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Nr. 45.

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S

Vorwärts

Berliner Volksblaff.

30. Jahrg.

Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Naum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedrudie Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafftellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 fg. Worte über 15 Buch­staben zählen für zwei Worte. Inserate. für die nächste Stummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet.

Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 1983.

Rotkoller im roten Hause.

Sonnabend, den 22. Februar 1913.

-

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Mr. 1984.

Der Reichstag beschloß am 1. Mai 1912 Betveiserhebung über eine Reihe im Protest und Gegenprotest aufgestellter Behauptungen. Die Beweisaufnahme ergab, daß zwei Nichtdeutsche und ein Veteran, der infolge unzureichender Fürsorge für Veteranen durch das Reich Wohnung im Armenhause erhält, gewählt hatten. Es waren deshalb Haupt 3 Stimmen abzuziehen. Haupt hatte danach immer noch eine Mehrheit von 17 Stimmen.

dem

Namen des Volkes wagten diese Vertreter eines auf ungültigkeitserklärung. Dieser Antrag ist nach dem soeben er­schnöden kommunalen Geldsadswahlrechts, schienenen Bericht ein arger Fehlschluß. hinter dem wie sie doch selbst am allerbesten wissen!- nur Nach der amtlichen Feststellung des Wahlresultats hatte bei der Eine sonderbare Szene spielte sich am Donnerstagabend eine Handvoll Besigender steht, der Sozialdemo- Stichwahl Haupt 15 268 Stimmen, v. Byern 15 256 erhalten. Die im Berliner Stadtverordnetenparlament ab. Der Berliner fratie vorzuwerfen, daß sie das Gedenken nationaler amtliche Prüfung der Wahlzettel durch die Wahlprüfungskommission Kommunalfreifinn hatte den befremdenden Vorschlag gemacht, Großtaten schmähe, wenn sie dem hur rapatriotischen ergab, daß Haupt zehn mit litrecht für ungültig erachtete Stimm­die Erinnerung an die Befreiungskämpfe des Jahres 1813 Gottesdienst zu Ehren des läppisch st en zettel zuzurechnen, b. Byern zwei mit Unrecht vom Wahlvorstand durch einen öffentlichen Kirchgang und anschließenden Hohenzollerntults ihre Beteiligung und Mitwir ihm zugerechnete Stimmen abzuziehen waren. Das Ergebnis der Gottesdienst feierlich zu begehen". Um diese kuriose fung versage... Stichwahl war demnach: für Haupt 15 278, für v.. Bhern Feier einer Voltserhebung noch kurioser zu machen, sollte die Es versteht sich von selbst, daß die ganze reaktionäre 15 254 Stimmen. Feier anknüpfen an den Aufruf des preußischen Königs ,, An mein Presse die abgeschmacten Tiraden dieser echt ,, nationalen" Bolt!" und die Feier selbst auf den Geburtstag der Königin Luise Repräsentanten des Geldsadsliberalismus mit den dröhnend­berlegt werden. Also die liberale Stadtvertretung der Haupt- ften Beifallssalven begrüßt. Leider muß aber auch festge­stadt der Intelligenz veranstaltet erstens einen Gottesdienst stellt werden, daß die gesamte reichshauptstädtische I i bera le und zweitens bringt es diese nationale" Feier in engste Ver- Preffe von dem Mosseblatt bis zu dem demokratischen Mosse­bindung mit dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. ableger Volkszeitung"( der Ulsteinliberalismus tutet und der Königin Luise , damit nur ja auch der höfische natürlich in dasselbe Horn) sich nicht um einen Millimeter Charakter dieser Feier besonders unterstrichen wird. Diese über das bemitleidenswerte Niveau der Herren Cassel und Da ist die Mehrheit der Wahlprüfungskommission auf ein eigen tommunalpolitische Tat des Berliner Freisinns verrät nicht Mommsen zu erheben vermag, sondern mit diesen doppelt tümliches Mittel verfallen. Die Beweisaufnahme ergab, daß in nur die totale politische Entartung unseres Freisinns, sondern berufenen Vertretern des Deutschtums und des Volts. Mödern bei der Stichwahl Unregelmäßigkeiten vorgekommen sind. auch das eifrige Bestreben, sich bei Hofe lieb Kind zu machen tums um