-
Kultur- Artikel Annahme, daß sie sich verstelle, sei fein Anhalt gegeben. Der Kranke| Genossenschaftswesens sehr gefördert wurde. Eine weitere Kultur- Artikel die nach den deutschen und österreichischen für die heitszustand sei durch objektive Merkmale festgestellt. Solche Kranke tat ist die Subventionierung der kartellierten Freien Volks- theoretische Begründung und Beleuchtung ihrer Bewegung das regste feien leicht erregbar, aber die freie Willensbestimmung im Sinne bühnen". Noch vor einigen Jahren war so etwas unmöglich; denn Interesse haben und die von der deutschen sozialistischen Literatur des§ 51 werde durch die Krankheit der Angeklagten nicht aus- das rote Tuch" hieß dem tapferen Freifinn Kulturwerke ablehnen. so viel genommen haben, schließen sich dem Chor der Genossen an, geschlossen. Auf dem arg brachliegenden Gebiete der Schulspeisung, für welche die das 70jährige Jubiläum des Arbeiterlebens des ehemaligen BuchDer Staatsanwalt beantragte wegen zweier Fälle des tätlichen vor 6 Jahren nur 3000 M. übrig waren, werden jeßt, auf Grund druckers von Waffiti- Ostrow feiern." Angriffs auf Beamte eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten unserer Arbeit, 250 000 m. verausgabt. Besonders hartherzige unter Anrechnung von einem Monat Untersuchungshaft. Gegner fand die Fraktion bei der Regelung der städtischen ArbeitsDer Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Oskar Cohn, führte aus: verhältnisse. Schließlich ist es denn gelungen, für die städtischen Die Täterschaft der Angeklagten bezüglich des Wurfes mit dem Arbeiter 1 000 000 M. Herauszuwirtschaften, was in Anbetracht der Blumentopf jei keineswegs festgestellt. Nach dem Ergebnis der riesigen Zahl beider auch nicht viel pro Kopf bedeutet. Die AnBeweisaufnahme bleibe die Möglichkeit offen, daß irgend jemand erkennung der Organisation der Gemeindearbeiter wie auch die anders aus einer anderen Wohnung geworfen habe. Was den Schaffung von Arbeiterausschüssen ist zu begrüßen. Daß all dies, Wurf mit der Lampe betreffe, so müsse ja dem Sachverständigen sowie die Schaffung eines Wohnungsamtes und vieles andere ohne zugegeben werden, daß sich die Angeklagte nicht im Zustande der die Initiative der Sozialdemokratie unterblieben wäre, liegt flar Bewußtlosigkeit befunden habe, aber man müsse doch nach den Be- zutage. Die markigen Ausführungen des Redners fanden ungeteilrundungen der Sachverständigen annehmen, daß sich die Angeklagte ten Beifall. zur Zeit der Tat in einem Zustande befunden habe, der die freie Willensbestimmung aufhob. Der§ 51 müsse hier also Anwendung finden und die Angeklagte freigesprochen werden.
Während der Rede des Verteidigers bekam die Angetlagte wieder einen Anfall von hysterischen Krämpfen, wie sie ihn zu Beginn des Prozesses im November 1910 mehrmals im Gerichtssaale durchgemacht hat. Nach einer viertelstiindigen Pause hatte sich die Angeklagte soweit erholt, daß die Verhandlung fortgesetzt werden konnte.
