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Nr. 290.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

24. Jahrg.

Die Inferions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene stolonel zeile oder deren Raum 50 Pig, für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 fg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett­gedruckte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jebes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet.

Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Die Methode des Flottenwahnfinns.

Die Ausgaben für unfere Marine find ins Ungeheuerliche an­gewachsen. Während sie 1888 erst 51 Millionen, 1898 181 Millionen betrugen, betragen sie 1908 bereits weit über 300 Millionen und tverden schon in den nächsten Jahren auf 400 Millionen pro Jahr angewachsen fein. Also eine Verachtfachung der Ausgaben in zwei Jahrzehnten!

Millionen oder mehr erhöhen werden!

Donnerstag, den 12. Dezember 1907.

zu bauen, also zusammen nur noch zehn Schiffe, kaum mehr als die Hälfte der im vorhergehenden Jahrfünft auf Stapel gelegten Schiffe! Da ist es natürlich kein Wunder, daß die Flotten treiber als Sach walter des Marinefapitalismus ver­Tangen, daß bis 1917 noch weitere 6 Linienschiffe und 6 große Kreuzer in Bau gegeben werden!

Die Regierung hat ja durch ihren Bauplan den Panzerplatten­patrioten Wasser auf die Mühlen geliefert! Machte sie nicht gemein­fame Sache mit den Marinelieferanten, so hätte sie eine andere Ver­teilung des Bauplans vornehmen müssen! Aber die Regierung will schon spätestens 1911 oder 1912 abermals eine neue Flottenvorlage präsentieren, deshalb die Beschleunigung und Häufung der Schiffs bauten in den nächsten 5 Jahren!

Dem Flottenwahnsinn liegt eben eine wohlüberlegte Methode zugrunde!

Der polizeifürchtige Freifinn.

-

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV; Str. 1984..

Der Ausspruch verdient hier verzeichnet zu werden, damit man auch außerhalb des Reichstags erfährt, daß wirklich noch Exemplare von solch rückständiger Anschauung und erstaunlicher Unwissenheit über die Stellung der Frau in der kapitalistischen Gesellschaft ein Mandat als Volksvertreter erlangen.

Der elsässer Abgeordnete Wetterlé unterstützte die gestrige Rede des Lothringers Grégoire auf Grund spezieller elsässischer Er­fahrungen. Auch für ihn war natürlich die Sprachenklaufel des §7 unannehmbar. Er wollte sich auch nicht mit der wohlwollenden Ausnahmebehandlung vertrösten lassen, die verschiedene Blockredner. den Elsaß - Lothringern in Aussicht gestellt hatten. Auf unsere Minister können wir uns nicht verlassen", meinte er, die werden uns ja per Post aus Berlin zugeschickt". Er vergaß nur, mitzu­teilen, ob diese Sendungen in Straßburg etwa als Sperrgut oder als Muster ohne Wert" eintreffen.

herauskommen müsse.

