Einzelbild herunterladen
 

Ein schwieriges Rettungswerk gelang am Mittwochnachmittag dem 8. Zuge der Berliner Feuerwehr in der Lohmühlenstr. 20/22. Dort war ein Holzwagen mit zwei Pferden über die Kaimauern in den Landwehrkanal gestürzt. Mit vieler Mühe gelang es, die Pferde famt den Wagen unbeschädigt herauszuholen.

Der Ge­

am

gaben aufgenommen, während er im Untersuchungsgefängnis vor- 1 die ihm bon dett Gefangenen übergebent wurden, auf I neuen Drtspolizeiverordnung müssen sie jedoch von geeigneten Ber läufig festgehalten wurde. und hier erhielt er auch die Mitteilungen, die an Chiffre fonen beaufsichtigt werden. In Räumen, die zum Verkauf oder zur Weitere Mitteilungen Besagen: Die Selbstbeschuldigung des bon der Außenwelt eingingen, um sie den Gefangenen Herstellung von Nahrungs- oder Genußmitteln dienen, dürfen Hunde Arbeiters Fritz Voigt , die Frau Martha Schramm in der Nacht zum zuzufteden. Auf dem Postamt wurde er auch in dem Augenblick nicht mitgenommen werden. Diese Bestimmung ist im Interesse der 19. März erstochen zu haben, entspricht nach den weiteren Fest ergriffen, als er einen Brief des Rumänen Boies zur Beförderung durchgeführt. Eine lebhafte Beunruhigung der Grundbefizer brachte Reinlichkeit und Hygiene nur zu begrüßen; hoffentlich wird sie strikte stellungen ohne Zweifel der Wahrheit. Boigt ist der Sohn eines nach Budapest aufgab. Er bestritt zunächst, daß der ungarisch ge- die Vorlage des Gemeindevorstandes über die Erhebung von biederen Arbeiterehepaares aus der Berliner Straße zu Tegel und schriebene Brief aus dem Untersuchungsgefängnis stamme, gab es Gebühren für das Abladen von Müll auf dem Gemeinde- Müll­bisher unbescholten. Er arbeitete wie sein Vater bei Borsig. Seine aber zu, als man ihm ankündigte, daß der zurückgehaltene abladeplatz. Der Gemeinde erwachsen durch die Unterhaltung dieses Borgesezten waren durchaus mit ihm zufrieden. Dienstagvormittag Brief sofort übersetzt werden solle. Fröhlich hat sich für seine Plages erhebliche Kosten; in drei Jahren sind an Unterhaltungs­wurde V. aus dem Krankenhause entlassen. Er war sehr bedrückt, Dienste von den Angehörigen und Freunden der Gefangenen nicht fosten nicht weniger als 16700 Mart aufgewendet worden. Vororten werden bereits Gebühren sprach wenig oder gar nicht und auch nichts. Als der Vater des nur mit Gelb, sondern auch auf andere Weise noch bezahlen lassen. In einer Reihe von Abends nach Haufe tam, offenbarte fich ihm der Sohn und erzählte Er ließ sich postlagernd Pakete mit allerhand Sachen schicken und für die Benutzung der Müllabladestätten erhoben. ihm das, was er der Mutter ihres noch leidenden Zustandes wegen empfing von Frauen und Geliebten von Gefangenen auch wiederholt meindevorstand fand bei der hiesigen im Zahlen besonders peniblen Spezies von peniblen Spezies von Hausagrariern jedoch feine Gnade. nicht zuerst hatte sagen wollen. Einladungen zum Abendessen, denen er natürlich gern entsprach. Nacheinander traten die Gemeindevertreter Lehmann, Fischer, Danach hat sich die Sache wie folgt zugetragen: Boigt war Seine Untreue verschaffte ihm so die Mittel, ein flottes Leben zu Gersbach, Mathias in die Schranken, nicht etwa um fachliche abends bei seiner Braut in der Helmholzstraße gewesen. Sie ist führen. Bis er jegt endlich in Moabit als Gefangener dieselben Wontente gegen die Vorlage ins Feld zu führen, sondern um sie Mutter eines Kindes, für das er zu sorgen hat, und hatte ihr