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Nr. 195.

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Berliner Volksblaff.

29. Jahrg.

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Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz , Mr. 1983.

Eine Verherrlichung

Donnerstag, den 22. August 1912.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritplatz, Nr. 1984.

die Gesamtheit ein großes Verdienst mit dem Ankauf der An- besteuerten des Landes erwählt; nur das letzte Drittel geht aus all­teilscheine erwerben: Jene 3868 Attiengesellschaften, deren gemeinen Wahlen" hervor- wenn man Wahlen als all. Jahresgewinn faft 1/2 Milliarden Mark betrug, hatten ein gemein" bezeichnen darf, bei welchen nur jene Bersonen wählen gewinnberechtigtes Aktienkapital von fast 13 Milliarden Mark. fönnen, die Staatsbürger im Fürstentum sind und außerdem das dienst erspart", haben das viele Geld hergegeben, damit für Außerdem war die Stimmabgabe bisher öffentlich und deshalb Auf dem letzten evangelisch- sozialen Kongreß hatte Adolf die Arbeiter und Angestellten der Aktiengesellschaften Arbeits- einem großen Teile der Wahlberechtigten wegen der zu befürchtens Wagner bekanntlich die Verstaatlichung großer Industrie- gelegenheit gefchaffen wird; hierbei haben sie sogar die Ge- den wirtschaftlichen Schädigung die Ausübung des Wahlrechts un­zweige empfohlen, indem er es für gesellschaftlich nüßlicher fahr" auf sich genommen, die wir bereits gekennzeichnet erklärte, daß der Staat die Betriebsüberschüsse für soziale haben.

der Dividendenfchlucker. Diefen großen Betrag haben die Aktionäre von ihrem Ver- Gemeindebürgerrecht in einer Gemeinde des Fürstentums befißen.

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möglich. Auch das Bestehen der sogenannten Terminswahlen und das indirekte Wahlsystem haben wesentlich zur Entrechtung der Ar­Aufgaben verwende, als daß das Heer müßiger Aktionäre Die Zahl der Aktiengesellschaften, die keinen Jahresgewinn beiterklasse beigetragen. Deshalb hat auch die Gesetzgebung niemals Milliarden einstreiche.( Den Ausdruck müßig" wollte freilich hatten, ist zudem verhältnismäßig gering. Ebenso steht es Rücksicht genommen auf die Interessen der arbeitenden Bevölke= Adolf Wagner gar nicht gebraucht haben.) Die Auslassung mit dem Berlust dieser Aktiengesellschaften. Wenn wir den rung, und diese wiederum brachte den Landtagswahlen ein nur sehr Wagners hatte aber, wie wir bereits fürzlich erwähnten, den ganzen Verlust von dem Gewinn der übrigen Aftien- geringes Interesse entgegen. Sehr zum eigenen Nachteil. Denn an Generalsekretär des Vereins der Industriellen des Regierungs- gesellschaften abziehen, dann bleibt ein Jahresüber den Folgen dieser Verlotterung des politischen Lebens hat das Volk bezirks Köln , Paul Steller, auf den Plan gerufen, der schuß von fast 1,4 milliarden Mart. Dieser bis heute schwer zu tragen. Die Bevölkerung des Fürstentums ist sehr arm. Das Land in wahrhaft köstlicher Weise eine Verteidigung, ja eine Glori- Ueberschuß würde der Gesamtheit zufallen, wenn sie im fizierung der Gilde der Dividendenschlucker unternahm. Da Besige der Aktiengesellschaften wäre und den Verlust decken ist zwar an und für sich äußerst reich mit Schäßen bedacht, aber diese die ,, Post" in ihrer gestrigen Nummer aus der Entgegnung müßte, dafür aber auch den ganzen Gewinn behielte. befinden sich im Besize weniger Personen. Im vorigen Jahre des Herrn Generalsekretärs einen Teil voller Genugtuung Ueberdies haben manche Aktiengesellschaften Verluste durch wies eine amtliche Aufmachung nach, daß im Lande von abdruckt, sei die schönste Stelle daraus- sie verdient es eine gewissenlose Geschäftsführung; diese Verluste würden viel 25 000 zur Einkommensteuer veranlagten Personen 16 000 mit nochmals wiedergegeben: feltener als jetzt möglich sein, wenn die Aktiengesellschaften einem Einkommen bis 900 M. eingeschätzt worden sind. Das Ja, ist denn das nicht sehr viel, daß jemand nicht mehr in der Hand einzelner Spetulanten, Band hat einmal gute Domänen und große Forsten gehabt; fein Geld an ein wirtschaftliches Unternehmen wagt, das sondern der Gesamtheit wären. Dadurch würde der doch bei der Regelung des Domänenabkommens sind diese als Eigentum des Fürsten bezeichnet worden, während alle An­ohne Kapital überhaupt nicht betrieben werden kann? Db nun Ueberschuß für die Gesamtheit noch größer werden. das gewerbliche Unternehmen, auf das es ankommt, in der oder Es bleibt noch die Sparsamkeit" der Aktionäre, die sie gelegenheiten, die Zuschüsse und Kosten erfordern, dem Lande jener gesetzlichen Befigform betrieben wird, ist für die wirtschaft- sich auch angeblich zum Nutzen der Gesamtheit als als Eigentum überwiesen wurden. Der Fürst hat von seinem liche Bedeutung des beteiligten Kapitalisten und für seine sittliche Pflicht auferlegen müssen. Das eingezahlte Aktienkapital verfassungsmäßigen Recht Gebrauch gemacht und die Ver­waltung des Kammergutes, das alle Domänen und Forsten umfaßt, Berechtigung am Gewinn des Unternehmens gleichgültig. Den überhaupt betrug der Landesverwaltung übertragen. Dafür bekommt er eine jähr­Aktionär deshalb als Drohne zu bezeichnen liche Dotation von 500 000 M. Die Folge ist, daß die Ausgaben, oder zu betrachten, weil er nicht seine persön= die vor dem Domänenabkommen aus den Einkünften der Domänen lichen Kräfte in den Dienst des Unternehmens stellt, ist und Forsten bezahlt wurden, nunmehr durch Steuern gedeckt werden geradezu abgeschmadt." müssen. Es gibt deshalb wohl kaum einen zweiten Staat in Deutschland , wo die arbeitende Bevölkerung so hohe Steuerlasten zu tragen hat wie in Schwarzburg- Sondershausen . Angeblich zur Linderung dieser Lasten legte deshalb die Regierung im vorigen Jahre dem Landtag ein neues Einkommensteuergesetz vor. In der dazu gegebenen Begründung betonte die Regierung, es sei eine Not­wendigkeit, die ärmeren Volksgenossen zu schonen. Als man aber den Entwurf genauer besah, fand man, daß die Steuersäße für die Einkommen der Arbeiter teilweise nicht unbeträchtlich erhöht worden waren.

