Nr. 152.
Abonnements- Bedingungen:
bonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 R., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Boſt. Pibonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost Zeitungs. Breisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnentents nchmen an: Belgien , Dänemart, Holland , Italien , Luxemburg , Bortugal, Rumänien , Schweden und die Schweiz
Cridcint täglich außer Montags.
24. Jahrg.
Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 50 Big., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gebrudte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Bort 10 Big. Stellengesuche und Schlaf stellen Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Bort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet.
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.
Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1983.
Peters und Konforten.
B
"
Mittwoch, den 3. Juli 1907.
brüstet! Tut alles nichts! Der Neger muß, um sich in das floniale Ausbeuterjoch zu fügen und die weißen Eroberer als öhere Wesen" zu fürchten, mit eiserner Faust niedergeworfen und niedergehalten werden. Jeder Notwehraft der UnterDer erfte Peters Prozeß hat nun sein Ende gefunden. jochten muß in Strömen von Blut erstickt werden. Für jeden Der verklagte Redakteur unseres Münchener Bruderblattes ist erschlagenen Weißen oder auch nur schwarzen Schutzbefohlenen wegen formaler Beleidigung des würdigen Pioniers unserer müssen zehn, müssen hundert Eingeborene erbarmungslos glorreichen Kolonialpolitit zu 500 M. Geldstrafe verurteilt zur Strecke gebracht werden. Was Pulber und Blei, was worden. Peters und seine Konsorten werden von diesem der Galgen nicht vollbringt, muß das Feuer vollenden! Strafmaß wenig befriedigt sein. Ebensowenig wahrscheinlich Da quälten sich unsere altmodischen Historiker mit der oon dem Paffus der Urteilsbegründung, der sich mit den Doktorfrage" ab, ob Karl der Große nicht sein Bild Taten des Peters am Kilimandscharo beschäftigt. Ein kleines durch die Niedermekelung der 4500 Sachsen verdunkelt habe. Pflaster hat das Münchener Gericht freilich auf seine Unsere modernen Kolonisatoren grinsen zynisch über solche Wunde gelegt, die seit mehr als einem Jahrzehnt vernarbt sentimentalen Marotten, über das Moralisieren am grünen schien und just zu einer Zeit aufbrach, als die deutsche Tisch". Unsere Weltpolitiker pfeifen auf alle Moral, alles Bourgeoisie durch das Uebermaß der Kolonialschmach ab- Christentum, alle Menschlichkeit. Sie wollen überseeische stumpfte und die blutrünstigste Uebermenschenmoral als not Ausbeutungsgebiete. Und wenn der Nigger fein wendiges Requisit tolonialer Tätigkeit zu betrachten sich ge- Verständnis für diese eigenartigee Menschheitsbeglückung besigt, wöhnte. wenn er sich nicht Land und Vieh rauben lassen, sich nicht Länger als ein Jahrzehnt zeigte sich Peters gegen alle unter die Knute der Eroberer ducken will, dann müssen Angriffe, die sich auf die Urteile der beiden Disziplinargerichte eben die Nilpferdpeitsche und der Strick in Attion treten! stüßten, mit einer Rhinozeroshaut gewappnet. Da kam die Als Deutschland seine Kolonialpolitik begann, hieß es Aera des Rolonialtollers, von dem auch der entartete ganz anders. Damals wollte man angeblich eine Liberalismus befallen wurde und jetzt, nach dem Tode Kulturmission" erfüllen, den armen Heiden die Segnungen wichtiger Zeugen, nach einem Zeitraum, der das Erinnerungs- des Christentums bringen, die Sklaverei beseitigen u. v. m. vermögen der noch lebenden Zeugen mehr oder minder aus- Wie hätte man sich damals, in der Mitte der achtziger Löschte, der an einem ehemaligen Hauptbelastungszeugen, dem Jahre, sittlich entrüstet, wenn man den Grundsatz aufMaler Kuhnert, die wundersamste Sinneswandlung sich voll- gestellt hätte, daß die ganze Kolonialpolitik nur in der ziehen ließ, verklagt Hänge- Peters einen Redakteur, um sich strupellosen Bereicherung auf Kosten der Eingeborenen bestehe bon der Brandmartung zweier Disziplinar gerichtsurteile zu reinigen!
in
-
S
"
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69.
Fernfbrecher: Amt IV. Nr. 1984.