Nach sehr kurzer Beratung des Gerichts verkündete der Vorfizende das Urteil
Für den
29. Kommunal- Wahlbezirk
-
Die Organisationen zum Parteitage. Der sozialdemokratische Verein für Köln - Stadt und Köln - Land beschäftigte sich in einer zweiten Mitglieder versammlung mit dem Barteitag. Genoffe Haas, Kartellvorsitzender, bersammlung mit dem Parteitag. Genosse Haas, Kartellvorsitzender, führte die Mißstimmung mancher Organisierten darauf zurück, daß die Massen nicht immer mit dem Erreichten zufrieden seien und die Schuld, statt den Verhältnissen, den Führern beimäßen. Zunächst mache sich dieser Zustand in den Gewerkschaften mit ihrer nüchternen Gegentartsarbeit bemerkbar. Je mehr die Partei Gegenwartsforderungen in den Vordergrund schieben müsse, werde sich auch in ihr das Problem Massen und Führer" entwickeln. Die Bes hauptung des Genossen Fries auf dem Parteitage, daß die Kölner Gewerkschaftsangestellten am 1. Mai 1912 bei der lebernahme von Genosse Fries erwidert Referaten gestreift hätten, sei falsch. darauf, er habe nicht von Gewerkschaftsangestellten" gesprochen, sondern von Angestellten" überhaupt. Von der Behauptung, daß gewisse um Referate angegangene Kölner Angestellte sich geweigert hätten, zu reden, nehme er nichts zurüd. Jm gleichen Sinne Genosse Baukne at polemisiert spricht Genosse Dürscheidt. gegen die Schlußfolgerung Sollmanns, Jena sei fein Parteitag der Klärung gewesen. Alle Gewerkschafter könnten mit den Arbeiten des Parteitages zufrieden sein.
-
-
fand eine Versammlung im Berolinasaal( Schönhauser Allee 29) statt. Referent war der seitherige Vertreter des Bezirks, Genosse Theodor Fischer . In einem Rüdblid auf die Tätigkeit der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktion zeigte der Redner, wie diese stets bemüht war, für die Verwirklichung sozialer Forderungen zu sorgen. So ist es in der Hauptsache auf das fortgesezte Drängen der Sozialdemokraten zurückzuführen, daß endlich ein städtisches Wohnungsamt eingerichtet wurde, daß die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe erweitert, die soziale Versicherung auf Heimarbeiter ausgedehnt würde und anderes mehr. Wenn unsere Reichstagsabgeordneter Genosse Hofrichter teilt unter dahin: Es steht nichts der Annahme entgegen, daß die Angeklagte Forderungen, namentlich auf dem Gebiet des Schulwesens, erst mit einem Blumentopf nach den Beamten geworfen hat und daß zum Teil erfüllt werden konnten, so ist das dem Umstande zuzu- anderm mit, daß das Verlassen des Sigungssaales bei dem Kaisersie Ursache hatte, erregt zu sein. Noch unbedenklicher ist die Anschreiben, daß die freifinnige Mehrheit jeder sozialen Reform jubiläum auf einem Fraktionsbeschluß beruhe. Für zukünftige Fälle nahme, daß sie mit der Lampe geworfen hat. Daß sie dabei in widerstrebt. Es muß deshalb die Aufgabe unserer Parteigenossen verde sich die Fraktion noch einmal mit der feineswegs weltOhnmacht fiel, nimmt das Gericht nicht an. Als strafmildernd sein, nicht nur ihren bisherigen Vertretern solche aus neueroberten bewegenden Frage beschäftigen, ob sie bei solchen Gelegenheiten im tommt die franthafte Erregung der Angeklagten in Betracht. Es Bezirken hinzuzuführen, sondern auch durch eine imposante Saale bleibe oder nicht. Die Massenstreitrefolution 100 habe man ist deshalb erkannt auf eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten, Stimmenzahl Protest einzulegen gegen die bisherige Kommunal- bedauerlicherweise durch das Hervorschieben der Person der Genossin zwei Monaten, politik des Magistrats und der freisinnigen Stadtverordneten - Luxemburg zu diskreditieren versucht. Leider sei dabei der Vorstandswovon ein Monat durch die Untersuchungshaft verbüßt ist. mehrheit.
