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Wohltätigkeit contra Gewinnmaximierung - welche Verantwortung hat die Wirtschaft? : Jugendliche und junge Erwachsene diskutieren mit Wirtschaftsvertretern am Freitag, 31. März 2006 Mörike-Gymnasium, Stuttgart ; Veranstaltungsinformation des Fritz-Erler-Forums Baden-Württemberg, Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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Die fünf Themenkreise und Statements der Wirtschaftsvertreter Damit wir die Diskussion etwas eingrenzen und strukturieren können, haben wir im Vorfeld fünf Themenkreise definiert, zu denen die Wirtschaftsvertreter in vorbereitenden Interviews Stellung bezogen. Ethik beschäftigt sich immer mit Fragen des Handelns und der Verantwortung. Verantwor­tung wofür? Verantwortung 1. für einen nachhaltigen Schutz der Umwelt weltweit bedeutet konkret: Klimaschutz(Co2-Bilanz) Tierschutz Müllvermeidung Recycling Emmissions­schutz(Abgase, Lärm, Staub) Produktlebenszeit(langlebig, leicht reparierbar, wieder verwendbar) Energiesparen Rohstoffe sparen Wasserschutz Statement Frau Hunzelmann, Hochlandkaffee Das ist uns wichtig: Für die Qualität unserer Produkte sind wir darauf angewiesen, dass die Kaffeebauern weder Spritzmittel zur Schädlingsbekämpfung noch künstliche Düngemittel verwenden. Wegen der optimalen Lage der Kaffeeplantagen ist dies kein Problem. Das tun wir: Die Kaffeebauern haben schon vor Jahren mit dem Bauen von Kläranlagen be­gonnen. Das unterstützen und begrüßen wir. Auch wurde ein Trocknungsverfahren entwi­ckelt, bei dem Abfälle der Kaffeebohnen verwendet werden und somit der Holzverbrauch für die Trocknung minimiert wird. Bei diesem Trocknungsverfahren wird sehr wenig Energie ver­braucht. Grenzen: Wir haben die Umwelt im Auge, doch wir müssen in erster Linie wirtschaftlich den­ken und unserem Produkt Vorrang geben. Beispielsweise eignet sich nicht jede umwelt­freundliche Verpackung für unsere qualitativ hochwertigen Produkte. Statement Herr Gräf, Dunkermotoren Das ist uns wichtig: Wir fühlen uns dem Umweltschutz verpflichtet. Besonders wichtig ist uns der sparsame und effiziente Einsatz von Ressourcen, z.B. beim Einsatz von Material und Energie. Das spart auch Kosten. Das tun wir: Wir haben uns nach dem Umweltstandard DIN EN ISO 14001 zertifizieren las­sen und wurden 2002 dafür als erster Hersteller von Elektrokleinmotoren ausgezeichnet. Grenzen: Es gibt finanzielle Grenzen. Aktivitäten, die keinen realistischen Gegenwert haben und sich nicht lohnen, gefährden unsere Flexibilität. Das können wir uns nicht leisten. Z.B. haben wir deshalb darauf verzichtet, unsere Dächer mit Photovoltaik auszustatten. 4