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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland : Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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Anforderungen an ein nachhaltiges Energiesystem für Deutschland Projekte mit der höchsten CO 2 -Minderung, bezogen auf die eingesetzte Investition, und überwacht die Ausführung. Ein Schwerpunkt lag bisher bei Programmen zum Brenn­stoffwechsel mit Stromeinsparungen von etwa 248 GWh/a. Das Potenzial der Energiedienstleistungen ist enorm. In einer neueren Untersuchung hat das Wuppertal Institut gute Beispiele für Energieeffizienz-Programme und Dienstleistungen aus Deutschland und anderen EU-Ländern ausgewertet(Wuppertal Institut/ASEW 2003). In Deutschland könnte ein solcher Fonds als unabhängige öffent­lich-rechtliche Einrichtung mit eigenem Verwaltungsrat konzipiert werden(Schlomann et al. 2000). Eine enge Abstimmung der Fondsaktivitäten mit denjenigen der Deutschen Energieagentur(Dena) ist erforderlich(siehe dazu Abschnitt 2.1.3 auf S. 46 ff.). Würden die Beispiele aus dem Ausland in ganz Deutschland umgesetzt und kontinuierlich weiter­entwickelt, könnte dies innerhalb eines Jahrzehnts den Strom- und Gasverbrauch im Inland jeweils um rund 10% im Vergleich zum prognostizierten Verbrauch redu­zieren. Nach diesen Erfahrungen könnten mit jedem Jahr der Laufzeit von Energieeffi­zienz-Programmen rund 3 bis 5 TWh/Jahr Stromeinsparung und rund 5 bis 7 TWh/Jahr Erdgaseinsparung erreicht werden. Bis zum Jahr 2015 könnten also bis zu 50 TWh/Jahr Strom und 70 TWh/Jahr Gas gegenüber dem Trend eingespart werden. Außerdem würde daraus ein Nettonutzen von etwa 2 Mrd.# pro Jahr für die deutsche Volkswirtschaft entstehen. Die Finanzierung dieser und weiterer Maßnahmen könnte durch eine moderaten Auf­schlag auf die Energiepreise oder Netzgebühren erfolgen. Der Vorschlag des Wuppertal Instituts lautet: zunächst 0,15 Cent/kWh Strom und 0,05 bis 0,15 Cent/kWh Gas für Haushalte und Kleinverbraucher und einen ähnlichen Prozentsatz für andere Kunden­gruppen. Wichtig ist, die Rechnungen(Verbrauch mal Preis) werden durch die mit dem Aufschlag finanzierten Energiesparprogrammen sinken. 2.1.5.2 Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungsunternehmen und öffentliche Hand als Energienachfrager= Eine Verringerung der Energiekosten durch Energieeinsparung und effiziente Bereitstel­lung bringt direkte wirtschaftliche Vorteile und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Das sichert Arbeitsplätze bei den Energienachfragern; die mit der Energieeffi­zienz verbundene technische Innovation sichert Arbeitsplätze bei Planern, Handwerkern, Herstellern. Energieeffizienz gehört jedoch nicht zum Kerngeschäft der Energienachfrager in der Wirtschaft. Daher unterbleiben bisher viele auch wirtschaftliche Investitionen oder organi­satorische Innovationen für mehr Energieeffizienz. Die Erarbeitung und Umsetzung von Energieeffizienz-Maßnahmen muss daher einfach gemacht und zusätzlich belohnt wer­den. Neben der eben dargestellten Förderung von Energiedienstleistungen durch Energie­effizienz-Profis sollten auch das interne Energiemanagement und eigenständige Maß­nahmen der Wirtschaft für mehr Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien unterstützt werden. Grundidee der hier vorgeschlagenen Lösung ist, dass 54