Druckschrift 
Wohin treibt Argentinien? : Die Krise als Chance ; Internationales Seminar ; Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit Institut für Iberoamerika-Kunde, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, 27. 2. 2002 in Bonn ; zusammenfassende Darstellung
Entstehung
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Möglichkeit einen Riegel vorschieben, im regionalen Verbund für den Weltmarkt zu lernen. Die internationale Dimension Argentiniens Reformkräfte benötigen nun die Unterstützung der interna­tionalen Gemeinschaft. Dies gilt zunächst und vor allem für die internati­onalen Finanzorganisationen, insbesondere den IWF, denn Argentinien wird seine Auslandsschulden nicht bezahlen können. Aber auch andere Akteure, darunter die EU und Deutschland, sollten ihren Beitrag leisten. Dem IWF ist von vielerlei Seite ein gerütteltes Maß an Mitverantwortung für die aktuelle Situation Argentiniens zugesprochen worden. IWF­Direktor Köhler selbst hat Fehler zugegeben. Seine Stellvertreterin Anne Krueger schlägt mittlerweile vor, das US-amerikanische Insolvenzrecht für öffentliche Institutionen auf die internationale Ebene zu übertragen eine interessante Initiative, die aber für Argentinien in der derzeitigen Situation zu spät kommt. Vor allem hat sich jedoch gezeigt, dass die einseitige Konzentration des IWF auf Preisstabilität, Haushaltsdisziplin und Deregulierung der Märkte zu kurz greift, um ein nachhaltiges und vor allem breitenwirksa­mes Wachstum herbeizuführen. Der IWF hat die gravierenden Ungleich­gewichte im argentinischen Fall zu lange toleriert und mitfinanziert. Dies ist vor allem deswegen bemerkenswert, weil der Fonds, ebenso wie die Weltbank, dem Konvertibilitätsmodell von Beginn an eher skeptisch gegenüberstand. Domingo Cavallo hat dies zusammen mit Joaquín Cot­tani kurz nach seiner Entlassung als Wirtschaftsminister in einem Artikel im^ãÉêáÅ~å=bÅçåçãáÅ=oÉîáÉï(Heft 2/1997, S. 19) in aller Deutlichkeit ausgesprochen. Argentinien war gerade dabei, sich von der Mexikokrise zu erholen, als Cavallo und Cottani folgendes schrieben: 18