Und es ist obendrein gar kein Ende dieser ungeheuerlichen Aus­gaben abzusehen. Wer sich einbildete, daß durch Annahme des Flottengefezes vom Jahre 1900 die Flottenbauten bis zum Jahre 1917 geregelt seien, hat sich bitter enttäuscht gefehen. Bereits 1906 Der konservative Abgeordnete Schidert aus Ostpreußen tourde eine Novelle zum Flottengesetz von 1900 angenommen, und stümperte darauf einen feierlichen Einspruch gegen jede Nieder­gegenwärtig wird ja. in der Budgetkommission über ein neues reißung der in der Gesetzesvorlage vorgesehenen Schranken zu­Flottengefez debattiert. Dabei ist es totsicher, daß wir bis spätestens im Jahre 1912 ein weiteres Flottengefez erhalten werden, Paragraphen 7- die jetzige Fassung wird, glaube ich, kaum um seine Partei gegen die kulturkämpferischen Angriffe des frei­ Aber andererseits muß bei der neuen Fassung des sammen, damit wir nicht in die Anarchie hineinsteuern". Namens des Zentrums ergriff dann Herr Spahn das Wort, durch das die jährlichen Kosten der Flotte sich abermals um hundert eine Mehrheit im Hause finden auch berücksichtigt werden, sinnigen Abgeordneten Müller Meiningen und gegen den Vor­Müller- Meiningen daß die Polizei die Möglichkeit der Ueberwachung von Verwurf des Kompromisselns zu verteidigen. Er behauptete, feine Das Flottenrüsten geht eben mit Naturnotwendigkeit ins Ufer- sammlungen der Polen hat." Im Reichstage hat ein Redner Bartei habe sich nur auf solche Kompromisse eingelassen, bei denen lofe. Deutschlands Rüsten wird vom Ausland durch ein forciertes diesen Satz gesprochen und dieser Redner war nicht ein wenigstens ein kleiner Fortschritt herausgekommen sei, während die Striegsschiffbauen beantwortet. Dann ist die Reihe wieder an Stonservativer oder ein Zentrumsmann, sondern ein Frei- freisinnige Partei im vorliegenden Fall sich auf irgend eine Um Deutschland . Und so weiter ins Unabsehbare. Und je zahlreicher sinniger! Herr Müller- Meiningen, eine der Leuchten der gestaltung des§ 7 einlassen wolle, wobei zweifellos ein Rückschritt. die Flotte wird, desto zahlreicher werden die Ersatzbauten, die heute Bolkspartei! nach 20 Jahren, übers Jahr aber vielleicht schon nach 15 Jahren Was nicht alles mit freisinnigen Grundsägen verträglich Die Nationalliberalen schickten dann einen zweiten protestan für notwendig erachtet werden. Bei 38 Linienfchiffen und 20 großen ist.( Denn daß die gewahrt werden sollen bei der Teil- tischen Theologen ins Gefecht, den Lizentiaten verling, Ge­Kreuzern werden schon bei 20 jährigem Dienstalter dieser Schiffe nahme an der Blockpolitik hat ja Herr Wiemer mit schäftsführer des evangelischen Bundes. Offenbar kam es ihnen dauernd jährlich drei Ersaybauten notwendig, die allein 120 Millionen dröhnendem Pathos int Reichstage feierlichst versichert.) also auch nur darauf an, die Situation kulturkämpferisch auszu­tosten, sofern sich die Baukosten, wie höchst wahrscheinlich, nicht noch was nicht alles mit ihnen verträglich ist! Eine Partei, die nutzen, um ihre arbeiterfeindliche Haltung bei Erörterung des Ge­ganz beträchtlich erhöhen. Die Ersatzbauten für kleine Kreuzer und fich freifinnig nennt, erklärt es für notwendig, daß die Polizei fetes zu bemänteln. Während Herr Hiebers von oratorischen andere Schiffsgattungen find dabei noch gar nicht eingefchloffen! Bersanunlungen überwachen kann! Die Polizeifürchtigkeit des Myrrhen triefende Salbung ihn zum Hofprediger oder Kirchweth Weiterhin aber beweisen die bisherigen Baupläne, daß man die deutschen Durchschnitts- Bürgers ist weltbekannt. Wenn er sich redner prädestiniert, verrät Herrn Everlings schwerfällig tiftelnde Ersatzbauten zusammendrängt, am Beginne der Bauperiode teine Menschenansammlung ohne die vorsorgende Behütung Manier den Katechismuserklärer, der sich sein Lebenlang vergeb häuft. Dadurch schafft man während des Restes der Bauperiode durch Schuyleute vorstellen kann, wen wird es wundern! fich abgemüht hat, das. Kamel des Glaubens durch das Nadelöhr einen künstlichen Arbeitsmangel für die Panzerplatten Aber eine freisinnige Partei! fabrikanten und Schiffswerften, dem man dann durch Neu- nach dem Schutzmann ruft! Eine freisinnige Partei, die der Vernunft zu treiben. Sein Spintifieren über den Unterschied Die nach der Behütung und katholischer Orden und evangelischer Diakonissenvereine Hatte Bauten, also Vermehrungsbauten abzuhelfen sucht. Bevormundung des Bürgers durch den Polizisten schreit! mit der Sache nichts zu tun. Dmit So schwillt die Zahl der Schiffsbauten immer mehr an, und die du herrliche Blockpolitik! Kosten wachsen ins Aschgraue! Genosse Legien mischte sich in den Streit zwischen den Die prinzipielle Erklärung des Herrn Müller Meiningen Geschorenen und Gescheitelten nicht weiter ein, er protestierte nur, Wir brauchen uns nur die bisherigen Flottengesetze und Bau- läßt es auch begreiflich erscheinen, daß der Freifinn bei dem daß die Geistlichkeit ihre engherzige konfeffionelle Intoleranz in pläne ein wenig näher anzusehen, um