus geben kann. Mit Stolz darf die österreichische Sozial­demokratie darauf hinweisen, daß die Schärfe, mit der sie das sozialdemokratische Prinzip vertrat, von keiner Bruder­partei übertroffen werden kann. Ihre Agitation war frei von jeder Demagogie, war getragen vom Geiste des Marrismus. Der Wahlkampf war zugleich fruchtbarste Propaganda der fozialistischen Jdee, und dies bürgt uns für die Dauer des Erfolges.

Gegenüber dem Siege der Sozialdemokratie traten die übrigen Momente in den Hintergrund. Doch eines muß noch hervorgehoben werden. An Stelle der sonst üblichen nationalen Cliquenzänkereien ist diesmal der Kampf der großen Klassen in der modernen Gesellschaft getreten. Die Chauvinisten sind zurückgedrängt, die AIIdeutschen, die schlimmsten Feinde der Arbeiterschaft und des gleichen Rechtes, vernichtet. Sie haben kein einziges Manbat errungen, ihre Führer find unterlegen, Stein unserem Schuh­meier, Schönerer dem jungen Textilarbeiter Dötsch. Die Christlichsozialen, die Erfinder der Wahlpflicht, konnten unseren Vormarsch ebensowenig hemmen, wie die Jungtschechen und tschechischen Chauvinisten den überaus erfreulichen, über­raschend gewaltigen Sieg unserer tschechischen Genossen.

" Darüber hinaus wird die Ausstellung beweisen, wie un richtig es ist, Armee, Marine und Kolonien als un­produktiv zu bezeichnen im Gegenteil: viele Millionen Arbeiter werden durch sie ernährt, und die Erwerbs­fattoren werden durch sie in hohem Maße befruchtet." Diesen platten Phrasen stellen wir einige Zitate gegen­

schrieb seinerzeit Genosse Parvus:

3

Politische Gerichtstage. Jaurès ' Anklagerede.

Die erste Fürsorge besteht darin, daß man Panzerschiffe baut. Das gibt, erklären diese Arbeiterfreunde, Beschäftigung für biele Arbeiter. Allerdings, jedoch Beschäftigung für Arbeiter geben ja auch die Ausgaben fürs Heer, überhaupt alle Ausgaben, die vom Staat gemacht werden. Denn das Geld selbst vermag doch nichts hervorzuzaubern. Das Geld ist nur eine Anweisung auf Arbeit. Wenn man dem Paris , 12. Mai. ( Eig. Ber.) Staat so und so viel Steuern oder Anleihen bewilligt, Jaurès hat Freitag und Sonnabend fünf Stunden lang gegen so bedeutet das nichts anderes, als daß man ihn in den Stand das Clemenceausche Regime gesprochen. Es war die längste und setzt, für seine Zwede so und so viel Waren zu kaufen, oder Ar unbestreitbar auch eine der glanzvollsten und mächtigsten Reden beiter zu beschäftigen. In solchem Sinne dienen auch die

-

Kriegsausgaben dazu, um Arbeiter zu beschäftigen, indem unseres Genossen. Hatte der Redner am ersten Tage stellenweise für dieses Geld Getreide den Bauern abgekauft, alle anderen fichtlich mit einer körperlichen Indisposition zu kämpfen, in die fich Lebensmittel den resp. Lieferanten, ferner Kleidung, Munition usw. auch die Verstimmung über die Unaufmerksamkeit eines Teiles der Das Pulver, das man verschießt, sei es im Striege, oder bei Kammer für Darlegungen prinzipieller Art einflocht, so wurde am Paraden, oder in Feuerwerken es gibt Arbeit, gibt zweiten Tage die rednerische Leidenschaft und Kunst Jaurès ', Beschäftigung. So ist es aber nicht nur mit dem Staat, die sich nun der Kritik der Regierungspolitik und der re sondern mit jeder Geldausgabe, und wäre es die tollste gierenden Männer selbst widmete, aller förperlichen und seelischen Verschwendung. Darin liegt ja die Macht und der Fluch des Hindernisse Herr. Geldes, daß, wer es hat, damit nach seiner Laune Arbeiter Abrechnung Jaurès ' mit Clemenceau und Briand machte, Der ungeheure Eindruck, den namentlich die beschäftigt", indem er diese oder jene Warenbestellungen macht. läßt sich faum wiedergeben. Wahre Steuleuschläge fielen auf Der reiche Brotz vermag nicht nur seine eigene Beit totzufchlagen, die zwei Glüdsritter der Demagogie herab, die bei jedem Versuch, sondern auch die Arbeitszeit bieler

rechts

Das

fchaffener Leute zu bergeuden. Wer Champagner sie durch einen Einwurf abzulenten, noch übler fuhren. fauft, bezahlt den Gastwirt, den Kellner, den Weinhändler, den Ministerium ist moralisch tot. Das war gestern im Weinbauer, den Flaschenfabrikanten usw. Stets behaupteten Parlament die allgemeine Meinung, die sich deutlich im donnernden deshalb die Reichen, es sei zum Wohle des Volfes, Beifall der äußersten Linken, aber noch grausamer im Schweigen wenn sie sich den Bauch mit gedereien boll der radikalen Mehrheit äußerte. Es ist heute die Meinung der stopfen wovon würden sonst die Kuchenbäcker leben?

Aehnlich der Staat bei jeder Verschwendung von Geld und ganzen Deffentlichkeit. Arbeit des Bolfkes. Was man dabei nicht sehen will, ist, daß das Die Rede Jaurès ' war nicht auf eine unmittelbare politische Geld auch in den Händen des armen Mannes, des Steuerzahlers Wirkung angelegt, denn daß die Abstimmung diesmal dem Minis nicht verrostet. Der Arbeiter, der Bauer wüßten schon, sterium noch einen Sieg bringt, darüber ist kein Zweifel möglich was fie mit ihrem Geld anfangen sollten, wenn der Staat es aber eben darum zeigt sie einen unvergleichlich weiteren Horizont

-