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Nr. 84.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

27. Jahrg.

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Telegramin- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin"

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amit IV, Nr. 1983.

Werden sie es wagen?

Dienstag, den 12. April 1910.

Die Preise über den Berliner Maifenprotest.

"

Beginnen wir mit der agrarkonservativen Presse: " Deutsche Tageszeitung":

der

nur ein Einegerzieren der Massen...

"

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.

" Germania ":

Freifinnige Zeitung":

bie ist etwas,

Mit

Vielleicht wäre die gestrige Kundgebung nicht so ruhig ver Taufen, wenn nicht das frühere Verbot der Versammlungen unter Am Sonntag gab das preußische Volk seinen Wahlrechts­freiem Himmel und der Wahlrechtsspaziergänge", sowie die Zwischen willen fundam heutigen Dienstag soll das preußische fälle vom 6. März voraufgegangen wären. Denn jetzt nahmen sich Dreiflassenparlament fein letztes Wort über die Wahlreform Die gewaltigen Wahlrechtsversammlungen des Tekten die Genoffen ganz besonders zufammen und boten alles auf, Zwischen sprechen. Wird man es wagen, trotz des letzten gewaltigen Sonntags werden in der linksliberalen Presse als ein großer fälle zu verhüten. Es wäre sehr peinlich" für sie geweien, wenn Protestes der entrechteten Massen die traurige Spottgeburt Erfolg der Berliner Sozialdemokratie, als" Triumph des fie nachträglich dem Polizeipräsidenten und der reaktionären" Presse unverändert anzunehmen, die der blau- schwarze Block in der Rechts- und Ordnungssinnes" und als Be- präsident mit seinem damaligen Verbote auch recht gegeben hätten. Vielleicht hatte der Polizei dritten Lesung zustande gebracht hat? Wird das Zentrum weis der politischen Reife und Selbstzucht" ret; denn es ist fraglich, ob die Genossen sich damals schon nicht noch in letter Stunde aus Furcht vor der unausbleib- der Volksmassen bezeichnet, während die konservativen und fo zufammengenommen hätten, wie jest, wo ihre Ehre auf dem lichen Abrechnung von dem schmachvollen Handel zurücktreten? flerifalen Blätter ihre Wut über das Gelingen der Riefen- Spiel stand. Wie dem auch sei, einmal ist noch nicht Werden nicht die Nationalliberalen wenigstens noch einen demonstration hinter allerlei faden Wizeleien, Verkleinerungen immer. Die einmalige Gestattung einer solchen Stundgebung energischen Versuch machen, außer der geheimen auch noch die der Anzahl der Wahlrechtsdemonstranten und schnodderigen betveist noch nicht, daß die Genossen nun, fo oft es ihnen beliebe, direkte Wahl zu sichern? Redensarten über die angebliche politische Zwecklosigkeit über die städtischen Parks für öffentliche Bersammlungen verfügen Die Wetterzeichen in den eigenen Reihen sollten Zentrum folcher Exerzitien" zu berbergen suchen. Sie alle alle und einen wesentlichen Teil ihrer Agitation unter freien Himmel berlegen könnten. Schließlich sind die Barks doch keine Ver und Nationalliberale warnen! Schon sieht sich die Zentrums- müssen jedoch zugestehen, daß