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im Jahre 1907/8

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im Jahre 1908/9

im Jahre 1909/10. im Jahre 1910/11.

12,8 Milliarden Mark 13,2 Milliarden Mark 13,7 Milliarden Mark 14,2 Milliarden Mark

Hieraus ergibt sich eine Zunahme

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Aber Herr Steller hat noch ein anderes gleich durch­im Jahre 1908/09.. bon 0,4 Milliarden Mark schlagendes Argument dafur beizubringen, daß die Herren im Jahre 1909/10 von 0,5 Milliarden Mark Aftionäre nicht müßig" seien. Denn wenn sie sich um den im Jahre 1910/11 von 0,5 Milliarden Mark Betrieb der Unternehmungen, von denen sie Attien befäßen, nicht bekümmerten, so seien sie zum guten Teil doch sonst Dies sind die Beträge, die die Aftionäre gespart haben, beruflich tätig, nämlich als Handels- und Gewerbe- um noch mehr Aftien zu kaufen und dadurch den Attien­treibende, Beamte, Offiziere, Gelehrte usw. As ob diese gesellschaften ein größeres Kapital zur Erweiterung ihrer Be­berufliche Tätigkeit nicht auch ihren besonderen Lohn triebe zu liefern.

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im Jahre 1908/9 im Jahre 1909/10

im Jahre 1910/11

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1,1 Milliarden Mark

1,3 Milliarden Mark

1,4 Milliarden Mark

Die Gemeindeordnung für das Fürstentum war total beraltet. Auch sie ist einer Reform unterzogen worden. Aber bei dieser Ge­legenheit sind die Vertreter im Landtag, wie auch die Regierung, nicht für die Erweiterung der Selbstverwaltung eingetreten, son

