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Nr. 178.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

25. Jahrg.

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Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1983.

Sonnabend, den 1. August 1908.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.

Diese in den legten Monaten stetig gestiegene Parteis heraus. Mögen deshalb Herr Tille und seine Hintermänner

Die Partei der Großindustriellen. gründungsluft der Syndifatsgrößen hat Herrn Alexander Tille , baldigst mit der Verwirklichung ihres ſchönen Projekts be­

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Volksschulnot und Kapitalmagnaten.

Generalsekretär der Saarindustrie und Syndikus der ginnen. Wir gratulieren! Handelskammer in Saarbrücken die Stimmung der Eisen­Die rheinisch westfälischen Großindustriellen, vor allem und Stahlmagnaten genau kennt, zur Ausbrütung eines die Trustmagnaten, sind mit den Leistungen ihrer parlamen- schönen Projekts bewogen, in dem er die Gründung einer tatischen Kommis im Reichstage unzufrieden und drohen Partei der Arbeitgeber" vorschlägt. Herr Tille Die Kommunen des oberschlesischen Industriebezirks beabsichti deshalb, diesen die seit Jahrzehnten gezahlten Subsidien zu ist ein recht wandlungsfähiger Herr. Im Jahre 1893 gen, sich mit einer Petition an dic preußische Regierung bezw. den entziehen. Schon lange steht nach Ansicht der Leiter der ließ er in Berlin unter dent Pseudonym eines Stohlen- und Eisensyndikate und ihres wirtschaftspolitischen Sozialaristokraten" ein" Boltsdienst" betiteltes Buch preußischen Landtag zu wenden, um eine Erhöhung des staatlichen Ausschusses, des Zentralverbandes deutscher Industrieller, erscheinen, in welchem er die sozialdemokratische Partei dieser Gemeinden ist in der Tat eine geradezu verzweifelte. Sie Zuschusses zu ihren Volksschullasten zu erlangen. Die Situation die Dienstwilligkeit und und Leistungsfähigkeit der national- als die einzige bezeichnete, die noch Ideale müssen durchgängig die Hälfte und mehr ihrer Gesamtausgaben liberalen Reichstagsgrößen in starkem Weißverhältnis zu den hätte, gegen das Erbeigentum" und den Erb für die Bolfsschule aufwenden, so daß ihnen für alle anderen, auch Erb- müssen durchgängig die Hälfte und mehr ihrer Gesamtausgaben für die Bolksschule aufwenden, so daß ihnen für alle anderen, auch von den Großindustriellen bei Wahlen und sonstigen Anlässen kapitalismus" donnerte und die Abschaffung des die wichtigsten und dringendsten kommunalen Aufgaben entweder den nationalliberalen Wahlfonds gezahlten ansehnlichen Unter- erblichen Privatvermögens" forderte. Doch nichts oder viel zu wenig bleibt. Die oberschlesischen Gemeinden stüßungen. Auch auf politischem Gebiete halten die Kirdorf seitdem hat Herr Tille sich sehr entwickelt. Er hat sich dem Herren- machen diese unverhältnismäßig hohen Ausgaben für die und Konsorten es mit dem geschäftlichen Grundsatz, daß zwar menschenfultus zugewandt und ist, seitdem er in den Dienst der Volksschule nicht etwa, um diese damit zu einem Muster Unkosten und Spesen sich nicht vermeiden lassen, der Geschäfts- Großindustriellen getreten ist, zu der hehren Erkenntnis ge- für andere Gemeinden zu zu machen. An dem gemessen, gewinn aber nicht nur die Ausgaben decken, sondern obendrein langt, daß die Stinnes, Thyssen und Genossen die feinste Blüte was eine gute Volksschule Volksschule wirklich braucht, find die einen ansehnlichen Gewinn abwerfen muß. Und was die bei des Uebermenschentums repräsentieren. Alles, was sich deren Ausgaben für die oberschlesische Volksschule viel zu gering, der letzten Reichstagswahl gewählte nationalliberale Reichstags- Profitstreben nicht anpaßt, ist ein Widerspruch gegen das und deshalb steht sie auch noch weit hinter der wirklich nicht fraktion in der Vertretung der speziellen Interessen der darwinistische Ausleseprinzip, ist fulturfeindlich und sozialistisch. rühmenswerten allgemeinen preußischen Volksschule zurück. Trot Kohlen, Eisen- und Stahlmagnaten geleistet hat, das ent- So bezichtigt er denn auch in seiner Begriffsverwechselung die dieses unzureichenden Zustandes aber stehen die Aufwendungen der spricht nicht den Ansprüchen der Großindustriellen, die in der Bassermänner, daß sie bereits bei dem National- oberschlesischen Gemeinden in keinem Berhältnis zu ihren finan­Bescheidenheit nur plebejische Beschränktheit sehen. Egalismus" angelangt feien, und prophezeit ihnen auf ziellen Sträften. Die Zahl der Volksschüler ist unverhältnismäßig

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Ausgaben beträgt die Durchschnittszahl der Schüler einer Volksschulflasse in Königshütte heute noch 70, damals betrug sie allerdings 95! Und Königshütte steht unter den ober­schlesischen Gemeinden noch nicht am schlechtesten, in manchen Industriedörfern mit Zehntausenden von Einwohnern steht es noch erheblich schlechter.

