Kr. 269* ItoanaMatS'Brfloftiingeii: Aiennement»• Pret» prüxwnrrand» r SifrttliUtl 830 SRI, momtl Lio IW, »Schenmch MW wich einzeln» ei wi Haus. lg. EonntagS- nmnmer mit illuWertee EonntagZ- Beilage»Die Reu» Well* 10 Pfg, Post- Abonnement: 140 Marl pro Monat. eingetragen w die Post-Zeitungs- eisltste. Unter Kreuzband und Oesterreich. Ungarn ' übrige«uSIand Preisliste. Deutschland 2 Marl, für das 8 Marl pro Monat. nehmen an: Beigten. «tob» flilift um Boitaat- 24. Jahrg. Vevttnev VolkSblcltk. 2�entralorgan cter so�ialclemokratiscken Partei Veutscklanäg. VI«!nfertlons*G(bOfir Betragt ISt die sechSgespallene Rolonrt» geile oder deren Raum BO Pfg, für polistlche und gewerlschasMche Lereins« und BersammlungS-Anzeigen 80 Pfg. „KUsnc Hnztlgcn", das erste(fett- gedruckte) SBort 20 Pfg, jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengefuche und Schlaf- stellen-Anzeigen das erste Wort 10 Pfg, jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 18 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate sür die nächste Nummer müssen bis S Uhr nachmittags in der Expedition »�gegeben werden. Die Expedition ist bis? Uhr abends geöffnet, Telegramm-Adresse: „S«ztaliUn9lint RtrliiiM. Redahrtoni SM. 68, Undenstraooc 69. Ger » spreche»: Amt IT. Str. 1983. 6xped!rtom SM. 68, Llndcnatraosc 69. Fernsprecher: Amt IT, Nr. 1984. Zur neuen Flottenvorlage. Imperialismus und Marinismus stehen im innigsten Zusammenhang: denn jede Kolonialmacht hält es für ihre dringendste Pflicht, für die Verteidigung ihrer Schutzgebiete Sorge zu tragen. Das kolonisierende Land ist auch dann noch nicht von dieser Verpflichtung entbunden, wenn die Kolonien eine gewisse Reife erlangt haben, daS heißt, wenn sie wirtschaftlich unabhängig geworden sind: denn die Zugehörigkeit zum Mutterlande würde für jede Kolonie völlig wertlos sein, wenn sie selbst die Kosten für ihre Verteidigung übernehmen müßte. Die mit vollen Segeln im Fahrwasser des Jmperia lismus treibende deutsche Regierung hat aus dem Ringen in Asiens Gewässern den Schluß gezogen, daß zwecks Durch- führung ihrer mehr als gefährlichen Politik eine abermalige gewaltige Verstärkung der Marine nötwendig sei. Sie wird die Expansionslüsternheit und die Hurrastimmung der bürgerlichen Parteien ausnützen und schon in nächster Zeit eine Novelle zum Flottengesetz von 1900 einbringen. Zwar wissen wir noch nicht genau, welcher Art die Forderungen der Regierung find und in welcher Weise man die notwendig werdende Schröpfung der Massen vorzunehmen gedenkt, doch sicher ist, daß die Lebensdauer der Linienschiffe von 25 Jahren auf 20 Jahre herabgesetzt werdensoll. Begründet wird diese Forderung, deren Bedeutung viel fach unterschätzt wird, mit der Behauptung, daß die deutsche Flotte eine große Anzahl völlig veralteter und un- brauchbarer Schiffe aufzuweisen habe. Man spricht von „wertlosem Gerümpel" und von„schwimmenden Särgen", die im Falle eines Krieges durch die feindlichen Schiffs geschütze gar bald dem Meeresgrunde übergeben würden. Nun ist es wohl ohne weiteres klar, daß ein vor 25 Jahren erbautes Linienschiff einem in diesem Jahr- hundert erbauten Schiff derselben Gattung in jeder Be ziehung unterlegen ist, und daß demgemäß eine Flotte, die viel alte Schiffe in ihrem Bestände aufzuweisen hat, die Leistungsfähigkeit eines nur aus