Nr. 294.
Abonnements- Bedingungen:
Abonnements. Preis pränumerando? Bierteljährl. 8,30 m, monatl. 1,10 ML, möchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. PostEbonnement: 1,10 Mar! pro Monat. Eingetragen in die Post- Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Postabonnements nehmen ant: Belgien , Dänemark , Holland , Italien , Luxemburg , Bortugal, Rumänien , Schweden und die Schweiz .
Ericheint täglich außer Montags.
für
Vorwärts
Berliner Volksblatt.
24. Jahrg.
Die Infertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene stolonel. geile oder deren Raum 50 Big., für politische und gewerffchaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 fg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Big., jedes weirere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jebes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin ".
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.
Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Der Block der Reaktion.
Dienstag, den 17. Dezember 1907.
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.
"
"
2
Der
Leiner engeren Annäherung von Zentrum und Konservativen. Der Tübinger Professor Dr. Günter gehört der philosophischen Dieses Bündnis richtete seine Spitze wider die Liberalen, wurde( nicht der theologischen) Fakultät an. Er befleidet die etatsmäßige es doch erst dann wirkungsvoll, wenn der Liberalismus aus außerordentliche Professur für Geschichte, die herkömmlicherweise feiner parlamentarischen Herrschaft verdrängt und in die Ge- mit Rücksicht auf die Studierenden der katholischen Theologie Das Zentrum tritt für Ausbeutungsfreiheit ein, wo es folgschaft jener beiden Parteien gezwungen ward. Und auch mit einem Gelehrten katholischer Konfession besetzt wird. gilt, verfinfenden Mittelschichten das Leben zu fristen; es hierzu boten gerade die Schutzölle die Handhabe. Denn sie Neben seinen größeren Vorlesungen hatte Dr. Günter schon als plädiert für Arbeiterschutz, wenn und soweit die Geschäfts- fördern den Kapitalismus nicht nur in der Landwirtschaft, Privatdozent im Wintersemester 1901/02 und im Sommersemester 1902 interessen des Großkapitalismus dadurch gefördert werden. sondern sind ein mächtiger Hebel feiner allgemeinen Ent- ein einstündiges Kolleg über Mittelalterliche Heiligen Klar und deutlich erhellt diese Verbindung großkapitalistischer faltung. legenden" gelesen, und diese Vorlesungen bis 1906 fortgesezt. Im und mittelstandsretterischer Tendenzen aus seiner Agrarpolitik. Die Verwandlung direfter Steuern in indirekte oder eine Mai 1906 veröffentlichte Dr. Günter sein Buch 2egenden Einsichtige Anhänger des Zentrums waren sich vom ersten Herabminderung jener durch Einführung dieser läßt sich der studien", dessen Inhalt die ultramontanen Kreise sehr aufregte, Augenblick darüber klar, daß Schutzölle daß Schutzölle dem selbst- Stapitalismus gern gefallen. Er hat nichts zu erinnern, wenn obgleich es fo harmlos wie möglich ist. Der Bischof Dr. Keppler wirtschaftenden Klein- und Mittelbauer nicht zu helfen die Staatslasten in wachsendem Grade auf die Befitlosen ab- gab dem Professor einen zarten Wint, von der Behandlung dieses vermöchten. Nicht nur der westfälische Bauernfönig gebürdet werden. Daß das der Landwirtschaft geliehene Sapital Gegenstandes abzusehen, bis sich die Erregung gelegt. v. Schorlemer- Alst wandte sich noch 1878 gegen diese und zinsfähig bleibt, daß der Wert des Bodens und seine Ver- habe". Professor Günter folgte diesem Winke ohne zu mudsen. jede andere Art der Brotverteuerung, eine ftattliche Anzahl schuldungsgrenze und damit die Ausbeutungsmöglichkeit der literarischer Zentrumstoryphäen verurteilt die heutige Steuer- ländlichen Arbeit steigen, findet gleichfalls seine Billigung. Von die„ Erregung" habe sich genügend„ gelegt". Er kündigte also an Anfangs des Wintersemesters 1907/08 glaubte Professor Günter, politik aus wirtschaftlichen, rechtlichen und religiösen Gründen. So der ausländischen Konkurrenz befreit, plündert das heimische daß er seine einstündigen Vorlesungen über„ Heiligenlegenden" fortschreibt, um nur eine Stimme unter vielen sprechen zu lassen, Stapital patriotisch den nationalen Markt. Es vermehrt sich fezen werde. Damit fam er aber beim Bischof bös ant. Bachtler von einer grausenhaften Massenarmut", die durch schneller und in