Nr. 116.
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27. Jahrg.
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Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Der bedeutungsvollite
Sonnabend, den 21. Mai 1910.
ganz anderes; die Forderung der Unternehmer ist nicht Gewerkichaftskampf. gas anderes bie
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.
Der ,, unpolitische" Lehrerverein.
Entwickelung, so werden sich die Arbeiterorganisationen damit abfinden, und sie werden das dann auch können. Aber hier in diesem Kampfe handelt es sich um etwas Ungefähr zur gleichen Zeit, als der Deutsche Lehrerverein in das Gebot der Entwickelung, sondern eine Spekulation, den Straßburg das legte fehlende Stück seiner horizontalen Gliederung Die Bedeutung des Kampfes im Baugewerbe liegt nicht Arbeitern durch den Zentralvertrag die Möglichkeit zu nehmen, einfügte, als die nationale Einheit besiegelt wurde, begann es in allein in seiner Größe, auch nicht allein in der Tatsache, daß ihre soziale Lage weiter zu verbessern. Darum wehren sich seiner vertikalen Struktur zu krachen, begann der Kampf in sozialer, Sie wissen, daß bei dem heutigen in politischer Beziehung. er auf beiden Seiten von Kampferprobten und gefestigten die Arbeiter dagegen.
Organisationen geführt wird. Gewiß tragen beide Umstände Stande der Organisationen im Baugewerbe der Zentral- Die Sozialdemokratie beginnt auch im Lehrerverein ein Ende mit dazu bei, die Aufmerksamkeit der Arbeiterwelt in sehr vertrag den Unternehmern die Uebermacht im Interessen- damit zu machen, daß man geflissentlich vor den großen politischgroßem Umfange auf ihn zu lenten; aber seine überragende tampfe gibt, die jeden Tarifvertrag, der diesen Namen ver- fozialen Problemen die Augen schließt, um sich an lederner FachBedeutung liegt doch nicht hier, sondern vornehmlich in dient, d. h. der auf der Gleichberechtigung beider Teile simpelei genug zu tun oder, wenn es hoch kommt, den Zorn der feiner Stellung in der Entwickelung der beruht, ausschließt. Was die Unternehmer wollen, ist keine freien Rede gegen Mucker und Pfaffen zu kehren. Die Sozials Arbeitstämpfe und in der hier besonders augenfällig Fortentwicklung des Tarifvertrages zu höheren Formen, demokratie ist nicht nur mehr vor den Toren des Lehrervereins, werdenden Tendenz der modernen Unter- sondern ist dessen Vernichtung; der Tarifvertrag fo II sondern sie ist schon mitten drin; und es sind nicht einige scheue, nehmerorganisationen. gewerkschaftlich sanktionierte unbekannte Elemente, die sich im stillen zur Sozialdemokratie Ueber den Umfang des Rampfes kann heute kein Streit Willtür der Unternehmer ersetzt werden. rechnen, und dem verschwiegenen Parteigenossen ihr Geheimnis in Dies Streben der Unternehmer gibt dem Bauftriege eine trauter Dämmerstunde mit Herzklopfen anvertrauen, sondern beBedeutung, die weit über das Baugewerbe hinausgreift. währte und bekannte Schulmänner bekennen sich offen und frei zur Was sich jetzt im Baugewerbe abspielt, kann sich in anderen Ge- Sozialdemokratie.
durch die
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und
mehr bestehen. Die Gewerkschaften haben 130 000 Ausgesperrte nachgewiesen; aber man mag ruhig zugeben, daß außerdem ein Teil unorganisierter Arbeiter ausgesperrt worden ist, dessen zahlenmäßige Feststellung den Gewerkschaften nicht werben, in denen der Tarifvertrag Eingang gefunden hat, wieder- Bevor nur die deutsche Lehrerversammlung in Straßburg formell Wie die Bauunternehmer, so werden auch die eröffnet war, schon in der sogenannten Vertreterversammlung, die gelang. Wenn man in Berücksichtigung dessen die Gesamtzahl holen. aller Ausgesperrten mit 150 000 ansett, so dürfte man nicht unternehmer anderer Gewerbe danach trachten, durch Ver- nichtöffentlich ist und an der nur die Delegierten der Zweigvereine zu wenig geschätzt haben. Einhundertfünfzigtausend Arbeiter größerung der Kämpfe den sozialen Fortschritt zu hemmen, teilnehmen, wurde an das politische Problem des Lehrervereins geausgesperrt! So wenig das nach den großsprecherischen An- und sie werden sich dazu ebenso wie die Bauunternehmer des rührt. Von den Breslauer Lehrern ging die„ Anregung" aus, den