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Nr. 45.

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Berliner Volksblatt.

26. Jahrg.

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Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin"

Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutfchlands.

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Dienstag, den 23. Februar 1909.

fein! Erteilte doch Herrn Diederich Hahn dem derzeitigen Landwirtschaftsminister unter johlendem Beifall folgenden

Die Junker gegen das Volk! offisiellen Stüffel:

Man muß es den Junkern lassen: so unersättlich auch ihre Begehrlichkeit ist und so brutal sie sich aller politischen Entwickelung und allen modernen Kulturidealen widersetzen - sie sind doch ganze Sterle! Ganze Kerle in der maßlosen Unverfrorenheit ihrer Ansprüche, ganze Kerle in ihrem un­berhohlenen Haffe gegen alle demokratischen Ideen, ganze Sterle auch in ihrer unverschämten monarchischen Heuchelei!

,, Und noch ein freimütiges Wort! Wenn ich mir ansehe, wie wenig man den Einfluß des jebigen Herrn Land­wirtschaftsministers in der jetzigen Politik merkt( hört! hört! und Sehr richtig!), bei der Beratung der Gesetzesvorlagen, die uns zurzeit mit schwerer Sorge erfüllt. Ich sage: das steht im bewußten Gegensag zu dem Vorgänger des jezigen Herrn Ministers, dem Herrn v. Podbielski. ( Stürmischer, langanhaltender Beifall.) Ich sage: das steht im bewußten Gegensatz zu der Tätigkeit des früheren Herrn Landwirtschafts­ministers, den wir zu unserer großen Freude heute unter uns sehen.( Stürmischer Beifall und Hochrufe.) Denn und nun darf ich meinen Satz zu Ende führen( Heiterkeit)- dann werden wir darauf bedacht sein müssen, unsere Interessen um so mehr wahrzunehmen, um so nachdrücklicher und stärker, als vor drei Jahren, wo wir wußten, daß wir im preußischen Ministerium einen treuen und zuverlässigen Freund hatten, der unser alter Bundesvorsitzender hier in der Mark war.( Lebhafter Beifall.)"

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Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.

Es ist nicht meine Gewohnheit, politische Gegner zu ver unglimpfen und ich will gegen niemand den Vorwurf der Vaterlandslosigkeit erheben. Aber jenen Führern, die in der Stadt die Majien verführen und wenn die Massen auf die Straße stürmen hinter dem Ofen fizzen bleiben, muß gesagt werden, daß in Preußen, in Deutschland zu allen Zeiten der Ruf gegolten hat: Die Führer an die Front. So müssen auch die politischen Führer für das eintreten, wozu fie die Massen veranlaffen. Ich frage aber über diesen Raum hinaus unsere bürgerliche Bevölkerung: Sollen diese Leute, die an dem Tage, wo der König von England Gast des Kaisers, Gast ber Stadt Berlin und Gast des deutschen Volkes war, es wagten, die deutsche Fahne herunterzureißen und in den Schmuß zu ziehen, ob diesen ver führten Massen dauernd die Macht durch das allgemeine Stimmrecht gegeben werden soll. ( Stürmischer, anhaltender Beifall.) Sie werden zugeben, daß der Bürgerstand sich unmöglich diesen Folgerungen unterwerfen kann, die aus diesem allgemeinen Wahlrecht hervorgehen."