wachsender Progression; die Industrien Bischof ließ den Professor durch den Direktor des fatholischdas Besteuerungssystem, besonders durch Mißbräuche in der konzentrieren, fyndizieren, kartellieren sich. Die Tendenz theologischen Komitees Dr. R ed ersuchen", die angekündigte Vor indirekten Steuer ", gefördert werde. Was an Staatslasten zum Monopol und zu wucherischer Ausnutzung des- lesung fallen zu lassen. auf die Plutokratie entfalle, sei eine Bagatelle, verglichen mit felben tritt offen und offener hervor. Ein Ueberfluß an redung des- lesung fallen zu lassen. In der„ freundschaftlichen Unterder Bürde, welche die Armen und Halbarmen zu tragen Stapital entsteht, der im Inland feine Unterkunft findet. Die Bemerkung fallen, falls Günter sich den Wünschen" des Direktors und des Professors ließ Dr. Red hätten. Die ökonomische Kluft zwischen reich und arm werde Er wird größer und drängt energisch ins Ausland. Die Aera des Bischofs nicht füge, könne er, nicht nur täglich größer und das Proletariat zahlreicher, der Weltpolitif hebt an! Das Proletariat bezahlt sie, das Lage tommen, den Stonviktoren den Besuch der Vorsondern die Forderungen des radikalen Sozialismus ge- Stapital verdient daran. Landheer, Flotte, Kolonien drei winnen den Anschein der Gerechtigkeit, indem die„ Expro- Geschäftszweige mit Riefenprofiten! Sie stürzen den Staat lesungen Günters zu verbieten. priation der Expropriateurs" als Art der notwendigen Rüd- in ein Meer von Schulden, das Kapital streicht Emissions- widerspruchslos fügte. Er wagte nicht einmal der philoDie Folge der Unterredung war, daß Profeffor Günter fich erstattung auftritt." differenz und Zinsen ein. Und wie das eigene Land unter- fophischen Fakultät oder dem Senat Anzeige von dem VorAber gerade in der Frage der in der Frage der Schutzölle offen- jocht es andere Völker friedlich durch die Börse. barte sich mit nicht mißzuverstehender Augenscheinlichkeit, Aber die Schutzölle verteuern die Produktion und drücken gehen des Bischofs zu machen. Es verlautet, Professor Günter daß in der Politik die materiellen Interessen das primäre, die auf den Konsum der Massen. Die schnellere Sättigung des babe fein Debüt als firchlicher Märtyrer damit zu entschuldigen ber Ideologien lediglich ein sekundäres Moment darstellen. Die Markts vermehrt den Abfluß an Kapital, die Entwickelungs. fucht, daß er bezweifelt habe, bei einem Konflikt mit dem Bischof Befehrung der bürgerlichen Parteien vom Freihandel zum möglichkeiten der Industrie gelangen nicht mit voller Bucht bei seinen Kollegen Unterstützung zu finden. Herr Profeffor Günter Schutzoll ging mit verblüffender Schnelligkeit vor sich. Als zum Austrag. Der Proteftionismus bedeutet für die be- muß demnach, was die Rüdgratstärke, Ueberzeugungstreue und Bismard Ende der siebziger Jahre die Schwenkung in der fizenden Cliquen nicht nur Stonzentration des nationalen Stollegialität der deutschen Professorenschaft anbetrifft, feltsame Ergesamten inneren Politik vorbereitete, nannte er in einer be- Stapitals, er ist auch Mittel der Profitverteilung. Während fahrungen gemacht haben. fannten Reichstagsrede die direkten Steuern einen harten und er den Klassenfampf wider das Proletariat verschärft, läßt Das württembergische Kultusministerium stellt mun in feiner plumpen Notbehelf. Nur die Einkommensteuer der er den Interessenkonflikt der kapitalistischen Gruppen unter ein- Entscheidung fest, daß der Fall Günter mit der letzten päpstlichen wirklich reichen Leute bon etwa 6000 Mark Mart Ein- ander nicht zur letzten jeweils möglichen Entfaltung fommen Enzyklika gegen den Modernismus insofern in feinem Zusammentommen an" folle man beibehalten, nicht als Finanz- und wirft so als Hebel der Sammlungspolitik. Politisch hang steht, als er sich vor dem Erlaß der Enzyklika, nämlich am steuer, sondern mehr als Ehrensteuer"; sie fönne wie wirtschaftlich ist mithin der Kapitalismus an der Schutz- 4. August d. J. abspielte. Das Ministerium teilt ferner mit, daß, ja so ungeheuer viel nicht einbringen. Die indirekte zollpolitik im höchsten Grade interessiert, und deshalb sind die als die Geschichte ruchbar wurde, die philosophische Fakultät beim Steuer empfehle sich als weniger fühlbar. liberalen Parteien, die ihn parlamentarisch vertreten, die Senat sich beschwerte über das Vorgehen der firchlichen Behörde.