modetnen- Schiffen zm sammengesetzten Geschwaders— die gleiche Anzahl Voraus gesetzt— nicht erreicht. Diese Erwägung kann uns Sozial Demokraten, selbst wenn obige Behauptung zuträfe, natürlich noch lange nicht einer Herabsetzung der Ersatzpflicht geneigt machen, weil wir eben die Notwendigkeit einer Schlachtflotte für Deutschland überhaupt in Abrede stellen: aber will man die Beweisführung der Flottenagitatoren auf ihren wahren Wert zurückführen, dann hat man zunächst die Schiffsbestände der hervorragendsten Seemächte in bezug auf das Alter ihrer Glieder zu prüfen. Wir betrachten zu diesem Zweck die folgende Tabelle: �gestalten. Bedenkt man nun, daß sich alle größeren See- I n.ächte beim Bau ihrer Schiffe vom Ebenbürtigkeitsprinzip * leiten lassen, daß also das Alter eines Schiffes ausschlag- I gebend für seine Leistungsfähigkeit ist, und zieht man weiter den hohen militärischen Wert der Homogenität der deutschen Linienschiffsverbände in Betracht, so kommt man zu folgendem Schlüsse: Die Argumente der Flottentreiber sind aus der Luft gegriffen, und gerade das geringe Durchschnittsalter der deutschen Linienschiffe beweist schlagend, daß eine Ver- jiingung des Schiffsmaterials unserer Marine nicht er- forderlich ist. Doch suchen wir uns weiter über Bedeutung und Folgen einer Herabsetzung der Lebensdauer unserer Linienschiffe um fünf Jahre klar zu werden. Oesterreich- Ungarn Amerika.... Deutschland ... Rußland.... Japan ..... England.... Frankreich ... Italien .... ES liefen Linienschiffe vom Stapel lS7S/1SW� 1891/1899 1 1 1 2 8 10 L S 10 8 5 82 10 8 1900/1906 6 16 16 3 7 20 6 6 Durchschnitts alter der Linienschiffe 6,9 Jahre 7,0. 7,6. 7,8. 8,9. 10,4. 18,9. 15,1. Bei dieser Tabelle ist zu beachten, daß weder Rußland noch Japan mit einem so geringen Durchschnittsalter ihrer Schiffe aufwarten könnten, wenn nicht der Krieg die gleich- mäßige Entwickelung der Flotten beider Mächte unterbrochen hätte. Japan nämlich hat infolge seiner Seesiege mehrere neue Schiffe gewonnen, während Rußland sämtliche älteren Schiffe mit Ausnahme eines einzigen verlor. Jedenfalls zeigt aber die Zusammenstellung, daß nächst Oesterreich und Amerika , die ja eigentlich erst in den letzten zehn Jahren den Bau von Linienschiffen aufgenommen haben, Deutsch- land in bezug auf das Alter seiner Linienschiffe am günstigsten dasteht. Zwar hat auch Deutschland Schiffe, die mit den modernsten Typen nicht konkurrieren können, das trifft aber für die anderen Seemächte, ausgenommen Amerika , in noch weit höherem Maße zu. Man vergleiche nur einmal Frankreich , das ja auch immer zur Begründung deutscher Flottenvorlagen herangezogen wird, mit Deutsch - land. Da, wo für Deutschland die Periode des Linienschiff- baues erst recht beginnt, ist in Frankreich der Höhepunkt bereits überschritten, und so hat denn gerade die französische Marine— um im Jargon der Flottenfexe zu sprechen � eine große Anzahl„schwimmender Särge" aufzuweisen. Das wird schon durch die Zahl der unter 10 000 Tonnen großen Linienschiffe bewiesen. Während Deutschland nur noch ein Schiff dieser Größenklasse besitzt, hat Frankreich deren neun. Diese neun alten Schlachtschiffe dürften unseren Küstenpanzer- schiffen, die in obiger Tabelle nicht mit aufgeführt sind, nur wenig oder gar nicht überlegen sein. In bezug auf Linien- schiffe