Diese, wenn man so sagen will, Tugenden ihrer ins Roloffale ausgewachsenen Fehler konnte man wieder besonders studieren in der Generalversammlung des Bundes der Landwirte, die am Montag unter dem üblichen kolossalen Andrange im Zirkus Busch statt­fand. Die Bündlermanifestation war eine Siegesfeier. Noch hübscher als Herr v. Podbielski, der Erminister und War es doch der strupellosen Agitation des Bundes und der Teilhaber jener Kolonialfirma, die so viese Hunderttausende agrarisch- fonservativen Presse gelungen, die Nachlaßsteuer Aber nicht nur den agrarischen Brot und Fleischwucher- an dem füdwestafrikanischen Zusammmenbruch gewonnen, ver­im Drfus verschwinden zu lassen. 3war hatte das interessen, nicht nur der Abwehr dem Krautjunkertum un- stand es der Chefredakteur der Deutschen Tages­Zentrum den Junkern bei ihrer Rebellion gegen dies bequemer Steuern gilt der politische Stampf des Bundes der Beitung", Herr Dr. Dertel, eine preußische Wahlrechts­Steuerprojekt der Regierung die erfolgreichsten Helfersdienste Landwirte, der Junkerschutztruppe, hinter der, wie Dr. Hahn reform nicht nur als das Ende der Junkerherrschaft, sondern geleistet, wofür ihm auch der Direktor des Bundes der Not- triumphierend verkündete, bereits 309 000 Bundesmitglieder auch als das des deutschen Kaiserthrones zu perhorreszieren: leidenden, Dr. Diederich Hahn, den liebenswürdigsten stehen, sondern vor allen Dingen auch den Wahlrechts­Dant aussprach; allein dieser Oberschreier des Bundes der forderungen des entrechteten Voltes! Der agrarischen Schreier hatte gleichwohl nicht unrecht, wenn er Bündlertag vom 22. Februar war im Grunde nichts anderes erklärte: Aber ohne den Bund der Landwirte wäre es doch als ein wütender Gegenprotest gegen die in den letzten Jahren wohl faum zu ermöglichen gewesen, daß diese Steuer so stürmisch erhobenen Forderungen der proletarischen Volks­jekt fo gut wie als begraben bezeichnet werden massen! Der Haß gegen die Masse der Besizlosen, die Furcht fann." Der mit den unglaublichsten Uebertreibungen und den vor den Volksrechten und einer demokratischen Politik fanden abgeschmacktesten Phrasen arbeitenden Heze der Landbündler in allen Reden sämtlicher Referenten und Diskussionsredner wäre es also gelungen, von den Steuerprojekten der Regierung immer wieder fulminanten Ausdruck. gerade derjenigen Steuer das Genick zu brechen, die als die einzige von allen als eine sozial gerechte gelten fonnte, weil sie den Besit, leider in nur viel zu un­zulänglicher Form, für die am Bolle vorzunehmende Fünf hundertmillionenschröpfung mit heranziehen wollte. Ein Sieg, würdig der frivolen Volksausplünderungspolitik der Agrarier, ein Sieg, erfochten mit den bewährten agrarischen Waffen dreisten Lugs, unverfrorenſter Heuchelei und vor nichts zurüd­schreckender Drohung, furz ein Sieg, den zu feiern es sich berlohnte. Und die agrarischen Führer feierten ihren Triumph, sie stellten mit Stolz das Ergebnis ihres Feldzuges gegen die Nachlaßsteuer fest. Aber die Siegesfanfaren wurden übertönt durch neue Kampfesfanfaren! Die junterlichen Draht­zieher des Bundes nahmen die Gelegenheit gleich herzhaft beim Schopfe, um der Regierung neue Fehde an­zusagen, falls sie sich wirklich unterstehen sollte, dem liberalen Bürgertume oder am Ende gar dem sozialistischen Proletariate auch nur die geringfügigsten Bugeständnisse zu machen!

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Schon der erste Redner, Freiherr v. Wangenheim, wetterte gegen eine Erweiterung der Rechte des Parlaments, gegen den Uebergang zur parlamentarischen Regierung, gegen die Anträge auf Wahlrechtsänderung im preußischen Ab­geordnetenhause:

