Nr. 290.
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Erfcheint täglich außer Montags.
Vorwärts
Berliner Volksblatt.
27. Jahrg.
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Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin"
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Der Polizeibureaukrat
als Reichskanzler.
Sonntag, den 11. Dezember 1910.
werden
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Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.
Der Herr Graf meint:
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Mittel auf, mit denen auch ohne Ausnahmegesetz der Sozial- jungen Spahn im Zentrum vor dem Vorwurf des Bruches der demokratie Abbruch getan werden solle und da lächelte Herr Barteidisziplin zu schüßen", nachzuweisen versucht, daß Martin Spahn b. Heydebrand höchst befriedigt. Der Einfluß der Sozial- tein Zentrumsmann sei. Oppersdorff tommt zu dem demokratie in den Krankenkassen soll gebrochen Schluß, daß Professor Spahn feine eigene ganz bestimmt aus eine besondere Freude für Herrn Bued ! Die geprägte Geistesrichtung habe, die sich nicht besser als mit dem Strafgeseze follen verschärft und die bestehenden Strafgesetze von ihm selbst gewählten Schlagwort„ Enttleritalisierung" Herr v. Bethmann Hollweg hat den zerschliffenen schärfer angewandt werden, welche scharfmacherische Auf- bezeichnen lasse." Philosophenmantel abgelegt. Die gnadenvollen Erleuchtungen, munterung der Sozialistenfresserei am grünen Tisch gerade die ihm auf der Hasenjagd in Springe zuteil wurden, haben noch gefehlt hat. Ja, in seinem Eifer, diese Direktiven gleich ihm offenbar den Mut eingeflößt, sich in seines Wesens praktisch anzuwenden, erging sich dann der über den Dürre unverhüllt zu zeigen: als der preußische Bureaukrat, Parteien" stehende Reichskanzler in Erörterungen des der alle Geschehnisse und staatsrechtlichen Verhältnisse durch die Moabiter Prozesses, wozu ihn angeblich einige beiläufige dunkle Polizeibrille betrachtet, sich aber einbildet, mur als Bemerkungen Scheidemanns genötigt hätten. Instrument des Gottesgnadentums die Reichs- und Staats- Wie sich der gute Jagow darüber freuen wird! geschäfte zu führen. In dem Bethmann Hollweg hat er ein I euch- Zwei Reden hat er am zweiten Tage der Etatsdebatte te ndes Vorbild für seine Annoncenzeugen. gehalten. Zunächst schaffte er sich dadurch einen günstigen Gesehen hat dieser klassische Polizeizeuge auf dem ReichskanzlerResonanzboden bei der blauschwarzen Mehrheit, daß er die fessel natürlich nichts von den Vorgängen in Moabit . Aber er fann sogenannte Finanzreform als ein notwendiges Wert zur auch noch nicht einmal die Verhandlungen gelesen haben, sonst Gesundung der Reichsfinanzen feierte, weil sie Hunderte von würde er nicht ganz nach dem Jagow- Schema feierlich den Millionen aufgebracht hat. Als ob nicht durch noch viel Polizeibeamten seine Anerkennung aussprechen, daß sie in unsinnigere Steuern auch noch größere Summen aus dem Volke Moabit nur ihre Pflicht getan hätten. Ja mehr noch! Eine hätten herausgepreßt werden fönnen. Nicht die erzielte Steuer- der Behauptungen, mit denen die Staatsanwaltschaft in der summe ist der Prüfstein für den Wert der Finanzreform, sondern Anklageschrift operiert hat, war, die Sozialdemokratie das Wie ihrer Aufbringung und jeder Verzicht auf den Versuch durch Verminderung der Ausgaben aus der Klemme herauszukommen. Aber über das Schema, alte schlechte Steuern durch neue schlechte Steuern zu ergänzen, sind die bureaukratischen Finanzkünstler nie hinausgekommen.
