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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland : Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland verbrauch im Luftverkehr und die damit weiter verbundenen Umweltbelastungen zu fördern. Neben der gesellschaftliche Debatte ist auch der wissenschaftliche Diskurs weiter zu entwickeln, um die Chancen für neue technische Lösungen zu verbessern und eine fachli­che Basis für die Auswahl unterschiedlicher Optionen zu ermöglichen. 2.1.5 Wirtschaft 2.1.5.1 Energiewirtschaft Mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes(EnWG) vom 24. April 1998 wurde in Deutschland eine wesentliche rechtliche Basis für einen vollständigen Wettbewerb im Strom- und Gasmarkt geschaffen. Bis heute funktioniert jedoch der Wettbewerb im Strommarkt nur eingeschränkt, im Gasmarkt befindet er sich erst in den Anfängen. In der aktuellen energiepolitischen Debatte dreht sich daher alles um die Frage: Wie kann der Wettbewerb auf der Angebotsseite sichergestellt und für alle Marktakteure fair gestaltet werden? Transport und Verteilung von Strom und Gas gelten als natürliche Monopole. Soll allen Lieferanten und Abnehmern ein fairer Netzzugang gewährt werden, bedarf es einer Regulierung dieser Monopole, wie dies in Deutschland ab Juli 2004 der Fall sein wird. Die Regulierung sollte die Erlöse der Netzbetreiber so begrenzen, dass sie keine Monopolrenten enthalten und sich gemäß der Entwicklung der wesentlichen Kostentreiber entwickeln; den Netzbetreibern Anreize zur Verbesserung ihrer ökonomischen Effizienz setzen; Aktivitäten zur Steigerung der Energieeffizienz auf der Nachfrageseite(bei den Endabnehmerinnen und Endabnehmern) anders als heute wirtschaftlich attraktiv für Energieunternehmen machen und hierdurch sowie durch weitere Maßnahmen den Aufbau einer nachhaltigen Ener­giewirtschaft unterstützen. Neben einem fairen Netzzugang ist es auch erforderlich, energiepolitische Leitplanken zu setzen, um den Übergang in ein nachhaltiges Energiesystem zu fördern. Die innovativen Technologien der effizienten Energieerzeugung und-nutzung sowie der erneuerbaren Energien müssen aufgrund ihrer Vorteile für Verbraucher, Wirtschaft und Gesellschaft im Markt gestärkt werden. Auf der Energieangebotsseite weist die novellierte Fassung des Erneuerbaren-Energien­Gesetzes(EEG) grundsätzlich in die richtige Richtung. Auch die Kraft-Wärme-Kopplung sollte durch Verabschiedung der EU-KWK-Richtlinie und Weiterentwicklung des deutschen KWK-Gesetzes stärker gefördert werden, mit dem Ziel, einen maßgeblichen Teil des künftigen Kraftwerksneubaubedarfs auf der Basis fossiler Energieträger in KWK-Anlagen zu errichten. Die hierfür existierenden Potentiale durch die Modernisierung existierender KWK-Anlagen in der Industrie und in der Fernwärmewirt­schaft sowie durch dezentrale Zubauten sollen durch die Regelungen möglichst ausge­schöpft werden können. 52