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Globalisierung und Armutsbekämpfung : Podiumsdiskussion und Ausstellungseröffnung am 12. Mai 2006 in Göppingen ; Veranstaltungsinformation des Fritz-Erler-Forums Baden-Württemberg, Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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3 Globalisierung und Armutsbekämpfung- Think global, act local Sind die Ideen der Gerechtigkeit und der Solidarität im globalen Zusammenhang zu reali­sieren? Woran liegt es, dass sich bei steigendem globalen Wirtschaftswachstum die Situation für die Armen und Ärmsten viel­fach nicht verbessert? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Podiumsdis­kussion zum ThemaGlobalisierung und Armutsbekämpfung in Göppingen. Bundestagmitglied Walter Riester, ehemaliger Minister für Arbeit und Sozialordnung, betonte, dass der Kampf um den Sozialstaat im Rahmen des Nationalstaates lange gedauert habe und weltweite Gerechtigkeit und Solidarität Ziele seien, für die man kämpfen müsse. Schwierigkeiten bereiten jedoch die in der Öffentlichkeit ein­seitig geführte Diskussion über Globalisierung, bei welcher das Negative zu oft ausgeblendet würde.Es kommt immer mehr zu einem Auseinanderklaffen der Schere zwischen arm und reich, so Riester. In der globalen Welt bestünden keine sozialen Regeln und es fehle eine Ordnungsstruktur. Dr. Renate Müller-Wollermann von amnesty international betonte die Bedeutung der Menschenrechte in diesem Zusammenhang. Globalisierung sei für sie ein wertneutraler Begriff, denn es komme darauf an, was die Menschen aus der Globalisierung machen.