Wenn aber jetzt die Demokratie glaubt, daß der Augenblick gefommen fei, um durch die Wahlrechtsänderung in Preußen, durch die Erweiterung der Rechte des Reichstages die ganzen politischen Verhältnisse in unserem Vaterlande umzustürzen: uns und den gesamten Mittel­stand werden sie bei diesen Bestrebungen immer auf ihrem Wege finden.( Lebhafter Beifall.) und gerade an die Herren, welche leichtherzig es immer unternehmen, da, wo es in ihre Rechnung paßt, erfassungsänderungen zu beantragen, möchte ich die Warnung richten, daß die Sache fich auch einmal umbrehen kann, daß, wie wir es in den Republiken in Deutschland , in den Hansestädten, erlebt haben, auch Momente kommen fönnten, wo eine Ver. faffungsrevision, die weniger nach ihren Wünschen ist, in anderer Richtung herbeigeführt würde.( Sehr richtig!)"

" Den Haß der Sozialdemokratie verstehe ich vollständig. Es ist noch gar nicht lange her, daß die offizielle Wochenschrift der Sozialdemokratie sagte, die lezte Entscheidung würde zwischen der Sozialdemokratie und dem Bund der Landwirte fallen( Zuruf: Man los! Große Heiterkeit). Herr v. Podbielski hat schon von den Straßendemon ftrationen gesprochen. Ich mache keinen Hehl daraus, daß ich die Nachsicht der Polizei manchmal nicht ber­standen habe( Sehr richtig!), und daß ich es lebhaft be daure, daß es in Dresden soweit hat tommen können, daß dem König von einer fünftlicy erregten Menge höhnische Zurufe gemacht wurden. Ich leugne nicht, daß diese Demon­ftrationen ungeheuer bedenklich find. Sie mögen manchem als Stinkerlischen erscheinen, aber sie sind Gyerzitien für das Feuer der Revolution( Sehr richtig!). Die Massen sollen eineɣerziert werden für den großen Tag der Ent­scheidung. Nun, jeder Bauer, der ruhig hinter seinem Pfluge hergeht und über den Acker säend schreitet, ist ein Gegendemon ftrant von solcher Wucht, daß diese Demonstrationen daran scheitern werden.( Großer Beifall.) Als am Tage des englischen Königsbesuches Demonstranten zurüdfehrendes Militär unte ringten, da kommandierte der Leutnant einfach Tritt gefaßt, borwärts marsch und unter diesen Schritten preußischer Soldaten ( Stürmischer zerstieben die Demonstranten in alle Winde. Beifall.) Wenn die großen, die legten, die sata­nischen Demonstrationszüge einst stattfinden werden, dann kommen die Bauernsch a ren und ihre Führer werden kommandieren Tritt gefaßt! Dann werden die Bauern die Schaumwellen und Blut= wellen der Revolution zerstreuen.( Zuruf: Aber ficher! Stürmische Heiterkeit.) Borangetragen wird uns die grüne Flagge mit dem schwarzen Kreuz und auf der Fahnen stange oben befindet sich die deutsche Kaiser. trone!( Minutenlanger Beifall und Händeklatschen.)

