17 sind in den letzten Jahren auch in der Bundesrepublik – wie vorher schon in den USA oder den Niederlanden – immer mehr Ü~ìéí~ãíäáÅÜ organisierte cêÉáïáääáÖÉåJ^ÖÉåíìêÉå entstanden, die wieder die Motivation zur Fremd-Hilfe ansprechen, wenn sie denn in hìêòòÉáíJmêçàÉâíÉå= ÑäÉñáÄÉä ausgeübt werden kann. Unklar bleibt hier allerdings, ob nicht – wie Tocqueville es befürchtete – das lokale politische Gemeinwesen zugunsten von Interessen-Gemeinschaften und Kurzzeit-Interessen aus dem Blick gerät. 9 Zudem kommt in den neuen Organisationsformen auch ein neues Verständnis vom Ehrenamt bzw. von bürgerschaftlichem Engagement zum Ausdruck, das nunmehr durch einen Perspektivenwechsel von der Vereinsebene zur Ebene des Ehrenamtes erschlossen werden soll. 2. Über das Ehrenamt 2.1. Fakten und Tendenzen OKNKNK=w~ÜäÉå=ìåÇ=_ÉÖêáÑÑ= Was die Zahl der Ehrenamtlichen angeht, so werden wir gegenwärtig immer wieder mit einer doppelten Botschaft konfrontiert. Während uns die Wissenschaft darüber informiert, dass der Anteil an ehrenamtlichen Aktivitäten in der Bundesrepublik nicht rückläufig sei und seit den 1980er Jahren sogar leicht zugenommen haben könnte, 10 wird im politischen Raum und auch von Seiten der Verbände immer wieder beklagt, dass in unserer Gesellschaft und insbesondere bei den jungen Menschen die 9 Vgl. Rolf G. Heinze/ Thomas Olk, Vom Ehrenamt zum bürgerschaftlichen Engagement. Trends des begrifflichen und gesellschaftlichen Strukturwandels, in: Ernst Kistler u.a.(Hrsg.), Perspektiven gesellschaftlichen Zusammenhalts, Berlin 1999, S. 77-100, S. 83. 10 Claus Offe/ Susanne Fuchs, Schwund des Sozialkapitals? Der Fall Deutschland, in: Robert D. Putnam(Hrsg.), Gesellschaft und Gemeinsinn. Sozialkapital im internationalen Vergleich, Gütersloh 2001, S. 417-514, S. 440.
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Solidarität im 21. Jahrhundert : die Familie - soziales Kapital einer menschenwürdigen Gesellschaft ; Dokumentation einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung am 6. Juni 2002 in Bonn
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