die Wette gegen die baterlandslose" Sozial- Dort hat der Wahlvorsteher ein Mitglied des Wahlvorstandes be­und die Verkrüppelung der historischen Erinnerung zu demokratie vom Leder zieht. Im Grunde genommen ist das auftragt, die Wahlkuverts in die Urne zu stecken. Das war unzu­einer gewissermaßen hohenzollernschen Haus- und ja sehr hübsch: beweist doch dieser ganze nationale" Ent- läffig, da nach dem Wahlreglement der Wahlvorsteher selbst die Familienangelegenheit nach Sträften zu fördern. Sie rüstungsrummel unserer liberalen Geldsadvertreter, daß ihnen Wahlkuverts in die Urne zu legen hat. Dieses Wahlvorstands­dem diese Funktion verrät zugleich eine bodenlose Unkenntnis der geschicht nicht nur jede Spur demokratischer Ideale zum Teufel ge- mitglied, das Wahlvorsteher, ents lichen Vorgänge, denn jeder Kenner der Geschichte weiß, daß gangen ist, sondern auch das letzte Restchen intellektueller gegen Wahlreglement, abnahm, berteilte außerdem Hin und wieder Iegte er gefüllte gerade der preußische Stönig in all den schweren Konflikts- Selbstachtung. Unser gesamter Liberalismus scheint wieder die Wahlkuverts. zeiten die vom Standpunkt der nationalen Ehre und selbst einmal in jenen Taumel masochistischer Selbstkasteiung und Wahlfuverts bei Seite und verwechselte gefüllte mit leeren nur der politischen Klugheit aus zweifelhafteste und widerlichster Kriecherei vor der Reaktion verfallen zu sein, der Umschlägen. Hierdurch kam es, daß 352 gültige Stimmen träglichste Rolle gespielt und daß er zu dem nationalen ihn seinerzeit in das politische Lotterbett der Blockpaarung abgegeben, aber nur 350 Wahlfuverts in der Urne vorgefunden Aufschwung das allergeringste beigetragen hat. Auch ist es trieb. Vielleicht schwelgt der Freifinn bereits in den Vor- wurden. Neben diefer Differenz von 2 Stimmen fommt in Betracht, ja befannt genug, daß Männer wie Humboldt und Stein in freuden einer neuen Blockpaarung! Herr Cassel hat ja be- daß in einem Umschlag fich 2 auf verschiedene Kandidaten lautende ihrer Beurteilung des von einer findischen Hohenzollern - reits seinen Orden dahin; aber das Knopfloch des Herrn Bettel vorfanden, daß ferner in einem Kubert 2 auf denselben Kan­legende verhimmelten Charakters der Königin Luise von Mommsen und gleichstrebender fortschrittlicher Volkstribunen didaten lautende Bettel lagen. Auch hat ein Wähler nach seinen folchem Ueberschwang weltenweit entfernt waren, im Gegenteil entbehrt noch solch töftlichen Sierrats. Eine neue Blocära Aussagen einen Bettel in seinem Kuvert vorgefunden und diesen Die bittersten Urteile über diese nicht zuletzt auch durch die liberale könnte ja so manche Ordensschmerzen stillen! fortgeworfen. Wenn man zuungunsten Haupts annimmt, daß diese Unwissenheit und Mattherzigkeit zu einer Nationalheiligen -die Stimmzettel find entgegen Mag der Freifinn mit feiner Selbstentlarvung fort fämtlichen festgestellten Verstöße emporgelogene Frau gefällt haben. Wenn der Freifinn auch fahren, mag er durch patriotische Beitstänze den Beifall der dem Gesez den Alten nicht beigefügt das Wahlergebnis zu seinen nur die leiseste Spur von Selbstbewußtsein und liberalem Täglichen Rundschau" und der Nordd. Allgem. 3tg." er- Gunsten beeinflußt hätten, so hätten schlimmstenfalls v. Byern 6, werden zugerechnet Pflichtgefühl besäße, so wäre es gerade seine Aufgabe gewesen, ringen. Die Sozialdemokratie verweigert nicht nur den Haupt müssen. dem höfifchen Jubiläumsrummel und dem üppig ins Straut ge- hurrapatriotischen Byzantinereien des Liberalismus ihre wäre die Wahl Haupts gültig geblieben. Die Kommission wachsenen Legendentum mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten Unterstützung, sondern sie übernimmt zugleich die dankbare verfuhr aber folgendermaßen: erst wurde beantragt, den und für seinen Teil dafür zu sorgen, daß das Volt die Vor- Aufgabe, in der Aufklärung der Massen über die Ereignisse ganzen Wablatt zu fassieren. Das lehnte die Mehrheit ab, gänge des Jahres 1813 und seine Vor- und