fündigungen der Unternehmerorganisation ist, es bleibt doch Tarifvertrages bedienen wollen. Gelänge es den Bauunter- bremischen Lehrerverein wegen seiner sozialdemokratischen Tendenzen eine gewaltige Zahl. Man muß bedenken, daß es sich hier nehmern, ihre Absicht durchzusehen, so wäre die Widerstands auszuschließen. Würde ernstlich über diese kollegiale und weitherzige nicht um das wilde Aufbäumen einer disziplin- und zusammen- traft der Arbeiter anderer Gewerbe gegen gleichlaufende Anregung" geredet worden sein, so hätten die bremischen Delehanglosen Masse handelt, sondern um einen Kampf, der von Pläne ihrer Unternehmer von vornherein geschwächt. Das gierten, zum mindesten unterstützt von den Hamburgern, sicherlich ihren beiden Teilen lange vorher ins Auge gefaßt worden war. bedarf nicht erst des Beweises. Wir sehen also in dem Mann gestanden, zumal es sich bei den meistbeteiligten Bremer Die Unternehmer hatten ihn seit Jahren geplant, und die Kampfe der Bauarbeiter ein Vorspiel der fünftigen Kämpfe. Delegierten um bewährte Rämpen handelte. Aber die vorsichtigen Arbeiter hatten ihn ebenso lange mit fast absoluter Das sollte für die Arbeiter aller Berufe Veranlassung genug Leiter des Deutschen Lehrervereins zogen es vor, die beginnenden Gewißheit herankommen sehen. Nicht aus der Hurra- sein, sich hier auf den Standpunkt zu stellen: Es handelt politischen Gegenfäße noch nicht aufeinanderplagen zu lassen, sondern stimmung einer begeisterten Stunde, sondern aus langen, sich um unsere eigene Sache! Der Kampf der sie möglichst zu vertuschen, sie fanden eine Formel, durch die sie voröfteren und gründlichen Erwägungen ist dieser Kampf Bauarbeiter muß der Kampf der gesamten Arbeiterschaft sein. Täufig die gefährlichen Geister bannten: der Lehrerverein ist eine geboren. Und darum ist sein Umfang so außerordentlich; So wie sich auf der Seite der Bauunternehmer das gesamte Standesorganisation und daher interkonfessionell und unpolitisch, es denn ein Kampf wie dieser, so planvoll vorbereitet, fann nicht reattionäre Unternehmertum zusammen- ist Sache der einzelnen Mitglieder, sich so weit oder so wenig ins in wenigen Wochen abgebrochen werden, wenn nicht die findet, um diesem Schlage gegen den Vormarsch der meer der politischen Kämpfe zu wagen, wie sie wollen; der Verein Partei, auf deren Kosten er abgebrochen wird, ihr Renommee Arbeiter die vernichtende Wirkung zu sichern, so muß sich lehnt dafür jedwede Verantwortung ab. einbüßen will. Die Organisationen der Arbeiter und der die gesamte Arbeiterschaft um die Bau- Diese Formel hat auf den ersten Blick etwas Bestechendes. Aber Unternehmer im Baugewerbe fämpfen im Lichte einer achtung- arbeiter scharen, nicht nur mit Sympathieresolutionen, bei genauerer Prüfung stellt sich heraus, daß sie keine brauchbare gebietenden Vergangenheit für ihre, nein um ihre Zutunft. sondern in tatfroher Solidarität! Waffe, sondern nur eine leere Attrappe ist, die bei dem ersten Stoß, Was diesem Kampfe außer dem Angriff auf die Zukunft den man mit ihr wagt, elend zusammenbricht. Darum mußte es ein schweres, opfervolles Ringen werden. Denn beide Teile sind mit Recht von dem Bewußtsein erfüllt, des Tarifvertrages seine Bedeutung gibt, ist der Angriff Bisher konnte der Lehrerberein unpolitisch" sein, so wenig er daß sie einen Entscheidungstampf schlagen. auf die Gleichberechtigung der Arbeiter im es auch in Wirklichkeit jemals war. Denn was für eine Bedeutung Bon heute und hieran wird eine neue Epoche der Arbeits- Tarifvertrag. Er findet in den Forderungen der Unternehmer haben die bürgerlichen Parteiunterschiede überhaupt. Und im kämpfe beginnen", so könnte man Goethes Wort variieren, zur Akkordarbeit, zum Arbeitsnachweis usw. seinen Ausdruck. besonderen für eine Berufsklasse wie die Lehrer! Neuerdings die wir verschiedentlich besprochen haben sich einige indifferente oder strebsame Landlehrer von das er am Tage von Valmy sprach. Diese Forderungen- charakterisieren sich als eine unerhörte Anmaßung fonservativen Gewiß liegt die Augenblicksbedeutung des Baukriegs in haben freitonservativen Schwadroneuren einfangen seiner Größe und in der Wahrscheinlichkeit, daß er sehr lange unverfälschtesten