B. Hat Bedenken, da er mit den Mangati nichts zu tun habe, aber als Satwa sich unter seinen Schuß" stellt, salviert er sein Gewissen, indem er weder unsere Flagge noch einen von uns Weißen teilnehmen läßt", wohl aber 35 Mann, die denn auch nach Erschießung von 56 Mangati siegreich zurüdtommen.( S. 290 ff.) Die mörderischen Gefechte mit den wilden Massai mögen unerörtert bleiben, weil es sich hier nach Peters' Darstellung mehr oder weniger um Zwangslagen handelte; recht bezeichnend für seine Denkungsart ist aber doch, was er S. 222 erzählt. Er will einen Massai- Stral stürmen. Zwischen dem Kral und uns befand sich eine große Herde, deren Hirt uns im frechften Tone anrief, wir möchten um die Herde herumgehen, wir würden sonst das Vieh wegtreiben. Daß wir wenige beabsichtigten, Elbejet anzugreifen, das ahnte der gute Bursche in seinem Düntel nicht, bis eine Kugel ihm durch die Nippen fuhr und seine freche Zunge dauernd zur Ruhe brachte." Diese Proben werden genügen zur Feststellung, mit welcher Achtung bor Menschenleben. in Ostafrika vorging.
Noch in dem legten Buche des Peters, der 1906 erschienenen Schrift„ Die Gründung von Deutsch - Dstafrita", bricht der zügellose Zynismus dieses Menschen abstoßend hervor. Von den Verträgen" mit Eingeborenenhäuptlingen, zu denen er 1884 die leichtsinnigen Naturkinder beim Alkohol beschwatte, fagt er selbst( S. 76) wörtlich:
"
"
... Nun begann ich, zumeist wenigstens for me II, deutsche Rechtsansprüche( 11) zu schaffen. Man hat sich über die Form dieser Besitzergreifung hernach in Deutschland weidlich mofiert. Das war so recht etwas für die politischen Kindstöpfe, die Kalauerfrigen und Boffenreißer in Berlin . Ha, und daß unsere Stulturpioniere moralisch berniggern müßten. ha, ha! Verträge mit den Schwarzen! Die werden gerade wissen, was Verträge bedeuten; die werden Verträge Wie herrlich weit haben wir's seitdem gebracht. Der famose gerade halten. Das ist ja der größte Schwindel, den es geEine wahrhaft groteste Romödie, würdig der Eideshelfer Verteidiger des Peters, Rechtsanwalt Rosenthal, erklärte ja geben hat." Daß solche Besizergreifung von Landgebieten durch bom Schlage eines Arendt und Liebert! mit dürren Worten:" Die Missionare tommen zu den Vertrag im wesentlichen überall und stets eine Fittion( VorDieser mehr als eigenartige Reinigungsversuch findet Eingeborenen, um zu geben, die Kolonisatoren, um zu spiegelung, in ehrlichem Deutsch: Schwindell Red.) ist, wußte denn auch in dem Münchener Urteil wenigstens andeutungs- nehmen." Und wenn die Eingeborenen sich nicht ausplündern ich natürlich 1884 so gut, wie ich dies heute weiß." weise die verdiente Kritit. Das Urteil weist auf die ledig lassen wollen und nach ihrer Art den Krieg führen, so haben lich dem posthumen Reinigungseifer des Peters sie die Kolonisatoren" an Bestialität der Kriegstellung Ostafrita für Deutschland erworben hat. Und wegen Das ist die Art, wie Peters nach seiner eigenen Darund seiner Clique zuzuschreibende Lückenhaftigkeit des führung noch zu übertrumpfen! Das sei eben dieser Berbiente" verzeiht ihm unsere Bourgeoisie alle Beweismaterials hin. Es erklärt, daß das Gericht sich afrikanischer Brauch". Afrikanischer Brauch der Weißen, der seine Schandtaten! Wahrhaftig, Peters und seine Verehrer außer auf die Beweiserhebung während der diesmaligen Ver- Zivilisierten, der Christen! find einander wert! handlung auch auf die Urteile jener DisziplinarDas kolonisatorische Herrenmenschentum sieht denn auch gerichte gestützt habe, die von den Herren Peters und danach aus. Nach den Aussagen der Entlastungs zeugen sagen sein. Ein befremdendes Novum war es jedenfalls, daß Ueber die Münchener Verhandlung wird noch manches zu Liebert mit den bekannten verächtlichen Ausdrücken des Peters bedienen sich die großen Afrikaner der Umgangs- das Gericht den Mitschuldigen des Peters bei den in Frage belegt worden sind. Verwunderlich ist