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Szenarioanalyse zur Zukunft des sozialen Deutschland : Langfassung einer Studie eines Teams [...] Econometrics im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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77 Obwohl imDefault-Fall ohnehin bei den gesetzlichen Sozialversicherungen eventuell ent­stehende Finanzierungsüberschüsse zeitnah über Beitragssatzsenkungen an die Versicherten und die Unternehmen weitergegeben werden(vgl. Schaubild 11) 127 , finanziert sich die Bil­dungs- und Infrastrukturoffensive aufgrund der induzierten Wachstums- und Beschäftigungs­effekte mittel- und langfristig weitgehend selbst. Die staatliche Defizitquote bzw. besser die Quote des staatlichen Haushaltssaldos zum BIP verändert sich insgesamt nur geringfügig(vgl. Tabelle 3 und Schaubild 12). Das stark steigende nominale BIP lässt sogar eine beschleunigte Reduktion der öffentlichen Schuldenstandsquote zu(vgl. Schaubilder 13 und 18). 4.3 Szenario B: die zusätzliche Verteilungskomponente Hinsichtlich der Zielsetzung, die personalen Verteilungsverhältnisse der verfügbaren Netto­einkommen an jene der historisch besonders gleichmäßigen schwedischen Verteilung von 1981 anzunähern, erwiesen sich die Maßnahmen des Szenarios A als nicht ausreichend. Der seit Ende der 1970er Jahre zu beobachtende Sinkflug dieses Verteilungsindikators kann ge­bremst, aber nicht gestoppt werden. Der erreichte Durchschnittswert von 68,7 Indexpunkten für den zwölfjährigen Simulationszeitraum 2009 bis 2020 liegt immer noch deutlich unter dem Durchschnittswert von 76,7 Indexpunkten für den vorangehenden Zwölfjahreszeitraum 1997 bis 2008. Daher galt es, vor dem Hintergrund der plakativen ZielstellungSo reich wie die USA so verteilungsgerecht wie Schweden, einen Satz von sozial- und verteilungspoliti­schen Maßnahmen zu erkunden, der geeignet ist, die Zielstellung deutlich höherer personaler Verteilungsgerechtigkeit zu erreichen, ohne die im Szenario A erzielten Wachstums- und Produktivitätseffekte wiederaufzufressen, sondern diese Effekte nach Möglichkeit noch zu verstärken. 127 Das Szenario impliziert, dass eine deutlich höhere Zahl von Beitragszahlern eine erheblich kleinere Zahl von Leistungs­empfängern finanzieren muss;breitere Schultern tragen also kleinere Lasten. Dieser Grundzusammenhang ermöglicht Beitragssatzsenkungen bei den gesetzlichen Sozialversicherungen.