einen Räume beziehen mußte, in denen er bisher als Aufseher tätig war. mit den allbekannten, ebenso öden wie lächerlichen Phrafen von der Teil seines Wochenlohnes zurückgelaffen. Auf dem Heimwege Aus Furcht vor dem Staatsexamen Selbstmord. Durch den Tod Belastung des Grundbesitzes" abzulehnten. Würden diese Gebühren sprach ihn mum, wie er sagt, ein freches Frauenzimmer an, die des 24 Jahre alten, aus Alt- Ruppin stammenden Kandidaten der von den Mietern erhoben werden, dagegen hätten sie sicherlich nichts Vergeblich suchte der Gemeindeborstand mit dem Schramm, die ja auch in ihren Kreisen als frech bekannt und gefürchtet Medizin Hermann Weill hat eine erschütternde Studenten einzuwenden. war. Sie zog ihn halb mit Gewalt in das Haus hinein. Als sie tragödie ein Ende genommen. Der außergewöhnlich fleißige, aber Märchen von der Belastung des Grundbefizes" aufzuräumen. Aber mehr als 3 W., die er ihr gegeben hatte, verlangte, weigerte förperlich nicht sehr widerstandsfähige junge Mann, der nach dem die Vertreter der Gemeinde" Intereffen stellten sich vor bas Urteil seiner Lehrer an der Universität Brestau, wo Portemonnaie der Besitzenden, überwiesen die Vorlage einer Kom­er sich mit der Begründung, daß er dann nicht so viel mehr habe, um nach Hause fahren zu können. Sie hatte aber in er gulegt feinen Studien oblag, zu den schönsten Hoffmiffion, aus der sie wahrscheinlich nicht mehr zurüdfehren wird. nungen berechtigte, weilte seit einigen Tagen bei einigen Tagen bei Wer Die Wahl der Gemeindekommiffionen für 1911, ein Gegen fein Portemonnaie gefehen und nahm ihm dieses weg. Als er es wandten im Friedenauer Ortsteil von Schöneberg zum Besuch. Da stand der Tagesordnung, der im allgemeinen das Interesse nun zurüd verlangte, beschimpfte sie ihn und so tam es zum Streit. er infolge seines unausgefeßten Arbeitens zum Eramen sich geistig der Deffentlichkeit nicht allzusehr zu fesseln pflegt, zeitigte Momente. Es ist bekannt, daß Auf dem Tische lag Voigts Ueberzieher. Aus dessen Tasche ragte vollständig überarbeitet hatte und ihn die letzte Hoffnung verließ, einige interessante ein Messer hervor, das er sich einige Zeit vorher gekauft hatte. Er das Examen zu bestehen, hatte er den Entschluß gefaßt, zu sterben. hiesigen Ort die Herren Gemeindebertreter ein förmliches Grauen pflegte es zur Vorsicht zu tragen, wenn er im Tegeler Forst mit Er kaufte sich vorgestern einen Revolver und schoß sich damit in der bor manchen Kommissionen haben und daß die Besetzung der feiner Braut spazieren ging, weil er biel von den Spannern gehört Wohnung feiner Schwester, Bederstr. 25, in die rechte Schläfe. In Kommissionen überhaupt mit großen Schwierigkeiten verknüpft ist. hoffnungslosem Zustande wurde er nach dem Schöneberger städti- Das läßt die Arbeitsfreudigkeit der Privilegierten des Dreiklassen­hatte, die im Forst den Liebespaaren nachstellen. Die Schramm schen Krankenhause gebracht, wo er gestern an den Folgen des wahlrechts in einem etwas eigentümlichen Licht erscheinen. Be­fah das Messer, riß es aus der Ueberziehertasche und vers Schusses berstarb. sonders die Armentommission erfreut sich einer allgemeinen setzte ihm einen Stich in den linken Oberschenkel, um ihn aus ihrer und besonderen Abneigung. Es ist freilich schwer für feine Nasen, Wohnung hinauszudrängen. Zugleich hezte sie ihren bissigen Hund fich an den Geruch der Armut zu gewöhnen. Selbst der Appell des auf ihn. Der Stich mit dem starken