→ Wie gehe ich mit Hindernissen und Misserfolgen um? → Wie gelingt die Zusammenarbeit mit Brückenpartner:innen? Da die Aufsuchende politische Bildung mit Zielgruppen in Kontakt kommen kann, die einer demokratischen Institution nicht gewogen sind, und es hier zu Konflikten oder zu belastender Kommunikation kommen kann, ist es für die FES wichtig, sowohl die Kompetenzen im Umgang mit diesen Schwierigkeiten als auch die Resilienz der Kolleg:innen und ggf. Teamenden zu stärken. Über den Rückhalt und die Möglichkeiten der Aussprache im Team hinaus sind Schulungen zu bzw. Förderung von Resilienz, Sicherheit und Reflexion notwendig. Austausch mit anderen Akteur:innen Unbedingt empfehlenswert ist der Austausch mit anderen Akteur:innen, die in der Aufsuchenden politischen Bildung aktiv sind, z.B. den Landeszentralen der politischen Bildung, Volkshochschulen und anderen Organisationen. Diese bieten selbst Informations- und Vernetzungsveranstaltungen an, die den eigenen Horizont erweitern und das Bewusstsein für das Verständnis und die Herausforderungen von Aufsuchender politischer Bildung schärfen. Administrative Herausforderungen Ein eher FES-internes Thema wird die Frage nach der Vereinbarkeit von Aufsuchender politischer Bildung und administrativen Vorga‑ ben sein. Die Projektgruppe hat an der einen oder anderen Stelle Reibungen mit administrativen Vorgaben der FES bzw. ihrer Zuwendungsgeber erfahren, die es für die Zukunft zu klären gilt. Für so gut wie alle aufsuchenden Formate ist es wichtig, so wenig administrative Anforderungen wie möglich in das Format einzubringen. Unterschriftenlisten können kontraproduktiv sein, wenn es darum gilt, FES-ferne Zielgruppen anzusprechen und deren Vertrauen zu erwerben. Bestimmte vergaberechtliche Anforderungen können ebenso herausfordern sein, wenn man, konzeptionell, begründet keine Wahl zwischen verschiedenen Angeboten hat. Hier sollten sensibel Wege gefunden werden, um der Aufsuchenden politischen Bildung jenen formalen Freiraum zu ermöglichen, den sie braucht, um gelingende Formate umzusetzen und Menschen für den Austausch zu gewinnen. 6.2 Fazit Vor Redaktionsschluss dieser Dokumentation ist bereits die Entscheidung getroffen geworden, dass die FES die Aufsuchende politische Bildung fortsetzen und vertiefen wird. Die Projektgruppe freut sich darüber, weil mit dieser Entscheidung die Arbeit in dem Projekt gewürdigt und das Engagement der Kolleg:innen in dem Projekt wertgeschätzt wird. Die Erfahrungen der sieben Kolleg:innen der ProjektBrücken bauen für eine starke Demokratie 45
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Brücken bauen für eine starke Demokratie : aufsuchende politische Bildung in der Friedrich-Ebert-Stiftung : Abschlussbericht
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