die Massenversamm- sammlungslokale, sondern Erholungsstätten für die Großstädter, die leitung genötigt, die Empörung feiner eignen Angehörigen lungen in größter Ordnung verlaufen find. Da nach des Tages und der Woche Arbeit im Grünen Luft schöpfen zu beschwichtigen, schon bricht auch unter den Anhängern der dieser Verlauf mit ihren schönen Prophezeiungen in grellstem wollen. Also folche Versammlungen müssen von vornherein als Ans­Nationalliberalen der Unwillen über die schmachvoll schlappe, Widerspruch steht, so helfen sie sich zum Teil damit, daß sie nahme betrachtet werden. illiberale Haltung der nationalliberalen Fraktion durch. Und versichern, nur diesmal sei es so ordnungsmäßig hergegangen; Tägliche Rundschau": mie bereinzelte erste Windstöße zum Gewittersturm anwachsen, das nächste Mal werde es ganz anders kommen. Die Haltung der Menge ist musterhaft, imponierend. so wird auch das Grollen der Wählermassen zum Orkan an= schwellen, der den verrotteten Bau des Dreiklassenwahlrechts Niemand, auch der ihrer Sache fremdeste Beobachter nicht, tann sich wohl ganz der Suggestion entziehen, die diese troß allen morschen Gebälks, durch den man ihn zu stützen Hunderttausend durch ihre Haltung ausüben. Was sucht, über den Haufen werfen, nicht minder aber auch das Die gestern von der Sozialdemokratie und der Demokratischen bie einzelnen Redner reben und das fomödiantische Jonglieren des innerste Gefüge der Parteien erschüttern wird, die trotz aller Bereinigung in Berlin veranstalteten Maffenfundgebungen unter Bhrafeurs Ledebour ist nichts. Aber diese Masse ist etwas. Die Mahnungen und Warnungen die Rechte des Volkes ver- freiem Himmel sind ohne Ausschreitungen verlaufen. Das Organisation, die sie hierher geführt hat, die sie hier beisammen schachern und verraten! war zu erwarten. Die Sozialdemokratie, fich hält und nachher wieder ruhig auflöſt, die Selbst die Nationalliberalen sollten sich nicht in dem als Herrin Lage fühlt, mußte beweisen, daß sie ein gewaltiges Werkzeug zum Guten und zum Bösen. зи halten bermag. Wer fich aber nunmehr Schmerz fast bedenkt man, wieviel Gewalt über dieses Werk­Wahne wiegen, daß sie ungestraft den letzten Schein des Libe- Ordnung für die Zukunft beruhigen wollte, der würde eine zeug in die Hände von Leuten wie Ledebour und Zubeil doch ralismus preisgeben und sich völlig als Schugtruppe der beklagenswerte Kurzfichtigteit beweifen. Was gestern gelegt ist, wieviel Gewalt gerade zur Entfesselung der gefährlichften Schlotjunker gebärden könnten. In den 90er Jahren war der in Berlin und anderwärts getan wurde, das war nur Vorbereitung, Instinkte, die in diesen Maffen leben. Nationalliberalismus durch eine solche Politik bereits völlig auf den Hund gekommen, und daß er im Jahre 1907 noch ein­Ueber den Gang und den Verlauf der Versammlungen eingehend mal so günstig abschnitt, war nur dem Taumel der Hotten hier zu berichten, lohnt sich nicht. Ein Stimmungsbild aus der Feder unter freiem Himmel im Humboldthain, Friedrichshain und im Wie zu erwarten war, ist es bei den Sonntagsversammlungen tottenwahlen zu danken. Die holde