über 10000 Tonnen hat Deutschland die französische Marine bereits überholt, und das Verhältnis beider Flotten zueinander wird sich schon bei Jnnehaltung des deutschen Flottengesetzes von 1900 immer günstiger für Deutschland Also selbst wenn man das völlig Unwahrscheinliche am nimmt, daß nämlich das Flottengesetz von 19Ü0 bis zum Jahre 1916 in Geltung bleiben werde, sind bis zum Jahre 1935 17 Ersatzbauten mehr vom Stapel zu lassen, was eine Mehrausgabe von weit über 1000 Millionen Mark bedeutet! Tie folgenschwere Wirkung dieser Herabsetzung der Ersatz� Pflicht tritt natürlich um so deutlicher in die Erscheinung, je größer die Anzahl der Linienschiffe wird! Doch was soll nun mit den ausrangierten zwanzigjährigen Schlachtschiffen geschehen? Sollen sie etwa meistbietend versteigert oder als Zielobjekte für Schiffs kanonen und Torpedoboote verwendet werden? Durchaus nicht: man wird sie weder verkaufen noch zerstören, man wird sie einfach zur Disposition stellen. Das denken wir uns nicht nur so: denn auch Graf R e v e n t l 0 w schreibt in einer der letzten Nümern der Zeitschrift„U eberall", daß bei unseren„vollwertigen" Linienschiffen eine wirk l i ch e(nicht zu verwechseln mit der ge s e tz l i ch e n) Lebens dauer von 20 Jahren etwas zu kurz bemessen wäre. Als„vollwertige" Kampfeinheiten können nach der Ansicht der Herren vom Flottenverein nur die jetzt auf Stapel liegenden vier Linienschiffe von der Größe der„Ä r e a d- n 0 u g h t" angesehen werden. Natürlich werden! die jetzt erbauten 20 000 Tonnenschiffe nach zwanzig Jahren auch nicht mehr vor der Kritik des Flottenvereins bestehen können, und deshalb ersieht man, daß der Herabsetzung der gesetz lichen Ersatzpflicht ein. ver dämmt schlauer Plan zugrunde liegt. Es ist den interessierten Kreisen nur darum zu tun, auf Umwegen so rasch als mög lich zu dem ersehnten dritten Doppel geschwader zu gelangen! Man stelle doch nur folgende einfache Ueberlegung an. Nach dem Flottengesetz von 1900 soll die Flotte bis zum Jahre 1920 auf 38 Linienschiffe gebracht werden. Wird die Lebensdauer auf 20 Jahre herabgesetzt, dann sind innerhalb einer zwanzigjährigen Bauperiode 38 Schiffe zu ersetzen, in einem Jahre also durchschnittlich 2. Soviel müssen aber auch laut Gesetz aus den Listen gestrichen werden. Mithin stehen der Marineverwaltung stets 9 bis 10 Schiffe zur Verfügung, die das Alter von 25 Jahren noch nicht erreicht haben. Die Regierung braucht nun nur noch zu einem ihr genehmens Zeitpunkt die Materialreserven der gesamten Schlachtflotte um 4 bis 8 Schiffe zu vermehren, und bei Ausbruch eines Krieges kann sofort das dritte Dpp.pel.geschwader von 17 Schiffen formiert werden! Die Herren des Flottenvereins, können denn auch dieses hehre Ziel nicht rasch genug erreichen, und deshalb sind sie auch mit der geplanten Herabsetzung der Ersatzpflicht um fünif Jahre noch lange nicht zufrieden. Sie verlangen— man könnte ob des Wahnsinns, der aus diesen Wünschen spricht, beinahe lachen—, daß die gesamte deutsche Flotte unverzüglich durch neue Riesenbauten ersetzt wird. Man lese nur, was Graf Reventlow schreibt: »Für die im Jahre 1906 auf Stapel gelegten Schlachtschiffe und Panzerkreuzer ist ein gesetzliches Alter bezw. Eintritt der Ersatzpflicht von 20 Jahren zulässig und nötig. Alle übrigen Schiffe, welche