Noch bei der letzten Reichstagswahl, deren Resultat nach Grund seiner wissenschaftlichen Diagnose, daß sie bald beim hoch, denn die große Mehrheit der Bewohner sind Arbeiter, und die liberaler Behauptung einen glänzenden Aufschwung des National- Kommunismus" anlangen werden. Als oberschlesischen Arbeiterfamilien sind besonders finderreich. Die deutschen Idealismus beweist, haben die Kohlenbarone und Mittel gegen diese gefährlichen Entwickelungstendenzen empfiehlt größte Stadt des Bezirks, Königshütte, zählt auf 1000 Bewohner ihre Geistesverwandten aus der Eisen, Stahl- und Walz - der Uebermensch Tille die Gründung einer Industriellen- Partei 210 Voltsschüler. Die Ausgaben für die Volksschule sind in dieser werksindustrie in edlem Eifer für diese Art von Idealismus nach dem Muster des Bundes der Landwirte. Wenn die Stadt in den letzten 25 Jahren um 700 Proz., die Zahl der Ein­wiederholt in ihre gefüllten Taschen gegriffen. Außer den respet Industrie, meint er, die Summen, die sie bisher an andere wohner nur um 110 Proz. gestiegen. Troß dieser Steigerung der tablen Summen, die sie in ihren eigenen Wahlkreisen zur Unter- Parteien weggeworfen hat, der neuen Partei zuwende, dann stützung für die nationalliberale und freikonservative Agitation würde diese mit Mitteln mehr als reichlich versehen sein. hergaben, legte ihnen bekanntlich die Zeitung des Zentral- Außerdem stellt er eine weitere Korrumpierung der verbandes deutscher Industrieller die Verpflichtung auf, für bürgerlichen Presse in Aussicht. Wörtlich sagt er in der er jeden in ihrem Betriebe beschäftigten Arbeiter je 1 M. zum wähnten, Die Arbeitgeberpartei und die politische Vertre­industriellen Wahlunterstützungsfonds beizusteuern. tung der deutschen Industrie" betitelten Schrift:" Und nicht Dafür rechneten allerdings die Herren Großindustriellen, zu vergessen: Die Arbeitgeber sind die hauptsächlichsten Er- Erfordert die oberschlesische Volksschule so auch bei den bea die gewohnt sind, mit ihrem Geld alles kaufen zu können, die lasser von Geschäftsanzeigen in der Presse. Eine Vereinigung scheidensten Leistungen von den Gemeinden größere Opfer wie Gefügigkeit der bürgerlichen Presse wie die wissenschaftliche all dieser Arbeitgeberanzeigen auf diejenigen Blätter, welche anderswo, so wird die Situation dadurch besonders verschlimmert, Begründung ihrer wirtschaftlichen Bestrebungen durch allerlei die Arbeitgeberpartei entsprechend zu Worte kommen lassen, daß die Einnahmen dieser Gemeinden sehr viel geringer sind wie Professoren, auf eine größere Berücksichtigung ihrer Forde- wird genügen, um einen gewaltigen Einfluß auf die Presse die anderer Gemeinden. Die übergroße Mehrheit ihrer Steuer­rungen durch die nationalliberale Reichstagsfraktion. Vor auszuüben und der neuen Partei an jedem wichtigeren Orte zahler ist wenig steuerkräftig, denn sie sind Arbeiter. Ertragreiche allem verlangten sie, daß die nationalliberalen Bassermänner wenigstens ein Organ zu schaffen. Damit wird ein weiterer städtische Betriebe sind sehr selten, denn Straßenbahnen, Gas- und im Reichstag sich entschieden gegen jeden weiteren Ausbau großer Schritt nach vorwärts geschehen sein." Elektrizitätswerte usw. sind in den Händen des Privatkapitals. der, nach gerade tranthaft gewordenen" sozial- Sorge macht Herrn Dr. Tille nur die Frage, woher unter Die ungeheuer reichen Besizer des Grund und Bodens wie der un­reformatorischen Gesetzgebungstätigkeit stemmten, und daß sie dem zurzeit in Deutschland noch bestehenden allgemeinen, ermeßlichen Schätze des Erdinnern aber wissen sich von dem allen Bestrebungen energisch entgegenträten, die irgendwie die geheimen, gleichen und direkten Wahlrecht die Wähler zu Steuerzahlen entweder ganz zu drücken, indem sie industrielle Disziplin", das heißt die Herren- nehmen sind, die der neuen Industriellen Partei die nötigen ihre Gruben, Hütten, Fabriken usw. nicht im Gemeinde, rechte und die Geschäftspolitik der Schlotjunker gefährden Reichstagsmandate verschaffen. Doch auch dafür weiß er Rat. sondern im Gutsbezirt" liegen lassen, oder sie zahlen sehr Wie die Junker sich nicht auf die Agitation in ihren Streisen viel weniger, wie sie selbst den Gemeinden an Die nationalliberale Reichstagsfraktion vermochte aber trotz beschränkt, sondern auch die Mittel- und selbst einen Teil der Kosten verursachen! Denn es sind die Kinder der in der