wahrzunehmen, welch un§ 7 des Vereinsgefeßentwurfs, der die Auflösungsbefugnisse dem Vereinsgefeß zur Geltung bringen wollte. Die Mängel des heimliche Methode dem Wahnsinn unseres Flottenrüstens zu der Polizei festsetzt, weiter feine Beklemmungen verspürt. Gesetzes unterzog er dann vom Standpunkt des Arbeiterinteresses Wer einmal anerkennt, daß die Bürger vor dem Mißbrauch einer wuchtigen Kritik. Gegenüber den Bemerkungen bürgerlicher Das Flottengefes von 1898 fegte den Schiffsbestand auf der Vereins- und Versammlungsfreiheit durch überwachende Redner, daß man für die Landarbeiter ein besonderes Gesetz 27 Linienschiffe und 12 große Kreuzer fest. Dabei waren unter Polizisten bewahrt werden müssen, dem kann es ja auch schaffen müsse, erklärte er, das hieße, diese wichtige Frage auf die den 27 Linienschiffen noch 8 Süstenpanzer, die ausdrücklich als folche ziemlich einerlei sein, wie groß die Befugnisse der polizeilichen lange Bank schieben. Mit wenigen Säßen könne die volle Sicherung bezeichnet waren. Das Flottengesetz von 1900 erhöhte die Zahl der Vorsehung bemessen werden. Dem tann es nicht viel aus des Koalitionsrechts und des Versammlungsrechts für die and. Linienschiffe auf 88( die 8 Küstenpanzer" avancierten dabei zu Linien- machen, daß die Auflösungsbefugnisse des überwachenden arbeiter in das Gesch hineingearbeitet werden. Der§ 7 ge= schiffen, die nach dem Bauplan durch vollwertige Linienfchiffe Beamten in geradezu ungeheuerlicher Weise gegen das jetzt fährde auf das schwerste die ganze Gewerkschafts. zu ersetzen waren!) und 14 große Kreuzer! Die Flottennovelle von geltende preußische Recht ausgeweitet werden. Daß fünftig bewegung, da durch die nur von einigen Seiten angeregte Be 1906 endlich vermehrte durch Bewilligung von 6 großen Kreuzern Bersammlungen schon aufgelöst werden können, wenn ein schränkung des Berbots nichtdeutscher Sprachen auf die west­deren Zahl auf 201 Jm ganzen also brachten die beiden Flotten- Redner nach Ansicht des Ueberwachenden eine Majestäts- deutschen Landesteile gerade für die zahlreich dort tätigen Polen , geseze von 1900 und. 1906 11 Linienschiffe und 8 große Streuzer beleidigung ausspricht, oder eine Staatseinrichtung wider Ungarn , Italiener von der Beeinflussung durch die Gewerkschafts­mehr! Und nun liegt bereits ein neues Flottengesetz vor, das verbesseres Wissen schlecht macht. Wenn fünftig also ein bewegung ausgeschlossen und als wehrlose Lohndrücker für das Tangt, daß bis 1912 5 Linienschiffe mehr auf Stapel gelegt Redner vom Schandwahlrecht, von der Dreiklassenschmach, Ausbeutertum erhalten würden. In kräftigen Worten nagelte werden sollen, wofür der Bau eines großen Kreuzers zurückgestellt von dem Dreiklassenhaus spricht, so ist der Fall des Ver- unser Redner im besonderen den Freisinnigen Müller auf seine ächtlichmachens einer Staatseinrichtung des preußischen Drüdebergereien fest und tennzeichnete die vielfachen polizeilichen Um die Flotte auf den Bestand von 38 Linienschiffen zu Landtagswahlrechts und des preußischen Abgeordneten- Schikanen, denen die Arbeiterbewegung durch die polizeilichen Wort­bringen, wurden zunächst bon 1901-1906 zehn Linienfchiffs hauses- gegeben und der Vorfißende ist aufzufordern, dem entziehungsbefugnisse und die angedrohte Einführung einer Alters-. vermehrungsbauten auf Stapel gelegt; ein elfter Neubau wird Redner das Wort zu entziehen. Und spricht einer von ehr- grenze für Versammlungsteilnehmer ausgesetzt sein würde. 1910 in Angriff genommen. Von 1906 begann dann die Inangriff losen Verrätern im Lohnkampf, so ist wiederum Auflösung. Nach ihm protestierte der Bole Chrzanowski gegen die nahme der 17 Linienschiffserfaßbauten, die durch das Flottengele nötig, denn das ist ein Vergehen gegen den§ 153 der Ge- Angriffe des Herr v. Bethmann- Hollweg , dann wurde wieder durch von 1900 bewilligt worden waren. fällig waren von diesen werbeordnung und da ist auch ohne Antrag zu verfolgen. Die Blodmehrheit die Debatte geschlossen. Ersatzbauten von 1901-1918 secs, bon 1914-1917 elf. Nach Und so fort in bunter Folge. Das hinderte aber zwei Nationalliberale, die selbst dem Bauplan des Flottengefeßes wurden jedoch 1906-1913 3 tvö If Es ist eben notwendig, daß die Polizei die Versamm für den Schluß gestimmt hatten, nicht, sich darüber zu beklagen, daß und von 1914-1917 nur fünf Erfagbauten vorgesehen! Man Iungen überwachen kann, sagt der Freifinn. Und wenn sie sie nicht zum Wort gekommen wären. baute die Schiffe also gerade im umgelehrten Berhältnis überwacht, muß sie doch auch etwas zu sagen haben. Das Nach sehr weitschweifigen aber inhaltslosen persönlichen Be­zum Termin der Fälligkeit ihres Erfages! Angeblich, um eine versteht sich für den polizeifürchtigen deutschen Bürger merkungen des Herrn Müller ging die Vorlage an die Kommission. gleichmäßige Verteilung der Bauten zu erzielen; in Wirklichkeit, um von selbst. ja recht bald möglichst viel Schiffe fertig zu stellen, um dann mit nenen Forderungen kommen zu können!

