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Das "African Media Barometer" - ein Instrument zur Selbsteinschätzung der Freiheit von Meinung und Medien in Afrika
Entstehung
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Das African Media Barometer ein Instrument zur Selbsteinschätzung der Freiheit von Meinung und Medien in Afrika Peter Schellschmidt 1 Januar 2007 Die erste Runde des African Media Barometer(AMB) in 16 Staaten Subsahara-Afrikas ist abge­schlossen. Die Zwischenbilanz zeigt, dass keines der untersuchten Länder eine Medienlandschaft aufweist, die als überwiegend frei und unabhängig einzustufen ist. Diesem Standard am nächsten kommen(in dieser Reihenfolge) Mali, Südafrika und Ghana. Die schlechtesten Bewertungen (durch ausschließlich nationale Experten) erhalten die Länder Swasiland, Angola, Lesotho und Simbabwe). Die Gründe für diese Selbsteinschätzung sind vielfältig, die Ergebnisse der Länder­Berichte sind erschreckend und ermutigend zugleich: Erschreckend, weil in den meisten Ländern der von den Regierungen kontrollierten nationalen Rundfunkanstalten als wenig glaubwürdig eingeschätzt werden und deshalb nur eingeschränkt Re­levanz für partizipative Entwicklung und Demokratisierung entwickeln können. Das ist deshalb umso gravierender, weil in erster Linie das Radio als das wichtigsteMedium der Armen einge­schätzt werden muss, das aufgrund von Reichweite, kombiniert mit der Fähigkeit, Analphabetis­mus, Bildungs- und Einkommensschranken sowie das Stadt-Land-Gefälle zu überwinden, poten­tiell die größte Wirkung für eine Entwicklung des sozialen Ausgleichs(Pro-Poor Development) entfalten könnte. Ermutigend sind vor allem die ersten unmittelbaren Folgeaktivitäten, die sich in vielen Ländern aufgrund der schonungslosen AMB-Selbstanalyse ergeben haben: Die in den Berichten nachge­wiesenen Haupt-Defizite im Mediensektor haben zu verstärkten Lobby-Aktivitäten in vielen Län­dern geführt, die dringend notwendige Reformen zum Ziel haben. Dabei haben sich vielfach neue Koalitionen zwischen Medienorganisationen und anderen Gruppen der Zivilgesellschaft ergeben, die nach der gemeinschaftlichen Analyse jetzt gemeinsam für die Sicherung der Freiheit von Mei­nung und Information kämpfen. Damit deutet sich an, dass eines der Hauptmotive für die Schaf­fung des AMB Wirkung zu entfalten beginnt . 1 Peter Schellschmidt ist der Leiter des FES-Medienprojekts für das Südliche Afrika mit Sitz in Windhoek/Namibia. 1