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Stabil verankert : das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen im Senegal ist wenig überraschend
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PERSPEKTIVE| FES SENEGAL Stabil verankert Das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen im Senegal ist wenig überraschend CHRISTIAN KLATT März 2019 n Über 6,6 Millionen Senegales_innen hatten am 24. Februar 2019 die Chance, über ihren Präsidenten für die kommenden Jahre abzustimmen. Nach einem ruhigen Wahlkampf ohne große Überraschungen konnte sich Amtsinhaber Macky Sall und sein Wahlbündnis Benno Bokk Yakaar mit 58,27 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 Prozent durchsetzen. Durch das Erreichen der absoluten Mehrheit für Präsident Sall ist ein zweiter Wahlgang nicht erforderlich. n Neu und zweifelsohne effektiv war bei diesen Wahlen das System der sog. Parrainage zur Begrenzung der Anzahl von Kandidaturen. Mehrere Oppositionsparteien und Teile der Zivilgesellschaft kritisierten die neuen Regelungen, insbesondere dessen knappe Einführung weniger als ein Jahr vor der Wahl, jedoch als empfindlichen Eingriff in den Wahlprozess zugunsten Präsident Macky Salls. Tatsächlich wurde jedoch keiner der aussichtsreichen Gegenkandidaten durch die Parrainage an der Teilnahme der Wahl gehindert. n Mit dem Sieg und der damit einhergehenden zweiten Amtsperiode Macky Salls wird sich die Politik im Senegal tendenziell wenig verändern. Deutschland kann somit die Beziehungen zum Senegal als eines der Länder der Reformpartnerschaft im Rah­men des Compact with Africa getrost weiter ausbauen. Es wird angesichts der ste­tig fortschreitenden Urbanisierung insbesondere in der Metropolregion Dakar, wachsender sozialer Ungleichheit und fehlenden Zukunftsperspektiven für die junge Bevölkerung des Senegals jedoch auf Dauer nicht reichen, wenn sich Sall im Rah­men seines Infrastrukturvorhabens Plan Sénégal Emergent nur mit Prestigeprojekten schmückt vielmehr muss auch aktiv an der Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung gearbeitet werden.