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Solidarität im 21. Jahrhundert : die Familie - soziales Kapital einer menschenwürdigen Gesellschaft ; Dokumentation einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung am 6. Juni 2002 in Bonn
Entstehung
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16 teilen der Großstädte besteht hat die Gemeinde sich gegenüber der Privatsphäre einerseits und derWeltöffentlichkeit andererseits heraus­bilden können, hat soziales Kapital also eine Chance auf Verwirklichung gehabt. 1.3. Vereine zwischen Betrieb und Ersatz-Familie Vor dem Hintergrund der entfalteten systematischen Bedeutung des Ver­eins stellt sich nun die Frage, wie es zu seiner theoretischen Hintansetzung hat kommen können. Aus pädagogischer Sicht ist zunächst auf eine historisch gegenläufige Entwicklung hinzuweisen. Sie hat dazu geführt, dass die beiden prägen­den Merkmale des Vereins, die p~ÅÜçêáÉåíáÉêìåÖ und die dÉëÉääáÖâÉáíI in zwei Extreme auseinandergetreten sind. Schon mit Johann Hinrich Wi­chern, dem Begründer des Rauhen Hauses und der Inneren Mission, setzt sich ein Vereinsverständnis durch, das die ëéçåí~åÉ Hilfe des barm­herzigen Samariters für fremde Menschen in die Form einer Ç~ìÉêÜ~ÑíÉå Selbst-Organisation der Helfenden für eine Klientel von Nicht-Mitgliedern bringt. Ihre Gemeinsamkeit beruhte auf der Annahme eines gemeinsamen christlichen Glaubens. Je brüchiger diese Annahme wurde, desto mehr verwandelte sich das Prinzip der Ehrenamtlichkeit von Mitgliedern für Mitglieder in ein Ü~ìéí~ãíäáÅÜ= ÖÉëíÉìÉêíÉë Dienstleistungs-Kundschafts­Verhältnis: aÉê=sÉêÉáå=ïáêÇ=òìã=_ÉíêáÉÄ. 8 Auf der anderen Seite können wir etwa am Beispiel der Jugendbünde oder der Schützen-, Kegel- oder Karnevalsvereine eine Rückkehr zum Patriarchat in der Form einer führerorientierten und gleichzeitig politisch passivenVereinsmeierei erleben: aÉê=sÉêÉáå=ïáêÇ=òìê=bêë~íòJc~ãáäáÉ. Diese Entwicklung ist nicht folgenlos geblieben. Schon Ende der 1970er Jahre versuchte die pÉäÄëíÜáäÑÉJ_ÉïÉÖìåÖ, den Grundsatz der Selbst-Hilfe ohne hauptamtliche Steuerung wiederzubeleben. Auf der anderen Seite 8 Thomas Rauschenbach/ Christoph Sachße/ Thomas Olk(Hrsg.), Von der Wert­gemeinschaft zum Dienstleistungsunternehmen. Jugend- und Wohlfahrtsver­bände im Umbruch, Frankfurt a.M. 1995.