aller Rücksichtnahme auf die Weisungen ihrer Geldgeber sich Sleinbauern zu Vorspanndiensten für ihre Zwecke heran- Gemeinde wohnhaften, aber im Gutsbezirt, in den dort gelegenen deren Anerkennung nicht zu erringen. Herr Gustav Strese- gezogen haben, so müßten sich auch die Großindustriellen an Riesenbetrieben beschäftigten Arbeiter, für welche die armen Ge mann, nationalliberaler Vertreter des Wahlkreises Annaberg- das gesamte gegen die Sozialdemokratie erbitterte Unter- meinden durch Volfsschulen usw. sorgen müssen. So zahlt die Eibenstock , gestattete sich vielmehr, die Preispolitik der innehmertum wenden, auch an die kleinen Arbeitgeber, und Stadt Königshütte für die schulpflichtigen Kinder der von der dustriellen Syndikate in öffentlicher Reichstagssigung zu dementsprechend müsse auch die neue Partei ihr Augenmerk Königshütte beschäftigten 7500 Arbeiter einen jährlichen Zuschuß kritisieren, und obgleich sich die Handelskammern und in- vornehmlich auf die Wahlkreise richten, in denen die von mehr wie 400 000 m., ganz abgesehen von den verschiedenen dustriellen Interessenverbände für die vom Bundesrat vor- Anzahl der gewerblichen Betriebe eine mög anderen Aufwendungen der Gemeinde für diese Bürger und deren geschlagene Aenderung des Handelsgesetzbuches aus- lichst große sei. Kinder. Die Königshütte selbst aber zahlt nicht zwei. sprachen, die den Doppelbezug von Gehalt und Kranken- Es wird bekanntlich nichts so heiß gegessen, wie es auf- hunderttausend Mart jährlich zu den Ausgaben der Stadt, geld der Handlungsgehilfen beseitigen wollte, stimmte getischt wird; und auch die Gründung der neuen industriellen läßt sich also trok der ungeheuren Gewinne, die sie macht, die nationalliberale Reichstagsfraktion im Reichstage Partei wird kaum von heute auf morgen erfolgen troß das andere von der armen Gemeinde schenken. Andere Riesen­gegen diesen Antrag. Noch mehr, sogar das von der der reichen Geldmittel, die den Syndikatsgewaltigen zur Ver- betriebe aber zahien schon gar nichts an die Gemeinden, die industriellen Scharfmacherkoalition verpönte Arbeitskammer- fügung stehen. Im Interesse der Klärung unserer politischen sie mit Armen- und Schullasten usw. geradezu erdrücken. gesetz fand unter den nationalliberalen Reichstagsmitgliedern Verhältnisse wäre jedoch zu wünschen, daß Herrn Tilles Die Unmöglichkeit, trop stetig steigender Verschuldung irgend eine gewisse Zustimmung, die darauf schließen ließ, daß sich geniales Projekt bald realisiert wird. Dazu, daß etwas für andere Sulturbedürfnisse, für die wichtigsten auch für dieses Gesetz nach einigen Aenderungen eine Mehr- die neue Partei einen ähnlichen Einfluß auf das sanitären und sozialpolitischen Anforderungen heit in der nationalliberalen Reichstagsfraktion finden würde. politische Leben und die Gesezgebung erlangt, tie tun können, hat denn auch in sonst ganz zuverlässig gesinnten Sich ihrer Bedeutung als Mäcene des Nationalliberalismus der Bund der Landwirte, fehlen alle Vorbedingungen. Streisen Oberschlefiens erbitterte Stimmung erzeugt. bewußt, veranlaßten die Leiter des Zentralverbandes Erstens ist der Interessengegensatz zwischen den großen Roh­Industrieller deutscher die nationalliberalen Führer stoffverbänden und den Fabrikanten sogenannter Fertigware, einer zur Anberaumung gemeinsamen Beratung im zwischen der monopolistischen Großindustrie und dem Klein­Reichstagsgebäude, in der die Großindustriellen von gewerbestand weit größer als unter den gegenwärtigen Ver­ihren parlamentarischen Kommis strengen Gehorsam ver- hältnissen der Gegensatz zwischen Junker und Bauer, zweitens langten. Doch kam eine Verständigung nicht zustande. Wie hat das großindustrielle Unternehmertum in keinem Wahl­der Leibpublizist des Zentralverbandes, Herrn Steinmann- freise jenes starke numerische Uebergewicht wie das bäuerliche Bucher, nachträglich spöttisch in der Deutschen Industrie- Element, drittens ist die industrielle Arbeiterschaft intelligenter Zeitung" bemerkte, verstanden die nationalliberalen Ab- als die Landarbeiterschaft, und viertens kann die Groß­geordneten und die Vertreter der Großindustriellen sich so industrie für ihre Bestrebungen nicht mit jener Unterstüßung wenig, daß es war, als ob man sich chaldäisch der Bureaukratie, der Armee, der Lokalverwaltungen und des und chinesisch unterhalten hätte". Hofes rechnen, wie das Landbündlertum.