Nachgeschichte in der Jubiläumsjahre das zu tun, was im schnödesten Geld- da doch unmöglich das Wahlrecht aller Wähler eines Wahlbezirks ihrem wirklichen politischen Zusammenhange begreifen lernte. facinteresse erstickte Nachfahren der bürgerlichen Frei- befettigt werden darf, weil ein Wahlvorsteher einen Bod geschossen Das wäre nicht nur eine Pflicht der geschichtlichen Gewissenheitskämpfer schandenhalber unterlassen. So wenig es hat, und da es ferner auf der Hand liegt, daß solche Kaffations­haftigkeit, sondern auch ein Gebot der politischen Selbſterhalder Sozialdemokratie jemals eingefallen ist und einfallen pragis das Echidial beinahe jeder Wahl in das Belieben oder den tung des Liberalismus. Bedeutet doch das Verständnis der kann, zu leugnen, daß im Jahre 1813 der politische und so unverstand eines Wahlvorstehers legt. Die Folge der Kassation geschichtlichen Vergangenheit nichts geringeres, als den ziale Befreiungsdrang breiter Volksschichten heroische Be- Haupt hatte 188, v. Byern 162 Stimmen in Möckern erhalten- Schlüssel zum Verständnis der politischen Stämpfe der tätigung fand, und so sehr auch die Zitate der Täglichen wäre eine Differenz von 26 Stimmen zuungunsten Haupts ge­( egenwart. Der Freifinn hätte nur den zwingenden Rundschau" aus Mehrings trefflichen Schriften über jene wefen. Nach Ablehnung des Kaſſationsantrags stellten die An­Geboten der liberalen Weltanschauung genügt, wenn er Zeit beweisen, daß gerade der nationale Tatendrang bei den hänger des Kassationsprinzips den Antrag, Haupt 26 Stimmen in ehrlicher Darlegung der historischen Vorgänge gezeigt hätte, sozialdemokratischen Historikern unbefangenfte Würdigung abzuziehen. Weshalb 26, weshalb nicht wie damals hinter den anscheinend rein nationalen Explosionen findet, so wenig wird sich die Sozialdemokratie der Pflicht fehlt im Bericht jede Begründung. Witürlich, falsch und ungerecht soziale Triebfräfte am Werke waren und wie der herr- entziehen, auch nachzuweisen, wie schmählich die Hoff- ist der Abzug von 26 Stimmen. Es hätten die Wahlkuverts, in lichen Begeisterung des Bürgertums in Gestalt der Karis- nungen der damaligen Freiheitskämpfer betrogen worden denen auf denselben Kandidaten Stimmzettel abgegeben waren, bader Beschlüsse, der Demagogen verfolgungen find. Allein die Erinnerung an die Karlsbader Beschlüsse , nebst den Stimmzetteln eingefordert und dann v. Byern 4 oder 6, und der ganzen niederträchtigen Bekämpfung an die schmachvollen Demagogenverfolgungen, an die ge- Haupt 1 oder 3 Stimmen zugezählt werden müssen. Dies Resultat freiheitlicher Bestrebungen der furchtbare hässigste Bekämpfung der nationalen und freiheitlichen Be- hätte dem ausgesprochenen Willen der Wähler entsprochen. Aber Razenjammer folgte! strebungen der bürgerlichen Jugend beweisen, daß zwar die damit nicht genug. Gerade dadurch, daß der Liberalismus der dynastischen Ge- Triebkraft jener nationalen Begeisterung zwar der lautersten In Wudicke waren bei der Stichwahl auf v. Byern 188, auf schichtslegende, wie sie in unseren Schulen gelehrt wird, die hifto- Quelle entfloß, daß aber die Reaktion durch ihre Haupt 57 Stimmen entfallen. Nach Behauptung des Gegenprotestes rischen Tatsachen gegenübergesetzt hätte, hätte er das Andenken brutale Verfolgungs- und Knebelungspoli- hatte dort der Wahl vorsteher, ber zugleich Amtsvorsteher jener von ihm so viel gepriesenen großen Zeit am tit all die Reime einer gesunden starken ift, am Stichmahltage zugunsten des tonservativen Kandidaten agitiert. würdigsten geehrt, indem er den heutigen Zeitgenossen nationalen Entwidelung niederzutreten Er hatte durch seinen Buchhalter schriftliche Stimmzettel für die Mahnung zugerufen hätte, nun endlich für die Erfüllung verstanden hat! All das kann auch dem schlimmsten v. Byern anfertigen lassen und diese dem Amtsdiener zur Ver­jener idealen politisch- sozialen Befreiungsideen zu fämpfen, liberafen Ignoranten nicht unbekannt sein. teilung übergeben. Der Amtsdiener hat, wie festgestellt, biele