Meffer brang tief ein. wütend doch schließlich auch mitarbeiten, hatte nicht den gewünschten Erfolg. Gemeindeschöffen Lange, der meinte, die Gemeindevertreter müßten vor Schmerz entriß Voigt dem Weibe das Messer mit der linken Endlich erklärte sich nach langem hin und her Gemeindevertreter Hand, während er ihr mit der rechten an die Kehle griff. Hierbei Wegener bereit, das Amt eines Armenkommissars zu übernehmen. schnitt er sich selbst zwischen Daumen und Beigefinger der linken Eine mysteriöse Affäre beschäftigte seit gestern früh die Berliner Bei der Baukommission versuchte der Töpfermeister Engel­Hand. Als sie nun abermals den Hund auf ihn hezte und selbst Kriminalpolizei. Gegen 3 Uhr morgens wurde die Kompagnies mann, zugleich Vorsitzender des Handwerkervereins, aus naheliegenden auf ihn eindrang, versetzte er dent Hunde, der ihn immer von neuem wache 6 der Feuerwehr aus der Pantstraße nach der Buttmannstr. 7 Gründen seine Wahl durchzusetzen. Schöffe Lengner widersprach anfiel, einige Fußtritte und stach dann auf ihn und die Schramm gerufen, wo der Laden des elektrischen Reparaturgeschäfts von Trau- fofort und wies darauf hin, daß in eine solche Kommission wütend ein, bis sie zu Boden fiel. Dann 30g er feinen Ueberzieher gott Bader in größerer Ausdehnung in Flammen stand. Das Feuer ein Gemeindevertreter, der direkt oder indirekt mit dem Bau­hatte Regale und allerlei Materialien, Belluloidwaren usw. er gewerbe in Beziehung stände und außerdem auch noch an und tastete sich aus dem dunklen Hause hinaus. Von der Fläche griffen und mußte mit einer Schlauchleitung gelöscht werden. Borfizender eines Vereins fei, der an den Beschlüssen der linken Hand rühren die Blutspuren her, die er hierbei an der Nach der Ursache des Brandes befragt, gab der Inhaber des Ge- und der Tätigkeit jener Kommission ein besonderes Intereffe habe, Band zurückließ, und die von den Kriminalbeamten später gefunden schäfts dem leitenden Brandmeister folgendes an: Bald nach Mitter- nicht gewählt werden dürfe. Das fränkte Herrn Engelmann so tief, wurden. Auf der rauhen Wand waren sie nur undeutlich. Zu nacht seien vom Keller aus mehrere Einbrecher in seinen Laden ein- daß er die Bemertung fallen ließ wenn man ihn in der Baus Hause erzählte der junge Mann dann von der Schlägerei, in der gedrungen. Als er durch das Geräusch erwacht sei, wären tommission nicht haben wolle, er dann auch nicht zum Armen er sich die Verlegungen zugezogen habe. Seine Mutter ver- Die Diebe auf ihn losgestürzt und hätten ihn im Bett tommiffar zu gebrauchen fei. Rein Ranig, feine Stähne!" Der Dann hätten die Verlegte Punkt betraf einen Antrag Born und Genossen betreffend die band ihn zur Not, wusch die blutigen Kleider aus und flickte regelrecht gefnebelt und gefesselt. eine Beseitigung des Rummelplatzes auf dem Mönkeschen Grundstück in die brei Löcher, die in den Falten des Hofenbeins und in brecher alle Behälter nach Geld durchsucht und Geldbörse mit Goldstücken gefunden. Er selbst habe der Verl . Wilhelmstraße. Gemeindevertreter Born begründete feinen dem Hembe durch den Messerstich entstanden waren. Erst später ruhig zusehen müssen. Nach dem Beutezug feien die Antrag, von den ein Gemeindevorstandsmitglied behauptete, daß wurde ein Arzt geholt, und am 23. suchte der Verwundete bas Diebe wieder nach dem Laben gegangen und hätten diesen in Brand fein Mensch aus ihm flug werben fönne, mit recht fabenscheinigen Reinickendorfer Krankenhaus