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Wege zur Zukunftsfähigkeit : strategische Industriepolitik für Baden-Württemberg
Entstehung
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SWOT-Analyse der Automobilindustrie in Baden-Württemberg Stärken Höchste Umsatzproduktivität aller Kernbranchen Schwächen Beschäftigungsabbau ­Tab. 2 Sehr hohe Exportquote zeigt internationale Wett­bewerbsfähigkeit Hohe Abhängigkeiten bei Verbrennertechnologie in einem regulatorisch herausfordernden Umfeld Starke(Premium-)Marken und globale Präsenz der heimischen Automobilhersteller Starke Ingenieurbasis als Sprungbrett zur nach­haltigen Mobilität Fehlende Profitabilität und unklare Strategien bei E-Fahrzeugen im Massenmarkt belasten die gesamte Zuliefererkette(insb. KMU) Technologischer Rückstand bei Schlüsselkompo­nenten(Batterie, Software, KI, Halbleiter) Chancen Technologische Führerschaft bei Premium­Elektrofahrzeugen(Software, Batterie­Management, Reichweite) Nutzung von KI und Automatisierung in Produk­tionsprozessen Nutzfahrzeuge mit H₂-Antrieb Europäische Plattformdaten als KI-Trainingsbasis Cleantech-Wertschöpfung durch Recycling und Second-Life-Batterien Lokale Produktion für den EU-Binnenmarkt Neue Partnerschaften und Absatzmärkte in Drittstaaten Risiken Geopolitische Abhängigkeiten(Halbleiter, Batterie­zellen aus China/Asien) Wettbewerbsdruck chinesischer Autohersteller (BYD etc.) auf europäischen und Exportmärkten Sailing-Ship-Effekt 4 bei Verbrennern, verzögerte Anpassung der Automobilindustrie kann Wettbe­werbsfähigkeit kosten Protektionistische Maßnahmen(US-Zölle) gefähr­den Absatzmärkte Fragmentierungskosten durch unterschiedliche Regulierungsräume und Zollkonflikte Arbeitsplatzverluste durch Automatisierung ohne gleichwertigen Ersatz 4 Hierunter werden Schübe von Innovationen und Investitionen in alte Technolo­gien aufgrund des Wettbewerbsdrucks durch neue technologische Ansätze verstan­den. Hierdurch kann die schlussendlich unabwendbare Anpassung ganzer Branchen verzögert werden(bspw. Segelschiffe im Gütertransport des 19. Jahrhunderts im Wettbewerb mit Dampfschiffen). Automobilindustrie(Herstellung von Kraft­wagen und Kraftwagenteilen) Die Automobilindustrie Baden-Württembergs steht vor ei­nem tiefgreifenden Wandel. Zu den zentralen Produkttech­nologien zählen die Elektromobilität, insbesondere Batterie­systeme und Leistungselektronik, autonomes Fahren, Con­nected Mobility sowie die Brennstoffzellentechnologie (Berger et al. 2017). Im Bereich der Prozesstechnologien spielen Leichtbauverfahren mit Aluminium und Faserver­bundwerkstoffen eine zentrale Rolle, ergänzt durch neue Mobilitätskonzepte und innovative Produktionsansätze wie kundenindividuelle Massenproduktion und 3D-Druck(Ber ­ger et al. 2017). Die traditionelle Stärke der baden-württem ­bergischen Automobilindustrie kann dabei als Sprungbrett dienen, um die Transformation zu einer nachhaltigen Mobi­lität zu gestalten. Chancen ergeben sich insbesondere bei der Wertschöpfung in Batteriesystemen und softwarege­stützter Fahrzeugtechnik, wobei die Herausforderungen hohe Investitionen, Umstellungen in Produktion und Quali­fizierung sowie der Aufbau neuer Lieferketten erheblich sind(Buchmann et al. 2025). 7