Scharfmachertums. Sie sind um so uner- laffen; von dieser Verirrung werden die paar Lehrer bald furiert in dieser Größe andauern wird. Aber diese beiden Momente hörter, als die Gleichberechtigung der Arbeiter im Tarif- fein, denn die Schul- und Lehrerfreundlichkeit der Junker iſt zu führen uns zurück auf den Untergrund des ganzen Konflikts. bertrag gerade im Baugewerbe seit dem Aufkommen des offenbarer Schwindel, als daß auch nur der naivste Lehrer längere Wir müssen den Kampf der Bauarbeiter vom Standpunkte Tarifvertragswesens unangefochten bestand. Seit länger als Beit darauf hineinfallen könnte. Eine Reihe katholischer Lehrer zieht der Entwickelung der Arbeitstämpfe betrachten. zehn Jahren hat man sie als selbstverständlich hingenommen, den tonfessionellen Lehrerverein der allgemeinen Berufsorganisation Die herrschende Tendenz in dieser Entwickelung ist zweifellos und nun plötzlich dieser flagrante Vorstoß! bor ; das ist bei der Ausschließlichkeit des katholischen Bekenntnisses Auch das hat seine Ursachen. Man darf das schnelle tein Wunder. Bleiben noch die Spielarten der liberalen Parteien! auf die Vergrößerung der Kämpfe gerichtet. Sie ergibt sich aus unabänderlichen Verhältnissen. In dem Maße, Wachstum der Tarifverträge im Baugewerbe nicht Ihnen gehört benn auch in der Tat das Gros der Lehrerschaft an; wie das Erwachen des Zusammengehörigkeitsgefühls auf außer Betracht lassen. Dies Wachstum war eben nicht immer teils aus Gewohnheit oder Judifferenz, teils aus innerer Ueberbeiden Seiten starte Organisationen schuf, in dem gleichen normal und gesund. Oft wurden Tarifverträge für Gebiete zeugung von der Ehrlichkeit liberaler Reden und Versprechungen, Maße mußten und müssen sich die Kämpfe notwendig ber bereinbart, in denen noch sehr wichtige Vorbedingungen dafür teils aus Berehrung für bewährte Schultämpfer der Vergangenheit, größern. Immer größere Massen wurden in den Kampf fehlten. Manche Einigungsämter waren die reinen Tarif die einem besseren Liberalismus früherer Zeiten angehörten. Weil geführt, immer breiter wurde die Grunde des Kampfes. fabriken. In solchen Gebieten sind die Tarifverträge und ist so über die politische Zugehörigkeit der großen Mehrzahl der deutBei der Unternehmerorganisation ist das Streben auf Ver- mit ihnen der Grundsatz der Gleichberechtigung nichts Bodenschen Schullehrer keinerlei Zweifel bestand, konnte umso leichter die größerung der Kämpfe von vornherein gegeben: je größer wüchsiges, sondern künstlich aufgepfropftes Gewächs. Die Fittion des unpolitischen Lehrervereins aufrechterhalten werden. ein Kampf, umso größer die Opfer der Arbeiter, umso reale Grundlage der Gleichberechtigung, die gegenseitig ge- Vor der sozialdemokratischen Konsequenz und Unnachgiebigkeit höher die Belastung der Gewerkschaftstassen und in- achtete Macht, fehlte dort, und dieser Umstand ließ den Vor- zerschellen diese Illusionen. Auf der Lehrerversammlung in Straß folgedessen umso schwächer ihre Widerstandskraft. Bei stoß gegen die Gleichberechtigung, der durchaus nicht zu- burg vertrat der Festredner, der bayerische Oberlehrer Schubert den Unternehmern wachsen die Opfer nicht in dem fällig aus dem Westen und Süden kam, überhaupt erst mit seinem tremolierenden Bathos noch einmal die alte Anschauung. Maße mit dem Umfange des Kampfes wie bei den möglich werden. Von erheblichem Einflusse war dabei die Preifend mit viel schönen Redensarten wußte er in einem AtemArbeitern. Aus dieser Tatsache heraus erwuchs das Bestreben reaktionäre Welle, die als eine Folge des Wachstums zuge die politische Neutralität des Lehrervereins zu feiern, im nächsten der Unternehmerorganisation, den Kämpfen eine möglichst der Unternehmerverbände und des wirtschaftlichen Nieder- donnerte er ein faiserlich- patriotisches also ein politisches"!