Die Genoffen des
30. Kommunal- Wahlbezirks
redner Scheidemann mit schlechtem Beispiel vorangegangen. Gs müsse an der Losung festgehalten werden: Entweder Wahlreform oder Massenstreit. Hofrichter begründet noch einmal seine Haltung in der Steuerfrage. Er sei mit der Minderheit der Fraktion geLesung die Möglichkeit des Scheiterns der Militärvorlage für gegeben erachtete. Das Zentrum wäre sicher mit Rücksicht auf seine Leser Barteisekretär gerne borübergehend in die Opposition getreten. Genosse Runge wünscht, daß die Presse mehr dem Geschmack der Leser an fleinen Nachrichten vom Tage Rechnung trage. Man solle nicht immer den angeblichen Gegensatz zwischen Partei und Gewerkschaften betonen. Reichstagsabgeordneter Dr. Erdmann: werde gesagt, der Massenstreikresolution fehle der Ausdruck des Wollens. Aber ein Wille spreche aus ihr: nämlich vorläufig die Sache ruhen zu lassen. Das sei gut so.
Es
Man erinnere fich des Stettiner Schwurgerichtsurteils, welches einen Streifbrecher freisprach, der erwiesenermaßen einen Streifenden mit voller Absicht erstochen hat. Man halte hatten sich im Schönhauser Festsaal( Schönhauser Allee 129) ber- wesen, weil er nach der Erklärung des Zentrums in der zweiten daneben das Urteil, durch welches eine im höchsten Grade fammelt. Der Referent, Genosse Weber, zeigte, daß die Klaffennervenkranke Frau ins Gefängnis geschickt wird, weil sie bei gegensätze zwischen Besitzenden und Besiklofen auch in der Geeiner erregten Auseinandersetzung mit Schußleuten eine meindepolitit eine Rolle spielen. Vor allem treten fie in die GrSampe hinwarf, ohne jemandem Schaden zu tun. Und dann scheinung im Dreiflassenwahlrecht und im Hausbesizerprivileg. frage man sich: Haben wir eine Klassenjustiz oder nicht. So werden die Besitzenden, besonders die Hausagrarier, nicht nur durch Gesetz begünstigt, sondern sie wissen auch die Stadtverwaltung zu ihrem Vorteil auszunuben und verhalten sich ablehnend, ja feindselig gegenüber allen Forderungen, die im Interesse einer großzügigen von sozialen Gesichtspunkten getragene Gemeindepolitik erhoben werden. Der 30. Bezirk ist einer der wenigen Bezirke der britten Abteilung, die sich noch in den Händen des Frei- Mit Recht habe Scheidemann die Genossin Luxemburg schärfer finns befinden. Wir werden alle sträfte anspannen, um diesen angefaßt, denn sie habe durch ihre Verhimmelung der Unorgani Bezirk für die Sozialdemokratie zu erobern, und den Freifinn aus fierten die Organisationen herabgesetzt und auf dem Parteivorstand der dritten Abteilung überhaupt zu vertreiben. Wir sind dessen herumgehauen. Daß die Massen über die Führer nörgeln, sei immer gewiß, daß unsere Genossen in der Stadtverordnetenbersammlung fo gewesen. Ueber jede Regierung werde geschimpft, einst auch über auch ferner dafür eintreten werden, daß die sozialen Aufgaben der die des Zukunftsstaates. Genosse Wendler bezeichnet den Parteitag Gemeinde in jeder Hinsicht, namentlich auch in der Arbeitslosen- als eine Tagung gesunder Realpolitik. fürsorge, erfüllt werden.
Kommunale Wahlbewegung.
Nachdem die Berliner Kommunalwahlbewegung am Sonntag durch die Verbreitung von Flugblättern eröffnet worden war, wurde fie am Dienstag durch die Abhaltung einer Reihe von öffentlichen Kommunal- Wählerversammlungen fortgesetzt.
Für den
"
-
Der Kandidat des Bezirks, Genosse Paul Schulz, führte in seiner Ansprache aus, daß er, wenn er gewählt werde, im Sinne der Darlegungen des Referenten wirken werde.
