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Wege zur Zukunftsfähigkeit : strategische Industriepolitik für Baden-Württemberg
Entstehung
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SWOT-Analyse des Metallgewerbes in Baden-Württemberg Stärken Breite Zulieferbasis für nahezu alle anderen Kern­branchen(Universalbranche) Schwächen Stärkster Beschäftigungsabbau aller Kern­branchen ­Tab. 5 Vergleichsweise stabile Exportquote Breite regionale Verankerung Niedrigste Umsatzproduktivität aller Kern­branchen Hohe Energieintensität macht die Branche besonders vulnerabel gegenüber Energiepreisen Fehlende Aufbereitungskapazitäten und Gießereien in Europa Auswirkung von Zöllen und weiteren Handels­hemmnissen Chancen Recycling und Kreislaufwirtschaft als Wachstums- und Nachhaltigkeitsfeld Green Steel/grüner Wasserstoff in der Herstellung Ressourceneffizienz als Cleantech-Wachstums­markt Nearshoring-Trend erhöht Nachfrage nach euro­päischer Metallbearbeitung Risiken Hohe Energiekosten in Deutschland belasten die Wettbewerbsfähigkeit strukturell Abhängigkeit von Stahlpreisen und globalen Rohstoffmärkten Niedrige Margen und Wettbewerb durch Niedrig­kostenländer Wertschöpfungsverluste durch Lieferketten­verlagerung Herstellung von Metallerzeugnissen(Metall­gewerbe) Die Herstellung von Metallerzeugnissen ist mit rund 147.900 Beschäftigten(11,4 Prozent des verarbeitenden Gewerbes in BW im Jahr 2024) ein bedeutender Industrie ­zweig des Landes(vgl. Tabelle 1 im Anhang). Im Bereich der Produkttechnologien liegen die Potenziale insbesonde­re in der Entwicklung energieeffizienter Komponenten für Gebäudetechnik und Maschinenbau sowie in nachhaltigen Cleantech-Produkten und neuen Verbundwerkstoffen (Buchmann et al. 2025; Schwäbe 2025). Bei den Prozess ­technologien zeichnet sich die additive Fertigung metalli­scher Formkörper(3D-Druck) als besonders wachstums ­starker Patentbereich ab(Buchmann et al. 2025). Darüber hinaus bieten Kreislaufwirtschaft, Recyclingtechnologien und ressourcenschonende Produktionsverfahren zentrale Zukunftsperspektiven. Die Stärkung der Cleantech-Wert­schöpfung in diesem Bereich trägt zugleich zu einem effek­tiveren Ressourceneinsatz bei und reduziert außenwirt­schaftliche Abhängigkeiten. 10 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.