Illusion der Block politik, eines Augenzeugen bringen wir an anderer Stelle. Die Versammlungen Treptower Park zu keinerlei Störungen der Ordnung gekommen. Der die visionären Ankündigungen einer neuen liberalen Aera begannen nach dem vollendeten Aufmarsche gleichzeitig. Von den Bort." fonstatiert lediglich Ohnmachtsanfälle in erheblichem Ume ließen die Segel des Liberalismus schwellen. Hilft jetzt der Reden wurde wenig gehört. Diejenigen, welche nichts bernahmen, fange, von denen nur einige ernster Natur waren. Auf dem Marsche Nationalliberalismus selbst diese liberalen Illusionen zer- baben auch gewiß nicht viel verloren. Die Größen der Partei stören, so wird er wieder so unpopulär und verachtet werden, waren unter den Rednern nur spärlich vertreten, von den Reichstags- zum Friedrichshain starb außerdem ein Sozialdemokrat, der von einem Herzschlag getroffen wurde. Der Borw. gab am Montag abgeordneten nur die Genossen Fischer, Heine, Stadthagen und Bus wie nur je. Vollends aber das Zentrum hat Hunderttausende beil. Weshalb Ledebour fehlte, wiffen wir nicht.() morgen eine anderthalb Bogen starke Griraausgabe aus, die mit und Aberhunderttausende rein proletarischer Wähler zu ver- Fast alle übrigen Redner waren Götter geringeren Grades. 15 mehr oder minder schlechten Bildern von den Versammlungen lieren. Bleibt es dem Block zur Vereitelung der Wahlreform bekannten Behngebote- Hoffmann hatte man in die Versammlung ge­verziert ist. treu, so fann es getrost vom 12. April ab den Berfall feiner schickt, die mit den Demokraten gemeinsam beranſtaltet war. Bon Bossische Zeitung": Macht, die Zerbrödelung seines stolzen Turmes datieren! diesen Herren sprachen u. a. Breitscheid und v. Gerlach. Sie be­Der Vorwärts" fennzeichnet die gestrigen Berliner Wahlrechts Noch einmal hat das deutsche Proletariat in wuchtiger mühten sich, und zwar mit leiblichem Erfolge, die Tonart der Ge- fundgebungen als die überwältigendfte Demonstration, die Deutsch­ land gesehen hat". Tatsächlich hat die Sozialdemokratie das muß Zusammenfassung seiner Sträfte durch eine machtvolle Kund- noffen zu übertrumpfen. Krenzzeitung": auch der Gegner anerkennen gestern einen neuen Be­gebung seinen unerschütterlichen Willen zu erkennen gegeben. Viele Hunderttausende haben erneut das Gelöbnis abgelegt, Die zum ersten Male vom Berliner Polizeipräsidenten erlaubten für sie von hohem agitatorischen Werte ist. Andererseits weis der Disziplin ihrer Anhänger erbracht, der nicht zu ruhen und zu raften, bis die preußische Junker- Maffenversammlungen unter freiem Himmel haben geſtern ſtatt aber muß die Sozialdemokratie, wenn sie nicht die Tatsachen auf fefte geschleift ist. Und das klassenbewußte Proletariat gefunden und sind selbstverständlich ruhig verlaufen. ben Kopf stellen will, zugeben, daß sich in diefen Tagen das neue Und das klassenbewußte Proletariatach allen voraufgegangenen Ereignissen hat jeder, der einigermaßen Reichsvereinsgesetz für fie als recht vorteilhaft erwiesen hat. Es ist wird sein Gelöbnis einzulösen wissen. Schon jest mit sozialdemokratischer Taktik vertraut ist, dies