Mehltau der brutalsten Reaktion gefallen war!

1 Stimme

-

fünf?

Dann

Darüber

auf die nach der Niederwerfung der Fremdherrschaft der Die Caffel und Genossen entblödeten sich gleichwohl gedrudte und mindestens etwa zwanzig auf v. Byern lautende Da der Berliner Kommunalfreisinn auch nicht die blasfeste nicht, die klaren Beweggründe der sozialdemokratischen Stel. fchriftliche Stimmzettel verteilt. Die Kommission gab zu, daß Da der Berliner Kommunalfreifinn auch nicht die blasseste lungnahme in einer Flut sinnlosester Phrasen zu ersäufen. hierin eine unzulässige Wahlbeeinflussung liege. Aber Ahnung folch liberaler Pflicht verriet, im Gegenteil an seinem hnen, den parlamentarischen und kommunalpolitischen fie lehnte ab, hieraus ziffernmäßige Folgerungen zu ziehen. Wie Teil dabei mitwirken wollte, daß die ganzen Erinnerungs- Brätorianern des Fortschritts, ist nicht einmal der Schim- ist dies Rätsel zu lösen? Das sei erforderlich gewefen, heißt es feiern zu einem hohlen, leeren und lügnerischen höfischen mer politischen Verständnisses aufgegangen, den selbst ein im Bericht der Wahlprüfungskommission, weil es sich um einen Gepränge verflachten, verstand es fich ganz bon Treitschke in jüngeren Jahren durch die Worte verriet: Gegenprotest" handelt und aus deffen Behauptungen nach selbst, daß die sozialdemokratische Stadtverordnetenfraktion" Konnte die Welt wirklich noch über den Sturz der Fremd- ständiger lebung der Wahlprüfungsfommission niemals Folgerungen die Erklärung abgab, daß fie die Magistratsvorlage herrschaft jubeln, wenn auf dem Wiener Kongreß in echt bona- zugunsten des Gewählten gezogen werden dürfen, es sei denn, daß ablehnen müsse, weil die übergroße Mehrheit des preußischen partistischem Geiste mit frivoler Mißachtung der Volkstümlichkeit fich zweifelsfreie Feststellungen bezüglich einzelner Stimmzettel zu­Volkes keine Veranlassung habe, jener Zeit feierlich zu die Grenzen der Länder bestimmt wurden, wenn dann russische gunsten des Gewählten machen lassen". Die hier behauptete Praris gedenken, da ja die Befreiung von der Fremdherrschaft Späher den Volfsgeist belauschen und vor den Mächten ver- besteht nicht. Sie wird schon dadurch widerlegt, daß über die Be­dem Volke nicht das gebracht habe, was die Vor­flagen durften?.... Den zwiespältigen Charakter hauptung des Gegenprotestes vom Reichstag am 1. Mai 1912 fämpfer der Erhebung erstrebt hatten. Um dem der Freiheitskriege zu leugnen, wird den gesinnungs- Beweis beschlossen ist. Bestände sie, so wäre sie zu ver­begriffsstugigen