sei mitschuldig an den Exzessen. Auch nicht der Schatten eines Beweises wurde für diese Anschuldigung erbracht. Die ganze Geschichte unserer Partei widerspricht einer solchen unsinnigen Ver dächtigung; verschiedene einwandsfreie Zeugen widerlegten sie; tut nichts! Der leitende Staatsmann des Deutschen Reiches Auch an dem, was man im staatserhaltenden Jargon die schämt sich nicht, in seiner einflußreichen Stellung während bewährten Grundlagen unserer Wirtschaftspolitik nennt, will des schwebenden Prozesses die Verdächtigung zu wiederholen, der amtierende Oberbureaukrat festhalten zum Schutz der auf der Sozialdemokratie laste die moralische Mitschuld an den nationalen Arbeit". Aus Versehen entfloh dabei der Ausdruck Moabiter Vorgängen, und sie werde diese Mitschuld nicht abnationalliberale Arbeit" dem Zaun der reichs- wälzen können. tanzlerischen Zähne, welcher unfreiwillige Wiz stürmische Heiterfeit entfesselte.
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Ernste Gewissensfragen sind es, die uns die Feder in die Hand gedrückt haben; und weil es eine sehr ernste Angelegenheit ist, konnten und können wir nicht schweigen. Es handelt sich eben um nichts Geringeres als um die alte, vielbewährte Zentrumstradition und Zentrumseinigkeit, um heilige und unverlegliche, von uns zu achtende, ja sogar man wird es recht verstehen uns zur Pflege und treuen Vertretung anvertraute Grunds anschauungen des katholisches Voltes. Wer hierin die alte fiegreiche Fahne des Sentrums hochhält, der fürwahr ist fein Störenfried! Die Einigkeit gilt uns als Ge= wiffenspflicht. Daher gerade unser Kampf gegen Vorgänge und Versuche, welche die wahren und tiefsten Grundlagen der Einigkeit untergraben, und welche den bisher dauerhaften Einklang der wesentlichen Grundanschauungen, Ueberzeugungen und Gefimungen fürderhin unmöglich machen! Daher unser Kampf gegen Vorgänge und Versuche, welche darum auch das gegenseitige Berstehen und Vertrauen, das die Männer der verschiedensten Erdenrichtungen in der Zentrumsfraktion für fünftige schwere Beiten wie feit Alters her immer einigte, erschüttern und zerstören können!
Und dann noch eines! Das Vertrauen des katholischen Volfes ist ein fostbarer, aber ein berfierbarer Schatz. Seine Treue. hat nicht gewankt und wird nicht wanten, so lange wie nach der politischen und nach der religionspolitischen Seite hin auf seine Führung fein Schatten fält! Wer aber die Ents fleritalisierung" zur Barole wählt, der schließt sich selbst bon der Schar jener Männer aus, die unser treu fatholisches Bolt bislang mit Recht als seine Führer" geachtet und geliebt hat.