"
"
"
"
der Direktor, in die
Für die Liberalen und die Konservativen waren geborenen Heloten des fonservativ- klerikalen Bundes, der mit Bei der Erstattung des eingeforderten Berichts an die Regierung hat δας„ populäre Wahrheiten" und für das Zentrum der Verdeckung des Gegensages von großer und fleiner der Senat sich die Beschwerde der philosophischen Fakultät nicht minder. Namens des legteren erflärte sich Windt- Grundwirtschaft erst die Vorbedingung der Schutzzollpolitik nicht nur zu eigen gemacht, sondern auch ein amtliches horst in der Forderung, die direkten Steuern in geschaffen hat. Einschreiten gegen den Profeffor Günter gefordert. indirekte zu verwandeln oder durch Einführung indirekter die Daraus erklärt es sich, weshalb die Liberalen wirt- Das Ministerium hat nun dem Professor Günter eröffnen lassen, es direkten zu zu vermindern, mit dem Reichskanzler ein- fchaftlich ziemlich alles, politisch nichts erreichen. So bringt fei aufgefallen, daß er auf den vom Bischof gegebenen Nat verstanden". Da die Bewilligung aber in verschiedenen auch die Blockära der Börse in den Kolonien freien Spiel- und auf die Drohung des Sonviftsdirektors sofort auf die AbBarlamenten lag, war er besorgt, daß das Pro- raum, aber von politischen Konzessionen an den Freifinn ist haltung der Vorlesung verzichtet habe, obwohl cedere" auch Zug um Zug" vor sich gehe. Innerlich feine Rede. Doch der Block ist ein politisches Unding und er als Mitglied der philofophifchen Fakultät hinfreilich war Windthorst ein Gegner wie des Militarismus so eine vorübergehende Erscheinung. Nicht allein sind sich die sichtlich der Ausübung seiner Lehrtätigkeit vom auch des Schutzzollsystems. Ein fleritaler Biograph macht Spekulanten der Kutte und des Säbels in der Grundfrage Bischof unabhängig sei. Jedenfalls wäre Dr. Günter fich ein späteres Urteil der Franff. 3tg." über ihn zu eigen: einig, der Steigerung ihres Profits durch Steigerung der verpflichtet gewesen, von der Nichtabhaltung einer zuvor Dem Bestreben, seine Partei für die letzten Ziele einig und Grundrente, und der Weg zur beiderseitigen Verständigung angefündigten Vorlesung der zuständigen amtlichen Stelle Anzeige start zu erhalten, hat er viel geopfert und zuweilen als fühler mithin nicht allzu schwer zu finden. Der reaktionäre Block zu erstatten. Realpolitifer auch seine eigene Ueberzeugung untergeordnet in des Zentrums und der Konservativen ist denn auch durch den Dr. Günter habe durch sein nicht zu Billigenbes Fragen, die anderen als unantastbare Prinzipien gelten. Er Streich Bülows und die letzten Wahlen nicht gelockert, sondern Berhalten den staatlichen Behörden von vorn hat der Schutzzollpolitik und dem Militarismus nachgegeben, innerlich gefestigt worden. herein die Möglichkeit genommen, ihn gegen das als er glaubte, daß er gegen die Strömung nicht mehr an- Liberale Politik wäre in Deutschland nur möglich, wenn von ihm selbst als Eingriff in seine Lehrtätig. fämpfen fonnte, ohne die Partei zu sprengen und damit die der Stampf zwischen ländlichem Groß und Kleinbesitz offen feit empfundene Vorgehen der tirchlichen BeWurzel seiner Macht zu zerstören." Die Vorgänge, die damals entfesselt, wenn nicht nur die politische, sondern vor allem hörden zu schützen." den Zerfall des Zentrums in greifbare Nähe gerückt hatten, die wirtschaftliche Einheit von Zentrum und Konservativen Diese scharfe Zurechtweisung des furchtsamen Professors gelagen auf wirtschaftlichem Gebiete. und damit des Zentrums selber zerrissen würde. Das letztere winnt dadurch noch an Bedeutung, als sie sich in der HauptDem Fortschritt zum Großkapitalismus Deutschlands ging war es, was Bülow versuchte und was ihm mißlang. Es fache, wenn auch indirekt, gegen den Bischof felber wendet. wie allenthalben in Westeuropa eine Steigerung der Grund- bedarf nach dem Gesagten keines Wortes mehr, warum Dem Konviktsdirektor Red, bem Werkzeug des Bischofs, wird rente voraus. Zwischen den Landesteilen östlich und weitlich es mißlingen mußte, warum seine Wahlparole wider das eröffnet, daß er seine Amtsbefugnisse durch die Androhung einer der Elbe bestand jedoch eine große Verschiedenheit der ländlichen Sentrum mit dialektischer Notwendigkeit in eine solche Maßnahme, deren