auf, in dem er bis jetzt lag. gesteckt. Die Kriminalpolizei ist bemüht, die Sache aufzuklären. Argumenten. Die Herren Grundbefizer wollen den Rummelplas Nachdem der erschütterte Vater das Bekenntnis seines Sohnes is die Feuerwehr auf der Brandstelle erschien, war Bader nicht einfach beseitigen, weil er ihnen nicht paßt, oder, wie gehört hatte, stimmte er seiner Absicht, sich selbst dem Richter zu stellen, mehr in Fesseln. Nur der Strick, mit dem er gefesselt sein will, fie fagen, Groß Lichterfelde zu vornehm fei für eine durchaus bei. Der junge Mann legte sich dann schlafen. Gestern hing noch am Bettpfosten. Drei andere Brände beschäftigten die folche Einrichtung. Wir haben gewiß für Bildungs- und morgen fuhr er dann auch nach Moabit und fragte nach dem Feuerwehr noch in der Kommandantenstr. 3/4, Prinzenftr. 100 und Bergnügungsstätten vom Genre dieser Rummelpläge nichts übrig; in der Blumenstr. 30. An den ersten beiden Stellen standen Keller- mit der wachsenden Bildung und höheren Lebenshaltung der Untersuchungsrichter, der die Sachen mit dem Anfangsbuchstaben verschläge mit Inhalt und an der letzten Werktische in einer Hut arbeitenden Klassen, die aber von den Herren Zorn und Ge= bearbeitet. Er nahm an, daß nach seiner Vernehmung durch die fabrit in Flammen. nossen nicht gefördert werden, verschwinden auch diese Rummele Seriminalpolizei im Krankenhause, das Verfahren gegen ihn Der Prämienloseschwindel, vor dem doch in der Presse so häufig pläge. Jm privaten Interesse einzelner Leute mit polizeilichen immer noch schwebe. Amtsgerichtsrat Megner benachrichtigte gewarnt worden ist, steht wieber in höchster Blüte. Die Zoll Gewaltmaßregeln sie zu beseitigen und noch dazu, wie im bor Staatsanwaltschaftsrat Merschberger, der die Aften über die abfertigungsstelle in Berlin hat gestern sechs große Bafete, die aus liegenden Falle, offenbar ohne jede gefeßliche Handhabe, erscheint Bluttat in der Bohenstraße hatte, und dann wurde das Geständnis Budapest hier einliefen, angehalten und der Striminalpolizei aus aussichtslos und ungerechtfertigt. Ein Antrag des Profeffor& ü bier, bes jungen Mannes schriftlich festgelegt. Die Auskunft, die Boigt geliefert. Die Patete enthielten Taufende Brämienlos- Offerten den Amtsvorsteher zu ersuchen, den betreffenden Unternehmern die auf einige Fragen des Staatsanwalts gab, deckt sich mit dem Be- briefen, die ein Bankhaus" D. Eppler in Budapest an zwei Ber Genehmigung zur Ausübung ihres Gewerbes au funde, den die Kriminalpolizei nach dem Morde am Tatorte fest liner Mittelspersonen zur Frankierung und Weiterbeförderung nach untersagen, fand die Zustimmung der Gemeindevertretung. feſt stellte. So erklärte er, daß das Stechen mit dem Messer in der Nähe Finland aufgegeben hatte. Da der Prämientoshandel in Deutsch Db der Herr Amtsvorsteher das Risiko übernehmen will, dem Er­ſtellte. So erklärte er, daß das Stechen mit dem Messer in der Nähe land strafbar ist, war die Beschlagnahmung, obwohl die Straftat in suchen stattzugeben, erscheint uns sehr zweifelhaft. des Bettes begonnen habe. Dort waren am Kopfende auch die größten Desterreich begangen wurde, deshalb gerechtfertigt, weil hier in Blutflecke und Spriter gefunden worden. In der Mitte der Stube war Deutschland eine Beihilfe stattfinden sollte. Wegen dieses Versuchs Schöneberg . dann die Schramm unter dem Einfluß des Würgens umgefallen. zur Beihilfe wird gegen die betreffenden Personen in Berlin ein ge­