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So werden die besseren deutschen Elemente zum Rande hinausgegrault und die mühselige Arbeit der Germanisation findet keine Unterstützung. All die Millionen, welche die Res gierung zur Germanisation des Ostens in den verschiedensten Formen ausgibt, werden nichts nüßen, umsonst verpulvert, so­lange den Städten die furchtbare Schullast nicht abgenommen und sie in die Lage versetzt werden, die ihnen zufallenden Kultur­aufgaben auf anderen Gebieten zu lösen."

So flagt ein angesehenes oberschlesisches Halatistenblatt, und ähnlich so sprachen sich wiederholt oberschlesische Bürgermeister aus. Nun, was zur Abhilfe geschehen soll, sagten wir oben: Gr. höhung des Staatszuschusses für die ober. Seitdem erstrebt ein Teil der Großindustriellen die Grün- Der Einfluß der Großindustrie würde sich also, selbst schlesischen Gemeinden ist die Parole! Die mil dung einer industriellen Arbeitgeberpartei", wenn sie bei der mit ihr geschäftlich verbundenen Bankfinanz lionenschweren Herten des oberschlesischen Goldlandes sind damit die sich nach dem Muster des Bundes der Landwirte eine Unterstützung fände, in verhältnismäßig engen Grenzen halten; natürlich einverstanden, denn damit wird ihre Verpflichtung, die breite Organisation schafft und im Reichstag mit der dagegen würde aber die offene Vertretung ihres Interessen von ihnen geschaffenen Lasten auch zu tragen, auf die Gesamtheit nationalliberalen Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses und ihres Herrenstandpunktes, ihre unverhüllte Feindschaft der Steuerzahler abgewälzt. Das preußische Volt aber denkt ist man zufriedener- ohne Rücksicht auf die Masse die Politit gegen alle sozialpolitischen Bestrebungen, nicht nur in anders und seine Vertreter im Landtage, die sozialdemokratischen der industriellen Interessenverbände bertritt. Bald da, bald der Arbeiterschaft, sondern auch in einem großen Teile Abgeordneten, werden dieser Meinung des Volkes im preußischen dort tauchen in der unter dem Einfluß der Großindustrie des heute schon gegen die monopolistischen Tendenzen Dreiklaffenhaus ganz unverhohlen Ausdruck geben! stehenden Presse Stimmen auf, die die nationalliberalen Partei- der Syndikatsindustrie rebellierenden Kleinbürgertums führer der Umschmeichelung der Masse, der feigen Rücksicht- starke Reaktion hervorrufen. Besonders würden die christlichen nahme auf die Wähler des allgemeinen, gleichen, direkten Gewerkschaften alsbald in schärferen Gegensatz zu den indu­Wahlrechts beschuldigen und die Gründung einer industriellen striellen Unternehmern geraten. Rechnet man dazu die Unternehmerpartei verlangen, die gegen die Demokratisierung Schwächung und Zerrüttung der Nationalliberalen durch den der Industrie für deren sogenannte, Selbstbestimmung" Subfidienentzug, dann stellt sich die Gründung einer reinen fämpft. Industriellen- Partei als recht müglich für die Arbeiterbewegung

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Der Pariser Proteftitreik.

Der Protest gegen die Arbeitermorde hat zu neuen Arbeitermorden geführt und Clemenceau hat neue furchtbare Blutschuld auf sich geladen. Die Heze der Pariser Boulevardpresse, die feit einigen Tagen allen Verstand ber­