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Damit war der Gipfelpunkt der staatsmännischen Leistungen Der Angriff ist charakteristisch für die Machtverhältnisse innerdiefes Polizeibureaufraten auf dem Reichskanzlerseffel erreicht. halb des Zentrums und den Geist, der heute in dieser Partei herrscht. Damit hatte der Kanzler denn das Stichwort gefunden für Die Sozialdemokraten protestierten empört, die Rechte brüllte nicht das wird dem jungen Spähnchen zum Vorwurf gemacht, daß die Stellung der Regierung zu der wachsenden Unzufriedenheit begeistert Bravo! er sich gegen die Uebertragung des Reichstagswahlrechts auf Preußen im Bolte über diese Wirtschafts- und Steuerpolitit. Wie auch Da haben wir einen Vorgeschmack bekommen von den ausgesprochen und damit gegen eine von der Zentrumspresse als bie allgemeinen Neuwahlen ausfallen mögen, geändert werde Mitteln, mit denen diese Sorte bureaukratisch- junkerlicher politischen Glaubensartikel Brogrammfaz tann man nicht sagen, nichts werden, der Hausch werde verfliegen, und eine Götter- Politiker, die in Deutschland als Staatsmänner posieren Senn das Zentrum hat kein Programm- ausgegebene Forderung dämmerung werde nicht hereinbrechen". Die leberhebung dürfen, ohne daß die öffentliche Meinung der gesamten verstoßen hat, sondern daß er modernistischen Anschauungen zuneigt; einer selbstherrlichen Bureaukratie wie sie im Buche steht! Nation sie von ihrem Blaze hinwegfegt, glauben, der größten unb bo behauptet bekanntlich das Zentrum Das Boll fann wollen wie es will, fann wählen, wie es will, Voltsbewegung aller Zeiten Herr werden zu können! Noch eine intertonfeffionelle Bartei zu sein. die Herren Bureaufraten erklären progig: es bleibt bei dem immer sind solche bösartige Stopflosigkeiten bei den Macht- Wenn der Herr Graf v. Dppersdorff von der Einigkeit spricht, alten Kurs. Nun, es dürfte den Bethmännern doch bei ihrer habern ein Merkzeichen dafür gewesen, daß eine herrschende die allen Mitgliedern der Bentrumspartei als„ Gewiffenspflicht" gilt eingebildeten Gottähnlichkeit bange werden. Selaffe ihrem Untergange entgegentaumelt. und gelten muß, so ist das nichts als leeres Geschwäg, lediglich
Dann entwickelte Herr v. Bethmann die staatsrechtliche Nach den antiparlamentarischen Bureaukraten die bürger- bazu beftimmt, die wirklichen Motive zu verhüllen. Diefe Dottrin, daß die Regierung über den Parteien lichen Barlamentarier! Herr Bassermann gab sich noch Gewissenspflicht ist schon recht häufig im Bentrum verlegt worden, stehe, nur vom Raiser und dem Bundesrat Direttiven an- regierungsfrommer als bei der Debatte über die Kaiserreden. ohne daß bisher ein Shahn danach frähte; oder ist es etwa feine nehme und dann mit den Parteien zu einer Verständigung Das bißchen Opposition, was diesmal noch in seinen Reden Gefährdung der Einigkeit, wenn sich verfchiedentlich Zentrumsftrebe. Er bestritt lebhaft, ein Diener des schwarzblauen Blocks in fänftiglichen Tönen durchflang, wird er sich auch bald ab- mitglieder, und zwar Standes- und Gefinnungsgenossen des Grafen zu sein und fand dabei lebhafte Zustimmung beim gewöhnen, wenn ihm nur der fleine Finger geboten wird. v. Oppersdorff- wenn wir nicht irren, sind es 16 Personen- gegen schwarzblauen Blod. Bezeichnend für die Kurz- Mit der ganzen reattionären