33. Kommunal- Wahlbezirk.
7. und 8. Kommunal- Wahlbezirk fand eine Versammlung im Hofjägerpalast" in der Haisenheide statt. Das erste Referat hielt Stadtverordneter Johannes Sassenbach . Er zeichnete zunächst ein treffendes Bild der -Schönheiten" unseres fommunalen Wahlrechts mit seiner Klasseneinteilung, dem Hausbesißerprivileg und der öffentlichen Abstimmung. Dabei hob er auch hervor, daß im Auslegungswege den Genosse Pfannkuch sprach im Swinemünder GesellschaftsSchlafburschen" das Wahlrecht abgesprochen werde, weil ihnen die Haus vor verhältnismäßig gutbesuchter Versammlung. Er gab dem Voraussetzung der Selbständigkeit im Sinne der Städteordnung fehlen soll. Viele unverheiratete Leute, die allein oder mit einem Gedanken Ausdruck, daß er nicht im Zweifel fei, wie und wen die anderen die selbständige Verfügung über ein Zimmer haben, Anwesenden ihre Stimme geben. Wenn auch unser einziger könnten sich das Wahlrecht und uns ihre Stimme sichern, wenn sie Gegner, der Freifinn, die dritte Klasse in dieser Gegend wohl kaum sich als Chambregarnisten anmeldeten, statt, wie bisher, als Schlaf- gefährdet, so verlohnt es sich doch, sich mit ihm etwas näher zu burschen. Ihre Befürchtung, dadurch höher in der Steuer zu beschäftigen. In der gegnerischen Agitation sind es besonders zwei kommen, sei hinfällig. Indem er Beispiele aus vielen Gebieten Argumente, die man gegen uns ins Feld führt. Erstens wird bekommunaler Wirksamkeit anführte, zeigte Redner, daß, wenn wir hauptet, wir seien nur verneinend, da von uns das Haushaltungsauch nur eine Minderheit in der Stadtverordnetenversammlung budget abgelehnt werde. Zweitens wartet man mit dem hohlen seien, doch durch die Vertreter der Arbeiterschaft im kommunalen Wort auf: Die Sozialdemokratie ist kulturfeindlich. Redner zerLeben ein erheblicher Einfluß ausgeübt werde, und daß es von pflückte diese leeren Phrafen, gab ein Bild von dem im Stadtgroßer Bedeutung für die Arbeiterschaft sei, durch Leute ihres Ber. parlament Geleisteten und erläuterte die grundlegenden Gedanken trauens in der Stadtverordnetenversammlung vertreten zu sein. unserer Arbeit. Mit lebhaftem Beifall quittierte die Versammlung Die alten Bezirke müßten wieder erobert werden und es sei dahin Pfannkuchs treffliche Rede. zu streben, daß uns auch die drei Bezirke zufielen, die von den fünf uns noch nicht gehörenden Bezirken der 3. Klasse diesmal zur Neuwahl ständen.( Lebhafter Beifall.)
Im„ Artushof", Perleberger Str. 26, hatte es für den 37. Kommunal- Wahlbezirk,
in dem Genosse Hermann Heyse kandidiert, Dr. Kurt Rosenfeld übernommen, die Aufgaben der Sozialdemokraten im Rathaus zu schildern und ein umfassendes Bild zu entwerfen von der segensreichen und schwierigen Arbeit, die von den jetzt daselbst tätigen Genossen bisher geleistet worden ist. Das Walten der Polizei und deren Uebergriffe boten dem Redner reichlich Gelegenheit, die Geißel der Kritit zu schwingen. Geißel der Kritik zu schwingen.