es da nur, daß sich formen etwa der 3uhälter. Selbst die Besten unter ihnen, stehenden Schandtaten als unparteiischen Sachver das Münchener Gericht einer Beurteilung der Taten des wie Wißmann, titulieren ihre Freunde" in holdem Wechsel ständigen zuließ! Auch das inzwischen von sachkundigster Peters nicht völlig enthalten hat, sondern sich um pen" und" Rindviecher". Wenn der Peters Seite zerpflückte Gutachten" des Generalissimus des Reichsdie Urteile der Lage glaubte, der Disziplinar Wigmann begegnet, fragt er ihn, ob er wirklich noch auf verleumdungsverbandes berdient unter den gerichtlichen gerichte, die sich doch auf eine ungleich lückenlosere und freiem Fuße sei und об er sich seine Reise- Suriositäten eine Stätte, ebenso wie die eidlich und dokumenzuverlässigere Beweiserhebung stützten, wenigstens teilweise zu begleiter schon aus dem Zuchthause geholt habe. Die tarisch bestrittene eidliche Aussage des Herrn Arendt. Vor forrigieren! So, indem dem Peters der gute Glaube bei- Peters und Pechmann traftieren ihre Lusifflavinnen allen Dingen aber bilden die Bekundungen der Petersfreunde gemessen wurde, sich bei Verübung seiner Untaten in der Aus- mit Dhrfeigen. Als Gemütsmensch verschenkt der eine wahre Fundgrube für den Kolonialhistoriker und Sitten übung rechtmäßiger Gewalt befunden zu haben. So, indem Peters seinem Freunde Pechmann eine dieser Sklavinnen, schilderer. Ist doch niemals die kapitalistische Ausbeuter- und bei der Hinrichtung der Jagodja das Motiv der Eifersucht als die er im Verdacht hat, geschlechtskrant zu sein. Den Herren" moral in abstoßenderen Zügen gezeichnet worden, als nicht mitbestimmend anzusehen sei, wenngleich eine solche Fest- dann gehenkten Diener Mabruk läßt er während des Ver- von den Vertretern unserer Weltpolitik vor den Schranken stellung im Falle des Ma brut nicht möglich sei. fahrens" auf eine Geschlechtskrankheit hin untersuchen-ber- des Münchener Gerichts. An sich sind das ja ziemlich belanglose Milderungsgründe. mutlich um dadurch festzustellen, mit welcher der schwarzen Leichenfelder verband sich mit dem Verwesungsgeruch unserer Der Blutdunst der afrikanischen Denn die Tatsache, daß Hänge- Peters Konkubinen, über die Sklavinnen er verkehrt hat. kapitalistischen Fäulnis zu einem wahrhaft infernalischen er nicht das geringste Verfügungsrecht hatte, wider alles Recht Das ist der Peters, der Mann, den unsere Weltpolitiker Brodem. und ohne jeden objektiv zureichenden Anlaß peitschen und auf- als den Größten der Großen, als den eigentlichen Begründer hängen ließ, bleibt ja auch nach den vermeintlichen neuen des kolonialen„ Neudeutschland" verehren. Ein Herrenmensch" sittliches Empfinden gäbe, wenn nicht die brutale Beutegier Wenn es in unserer Klassengesellschaft ein gemeinsames Feststellungen des Münchener Gerichtshofes bestehen! Aber wert der Bewunderung nicht nur der Arendt und Liebert, und der fühllose Egoismus der Besitzenden alle Gebote der Die Peters- Presse wird diese dürftigen Stonzessionen heiß- sondern auch der Crême der Intelligenz", der Münchener Menschlichkeit mit stupidem Gleichmut unter die Füße trätehungrig aufgreifen und die erneute moralische Künstlerschaft, die sich ihn zu einem Vortrage nach München die Peters und Konsorten wären für alle Zeit gerichtet, und Staupung ihres traurigen Helden als einen Triumph verschreibt. ausposaunen. Wir wollen deshalb den guten Glauben der Münchener Richter nicht in Zweifel ziehen, aber die Herren dürfen sich bei der Sonderbarkeit ihres Verdiktes nicht wundern, wenn der nicht vom Kolonialfuror angesteckte Teil des Volkes die Feststellungen der Disziplinargerichte für völlig unerschüttert und den Peters nach wie vor für einen Menschen hält, der die moralische Qualifizierung vollauf verdient hat, die ihm noch in den letzten Tagen der Angeklagte Gruber und der Major Donath vor Gericht zuteil werden ließen! Peters bleibt der Hänge- Peters!