Kommunalliberalismus Rechnung zu tragen, tüchtigen Phrasen der Gegenwart nie gelingen. werfen. Der Reichstag hat, um den wirklichen Willen der Wähler war in der Erklärung weiter auf die Nichteinlösung des von dem Die Kabinette hatten in Napoleon den Zertrümmerer der alten zu erforschen und im Interesse der Reinlichkeit des Wahlgeschäfts, damaligen König von Preußen gegebenen feierlichen Ver­feudalen Unordnung, den Sohn der Revolution bekämpft, die alle Punkte zu untersuchen, die die Wahlfreiheit beeinträchtigen sprechens einer freiheitlichen Verfassung hingewiesen, war zum Völker den Fremden und Despoten. War es nicht eine rühm- fönnen, und die erforderlichen Schlüsse zu ziehen. Nach der Schlusse hervorgehoben worden, daß selbst heute noch die liche, eine notwendige Tat, den reaktionären Zug, eidlichen Aussage des Amtsvorstehers hat dieser dem Amts­weitaus größte Masse des deutschen Volkes in erbittertem der die Bekämpfung Napoleons bezeichnete, schonungslos biener, abgefeben von den ihm übergebenen gedruckten v. Byern Ringen um die staatsbürgerliche Gleichberechtigung in Preußen der Welt zu enthüllen? Das tönnen nur jene berneinen, Betteln, 40-50 gefchriebene Stimmaettel auf v. Bhern zur zu fämpfen gezwungen sei. die nichts ahnen von der echten historischen Ge- Verteilung während des Wahlaltes übergeben. Mindestens 40-50 rechtigkeit, die dem Pöbel als mattherzige Stimmen hätten also v. Byern gestrichen werden müssen. Folgt Halbheit gilt." man aber der eigenartigen Begründung der Kommission, so waren doch wenigstens vierzehn Stimmzettel abzuziehen, ba bezüglich dieser fich zweifelsfrei die Feststellung zu­gunsten des Gewählten" machen ließ; denn diese 14 geschriebenen Auf der Tagesordnung der nächsten Reichstagssigung steht u. a. Bahlzettel befinden sich bei den Atten. Würden Zweifel vorhanden um fich in lärmender Entrüstung gegen die angeblich un- der Bericht der Wahlprüfungskommission über die Wahl des Ab- sein, ob diefe 14 Bettel vom Buchhalter des Amtsvorstehers ge­patriotische Haltung der Sozialdemokraten zu ergehen. Im geordneten Haupt. Der Antrag der Wahlprüfungstommission geht schrieben find, so würde der Buchhalter zu vernehmen sein.

Diese Erklärung war ebenso selbst verständlich wie Leicht verständlich. Aber zwei der berüchtigtsten Schaum schläger des Berliner Kommunalliberalismus, Herr Cassel und Herr Mommsen, der dekorierte Justizrat und der dekorationsbedürftige Bankdirektor, berstanden sich nichts­destoweniger dazu, das Opfer ihres Intelleftes zu bringen,

1

Haupts Wahl ungültig.