Wirtschaftspolitik von Regierung das Reichstagswahlrecht gewandt haben? Wenn das leine Störung fichtigkeit der Liberalen ist, daß sowohl Herr Bassermann und Schnapsblock ist er einverstanden; bleibt nur noch die der Einigkeit ist, dann müssen unbedingt die anderen leitenden Parteifür die Nationalliberalen wie Herr Wiemer für die Kleine Differenz wegen der direkten Steuern. Von der Absicht, mitglieder im Geheimen ebenso denken, wie dieſe fechzehn! Fortschrittler später diese Theorie zustimmend akzeptierten. den sozialdemokratischen Einfluß in den Krantentassen tunlichst Doch die katholische Aristokratie und vor allem der Epistopat Sie glaubten, damit habe der Reichstanzler Herrn v. Heyde- einzuschränken, ist er sehr erfreut. Schließlich glaubte er auch wollen von Herrn Martin Spahn nichts wissen; und ihrem Einfluß brand eine Absage erteilt; nur in der Praxis, in der noch, sich des Zaren annehmen zu müssen, indem er Ent- ist es denn auch gelungen, einen Teil der Zentrumsfraktion gegen Geschäftsgebarung der Landräte werde leider nach diefer rüstung darüber bekundete, daß der Vorwärts" diesen Wohl den„ Modernisten" mobil zu machen. In einer Gesamtsihung der grundehrlich gemeinten Richtschnur des Reichskanzlers nicht täter der Menschheit bei seinem Besuch in Potsdam an- Bentrumsfrattion des Reichstages, die bis spät in die Nacht dauerte, gehandelt. Diese vertrauensvollen Bürgersleute werden sehr gepöbelt" habe. überrascht sein, wenn am Montag der konservative Redner Herrn Wiemers Opposition hatte einen kräftigeren unter lebhafter Zustimmung seiner Parteifreunde erklären Slang, aber sie richtete fich doch mehr gegen den schwarzblauen wird, daß die tonservative Partei völlig einig sei mit dem Block als gegen die reaktionäre Regierung. Mit hoher BeReichskanzler in der Auffassung, daß er und die gesamte Re- friedigung verzeichnete er den fortschrittlichen Wahlfieg in gierung über den Parteien stehen müsse. Die Aufrecht- Labiau- Wehlau, doch schien ihm die Tatsache, daß der Sieg erhaltung dieser Fiktion gehört eben zu den Geschäftspraktiken nur mit sozialdemokratischer Wahlhilfe errungen werden der toalierten Junter- und Bureaufraten- Clique. Was der tonnte, arges Unbehagen zu bereiten. Er erwähnte nicht nur Bureaufrat Bethmann sagen will, läßt sich mit einer fleinen diese Unterstützung mit feiner Silbe, sondern nach einem ber Aenderung in dem Heineschen Vers ausdrücken: Legenen Räuspern tam er mit der Behauptung heraus, 9000 Wähler hätten dem fortschrittlichen Kandidaten Wagner durch die Abstimmung ihr Vertrauen ausgedrückt. Es dürfte aber doch auch Herrn Wiemer hinreichend bekannt sein, daß unter diesen 9000 nicht weniger als 3700 Sozialdemokraten Es kann nicht oft genug, es tann nicht entschieden genug waren, die, weit davon entfernt, Herrn Wagner, der sie mit betont werden, daß eine Regierung gar nicht über den unschönen Mitteln bekämpft hat, ihr Vertrauen zu schenken, Parteien stehen tann, selbst wenn sie wirklich den ihm nur deshalb ihre Stimme gaben, um den konservativen Bersuch machen wollte. Sie ist stets die Handlangerin der Kandidaten zu Fall zu bringen.
Blamier' mich nicht mein schönes Kind, Befiehl mir nicht unter den Linden! Wenn wir nachher zu Hause find, Wird sich schon alles finden.
Am Montag geht die Debatte weiter.
Zentrums- Wirrwarr.