- große Ausdehnung zu geben, und das Wachstum der Gewerk- ganges das Scharfmachertum zum Angriff auf die Positionen der Glaubensbekenntnis in den Saal, im dritten Atemzuge ging der schaften eröffnete der Verwirklichung der Unternehmerabsichten Arbeiter treibt. Gewiß spielt auch noch manch anderer Umstand liberale Bolitiker und Zentrumsgegner nach allen Himmelsrichtungen eine nicht unerhebliche Rolle dabei, wie z. B. die Furcht mit dem unpolitischen" Schulmann durch. immer weitere Möglichkeiten. Zu dieser ganz natürlichen, weil auf den Klassengegen- der Großindustriellen vor dem Fortschritt in den Lohn- und Solche Entgleisungen fielen bisher nicht auf, weil Hurrasätzen beruhenden Entwickelung trat das Tarifvertrags- Arbeitsbedingungen der baugewerblichen Arbeiter und manches patriotismus und Antiultramontanismus nicht als" Politit" galten, wesen, das erst von den Bauunternehmern mißtrauisch andere. Aber von entscheidendem Einfluß war und ist der sondern als Vaterlandsliebe und Gewissensfreiheit firmiert wurden. zurückgewiesen, dann aber stürmisch akzeptiert wurde, weil es lle bermut des Unternehmertums, hervorgerufen Sobald die Sozialdemokratie aber in den Reigen eintritt, ändert die Möglichkeit bot, durch einheitlichen Abschluß aller Tarife, durch das Wachstum seiner Verbände und durch die schwere fich das Bild, sofort gewinnt alles ein politisches Aussehen, was oder noch besser durch die Zusammenfassung aller Tarife zu Krisis, die die Widerstandskraft der Arbeiter sehr schwächte. bisher als unpolitisch durchschlüpfte. Die sozialdemokratischen Lehrer einem Reichstarif der erstrebten Vergrößerung Auch diese reaktionäre Welle beschränkt sich nicht auf das Bau- tönnen unmöglich zugeben, daß der Liberalismus, offen oder dürftig Arbeitskämpfe eine sichere Grund- gewerbe. Gelingt es ihr, die Dämme der Bauarbeiterorgani- verschleiert, als die einzige Lehrerpartei hingestellt wird; sie werden Iage zu geben. Es hilft hier kein Streiten diefer fationen zu überfluten und zu durchbrechen, so wird sie auch in Fragen der Weltanschauung der liberalen Kaze die Schelle an Unternehmer: sie sind lediglich aus diesen Beweg- weiterbrausen. hängen; und in der Schulpolitik werden sie zeigen, wo die wahren Auch daraus ergibt sich für die Gesamtarbeiterschaft die Freunde der Schule figen. Soche politischen Auseinandersetzungen gründen Freunde des Tarifvertrages und besonders Freunde des Reichstarifs geworden. Sie können diese Tatsache be- zwingende Veranlassung, zu einer ihrer tapfersten Truppen zu find in Zukunft ganz unausbleiblich, man kann der Volksschule nicht streiten, aber sie können sie nicht aus der Welt schaffen. Aber stehen und durch weitgehenden Opferfinn der Freiheit der Arbeit nügen und dienen, indem man sich politische Scheuklappen anbindet! eben darum qualifiziert sich ihr kategorisches Verlangen nach und dem sozialen Fortschritt den Sieg erringen zu helfen. Abschluß eines( Reichs-) Zentraltarifs als ein plump- gewaltsamer, störender Eingriff in die natürliche Entwickelung des Neue Vermittelungsvorschläge des Reichsamts des Innern. Tarifvertragswesens. Die Bauunternehmer brauchten wirklich Der Oberbürgermeister der Stadt Dresden , Dr. Beuttler, den Arbeitern nicht erst zu sagen, daß auch das Tarifwesen teilte den Arbeiterverbänden mit, daß seine Einladungen zu Bernach Zusammenfassung Kleinerer Tarifgebiete zu größeren bandlungen als erledigt zu betrachten seien, da das Reichsamt des drängt und daß diese Entwickelung einmal in Reichstarifen Innern zentrale Verhandlungen wieder einleiten will. münden wird. Das fonnten sie schon seit Jahren in der Den Zentralverbänden ist von solchen Verhandlungen bis Freitag Arbeiterpresse lesen. Kommt diese Form des Tarifvertrages abend offiziell noch nichts bekannt; Einladungen sind an sie noch als die natürliche Konsequenz der tariflichen und gewerblichen nicht ergangen.
ber
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Die formelle Ausrede, mit der die Leitung des Lehrervereins vorläufig noch der politischen Stellungnahme entgangen ist, hat auch noch in anderer Beziehung ein Loch. Wenn der Lehrerverein seine Mitglieder nicht nach Konfeffion und politischem Glaubensbekenntnis fragt, so hat er aber auch umgekehrt die Verpflichtung, für seine Mitglieder einzutreten, wenn sie nicht wegen Nachlässigkeit oder Un fähigkeit im Amte, sondern wegen ihrer politischen Tätigkeit als Staatsbürger gemaßregelt werden. Die Leitung des Deutschen Lehrervereins hat bisher so wenig wie die„ Pädagogische Beitung" ein Wort gefunden, um für den gemaßregelten Bremer