voraussehen können. darf es sagen, daß Hunderttausende durch die Wahlrechts Denn das Intereffe, das die politischen Theaterleiter an einer guten sehr fraglich, ob es ihr unter der Geltung des alten preußischen Stürme der letzten Monate für die ferneren Wahlrechts- Aufnahme der ersten Aufführung" haben, ist au start, als daß es Bersammlungsrechts überhaupt möglich gewesen wäre, folche Maffen­fämpfe gewonnen sind. Das beste Zeichen dafür ist, daß anders zu erwarten gewesen wäre. Das Paradeprogramm war denn fundgebungen zu veranstalten. selbst das Bürgertum mit in den Kampf hineingerissen wird. auch auf die weitesten Kreise berechnet mit dem Bestreben, daß es Schon beginnt der Freisinn, sich Για an den gemein- allerseits freundliche Aufnahme finden möge. Spätere Pro­Der geftrige Tag brachte den Anhängern der Wahlrechtsreform samen Wahlrechtsdemonstrationen zu beteiligen. Er merkt, grammanderungen hat die Direktion sich vor einen vollen Erfolg. Der Verlauf der Versammlungen übertraf daß es die höchste Zeit ist für alle Parteien, selbst die füihnsten Erwartungen. Schon auf dem Wege zu den sich nicht auf brutalen Terror, auf schmachvolle Bolts- der Riefenspielplatz bot aber durchaus noch Plaz. Die Genossen in Bewegung gefekt batte, eine geradezu bewundernswerte Disziplin. In Treptow war die größte Bahl von Genossen versammelt, Rendezvousplägen betätigten die Riesenmassen, welche ein Gedanke entrechtung, sondern auf das Vertrauen der Wähler stügen und Genoffinnen gruppierten fich dicht um zehn Rednertribünen: da Das gleiche war während der Dauer der Bersammlungen und wollen, an dem Ringen um die Volksrechte tätigen Anteil zwischen ging man spazieren, jagten die Kinder sich, wurden Post- auf dem Nachhausewege der Fall. Fortan ist niemand mehr bes zu nehmen. Wer nicht mit politischer Blindheit geschlagen farten, rote Abzeichen, Pfeffermünzplägchen und dergleichen verkauft. rechtigt, der Befürchtung Worte zu verleihen, daß durch die politisch ist oder wer nicht das gleiche Wahlrecht haßt und Massenhaft waren die Photographen erschienen. Das ganze Bild aufgeklärte Bevölkerung der Reichshauptstadt, wenn sie in großen fürchtet, wie Strautjunker oder scharfmacherische Industrie- slich eigentlich mehr einem Jahrmarkt mit Ausschreiern; denn auch Mengen in die Straßen hinabsteige, die Nuhe und Ordnung bedroht feudale, der muß sich sagen, daß die preußische Wahlrechts- die Rebner hörte man sich gegenseitig überschreien. Die Leute liefen werden könne. frage zum Angelpunkt nicht nur der preußischen, sondern auch dann zu denen, die am lautesten brüllten. Die Reden boten nichts Besonderes. Man hörte immer diefelben Phrasen, flammender der ganzen Reichspolitik geworden ist. Hier scheiden sich die Protest, Klassenschmach, Schande, Entrechtung, Volf mündig, hoch! Wege, hier hilft fein Drehen und Wenden, hier versagt auf hoch hoch! Die Genossen arbeiteten nicht nur mit dem Wunde, die Dauer selbst die gerissenste Demagogie, hier heißt es, durch fondern ebenso mit den Armen, was vielen sichtlich Spaß machte. die Tat den Ernst der Wahlrechtsfreundschaft zu beweisen!

