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Im Osten was Neues? : Perspektiven von Migrant_innen - Schwarzen Menschen - Communitys of Color auf 30 Jahre (Wieder-)Vereinigung und Transformationsprozesse in Ostdeutschland : 28.-30. Oktober 2020, Hochschule Mittweida, Tagungsdokumentation
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schaft im Osten, wie im Westen, mit. Auch sie haben gelebt und gekämpft, und tun dies weiterhin. Als Akteur_innen, ob Einzelkämpfer_innen, in Kollektiven oder gar in Bewegungen, haben auch sie mit und nach der Wende Umbrüche und Auf­brüche, Erfolge und Verluste durchlebt. Besonders für marginalisierte Communitys und BIPoC Generationen heute ist dieses Wissen und diese Geschichte(n) zentral für ihre historische Verortung und gegenwärtige Positionierungen. Sie sind heute wichtige Referenzen für ihre Kämpfe und Bewegungen, aber auch für gesamtge­sellschaftliche Prozesse. Diese marginalisierten Erzählungen eröffnen komplexe Reflexionsräume für kollektives, intergenerationales, intersektionales, Community­übergreifendes und widerständiges Erinnern Lernen und Gestalten(vgl. Piesche 2019, Labor 89 Projekt). Die Auftakttagung des Forschungsprojektes30 Jahre Deutsche Einheit: Mig­rantische Perspektiven auf den Wiedervereinigungsprozess in Ostdeutschland wagt einen solchen Reflexions- und Gestaltungsraum zu initiieren, bestehendes kollektives Wissen, Narrationen aus den verschiedenen Communitys und Feldern zusammenzubringen, und neue Perspektiven sichtbar zu machen. Wir laden Studierende, Forschende, und alle anderen aus Kunst und Kultur, Aktivismus und Praxisarbeit migrantischer Selbstorganisationen(MSO) ein, ihre themenrelevanten Projekte, Forschungen, Studien oder Abschlussarbeiten mit den Teilnehmer_innen der Tagung zu teilen. Ihre Abstracts(halbe bis eine Seite) mit kurzer Autor_innenvorstellung können Sie bis spätestens 15. August 2020 zu folgenden Themen-/ Fragen­komplexen einreichen: Bewegungen, Kämpfe,(Selbst-)Organisierung und Lebenswelten Was ist die ostdeutsche, intersektionale Migrationsgesellschaft? Was heißt es als migrantisierter, marginalisierter Mensch in der Nachwen­dezeit in Ostdeutschland zu leben und zu kämpfen? Welche Enttäuschungen, Erfolge und Schlüsse gab es aus den Kämpfen? Welche Orte, Räume und Strukturen existieren(nicht) und werden auf­gebaut? Welche Erfahrungen teilen die Generationen bzw. inwieweit gibt es Wis­sens- und Erfahrungstransfer an neue Generationen von Migrant_innen nach der Wende? Welche Kontinuitäten bestehen weiterhin? 212 12. Anhang Organisationserfahrungen und –kultur von MSO in Ostdeutschland Was sind die Bedingungen für Organisationen, und welche Formen der Organisierung gibt es in urbanen versus ländlichen Räumen? Gibt es andere Bedürfnisse für Selbstorganisierung im Osten? Welche(geteilten) Erfahrungen und Zusammenschlüsse gibt es zwi­schen Communitys und Generationen? Rassismus und Empowerment in Ostdeutschland Was sind kontinuierliche Kämpfe für Menschen in Ostdeutschland, die Rassismus undweitere Unterdrückungen sowie soziale Ungerechtigkeit erfahren? Welche Brüche und Zäsuren(wie z.B. Morde und Selbstenttarnung des NSU) gab es für das Leben in der Diaspora? Wie unterscheiden sich Erfahrungen von Rassismus und Rechtem Terror im Osten und im Westen? Erinnerungskultur und Narrative jenseits der Mehrheitsgesellschaft Wie präg(t)en intersektionale- migrantische und BIPoC Akteur_innen, Or­ganisationen und Bewegungen verschiedener Generationen den Vereini­gungs- und Transformationsprozess bis heute? Und wie wurden sie davon geprägt? Welche Formen der Erinnerung und des Gedenkens gibt es? Wer gehört alles zumKollektivdeskollektiven Gedächtnisses? Intersektionale Identitäten und Zugehörigkeiten Wer ist ostdeutsch, und welche Stimmen werden gehört? Warum ist es wichtig den Osten aus intersektionalen und intergeneratio­nalen Perspektiven zu betrachten? Was bedeuten diese Perspektiven für diasporisches, migrantisches Leben in der Gegenwart und Zukunft in Ost- /Deutschland? Wir freuen uns auf spannende Abstracts bis spätestens 15. August 2020. Abstracts bitte senden an: Prof. Dr. Asiye Kaya, Projektleiterin, kaya@hs-mittweida.de Phuong Thúy Nguyen, wissenschaftliche Mitarbeiterin, nguyen@hs-mittweida.de 213