richtliches Verfahren eingeleitet werden.

Der braune Anzug, den Voigt in jener Nacht getragen hatte, hing gestern in der Wohnung im Spinde. Kriminalkommissar Schlosser stellte fest, daß die geflicten Löcher auf die Narbe am Oberschenkel passen. Auch das ist richtig, was Boigt sagt, daß die Schramm sein Geld in ihre Tasche gesteckt habe. Man fand es dort nach ihrem Tode, während sie vorher nichts besessen hatte. Aus diesem und anderem geht hervor, daß die Selbstbezichtigung auf Wahrheit Nach dem Geständnis Boigts stellt sich die Bluttat nicht mehr als Mord dar, sondern vielleicht nur als eine allerdings sehr schwere der Ueberschreitung der Notwehr. Gegen den jungen Mann, der in Untersuchungshaft bleibt, wurde sofort bie Boruntersuchung ein­geleitet.

beruht.

auch

führen. Zurzeit haben sich 19 Gastwirte, deren Schantstätten an Den Droschkenanruf durch Hernsprecher will Schöneberg ein den Droschfenhaltestellen liegen, berpflichtet, die durch Fernsprecher bei ihnen eingehenden Bestellungen auf Droschten und Kraftwagen an die Stutscher sofort weiter zu geben. Rigdorf.

Wegen Betretens einer Schonung des Grunewalds hatte Genosse Peters ein polizeiliches Strafmaydat über 3 M. erhalten, weil er auf einem Spaziergange im Grunewald eine Schonung betreten hatte( Uebertretung§ 368 Abi. 9 des Reichsstrafgesetzbuches). Er Am Mittwoch hatte das beantragte richterliche Entscheidung. Eine Zahnklinit, in der Unbemittelte auch unentgeltlich behandelt Schöffengericht zu Charlottenburg über den Einspruch zu entscheiden. werden, ist von dem Zahnarzt Freund in der Boddinftr. 66 gegen Vor Gericht wandte Genosse Peters ein: Das Terrain( Jagen) über dem Rathaus eröffnet worden. Sprechstunden von 8-12 Uhr war weder durch Warnungstafeln noch durch eine Einfriedigung als vormittags und 3-7 Uhr nachmittags. Schonung tenntlich. Erst nach seiner Sistierung wurden an fraglichen Stelle Stelle zwei Tafeln und ein den Weg Friedrichshagen. sperrender Baun errichtet. Demgegenüber behauptete der als Zeuge Ein schwerer Unglücksfall hat sich vorgestern nachmittag bei geladene Gendarmeriewachtmeister Richard Hensel, das Friedrichshagen zugetragen. Für die projektierte Oberförsterei jen­Terrain sei mit einigen Warnungstafeln versehen, die der Angeklagte feits der Bahn werden gegenwärtig ausgedehnte Kanalisations­hätte sehen müssen. Nach eingehender Verhandlung und Beratung anlagen hergestellt, und seit mehreren Tagen find eine Anzahl von Rasfiber in Moabit . Als ein ungetreuer Beamter, ber biele Ge- beschloß indessen das Gericht, den Angeklagten kostenlos freizusprechen. Arbeitern mit den Ausschachtungen beschäftigt. Borgestern nachmittag fangene durch Beförderung von Kaffibern begünstigte, ist der 80 Jahre Die Aussage des Angeklagten, feine Warnungstafeln bemerkt zu stürzte plöglich eine Erdwand ein. Während es einigen der im alte Aufseher Starl Fröhlich vom Untersuchungsgefängnis in Moabit haben, erscheine durchaus glaubhaft. Die nach der Aussage des Kanal tätigen Leute gelang, fich noch in Sicherheit zu bringen, entlarbt und festgenommen worden. In einer Reihe von großen Beugen Hensel vorhandenen wenigen Tafeln, die hier auf einem sehr wurden zwei der Gefährdeten unter den Erdmassen verschüttet und Strafprozessen hatten die Untersuchungsrichter mit dem Hebelstande großen Gebiet berteilt sind, reichen nicht aus, weshalb ja denn wohl begraben. Es wurden sofort Bergungsversuche vorgenommen und zu kämpfen, daß ihre langwierigen und mühebollen Arbeiten oft ba- auch die Forstverwaltung nachträglich die Tafeln vermehrt und den balb hatte man die Berunglückten aus ihrer qualvollen Lage befreit, burch wirkungslos gemacht und durchkreuzt wurden, daß Mitteilungen von dem Angeklagten betretenen 28eg eingezäunt habe. Der An die erhebliche Quetschungen des Brustforbes erlitten hatten. Gie auch seine von Untersuchungsgefangenen aus dem Gefängnis an ihre Antag bes angelagten, and fere perfönlichen Unkosten der Staats- wurden nach dem Strankenhause gebracht. tasse aufzuerlegen, wurde abgelehnt.