wir jetzt haben, müssen ersetzt werden, u n- abhängig von jeder Altersgrenze. Das wäre sinn- gemäß und würde seine Grenzen nur finden in den Kosten und der Leistungsfähigkeit von Werften und einschlägigen Industrien." Wir wissen, daß sich die Leistungsfähigkeit der Werften und aller in Frage kommenden Industrien bis inis riefen- hafte steigern läßt, wenn nur die Rentabilität der not- wendig werdenden Neuanlagen durch langfristige Aufträge gesichert wird. Dafür würden unsere von Vaterlandsliebe überschwellenden Werftaktionäre und Panzerplattenpatrioten schon Sorge tragen. Eine Grenze ist dem Wahnsinn derer vom Flottenverein nur in der f i n a n z i e l l e n L e i st u n gs- fährgkeit des Volkes gegeben. Diese Kostengrenze liegt aber für die auf dem Geldsack sitzenden Marine- Übermenschen da, wo für die breiten Massen des Proletariats der Hungertyphus beginnt. Denn neue Rüstungen so ge- waltiger Natur bedeuten eine geradezu wahnwitzige An- spannung der Steuerschraube! nie Unwissenheit Im Dienste des Kapitals. Unsere Untersuchung der Gewinne einiger der größten Werke der deutschen Eisenindustrie ist der bürgerlichen Presse sehr un- bequem. Das Ergebnis, daß in diesen Werken 100090 Arbeiter 64'/i Millionen Mark Reingewinn geliefert haben, läßt sich nun allerdings nicht ableugnen. Die Feststellung ist auch deswegen un- bequem, weil gegenüber der Steuer von 644 M., die hier dem Arbeiter vom Kapital abgenommen wird, das Gerede von den hohen Gewerkschaftsbeiträgen denn doch verstummen mutz. Die „Deutsche Tageszeitung" verlor allerdings deswegen keinen Moment lang ihren Uebermut. Da die Arbeiter, wie sie meint, ja ziemlich das Doppelte als Arbeitslohn bekommen, sei dieser Betrag für die Aktionäre eigentlich � noch sehr gering, ein Witz, der bei den, wie Herr Liman festgestellt hat, minder intelli- gentcn Lesern dieses Blattes gewiß mit wieherndem Gelächter be- antwortet wird. Auf Arbeiter allerdings wird dieses Argument gerade keinen besonderen Eindruck machen. Die Bekämpfung unserer Feststellungen muß also den kapitalistischenJnter- essen sehr willkommen sein. Eine solche„Widerlegung" hat alle Aussicht, durch die gesamte bürgerliche Presse zu wandern und damit für das Blatt, das sie Veröffentlicht hat, kostenlos Reklame zu machen. Und eine solche Widerlegung wird um so lieber genommen von einer Seite, die als sozialdemokratisch oder wenigstens ehemals sozialdemokratisch vorgeführt werden kann. Denn auch darin kommt die Autorität, die sich die Sozialdemokratie weit über die eigenen Kreise hinaus erworben hat, zur Geltung, daß, was ein angeblicher Sozialdemokrat sagt, mit viel größerem Interesse und größerer Aufmerk- samkeit aufgenommen wird. Alle diese Eigenschaften sind also in dem ehemaligen Sozialdemokraten Georg Bernhard ge- geben. Er gibt ein wöchentlich erscheinendes Blättchen heraus, in dem er die stilistischen Künste, die er seinerzeit als Mitarbeiter der „Zukunft" bei Herrn Horden gelernt hat. in den Börsenjargon übersetzt. Dieser angenehmen Form entspricht ein gleichwertiger Inhalt. Herr Bernhard belustigt allwöchentlich die Borsenbesuchcr mit allerhand Mätzchen und hat in neuerer Zeit in seinem litc- rarischen Tingeltangel auch eine besonders zugkräftige Nummer, die Beschimpfung des„Vorwärts". Geschäft ist Geschäft und Herr Bernhard