C. reichend Hohe Flexibilität Serielle Formate Bereitschaft sich zu beteiligen Persönliche Ansprache Zuhören können Meinungen, Bedürfnisse und Wünsche reichend zeitliche Ressourcen nötig. Das sollte keinesfalls abschrecken: Aufsuchende Formate stellen die Weichen für große gesellschaftliche Veränderungen – jede investierte Minute zahlt sich langfristig aus! → In der Teilnehmendenakquise ist Mund-zu-Mund-Propaganda nicht zu unterschätzen. Gute Formate sprechen sich herum – das braucht jedoch Zeit. C. Weiter reichende Handlungsempfehlungen C 1. Planung und Konzeption → In der Planung aufsuchender Veranstaltungen ist eine hohe Flexibilität notwendig: Durch die enge Zusammenarbeit mit Partner:innen und Communities vor Ort sind kurzfristige Änderungen immer möglich. → Es macht Sinn, Formate seriell anzulegen oder zu gewährleisten, dass unterschiedliche Formate von Teilnehmenden als zusammengehörig wiedererkannt werden. → Die Bereitschaft zur Interaktivität ist nicht relativ zur Anzahl der Teilnehmenden. Eine unerwartet geringe Teilnehmer:innenzahl kann sich auch positiv auswirken – häufig sind genau dann diejenigen vor Ort, die mitarbeiten möchten. Kleinere Gruppen von Teilnehmenden ermöglichen eine tiefere Arbeit und mehr Partizipation, zumal ein kleiner Teilnehmendenkreis die Chance des Vertrauensaufbaus untereinander erhöht und den Raum als einen Safe Space* gewährleistet. → Entsprechend dieser Entscheidung muss die Bewerbung der Veranstaltung ggf. angepasst werden. Persönliche Ansprache öffnet dabei Türen, z. B. bei Personen, die sich sonst einem Format verweigern, deren Perspektive den Austausch aber bereichern würde. C 2. Konfrontation → Der:die verantwortliche FES-Mitarbeiter:in vor Ort nimmt primär die Rolle eines:einer Zuhörenden ein. Anderen, auch widersprüchlichen Meinungen wird bewusst Raum gegeben. Menschen werden im Aussprechen ihrer Perspektive wertgeschätzt, auch wenn die geäußerte Meinung der eigenen Position stark widerspricht. → Die Moderation achtet darauf, dass Redeanteile fair verteilt werden. → In herausfordernden Gesprächen mit Teilnehmenden ist es wichtig, zwischen Meinungen, Wünschen und Bedürfnissen zu unterscheiden. Bedürfnisse ergeben sich aus dem Lebensumfeld der Person 32 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.
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Brücken bauen für eine starke Demokratie : aufsuchende politische Bildung in der Friedrich-Ebert-Stiftung : Abschlussbericht
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