Knuten- Dertel fennt das Rezept, nach dem bündlerische

Von einer Blockpolitik in dem Sinne, daß dem Liberalis. mus ab und zu, um nach außen seine Bettlerblöße decken zu gleich der erste Diskussionsredner, der famose Januschauer Die folgenden Rebner spannen diesen Faden weiter. Und fönnen, ein fümmerliches Konzessiönchen bewilligt werde, Idenburg, schlug förmlich mit dem Dreschflegel auf die wollen die Landbündler, wie Herr Diederich Hahn preußische Wahlreform los, die doch die Thronrede, mit stirnrunzelnd und mit drohend erhobenem Zeigefinger erklärte, der vor ein paar Monaten der preußische Landtag eröffnet eden fabriziert werden, am besten. Er mischt zu gleichen ein- für allemal nichts wissen. Liberalismus sei mehr als genug geschehen! Für den Bund Aufgabe bezeichnet hat! Er sagte unter anderem: Der Zugeständnisse an den wurde, feierlich verheißen und als wichtigste Teilen agrarischen Ausbeutergrimin über das Erwachen der preußischen Heloten zur Menschenwürde und politischem der Landwirte den Herr Hahn doch als den Sauerteig Der große Schöpfer unserer Reichsverfassung, Fürst Bismard, Rechtsbewußtsein mit blutroter Revolutionsprophetie und und die treibende Kraft der von ihm beeinflußten Parteien hat dem Wahlrecht im Reiche gegenübergestellt die faustdick aufgetragenem Byzantinismus. Ein Rezept, das bezeichnete existierten einfach teine Blockverpflichtungen! Bflicht, an den indirekten Steuern teilzunehmen und er hat in freilich jedem bündlerischen Demagogen bekannt ist, denn Den wachsenden Einfluß des Bundes aber feierte den tonservativen Berfassungen der Einzel- in ieder der Reden kehrte die Beschwörung des Revolutions­Herr Hahn mit den Worten: staaten ein Gegengewicht gegen den Reichstag schrecks, kehrte in widerlichstem Reklameftil die stereotype Be­gefchaffen. Aber wir sehen, daß, wenn der eine Bundes- teuerung wieder, daß die Landbündler die sichersten Stüßen staat mit einer Verfassungsänderung beginnt, der andere des Thrones seien und dessen rote Feinde zerschmettern nachkommt. Jetzt foll es auch in Preußen geschehen. würden. So trompete auch Herr Dietrich Hahn: Vor zwei Jahren noch machten wir in Preußen die sogenannte fleine Verfassungsänderung. Dummerweise habe ich sie auch mitgemacht.( Heiterfeit.) Wir haben zehn neue Size gefchaffen, von denen sieben der Sozialdemokratie Herr v. Bethmann Hollweg zugefallen find.( Hört hört!) hat damals erklärt, in absehbarer Zeit sei an eine Alenderung der preußischen Berfaffung nicht zu denken. Jetzt stehen wir mitten drin in dem Rufe: Die Verfassung in Breußen hat sich überlebt, fie muß geändert werden! Bricht die preußische Verfassung, bricht der Damm, der in Preußen die ruhige Bevölkerung verbindet mit einem starten Königtum, bricht der Damm, der ein ruhiges Arbeiten der Staatsmaschine garantiert, dann bekommen Sie den Guß aus erster Hand mit und dieser Guß wird fortschwemmen die Grundpfeiler und die Throne werden krachen und aus der Flut wird auferstehen der Einheits­sta at, der nur eine Etappe ist auf dem Wege zur deutschen Republik"( Lebhafte Zustimmung.)

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..Unser Vaterland kann seine Stellung in Europa nur bes haupten, wenn es einen zahlreichen gutgestellten Mittelstand und eine träftige Landwirtschaft hat, die das Fundament des Reiches bilden. Dann wird Se. Majestäa mit Ruhe in die Zukunft bliden tönnen. Wenn auch einmal die Schritte der Arbeiterbataillone auf dem Asphalt ertönen, darüber brauchen wir uns feine Sorge zu machen. Soa lange die Bataillone der Agrarier Se. Majestät zur Verfügung stehen, so lange hat es feine Not. ( Stürmischer endloser Beifall.) Solange die Landwirtschaft die Mehrzahl der Soldaten stellt, solange mögen die Proletarier und die Wolkenschieber( Heiterkeit), die alle diese Theorien zugunsten der Massen erfunden haben, drohen; sie werden nichts anrichten können. Das kann aber nur geschehen, wenn wir eine starke Landwirtschaft haben. Der festeste Hort jedoch für die Landwirtschaft und damit für das Vaterland ist der Bund der Landwirte. Er lebe hoch!"

