Sammelwerk 
Wo stehen wir im Erweiterungsprozess? : Das Kapitel Landwirtschaft ; eine Veranstaltung der Erich-Brost-Stiftung in der Friedrich-Ebert-Stiftung am 29. April 2002, Berlin
Entstehung
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Iztok Jarc Staatssekretär, Ministerium für Land- und Forstwirtschaft und Ernährung, Mit­glied des Hauptverhandlungsteams für den EU-Beitritt, Ljubljana/Slowenien 4.3 Die Vorbereitungen in Slowenien Vorab einige allgemeine Informationen zur Republik Slowenien und seiner Landwirtschaft: die Kaufkraftparität beträgt ca. 16.000 USD; das reale BIP-Wachstum liegt bei 4,6%; Slowenien ist Nettoimporteur von Nahrungsmitteln; die Produzentenpreise sind höher als im EU-Durchschnitt; die natürlichen Bedingungen für die Landwirtschaft in Slowenien sind verhältnismäßig ungünstig; Wälder bedecken etwa 54% der Landesfläche; etwa 80% der landwirtschaftlichen Flächen liegen in ungünstigen Gebieten, genutzt im wesentlichen als Weideland; nur rund 33% der gesamten landwirtschaftlichen Flächen sind für den Ackerbau nutzbar; mehr als 60% der Bevölkerung leben in ländlichen Gebieten. 4.3.1 Tier- und Pflanzenschutz Slowenien war unter den Kandidatenländern das erste, das den Teil über den Tier- und Pflanzenschutz im Landwirtschaftskapitel abgeschlossen hat. Mit der Annahme des neuen Tiergesundheitsgesetzes ist ein wichtiger Fort­schritt in der Anpassung dieses Bereichs an den acquis erzielt worden. Dieses Gesetz regelt das System der veterinären Grenzinspektion und-kontrolle, die Methode der Bestimmung und Festlegung der Import-, Export- und Transitbe­dingungen für Lebendtiere, Lebensmittel tierischen Ursprungs, Tierprodukte und tierische Nebenprodukte, für Genehmigungen für Betriebe die der Veteri­närinspektion und-kontrolle unterliegen, für ein Veterinär-Informationssystem und die Kooperation mit der EU-Kommission und den zuständigen Veterinär­behörden in den Mitgliedsländern der EU. 49