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Keine Energiewende ohne soziale Wärmewende : Impulse für eine bezahlbare Versorgung mit "gründer Wärme"
Entstehung
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JUN 2022 MANAGERKREIS DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG Keine Energiewende ohne soziale Wärmewende: Impulse für eine bezahlbare Versorgung mitgrüner Wärme Ein Positionspapier der AG Energie und Umwelt des Managerkreises Damit die Wärmewende gelingt, muss sie sozial sein. Eine sozial verträgliche Wärmewende berücksichtigt die Einkommens- und Wohnsituation auf der Seite der Privatkund_innen. Mögliche Ansatzpunkte sind die Verringerung des Bedarfs, die Effizienz der Umwandlung und die Nutzung klimaneutraler Energieträger. Die Betrachtung der Strukturen der Nachfrageseite sollte die Auswahl der technologischen Optionen(Energieträger und Infrastruktur) prägen. Die Wärmewende muss örtlich angepasst werden(kommunale Energieplanung). Eine soziale Wärmewende bedeutet, zu fördern, zu entlasten und zu unterstützen. Der Wärmebereich ist der größte Energieverbrauchssektor in Deutschland. Nur der Verkehrssektor hat bislang weniger zur Verbrauschminderung beigetragen. Auch wenn die Emissionen des Wärmesektors bereits zurückgegangen sind, bleibt doch noch eine große Aufgabe für die Wärmewende. Wie kann eine soziale Wärmewende angesichts der Preissteigerungen für Energie in Folge des Ukrainekriegs aussehen und gelingen? Die ökonomische wie auch soziale Lebenswirklichkeit der Menschen muss von Anfang an berücksichtigt werden: bei der Entwicklung von Strategien und der Auswahl der Technologien bis zu den Schritten der energetischen Sanierung. Die nachfolgenden politischen Handlungsempfehlungen sind nicht nur bei der Umsetzung und Finanzierung der Wärmewende, sondern auch beim Gelingen der Energiewende insgesamt von zentraler Bedeutung. dazu kann sich in Deutschland durchaus sehen lassen: Der Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt und lag 2021 bei 41,4 Prozent. Doch eine erfolgreiche Energiewende erfordert nicht nur eine Strom-, sondern auch eine Wärmewende. Heizen, Warmwasser und Prozesswärme verbrauchen fast die Hälfte unseres Energiebedarfs in Deutschland. Wir stehen somit vor einer gewaltigen Aufgabe, die große Veränderungen in unserer Gesellschaft mit sich bringen, Kapitalströme umlenken, zu einem Umbau der Infrastruktur führen und neue Technologien auf den Markt bringen wird die Wärmewende. Damit sie gelingt, muss sie sozial sein. Ohne soziale Balance wird schon bald die Akzeptanz schwinden und die Energiewende käme insgesamt zu einem Stillstand. Wenn wir von Energiewende sprechen, denken wir zumeist an die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Die Bilanz In den Großstädten ist die energetische Gebäudesanierung in die Kritik geraten, da sie insbesondere in begehrten Wohnlagen zu