gehörigen und nichtverhaftete Beteiligte und umgekehrt auch von Der Deutsche Arbeiter- Sängerbund( Gau Berlin ) hielt am Sonntag Pankow .

Sie trat

-

"

diesen in das Gefängnis an die Verhafteten gelangten. So wurden im Gewerkschaftshause eine außerordentliche Generalversammlung ab. Die Gemeindevertreterftbung am Dienstag hatte sich unter Spießgefellen gewarnt, Zeugen beeinflußt, Tatsachen verbunkelt. Der Vorfigende Stupfer erstattete Bericht von dem Bundestage in anderem mit der Erteilung eines Straßenbaufonsenses für eine Diese Боте Erscheinung machte fich schon int dem Stuttgart und verwies besonders auf die Resolution, die sich gegen zwischen Hartwigstraße und Schloßpart anzulegende Brachtstraße zu Strafprozeß gegen Hote und Genoffen, jene Ginbrecher, die Vereinsmeierei wendet und die Zusammenfassung zu größeren beschäftigen, die zahlungsfähiges und steuerfräftiges Publitum nach Eine längere Debatte zeitigte der Antrag Bankow zu ziehen bestimmt sein soll. Bei der baulichen Gr. die eines Tages die Juwelenhändlerin Frau Richter in ihrem Chören fordert. Laden in der Potsdamer Straße überfielen nnd niederschlugen, auf Ausschluß von fünfzehn Vereinen, die dem General fchließung jener Gegend wird beabsichtigt, durch den Bau nur nachdem sie vorher bei einem Einbruch schon für 35 000 m. bersammlungsbeschluß vom 29. Januar nicht nachgekommen sind, nach großer und luguriöser Wohnungen eine Ansiedlung für Besser­welchem Vereine mit weniger als 30 Mitgliedern fich innerhalb fituierte so eine Art Berlin Weft" zu schaffen, von wo bas Wert und Schmucksachen erbeutet hatten, bemerkbar. eines Bierteljahres verschmelzen sollten. Nach der Aussprache er- Proletariat peinlichst fernzuhalten ist. Nur 10 Prozent Klein­wieder zu Tage in dem Verfahren gegen die großen Pferbefchieber, folgte der Ausschluß der 15 Vereine. Es wurde der Hoffnung Aus- wohnungen allerdings auch nur zweizimmerwohnungen- will " Baumeister" Keller und Spießgefellen, die vielen Offizieren in brud gegeben, daß die in Frage kommenden Vereine sich noch nach man gnädigst zulassen. In der Debatte glaubte Herr Stadtrat a. D. Berlin und Bororten und auch in Provinzstädten Pferde, die sie träglich befinnen werden und dann dem Bunde fich wieder an- Stavik hervorheben zu müssen, daß durch die Herbeischaffung fteuer­fräftiger Ginwohner die Gemeinde fich dann später auch wieder bertaufen wollten, abschwindelten, um sie auf dem Lande schließen. Das Provinzial- Sängerfest findet am 17. Juni in Neu- Ruppin mehr mit fozialen Aufgaben werde befassen fönnen. In Ver berschwinden zu lassen. Und auch in dem großen Spieler­prozeß gegen Stallmann und Genoffen, in dem dieser Stall- statt. Bum Gau- Sängerfest in Weißensee ersuchte der Vorfigende bindung mit der baulichen Erschließung dieses Geländes steht die mann, der als Baron Korff