Wir haben dann aber auch im verfloffenen Jahre in einer ganzen Reihe von anderen Bundesstaaten bei den Wahlen mit­gewirkt. Im Geschäftsbericht find fie alle aufgezählt: in Hessen , in Oldenburg , Anhalt , Gotha , den beiden Schwarzburg , in Lippe und in Walded. Ueberall in den Landtagen der Einzelstaaten haben wir jest agrarische Gruppen, die uns vielfach unter dem Namen Wirtschaftliche Freie Bereinigung oder Bereinigung oder wie sie heißen, entgegentreten, und das ist von großer Be­deutung; denn damit können wir auf die einzelnen Bundesregierungen einwirken. Deren Vertreter im Bundesrate bekommen Instruktionen, die uns ge­recht werden, und die Weiterführung einer mittelstands- und Landwirtschaftsfreundlichen Politik ist damit nicht allein in ihrem Einfluß auf den Reichstag, sondern auch durch den Bundes­rat gesichert. Darum begrüße ich diese Entwickelung des Bundes der Landwirte, die der neuesten Zeit erst angehört, mit ganz besonderer Frende. Aber wir werden bie Grundlagen des Bundes müssen, noch fester gestalten wir werden darauf bedacht sein müssen, auch bei den Wahlen zu den Kreistagen dafür zu forgen, daß nur unabhängige Männer gewählt werden.( Sehr richtig!) Dieser byzantinische Appell an die dynastischen Inter­Denn von den Wahlen zu den Kreistagen hängt es ab, welche b. Podbielsti ins Zeug, der berühmte Schweinezüchter effen, in dem sich namentlich auch Herr v. Wangenheim ganz Politik in den einzelnen Streifen und weiter welche Politik in den und Gatte der Teilhaberin der berüchtigten Kolonialfirma Besonderes leistete, diese bis zum Erbrechen wiederholte Be­Brovinzen gemacht wird, da bekanntlich die Kreistage maßgebendippelskirch: teuerung der monarchischen Gesinnung paßte geradezu köst­find für die Zusammensetung der Provinzialland­" Ich komme dann zum Wahlrecht, das Herr v. Oldenburg lich zu der Kriegserklärung, die die Herren Agrarier sowohl gegen tage und der Landwirtschaftstammern." febr zutreffend gekennzeichnet hat. Wir tönnen die von der Regierung bertretene Nachlaßsteuer, als unmöglich mit einem Reichstage arbeiten, dem das auch besonders gegen die durch die Thronrede erfolgte Gegengewicht des Oberhaufes fehlt. Che nicht diese Verheißung einer preußischen Wahlreform richteten. Aber das ist Ordnung im Reiche eingetreten ist, fönnen wir nie und ja gerade der alte Juntertrick, sich monarchischer zu gebärden, nimmer in die Frage eintreten, ob und wie in Preußen in eine als der Monarch selbst, die Interessen des Monarchen nach­Aenderung des Wahlrechts eingetreten werden

Mit diesem wachsenden Einfluß des hinter dem Bunde stehenden Junfertums auf den Reichstag , die Landtage, den Bundesrat, die Streis- und Provinziallandtage begnügt sich freilich der Bund nicht. Ihm sollen auch die Regierungen selbst dienstbar sein. Und zwar nicht etwa nur in dem Grade, daß sie sich den agrarischen Anmaßungen nicht midersehen, der agrarischen Begehrlichkeit bedingungs­Ios willfahren: nein, fie follen geradezu als Agenten des Bundes der Landwirte tätig

Noch viel wilder legte sich der ehemalige Staatsminister

fönnte.( Stürm. Beifall.) Ich verstehe wohl, daß die Städter, die drücklicher zu schützen, als dieser felbst es für zeitgemäß und sogenannte Intelligenz, das Bestreben haben, auch das Land zu angemessen hält! Der Stönig absolut, damit er den Junkern regieren und uns nach ihrer Pfeife tanzen au laffen. Einen den Willen fut! Einen tonftitutionellen, einen den fchwereren Fehler könnten wir nicht begehen. Die dümmsten Interessen des Voltes Rechnung tragenden Monarchen Stalber wählen ihre Mebaer felber.( Stürmifche Seiterfeit.) fönnen ja unsere Strautjunker nicht gebrauchen.