fände und das ungeheuerliche Faktum irgendwie beschönigen Für diese Sparsamkeit" haben die Aktionäre aber den tönnte, daß die Aktionäre von der Arbeit anderer ganzen Gewinn der Aktiengesellschaften nach Abzug des Ver­ihren Tribut erheben, ohne hierfür auch nur den lustes eingesteckt. Dieser Gewinn betrug: geringsten Aufwand an Unternehmertätigkeit zu leisten! Steht schon die Rechtfertigung der kapitalistischen Ausbeutung der elend entlohnten Proletarierklasse durch die geschäftliche Arbeitsleistung des individuellen Unternehmers auf Mithin ist der Gewinn, den die Aktionäre bern sie haben weitere Einschränkungen für nötig gehalten. Das den denkbar schwächsten Füßen, so ist die Verteidigung der der Aktiengesellschaften eingesteckt haben, Alter für die Wahlberechtigung zum Gemeinderat ist von 21 auf Und ferner wurde für die Dividendenschluckerei der Aktionäre vollends ein total aus- größer als die Ersparnis" der Aktionäre 25 Jahre heraufgesetzt worden. sichtsloses Unterfangen! zur Erhöhung des eingezahlten Attien- beiden größten Städte, Arnstadt und Sondershausen , die Magi­stratsverfassung eingeführt. Das bedeutet gegenüber dem bisherigen Auch das Gerede von dem Risiko des Aktionärs, der sein kapitals: Zustand eine Verschlechterung, da bisher der Magistrat einfach zur Rapital an ein wirtschaftliches Unternehmen wage", ist völlig im Jahre 1908/9 um 0,7 milliarde= 700 Millionen Mark Ausführung bringen mußte, was der Gemeinderat beschloß. In haltlos. Denn der Kapitalist, der nicht durch allerhand ge- im Jahre 1909/10 um 0,8 Milliarde= 800 Millionen Mart im Jahre 1910/11 um 0,9 Milliarde= 900 Millionen Mart. Zukunft hat hingegen der Magistrat in allen Angelegenheiten Mit­wagte Unternehmungen sein Geld frivol aufs Spiel setzt, um abnorme Gewinne zu erzielen, wagt" gerade bei Attien­Dies ist der Ueberschuß der Lohn der Aktionäre für ihre bestimmungsrecht. Ebenso hat bei der Schaffung des neuen Landtagswahlgefehes, unternehmungen ganz und gar nichts. Er braucht sich ja nur an Sparsamkeit. verschiedene Aktienunternehmungen zu beteiligen, um sich Was dieser oder jener Aktionär oder seine Vorfahren einst daß die Stimmzettelwahl einführt, der Landtag sich manche gegen erheblichen Kapitals- und Zinsverlust zu schüßen. Gewiß wirklich durch eigene Arbeit verdient und an die Aktiengesell- Verschlechterung geleistet. Das Wahlalter wurde ebenfalls auf sind wirtschaftliche Unternehmungen von der Konjunktur ab- fchaften bezahlt haben, das ist als Gewinn der Aktiengesell- 25 Jahre heraufgesetzt, und somit vier Jahrgängen der Wähler das hängig, gewiß können sie verkrachen oder wenigstens nach den schaften den Aktionären im Laufe der Jahre schon Wahlrecht geraubt, und zwar von einem Landtag, der eine liberale fetten Jahren auch magere Dividenden bringen, aber bei einer längst hundert- und tausendfach zurüdgezahlt. Mehrheit hatte. Die ganze Unterherrschaft des Landes weist ungeheure Kali Verteilung des Kapitals auf mehrere Unternehmungen ist der Troßdem strömt ihnen und ihren Erben unaufhörlich Jahr für Aktionär gegen diese Wechselfälle gesichert. Jahr ein großer Teil von dem zu, was die Arbeiter und An- lager auf. Der Staat allein hat das Schürfrecht im Lande. Hier Angesichts dieser Klopffechterei ist aber die von uns bereits gestellten der Aktiengesellschaften durch ihre Arbeit schaffen aber hat man vom verfassungsmäßigen Recht Gebrauch gemacht an anderer Stelle erwähnte Uebersicht doppelt interessant, die müssen. Davon führen sie ein Leben des Ueberflusses und und das Schürfrecht an Private abgetreten, das heißt, die Gewinne, das letzte Ergänzungsheft der Vierteljahrshefte zur Statistik des Müßigganges und häufen außerdem in den Aktien- die der Staat aus dem Kalireichtum des Landes hätte herausziehen über die Geschäftsergebnisse der deutschen Aktiengesellschaften gesellschaften Reichtum auf Reichtum, mit dem sie immer fönnen, sind dem Privatfapital gegen ganz geringfügige Entschädi im Jahre 1910/11" veröffentlicht. Denn dem denkenden Ar- mehr Arbeiter ausbeuten. Aus der Arbeit der Arbeiter und gungen ausgeliefert worden. Die Aftiengesellschaften, die das Kali beiter bietet die kleine Schrift einen lehrreichen Einblick in Angestellten ziehen sie also die Mittel zur Ausbeutung der abbauen, heimsen deshalb riesige Gewinne ein. Das eine Werk das wahre Wesen der heutigen Ausbeutungswirtschaft. Die Arbeiter: das ganze jezige Kapital der Aktien- Glück auf Sondershausen ", hat allein im Jahre 1911 einen Be­Aktiengesellschaften haben ein gutes Geschäft gemacht. gesellschaften ist so tatsächlich durch die ge- die ersten sechs Monate 1912 beträgt der Ueberschuß bereits wieder ge- triebsüberschuß von nahezu 2 Millionen Mark abgeworfen, und für 3868 Aftiengesellschaften haben in dem einen Jahre einen meinsame Arbeit der Arbeiter und An- die Gewinn von 1472 931 000 m., also von fast 12 Milliarden gestellten geschaffen.