König auftrat, Graf Gisbert um Meldung der großen Chöre, die sich am Einzelgefang beteiligen. Serftellung eines Regenwasserborflutkanals, dessen Gesamtkosten mit Arbeiter.Wanderbund Die Naturfreunde". Banderfahrten am den notwendig werdenden Nebenbauten 316 000 m. erfordern. Zu­v. Wolff Merternich, Freiherr Schenk v. Schweinsberg, ber 18. Juni 1911: 1. Gallenberg- Reuenberg. Abfahrt: Stettiner Fernbahnhof nächst wurden die Kosten für den Hauptkanal in Höhe von 232 000 Numane Lukas Buies und andere verwickelt sind, kurz, besonders 6,00 vormittags. 2. Birkenwerder - Summt. Abfahrt: Stettiner Borortbahn Mark gefordert, und nach längerer Debatte bewilligt. Ebenso dann, wenn es sich um große Sachen" und bemittelte An- of 6,45 bormittags. 3. Potsdam - Michendorf . Abfahrt: Bahnhof Friedrich. ftimmte die Vertretung der Erteilung des Straßenbautonfenfes zu. geschuldigte handele. Durch ellenlange Stasfiber erhielten die Ver- ftraße 6,14 vormittags. 4. Geolog. - botanische Wanderung durch Grunewald . Nach Erledigung einiger unwesentlichen Angelegenheiten erfolgte Treffpunkt: Bahnhof Grunewald( Waldbaus) 8 Uhr vormittags. 5. Tegel Schluß der öffentlichen und hierauf geheime Sibung hafteten Renntnis von dem Wortlaut von Schriftstüden aller Art, Dampferfahrt Niederneuendorf. Treffpunkt: Tegel , Endstation Straßen­Beugenaussagen usw. und konnten hiernach die Außenstehenden bahn, 2 Uhr nachmittags. 6. Kinderwanderung, Hermsdocf- Tegel. Treff­durch Kaffiber, die sie hinassandten, beeinflussen. In den Ver- punkt: 1. Schlesischer Bahnhof , Ecke Frucht und Madaistraße, 7 Uhr. Ver- 2 Bahnhof Wedding, Eingang Nettelbedplay, 7 Uhr. 3. Rigdorf, 2. dacht, diese Durchstechereien zu treiben, gerieten stets Stalfattoren, ermannplay, Ede Berliner Straße , 7 Uhr vormittags. die ja auch mit den Gefangenen in Berührung kommen. Jetzt endlich aber ist es gelungen, in Fröhlich den Täter zu ermitteln. Dieser ist feit vier Jahren Aufseher im Untersuchungsgefängnis und war bereits für eine beffere Stellung vorgesehen, weil er fehr tüchtig zu sein schien. Er ist verheiratet und wohnte in der Seeftraße. Auf seinen Wegen von und nach Hause besorgte er die Kaffiber durch das Bostamt NW. 5 In der letzten Gemeindevertretersitzung wurde auch in Groß- Beise. Der Bahnhofswirt Hedert aus Paradies wurde durch in der Perleberger Perleberger Straße. Hier gab er die Briefe, Lichterfelde die Maulforbfreiheit für Hunde proklamiert. Nach ber den fallenden Baum erschlagen und gab bei seiner Aufe

Vorort- Nachrichten.

Groß- Lichterfelde .

Aus aller Welt.

Schweres Automobilunglück in der Mark. Auf der Chaussee bei 3üllich au stürzte am Dienstagabend eit mit vier Personen beseztes Automobil in den Chauffeegraben, nachdem es einen starten Baum umgerissen hatte. Die beiden vorderen Infaffen des Autos berunglückten in gräglicher