Im
41. Kommunal- Wahlbezirk,
Mit dem Parteitag in Jena beschäftigten fich in Mainz zwei Parteibersammlungen. In der ersten erstatteten die beiden Delegierten, Genossen Donnershaufen und Seel, Bericht. Beide erklärten sich vom Verlauf des Parteitags befriedigt und waren mit den einzelnen Beschlüssen voll einverstanden. Die Diskussion wurde auf die nächste Versammlung vertagt, für die auch die Genoffin Luremburg, die im benachbarten Hanauer Wahlfreife Vorträge hält, gewonnen werden konnte. In der überfüllten lebhaftem Beifall ihre bekannte Auffassung in der Massenstreiffrage. zweiten Versammlung erläuterte Genoffin 2utemburg unter In der Diskussion traten die Genossen Neuter und Meve der Ansicht der Referentin bei, während die Genossen Schildbach, 2einert, Seel und Adelung der Genoffin Luxemburg scharf entgegentraten. Mit allen gegen fünf Stimmen nahm dann die Versammlung folgende Resolution an:
" Die Versammlung erklärt sich mit den bom diesjährigen Parteitage in Jena gefaßten Beschlüssen einverstanden. Sie billigt insbesondere die Zustimmung zu dem Verhalten der Reichstagsfraktion zur Dedungsfrage, fowie die Regelung in Sachen der Steuerfrage, des Massenstreits und der Forderung der staatlichen Arbeitslosenfürsorge. In Anbetracht der Tatsache jedoch, daß zur weiteren Durchführung erfolgreicher Aftionen starke, gutdiszipli nierte Organisationen notwendig sind, fordert die Versammlung die Genossen und Genossinnen auf, tatkräftig und mit Ausdauer für die Stärkung unserer Machtmittel, Partei, Gewerkschaft, Genossenschaft und Presse einzutreten."
Stadtverordneter Gottfried Schulz, der für die Neuwahl wieder im 8. Bezirk kandidiert, nahm dann das Wort zu einer Ansprache. Er schilderte, wie die sozialdemokratischen Vertreter im roten Hause unter anderem auch bestrebt gewesen seien, auf eine Menderung im Finanzwesen hinzuwirken, in der Richtung, daß die Jm 8. sächsischen Reichstagswahlkreise( Birna Sebniz) arbeitende Klasse entlastet und die Besitzenden stärker herangezogen wurde in drei Versammlungen, in Sebniß, Mügeln und Birna, würden. Der Freifinn versage jedoch, wo es auf soziales Empfinden Bericht vom Parteitag gegeben. Der Referent, Genosse Sterzel, ankomme. Aus der Entwickelung Berlins im Armenwesen teilte er einige interessante Zahlen mit. Von 200 Jahren, also 1713, und der Abgeordnete des Kreises, Genosse Rühle, gingen in allen habe Berlin bei 61 000 Einwohnern einen Armenetat von 12 740 M. der feine Versammlung nach dem Pazenhofer- Ausschank, Turm- Fragen mit der Minderheit des Parteitages. Debatteredner bergehabt, und jetzt seien 22 000 000 m. in den Armenetat eingestellt. straße 26, einberufen hatte, referierte der Kandidat und bisherige traten auch den Standpunkt der Mehrheit, doch wurden in keiner Genosse Rühle behandelte die Auch daraus könne man ermessen, wie wichtig es sei, daß Leute aus Vertreter des Bezirks, Genosse Th. Glode. Redner unterzog die Versammlung Beschlüsse gefaßt. der Arbeiterklasse mit sozialem Empfinden in die Armentommis- Haltung der Stadthausmehrheit den Forderungen unserer Frattion Steuerfrage und den Massenstreit als Richtungsfragen. Im Gegen fionen gewählt würden, wofür die sogenannten recherchierenden gegenüber einer treffenden Kritik und ging besonders auf die Frage fag zur Gewerkschaftsbewegung müsse die Sozialdemokratie als Stadtverordneten, soweit sie Sozialdemokraten seien, sorgten. Unser der Arbeitsnachweise und Arbeitslosenversicherung ein, der bren- revolutionäre Kampfpartei die Angriffstaktik durchführen und ans Einfluß zeige sich auch darin, daß vielfach Vorlagen, die an die nendsten Angelegenheiten, die heute die Arbeiterschaft, und vor- Endziel denken. Wenn der jegt beschrittene Weg weiter begangen ber Partei ausschlagen. Stadtverordnetenversammlung kämen, unter dem Gesichtswinkel gemacht würden: Welche Stellung nimmt die Sozialdemokratie ein. rufener Vertreter dieser Probleme, fonnte seinen Zuhörern in an= Redner bedauert die Ausführungen Unter lebhaftem Beifall schloßz Redner nach weiteren Ausführungen mit dem Mahnruf, dafür zu sorgen, daß über den beiden im zweiten ist, daß Männer aus dem Volte in das Stadtparlament gewählt Reichstagswahlkreis zur Wahl stehenden Bezirken am 9. November werden. wieder das rote Banner der Wohlfahrt und Freiheit wehe.