grunde liegt 1.

werden soll!

Die Flottennovelle von 1906 bewilligte dann die schon er wähnten sechs Vermehrungsbauten von großen Kreuzern, die nach dem Bauplan zwischen 1906 und 1912 gebaut werden. Ferner ver­langt das neue Flottengefez, das das Dienstalter der Linienfchiffe auf 20 Jahre herabsetzt, bon 1908-1912 fünf Linien­schiffserfaßbauten mehr, wofür ein großer Kreuzer zurückgestellt wird. Für den Zeitraum von 1908-1912 ergibt sich nach alledem folgender Bauplan: Linienschiffe Große Kreuzer Vermehrungs Eriazz Vermehrungss Ersatz­bauten bauten

Baujahr

1908

1909

1910

1911

9

1912

1

bauten

bauten

3.

1

3

1

3

-

2

1

1 12

1

1

4

1

In den fünf Jahren 1908-1912 werden also nicht weniger als 18 große Schiffe auf Stapel gelegt! Deutlicher kann die Methode der Beschleunigung und Häufung der Schiffsbauten gar nicht hervortreten! In den folgenden fünf Jahren 1918-1917 find aber nach dem Bauplan jährlich nur noch je ein Linienschiff und ein großer Banzer

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Beendigung der Vereinsgefetzdebatte.

Politische Ueberlicht.

Berlin , den 11. Dezember 1907. Aus dem Reichstag . Zu Beginn der Sihung beran­Wahlreden im preußischen Landtage. staltete der antisemitische Abgeordnete Bindewald Freiübungen Wer nicht weiß, daß die Neuwahlen zum preußischen Landtag auf der Rednertribüne mit Armen und Beinen. Es wäre aber bevorstehen, der hätte, wenn er der Mittwochfibung des Abgeord ratsam, daß er sich in seinen Mußestunden künftig beffer trainiert. netenhauses beiwohnte, in den Glauben versetzt werden können, Trotzdem Herrn Bindewald seine Gliederberrenkungen offenbar daß es auf der ganzen Welt tein Barlament und keine Regierung viel Schweiß kosten, machen sie einen viel zu flügelmännisch unge- gibt, die besser auf das Wohl der Staatsbeamten bedacht ist als lenken Eindruck, als daß sie eine wohltuende Wirkung auf die Zu- das preußische Dreiklassenparlament und die preußische Regie­schauer ausüben könnten. Indes gelingt es vielleicht ein andermal rung. Die Redner der verschiedenen Parteien überboten sich förm­beffer. In den Bausen zwischen seinen turnerischen Freiübungen lich im Wettlauf um die Gunst der Beamten, deren Stimmen fie gab. Herr Bindewald auch Bemerkungen über das Vereinsgesetz bei den Wahlen gebrauchen können, und auch die Regierung läßt es zum besten. Als Hesse tonnte er nicht umhin, vom Standpunkt sich etwas kosten, die Unzufriedenheit unter den Beamten zu be­der weitgehenden Versammlungsfreiheit seines Heimatlandes aus feitigen. gegen die reaktionären Berschlechterungen fich zu wenden, mit Bon 1891 bis 1898- unter Miquel wurde cine etappen. denen der Entwurf uns bedrohe. So kam dieser Kleinbürgerliche weise Aufbefferung der Beamtengehälter vorgenommen. Die Ges Antisemit sogar in der Lage, den Nationalliberalen den Mangel an haltsregelung galt als abgeschlossen, obwohl zahlreiche Wünsche ,. freiheitlicher Gesinnung vorzuwerfen, der so traß in der Rede des namentlich der Unterbeamten, unberücksichtigt geblieben waren. In salbungsvollen Herrn Hieber zutage trat. Seine eigene Rückstän- der schroffften Form fanzelten die Regierungsvertreter des Hauses bigkeit bekundete Herr Bindewald aber dann, indem er gegen die die Beamten ab, die sich mit Bittgesuchen an den Landtag wandten; Erteilung des Versammlungsrechtes an die Frauen es wurde ihnen das Betitionsrecht direkt versagt, ja die Regierung fein Machtwort losbonnerte: Die Frau gehört ins Haus! Sie ging fogar gegen Beamtenvereine vor, die sich in einer ihr nicht muß bewahrt werden vor dem Schmutz des öffentlichen Lebens!" ganz genehmen Form mit Gehaltsfragen beschäftigten.-