Anordnung im vorliegenden Falle der KonviktsBesitzverhältnisse. Bedingt durch eine teilweise bis ins wider die Sozialdemokratie umschlug. Und da die Liberalen kommission zugestanden wäre, überschritten habe und daß in Mittelalter zurückreichende Entwickelung waren im Westen die Voraussetzungen einer liberalen Politik nicht wollen und Bukunft von ihm erwartet werde, daß er bei der Leitung Mittelbesitz und Barzellenwirtschaft vorherrschend ge- ernstlich gar nicht wollen können, wird es in Deutschland des son vifts fich genau an die gegebenen Vorworden, während im Osten die Latifundien überwogen. nicht allein feine liberale Aera geben. Dagegen hat die schriften halte." Bis in die 70er Jahre hingen die Agrarier als Getreide- Reaktion dauernden Gewinn. Der Liberalismus tann seinen Dem Bischof als dem eigentlichen Urheber des Konflikts wird Da setzte die Konkurrenz Schritt vom 25. Januar nicht mehr zurücktun, schon deshalb gefagt, daß er zwar das gesetzliche Recht habe, über die religiöse der nordamerikanischen Kolonisation, bes argentinischen, nicht, weil er ein Ausfluß des verschärften Klassenkampfes, Erziehung der Sonviftszöglinge au wachen, auch insofern, daß indischen, kanadischen, australischen Getreides ein und die der Schutzzollära selber war. Er ist dazu verdammt, der Knecht diese Erziehung nicht durch die ihnen gebotenen wissenschaftlichen Grundrente fiel. Dies hätte auf die Dauer zum der Reaktion zu sein, und die glorreiche neue Sonstellation im Vorträge gefährdet werde. Dagegen fann nach Ansicht des Minioffenen Interessenkonflikt zwischen Groß- und Stlein Reichstage ändert daran nicht das geringste. fteriums hieraus nicht die bischöfliche Befugnis abgeleitet werden, zu besitz führen müssen, und ihn zu verhindern, war dem gedachten Zwede gegenüber einem Universitätslehrer eine auf die für das Zentrum eine Lebensfrage. Es war die erste Beeinflussung seiner Lehrtätigkeit abzielende Einwirkung ausPartei, in der der Protektionismus Fuß faßte. zuüben." Nach gesetzlicher Vorschrift könne gegen einen Schutzzölle nüßen zwar an und für sich nur den kapitalistischen Lehrer der katholisch theologischen Fakultät der Universität, Formen der Landwirtschaft. Aber sie boten das Mittel, den Der Versuch der römischen Kirche, die Universität unter ihre dessen Lehrvorträge nach dem Urteil des Bischofs wider Gegensatz innerhalb der Landwirtschaft zu verschleiern, Botmäßigkeit au bekommen, hat in Württemberg zu einer die Grundsäge der fatholischen Kirchenlehre verstoßen, Groß und Kleinbesitz zu einer gemeinsamen politischen empfindlichen Niederlage der ultramontanen eine Verfügung nur von der Staatsregierung Aftion bon aussichtsreicher Dauer zusammenzuschließen. errschsucht geführt. Am Sonnabendnachmittag publizierte der getroffen werden. Dieser Grundsatz muß umfomehr Anwendung Auch hier befolgte das Zentrum die Taktik, die Interessen württembergische Staatsanzeiger" die Entscheidung im Fall finden, wenn es sich um einen der philosophischen Fakultät angeder proletarischen Schichten nicht voll zur Entwickelung ge- Steppler Günter. Man muß fagen, an Deutlichkeit und hörigen Universitätslehrer handelt." Tangen zu lassen. Die Arbeiterschaft zersplitterte es später Entschiedenheit läßt die Antwort, die das Ministerium dem Der„ Rat", den der Bischof dem Profeffor erteilt hat, wird unmittelbar, Handwerker und Bauern band es fünstlich an Rottenburger Bischof Dr. Steppler erteilt, nichts zu wünschen sodann unter Berücksichtigung der Stellung, die der Bischof die Interessen der Bourgeoisie. übrig. Aber auch der Tübinger Professor Dr. Günter, der seine den Angehörigen seiner Diözese gegenüber einnimmt, sehr
exporteure dem Freihandel an.
Die
Der Fall Keppler- Günter.
"
Bald taten sich alle vom Sinken der Grundrente be- Lehrtätigkeit so willig den Rottenburger Wünschen anpaßte, muß fich richtig als eine die wissenschaftliche Stellung des troffenen Schichten zu einem gemeinsamen protettionistischen eine Kopfwäsche gefallen lassen, die angesichts der neudeutschen Pro- betreffenden Lehrers gefährdende Beschrän Vorgehen zusammen. Es fand seinen politischen Ausdruck in fessoren- Schmiegfamkeit wahrhaft erfrischend wirkt. tung der akademischen Behrfreiheit charakterisiert