Wir täuschen uns freilich keinen Augenblick darüber, daß nicht nur die Arendt und Liebert, sondern auch der größte Teil unserer Bourgeoisie sich darum nur mit um so fanatischerer Begeisterung um den modernen Konquistador drängen wird. Die zwanzig Jahre deutscher Kolonialpolitik haben eben eine moralische Zerrüttung der an der Kolonialpolitik sei es wirklich, sei es vermeintlich interessierten Boltstreise erzeugt, die von dem Standpunkt der reinen Ethik nur als moral insanity, als moralischer Frrsinn angesprochen werden kann. Das hat sich bei der Ausrottung der Hereros gezeigt, das bewies wiederum das efle Schauspiel der Beifallsausbrüche eines Teiles des Münchener Auditoriums. Peters hat günstigsten Falles in jenem Verfolgungswahne, wie ihn die Aufregungen und die zerrüttenden Einflüsse des tropischen Klimas zu erzeugen pflegen, Nervenkrisen, die die Pathologie als„ Tropentoller" bezeichnet die ungeheuerlichsten Barbareien begangen. Er hat wegen des abgeschmacktesten Verdachts der Spionage Weiber, mit denen er und sein Komplice bis dahin intimsten Geschlechtsverkehr gepflogen, auspeitschen und auffnüpfen lassen. Er hat sich mit diesen und anderen Scheufäligkeiten in der widerlichsten Weise ge- l
-
"
"
mit ihnen die gauze kapitalistische Kolonialpolitik! Aber Bur Charakteristik des Peters schreibt die ,, ölnische die zynischen Heiterkeitsausbrüche der Münchener PetersBoltszeitung": claque zeigen nicht minder wie die schamlosen Verherr" Für die Beurteilung derjenigen Punkte, auf die es im lichungen des Peters durch die staatserhaltende" Presse, daß Brozeß antommt, wäre weitaus das meiste vollkommen gleich es nur eine Klasse gibt, die wie die materiellen auch gültig. Von den jest im Vordergrunde stehenden Dingen steht die moralischen Güter der Kultur zu retten befähigt und überhaupt nichts darin; der vielgenannte Diener a brut entschlossen ist: das moderne Proletariat! Es allein wird nur ganz flüchtig( S. 469) erwähnt, sehr erheblich aber sind begnügt sich nicht gleich etlichen liberalen und ultramontanen zwei von B. eingehend erzählte Borkommnisse. Zunächst sein Blättern mit der Kritik einzelner Personen, den zu. Gefecht" mit den Gallas in Oda- Born- Ruta. P. erzählt fälligen Prügelknaben eines Systems, sondern ( S. 181 ff.), twie er mit dem dortigen Häuptling nach einem es bekämpft mit glühender Todfeindschaft den ganzen Kapita wunderbaren Schutzvertrag in Differenzen
"
Der Fall Arendt.
Die Volts 8tg." beschäftigt sich in einem Leitartikel mit Fall Arendt. Sie sagt darin:
" Herr Arendt bestritt die Richtigkeit der Darstellung der Frau Kayser unter seinem Gide.
gekommen sei, wobei das Recht Peters' mindestens zweifelhaft lismus, der mit Naturnotwendigkeit die kolonialen Scheußlicherscheint. Während der Verhandlungen erhält B. nachts von zwei feiten und den sie beschönigenden kolonialen Sittenkoder Gallasklaven, die zu ihm übergehen wollen, die Nachricht, gebiert! die Gallas wollten ihn in derselben Nacht angreifen.„ Ich habe nun von vornherein auf der ganzen Expedition die Tattit gehabt, wenn ich einmal einen Kampf für unvermeidlich hielt, dann meinerseits anzugreifen, um mir die moralischen Vors teile der Jnitiative zu sichern." Darum beschließt er, die ganze Sache nunmehr von meiner Seite aus noch in derfelben Nacht zur Entscheidung zu bringen," erscheint plöglich mit dem 35 Mann in der Versammlung der Gallas und ruft zweimal laut: Friede! Begreiflicherweise faffen die Gallas diese nächtliche Ueberraschung nicht von der friedlichen Seite auf, einer rigt ihm mit einem Lanzenwurf das Dhr, ein anderer stößt nach ihm. Peters antwortet mit etwa sechs Salven, durch welche ber Sultan und fieben seiner Großen niedergeftreckt wurden, in drei Minuten war die Sache entschieden." Dazu ein Bild: Gefecht mit den Gallas, auf dem Peters und seine Leute in den Haufen hineinknallen. Im ganzen stolzen Rausch des Siegers" wurden noch einige Duzend Weiber und Männer gefangen und er beutet 80 Bootsladungen Getreide. Der zweite Vorfall spielt bei dem Kommando am Viktoria- See. Der Häuptlina Satwa bittet um die Sülfe gegen die Mangati.
"
Frau Kayfer, als Beugin zugelassen, hielt ihre Darstellung, die sie an Gerichtsstelle durch verschiedene Einzelheiten ergänzte, mit der größten Bestimmtheit aufrecht unter ihrem Eide.
Eid gegen Eid! Einmal deckt der Eid die Behauptung, daß an der vorgebrachten Mordgeschichte" nicht ein wahres Wort sei. Ein andermal deckt der Eid die Behauptung, daß Wort für Wort alles wahr sei und daß das Auftreten des Herrn Arendt gegen über dem tranten Manne der Zeugin noch viel schlimmer gewesen sei, als aus der ersten Darstellung der Frau Kayser in der Presse zu erkennen gewesen sei.
Es ist nicht das erste Mal, daß an Gerichtsstelle derartige traffe Widersprüche zwischen zwei Beugenaussagen zutage ge treten sind.