behalten....

" Reichsbote":

Den

" Beit am Montag":

,, Welt am Montag":

,, Berliner Volkszeitung":

Wenn es nach den boraufgegangenen, trok polizeilicher Störung glänzend verlaufenen Demonftrationen noch eines Beweises für die politische Reife der Arbeiterschaft bedurfte, so haben ihn die Berliner Arbeiter gestern in wahrhaft imposanter Troz alledem wollen, wie es heißt, Bentrum und Natio­Weise erbracht. An 300 000 Männer und Frauen find unter freiem nalliberale am Dienstag nicht einmal mehr neue Anträge ein millionen bon Arbeitern folgen ihren Anordfreiung von der politischen Bevormundung und Knechtung durch Die Sozialdemokratie steht auf dem Gipfel ihrer Macht. Simmel versammelt gewesen, um uneingeschränktes Wahlrecht, Be bringen, sondern den Wechselbalg nach kurzer Generaldebatte dem Herrenhaus überantworten. Das Zentrum in der Er- ungen und Befehlen; auf ihr Kommando wurden gestern bas preußische Junkerregiment zu fordern, 300 000 Menschen dem Herrenhaus überantworten. Das Zentrum in der Er- in allen Großstädten Demonstrationsversammlungen zur Einführung sind ohne jegliche behördliche Reglementierung in schwarzer Menge wartung, daß die konservative Mehrheit der preußischen Peers- des Reichstagswahlrechts für die preußischen Landtagswahlen ge- burch die Straßen gezogen, und eine Ruheftörung, fammer die blauschavarze Wahlrechtsprellerei gutheißen wird; halten. Sie ist mit ihrer alle Verhältnisse umfassenden Organisation eine Verlehrsstörung, fein 8wischenfall irgend die Nationalliberalen in der Hoffnung, daß die edlen und er- ein Staat im Staate geworden, und die Staatsgewalt fängt welcher Art ist zu verzeichnen! lauchten Herren als sicherster Hort der Reaktion das Geld- an, wie der Vorgang des Berliner Polizeipräsidenten zeigt, vor ihrer sackswahlrecht noch plutokratischer gestalten werden! Mögen agitatorischen Macht den Rückzug anzutreten. Was bleibt ihr auch Der geftrige Ruhmestag der Berliner Bevölkerung enthält Zentrum und Nationalliberale so verfahren! Mögen fie das anders übrig, wenn fie feinen zuverlässigen Rückhalt an den bürger- auch eine Lehre für Herrn b. Bethmann- Hollweg . Sollte er aus den Maß der Erbitterung und Verachtung gegen sie, das sich lichen Parteien findet, die sich wie Hund und Katze einander bekämpfen, Beitungen oder durch die Mitteilung eines seiner Beamten von durch ihre jämmerlichen Verrätereien in den Herzen des Vol- beißen und traßen, auf ihrer linken Seite selbst immer mehr an den gestrigen großartigen Demonftrationen etwas erfahren, so mag die Seite der Sozialdemokratie rüden und einen Großblock mit ihr er daraus schließen, wie das Volk über seine Wahlreform denkt. fes angesammelt hat, zum Ueberfließen bringen! Die Massen und den liberalen Parteien erstrebe; stehen doch in den gestrigen Das Bolt läßt sich mit diesem Machwert nicht ab. find auf den weiteren Kampf gerüstet. Sie sind zum Aus- Demonstrationsversammlungen schon Demokraten vom Schlage des peisen. Das Bolt läßt sich sein gutes Recht nicht verfümmern harren entschlossen! Sie wissen, daß selbst nach der endgül Herrn v. Gerlach und des Berliner Tageblatts" Schulter an und gertreten. Auch in dieser Beziehung ist der gestrige Tag ein tigen Verabschiedung des Gesezes der Kampf nicht zu Ende Schulter mit den Sozialdemokraten. Wer die Boltsmassen Ruhmestag für das preußische Volt. Die ungeheure Beteiligung geht, sondern nur in ein neues Stadium eintritt. Sie wissen, beherrscht und sie organisiert wie die Sozial ber Bevölkerung Berlins an den gestrigen Demonstrationen hat daß es gilt, die Massen aufzuklären, aufzurütteln, auf daß demokratie, der hat die Macht, und bei der Uneinigkeit diesen eine imponierende Wucht gegeben, die zu verkennen nur der auch sie sich in Reih und Glied einfügen und die Stoßkraft des der bürgerlichen Barteien ist, wenn nicht unerwartete Ereignisse ein- fähig ist, der sie entweder abfichtlich verkennen will, oder der in Sturmblods vermehren, der unablässig Mauern und Tore treten, bei den nächsten Reichstagswahlen auf eine große Bermehrung unheilbarer philosophischer" Weltfremdheit politisch nicht hin­der Sozialdemokratie und auch auf eine erhebliche Berreichend begabt ist, diese Wucht zu verstehen und aus ihr die nötigen der preußischen Zwingburg berennen wird! mehrung derfelben bei den Landtagswahlen au Stonsequenzen zu ziehen. rechnen. Dann stehen wir vor dem revolutionären Konflikt: denn die Sozialdemokratie, die nicht bloß cine politische, sondern auch eine wirtschaftliche Partei ist, wird dann, wenn sie die Mehr­heit im Reichstage hat, ihre revolutionären Pläne durchzuführen fuchen."

Nicht zum letzten Male ist am Sonntag das Volk auf dem Blane erschienen. Es wird wieder und wieder kommen, immer massenhafter, immer unwiderstehlicher! Und wie es sein Versammlungsrecht erobert hat, so wird es auch sein bolles, ungeschmälertes Bürgerrecht erzwingen!

"

" Berliner Tageblatt": Morgenausgabe bom Montag:

Die drei polizeilich genehmigten Massenversammlungen im Treptower Part, im Humboldthain und im Friedrichshain find