Nachdem Stadtverordneter walb noch einiges aus seinem reichen Erfahrungsschatz zum besten gegeben hatte, machte der Vorfizende Rennert darauf aufmerksam, daß der 7. Bezirk durch neue Grenzen etwas ungünstiger für uns geworden sei. Trotzdem müßte hier Alfred Bernstein, wie Gottfried Schulz im 8. Bezirk, mit großer Stimmenzahl gewählt werden.
26. Kommunal- Wahlbezirk.
nehmlich die Berliner Arbeiterschaft, bewegen. Glode, als be- werde, müsse dies zum Schaden Die Entwicklung werde hoffentlich wieder auf die revoschaulichster Weise darlegen, wie notwendig es für die Arbeiterschaft lutionäre Bahn führen. noch mehr, daß die Gewerkschaften nichts
In der Diskussion warnten die Genossen Sauerzapf und Umlauf davor, sich in Sicherheit zu wiegen und forderten zu intenfibster Wahlarbeit auf.
Die Wähler des
44. Kommunal- Wahlbezirkes hatten sich nach Frankes Festsälen", Badstr . 19, begeben, um ein Referat ihres bisherigen Vertreters und jezigen Kandidaten Ema nuel Wurm entgegenzunehmen, der eingangs feiner Ausführungen darauf hinwies, daß wir uns nunmehr 30 Jahre an den Stadtverordnetenwahlen beteiligen.
Hus der Partei.
Bauers, und gegen die Auffassung Bauers einwenden. Der Parteitag habe infofern volle Klarheit gebracht, als sich in allen Fragen eine große Mehrheit für die opportunistische Tattit ausgesprochen habe. Eine Personalunion der führenden Genossen bewirte, daß die gewerkschaftliche Tattit, die durch Verhandlungen und Kompromisse dem Gegenwartsstaate das möglichste abzuringen versuche, auch auf die Partei übertragen werde, deren Taftit aber auf größere Biele gerichtet sein müsse. Die jetzt eingeschlagenen Wege müßten notwendig dazu führen, daß die Sozialdemokratie aur bürgerlichen Reformpartei herabfinte. Die Debatteredner wichen mehr oder weniger von diesen Ausführungen ab, so daß Mühles Standpunkt nur von dem Delegierten Sterzel voll vertreten wurde. Die Genossen Schwarz und Ties vertraten besonders in der Steuerfrage den Standpunkt der Mehrheit. Auch in der Maifeierfrage gingen die Meinungen weit auseinander.
Polizeiliches, Gerichtliches ufw.