über 1 Million Mark.

Diese Mißwirtschaft hat aber endlich das Volk aufgerüttelt. Mart, erzielt. Seßen wir den durchschnittlichen Jahresverdienst Daher ist es eine unerträgliche Vergewaltigung des der Arbeiter auf 1472 M. an, dann ist der Gewinn der 3868 arbeitenden Volkes, daß der Ertrag dieser Betriebe zu einem Bis hinein in die kleinsten Bauerndörfchen dringt unsere Propa­Aktiengesellschaften so groß wie der Arbeitsverdienst von großen Teile nichtarbeitenden Ausbeutern zufällt, während ganda vor, und überall dort, wo man uns früher mit Mißtrauen einer Million Arbeitern! biele, viele Arbeiter und Angestellte unter Entbehrungen und begegnete, finden wir jetzt Entgegenkommen. Man ist des Spieles

Dieses Geld bekommen aber nicht die Arbeiter, sondern Sorge schwer zu leiden haben. Diese Ausbeutung muß be- fatt. Die drei Wahlkreise der Oberherrschaft sind zum Teil mit die sogenannten Aktionäre. Die Aktiengesellschaften haben feitigt werden durch die Umwandlung des kapitalistischen Industrie durchsetzt: in der Unterherrschaft ist dagegen außer dem bekanntlich ihren Namen davon, daß sie ihre Betriebsmittel Brivateigentums an den Produktionsmitteln in Eigentum der Bergbau keine Großindustrie zu finden. Hier kann deshalb kaum durch Anteilscheine, die sogenannten Aftien, aufbringen. Die Gesamtheit und durch die Regelung der gemeinsamen Arbeit auf Erfolg gerechnet werden. Die ganze Wahlagitation Konzentriert Besitzer der Anteilscheine sind die Aktionäre. Nach der Zahl nach dem Willen und zum Nußen der Gesamtheit, also durch sich daher auf die drei Wahlkreise der Oberherrschaft. Und das ihrer Anteilscheine erhalten sie den Gewinn der Aktiengesell- die sozialistische Volkswirtschaft. schaften.

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Die Landtagswahl in Schwarzburg - Sondershaufen.

Aus Arnstadt wird uns geschrieben:

werttätige Bolt in Stadt und Land beginnt seine Interessen zu erkennen und ihre Berücksichtigung zu fordern. Das schon ist ein großer Gewinn des Kampfes.

Die Wahrheit über das Cena- Blutbad.

Die Vorgänge in den Goldbergwerken an der Lena, die bekanntlich einen Wendepunkt in der Geschichte der russischen Arbeiterbewegung bedeuten, stehen noch immer im Vorder­grunde des politischen Interesses in Rußland . Die Revision

Diese Unternehmungen können aber nur dann einen Ge­winn erzielen, wenn sie mit den Betriebsmitteln Fabriken er­richten, Arbeiter und Angestellte beschäftigen, ihnen jedoch als ihren Lohn und Gehalt nicht den ganzen Ertrag ihrer Arbeit auszahlen, sondern einen Teil davon als winn" für die Aktionäre zurückbehalten. Die Arbeiter und Angestellten müssen aufs schwerste schaffen und werden mit Am 23. August finden im Fürstentum Schwarzburg- Sonders­einem möglichst geringen Lohn oder Gehalt ab- hausen die Landtagswahlen statt. Der Landtag dieses Bundesstaates gefunden, damit die Aktionäre, die hier gar keine Arbeit ist einer der wenigen im Deutschen Reiche, in die bisher die Sozial- des Senators Manuchin und der Generalstreik der Arbeiter verrichten, einen möglichst großen Gewinn einstecken können. demokratie keinen Eingang gefunden hat. Die Verfassung garan- als Antwort auf das Mißlingen dieser bureaukratischen Maß­Die bürgerlichen Volkswirtschaftler erzählen uns, ähnlich tiert dem Fürsten die Ernennung eines bollen Drittels der 18 Land- nahme waren die wichtigsten Ereignisse, die sich in der letzten wie Herr Steller, daß die Aktionäre sich um die Arbeiter und tagsabgeordneten; das zweite Drittel wird von den 300 Höchste Beit an das Lenablutbad knüpften. Eine lügnerische Presse,