glaubt, leben zu müssen. Nachdem er vor kurzem den. Vorwärts" wegen des Pflicht- gemäßen Eintretens für den Jandorf-Bohkott überfallen hat, pöbelt er ihn jetzt wegen unseres Nachweises der Renta- bilität der Großindustrie an. Nun passiert dem Bernhard dabei das Malheur, daß er über ökonomische Erscheinungen sprechen mutz, von denen er wirklich nichts versteht. Bernhard ist allerdings eine ökonomische Spezialität. Er hat einmal Marx gelesen und ist dabei auf den sublimen Gedanken verfallen, Marx kapitalistisch zu exploitieren. Das ist aber eine Sache, die auch originelleren Leuten mißglücken müßte. Bei Bernhard ist daher der Marxismus sehr rasch verflogen und nur der kapitalistische Tintenkuli geblieben. Das fortwährende Herumlaufen an der Börse und die auSschließ- liche Lektüre von Geschäftsabschlüssen und Bankbilanzen hat die spärlichen Ansätze systematischen Wissens längst verlöscht. Uebrig geblieben ist nur eine greuliche Konfusion.� die um so komischer wirkt, als sie mit einer grotesken Einbildung und Selbst- Überhebung einhergeht. Wie manche Makler auf der Börse sucht auch Bernhard seine Geschäfte durch das Ueberschreien der anderen zu machen. Nur schade, daß dieses Geschrei höchstens seinen Kol- legen in der Unwissenheit imponieren kann. Wie oberflächlich dieser Bernhard auf einem Gebiete verfährt, wo er sich als be- sonderer Kenner aufspielt, dafür ein kleines Beispiel. Der Mann veröffentlicht alljährlich im März eine Besprechung der Bilanzen der Großbanken. Dabei berechnet er die Rentabilität des Kapitals. Er zieht nicht nur das Aktienkapital in Betracht. Denn dann ergäbe sich z. B. aus der Bilanz der Deutschen Bank für 1906, daß sie einen Bruttogewinn von 24,45 Proz. und einen Reingewinn von 14,05 Proz. auf das Aktienkapital gemacht und ihren Aktio- nären 11 Proz. gezahlt hat. Er macht eine andere Rechnung auf, indem er als werbendes Kapital die Depositen, Kre- ditoren, Akzepte und Reserven hinzurechnet und nun findet, daß, auf dieses„werbende Kapital" berechnet, der Brutto- gewinn 2 Proz. und der Reingewinn gar nur 0,9 Proz. ausmacht. Und erstaunt legt der gute Bernhard den Finger an die lange Nase und ruft aus: Da sieht man, wie gering sich diese großen Kapitalien verzinsen, und sofort konstatiert er ein ökonomisches Gesetz, wonach mit dem zunehmenden Kapital das Erträgnis zu sinken pflegt. In seiner Gedankenlosigkeit hat der Mann nur ein paar Kleinigkeiten vergessen. Zunächst das eine und wichtigste. Aus den Erträgnissen der Bank werden bekanntlich die Zinsen auf die Depositen gezahlt. Dem Bankier freilich erscheint das als Ausgabe. Rechnet man aber die Depositen dem Kapital der Bank zu, so mutz man natürlich auch die Z i n s e n. die dieses Kapital den Eingcntümern bringt, als G e w in n dieses Kapitals buchen, nicht aber als U n k 0 st e n der Bank. Bernhards Ver- fahren ist offenkundiger Blödsinn, der sich allerdings daraus erklärt, daß der Mann einfach die Bankierbuchhaltung als der Oekonomie letzter Schluß betrachtet. Er ist so befangen in den Bankiervorstcllungen, daß er überhaupt zu jeder Kritik unfähig ist. Daher nennt er auch alles Kapital, was dem Bankier so erscheint, und rechnet den Kredit des Bankiers einfach zum Kapital. Während ex aber die Kreditoren zum werbenden
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