Die Polizei im Jubiläumstaumel. Stuttgart , 15. Dttober.( Privattelegramm des, Borwärts".) Die Stuttgarter Polizeidirektion untersagte heute das Anschlagen eines Plakates, das zur Teilnahme an den Versammlungen des sozialdemokratischen Vereins zur Reipziger
Zu einem schneidigen Auftakt des Stadtverordnetenwahlkampfes gestaltete sich Dr. Ostar Cohns Referat in den Musikersälen, Kaiser- Wilhelm- Str. 31. Einer vernichtenden Kritik unterzog Nach einem kurzen historischen Rückblick gab Redner eine ein Redner unsere Schulverhältnisse, die im Gegensatz zu anderen gehende Erläuterung des Kommunalwahlrechts, um sodann auf Städten oder verschiedenen Ländern nicht sehr glänzend sind. Als das Wirken der Sozialdemokratie im städtischen Parlament einzueine Hartherzigkeit bezeichnete Cohn es, daß man am Armenetat gehen und zu zeigen, warum es eine unumgängliche Notwendigkeit Ersparnisse zu machen versucht. Rückständig ist es, daß nur immer ist, möglichst zahlreich Arbeitervertreter dahin zu senden. wiederholtes Drängen die Bettnot in den Krankenhäusern einigermaßen zu steuern vermochte. Hierbei ist die Frage aufzuwerfen: Hat Berlin kein Geld oder empfinden die Herrschaften des Kommunalfreisinns die Krankenhausmisere nicht? Das erste muß man mit Recht verneinen, das zweite scheint leider der Fall zu sein. Unzählige Beispiele beweisen den reaktionären Kurs des Freisinns, bas muß die Wähler, besonders die des 26. Bezirks, anspornen, Unter diesem Titel widmet die Neue Arbeiterzeitung" in Bö Iterfchlachtfeier am tommenden Freitag auffordert. Aus diesen der Sozialdemokratie zu erobern; denn leiber gehört er noch Petersburg dem Genoffen Heinrich Diez aus Anlaß feines Gründen der öffentlichen Ordnung, Ruhe und Sicherheit erfolge das zu den 5 nicht von Sozialdemokraten vertretenen Bezirken dritter 70jährigen Geburtstages einen herzlichen Begrüßungsartikel. Das Verbot, jagt die Polizeidirektion. Die Parteileitung wollte sodann Maffe. folgte eine kurze Diskussion, worauf die Versammelten mit einem Dieygen, der erste gründliche Margkritiker und Arbeiterphilofoph, Blakat polizeilich verboten und nur die Versammlungseinladung stehen Dem mit sehr starkem Beifall aufgenommenen Referat Blatt weist auf die intereffante Tatsache hin, daß sowohl Joseph ben beanstandeten Tegt überkleben laffen mit dem Vermerk darauf, Soch auf die Sozialdemokratie auseinandergingen. wie Heinrich Dies, Hand in Hand mit den russischen Arbeitern auf Waffili- Ostrow in Petersburg gearbeitet haben. Das Blatt lassen. Auch das wurde untersagt. 27. Kommunal- Wahlbezirk. brückt dem Genoffen Dieß auch seine besondere Anerkennung dafür
In Büttners Festsälen, Schwedter Str. 23/24, legte Dr. We hI unseren programmatischen Standpunkt klar. So ist es unserer Frattion zu danken, daß sich die Stadt Berlin mit dem Lebensmittelvertrieb intensiver beschäftigte, wodurch auch die Idee des
Ein marxistisches Jubiläum.
aus, daß er vor einem Jahrzehnt, als die russische sozialdemo Nachspiel zum Waldenburger Meineidsprozeß. Der Schwur fratische Literatur noch im Auslande und zwar eine Zeitlang in gerichtsprozeß, der im Juli d. J. zur Verurteilung des GeschäftsStuttgart gedruckt wurde, der ruffischen Sozialdemokratie unschätz- führers Weichelt und des Faktors Hoffmann von der Schlesischen bare Dienste erwiesen hat. Die russischen Arbeiter schließt der Bergwacht" zu insgesamt 21 Jahren Zuchthaus führte, wird voraus
-