herrschenden Klasse. Bei uns in Preußen- Deutschland sett Zwischendurch hielt dann noch der Reichstanzler die Junkerclique im Bunde mit den industriellen Scharf- eine zweite Rede über die auswärtige Politit, die machern ihren Willen in der Hauptsache durch das Mittel nach dem üblichen Schema der Betonung offizieller Friedenshöfifcher Hintertreppenpolitit und nur sehr ungern auf parla- liebe entworfen war. mentarischem Wege durch. Die amtierende Bureaukratie ist ja auch schon so trainiert, daß sie auf bloßes Zungenschnalzen hin in den vorgezeichneten Bahnen einhertrabt. Das komische Kommandogefreisch des kümmerlichen so vielfach überschäßten Heydebrand vom 26. November war überflüssig und rollen- Die papftlich- feudale Aristokratie der Zentrumspartei , die feit widrig. der Hottentottenwahl im Bunde mit dem hohen Klerus eine stetig Wie unnötig solche junkerliche Direktiven für den steigende Obermacht im Zentrum erlangt hat, sucht den in Warburgamtierenden Oberbureaukraten sind, ging ja dann mit hin- Hörter zum Reichstagsabgeordneten gewählten Herrn Prof. Martin reichender Deutlichkeit aus dem Programm hervor, das Spahn, den Sohn des Zentrumsführers Peter Spahn, mit allen Bethmann Hollweg für die Bekämpfung der Sozial- Mitteln aus der Zentrumspartei hinauszudrängen. Der schlesische demokratie entwickelte, was er selbst als wichtigsten Bentrumsabgeordnete Graf Oppersdorff, erbliches Mitglied Buntt bezeichnete. Freilich erklärte er keines Ansporns zu des Herrenhauses, hat fogar unter dem Titel: Eine Gewiffensbedürfen, zum Schutze der staatlichen Ordnung". Da riefen frage: 3ft Martin Spahn Zentrumsmann?" soeben eine Schrift erdie Liberalen wiederum Bravo ! Dann zählte er die einzelnen scheinen laffen, in der er, um fich und die anderen Gegner des
ist gestern die Frage erörtert worden: Soll Herr Martin Spahn in die Zentrumsfraktion aufgenommen werden, oder soll man ihn hinauswerfen?" Nach einstündigem Wortstreit wurde schließlich aus Rücksicht auf den der Verhandlung ferngebliebenen Vater des Herrn Spahn junior und besonders, weil man nicht der Welt zeigen wollte, wie abhängig die Zentrumsfraktion bon ben wünschen und Befehlen bes Epiftopats fei, beschlossen, Herrn Professor Martin Spahn als Mitglied der Bentrumsfraktion anzuerkennen aber erst nachdem Herr Spahn beschlossen, Herrn Professor Martin Spahn als Mitglied der Bentrumsfraktion anzuerkennen die weitgehendsten Busicherungen gegeben hatte sich in seinen Reden und Schriften aller Aeußerungen enthalten zu wollen, die einen„ modernistischen" Anstrich trügen. Willig versprach Herr Spahn alles, was verlangt wurde; worauf die große Mehrheit der Fraktionsmitglieder folgender Erklärung zustimmte:
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„ Nachdem Professor Dr. Spahn über die von ihm vor zwölf Jahren angeknüpften Beziehungen zu dem Grafen Hoensbroech sein Bedauern ausgesprochen, und nachdem er über die bcanstandeten literarischen Sundgebungen befriedigende Er= flärungen abgegeben hat, betrachtet die Fraktion die Bedenken gegen seine Aufnahme für ausgeräumt."
Damit scheint vorläufig die Sache erledigt zu sein; aber sie ist es noch nicht. Der Episkopat und die mit ihm verbündete feudale katholische Aristokratie verlangt ohne jede Rücksicht auf den Vater des Verdächtigen, den Zentrumsführer Peter Spahn , daß Herr Martin Spahn völlig kalt gestellt wird. Die Köln . 3tg." meldet darüber, wie uns aus Köln telegraphiert wird:
Martin Spahn hat, wie aus der Erklärung der Zentrumsfraktion hervorgeht, bevor er nach langem Kampf die Aufnahme durchsetzte, seine früheren Beziehungen zu dem Grafen Hoens broech bedauern und befriedigende Erklärungen über seine beanstandeten literarischen Rundgebungen abgeben müssen, über deren Inhalt nichts weiter verlautet. Wenn diese Erklärungen auch die Zentrumsfraktion befriedigt haben, eine höhere Instanz wird sich dabon schwerlich befriedigt fühlen. Wir glauben, zu wissen, daß die Broschüre des Grafen Oppersdorff gegen Martin Spahn in Rom das Interesse, das man dort seit dem Jahr seiner Berufung an die Straßburger