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Die Südafrikaner haben entschieden : Jacob Zuma wird neuer Präsident Südafrikas
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Die Südafrikaner haben entschieden! Jacob Zuma wird neuer Präsident Südafrikas Axel Schmidt Über 23 Millionen Südafrikaner wurden am 22. April 2009 zu den Urnen gebeten, um zum vierten Mal seit dem Ende der Apartheid ihre Stimme abzugeben. Zur Wahl standen 9130 Kandidaten- davon ca. 38,5% Frauen- für das nationale Parlament und die neun Provinzparlamente. Mit einer hohen Beteiligung von ca. 77,30% der registrierten Wähler stimmten sie mehrheitlich für den African National Congress ANC, der sowohl ins nationale Parlament als auch in fast alle Provinzparlamente mit absoluter Mehrheit einziehen wird. Somit wird der neue Staatspräsident Jacob Zuma heißen, der als Parteivorsitzender des ANC einen intensiven, volksnahen Wahlkampf geführt hat. Im Vergleich zur letzten Legislaturperiode hat der ANC jedoch auf nationaler Ebene mit 65,9% seine Zweidrittelmehrheit eingebüßt und die Provinz Western Cape an die Democratic Alliance DA unter der Parteivorsitzenden Helen Zille verloren. Während die DA national ihre Oppositionsposition mit 16,6% ausbauen konnte, reüssierte die neue Partei Congress of the People COPE mit 7,42% schlechter als erwartet. Mit 4,55% setzte sich der Abwärtstrend auf nationaler Ebene und in der Provinz KwaZulu Natal für die Inkhata Freedom Party IFP unter dem Vorsitzenden Buthulezi deutlich fort. Ein Wahlkampf voller Spannungen und Spekulationen Selbst aus den Reihen des ANC hätte wohl kaum jemand- noch im Dezember letzten Jahres- daran geglaubt, dass die Wahlen 2009 ein solch herausragendes Ergebnis für den ANC einbringen würde, nachdem die Partei durch zahlreiche Skandale 2008 in einem schlechten Ram­penlicht stand. Im September 2008 war der damalige Präsident Thabo Mbeki vorzeitig von der ANC-Führung zum Rück­tritt gedrängt worden. Der Vorwurf lautete, er habe im Ermittlungsverfahren gegen seinen parteiinternen Rivalen Jacob Zuma die Staatsanwaltschaft unzulässig beein­flusst. Korruption, Selbstsucht der Partei­spitze aber auch Protest gegen die Art des parteiinternen Umgangs mit Thabo Mbeki führten zu einer Abspaltung von führenden Persönlichkeiten des ANC und zur Grün­dung der Partei COPE am16. Dezember 2008. Der fulminante Start von COPE, weitere Parteiübertritte vom ANC zu COPE und die ungewisse juristische Zukunft Jacob Zumas bestimmten seit Dezember 2008 die öffentliche Debatte. Die Presse sowie Meinungsforscher stili­sierten COPE zu einer ernstzunehmenden Opposition für den ANC hoch. Prognosen teilten dem ANC 55-65% der Stimmen zu 1