Mehrheit von 51,46%, während der ANC von 45,25 auf 31,55% absackte. Die Gründe hierfür sind einerseits dem ANC zur Last zu legen, der in der Kapprovinz durch desaströse Parteiquerelen seinen Ruf aufs Spiel gesetzt hat. Trends und Wahlverhalten Die südafrikanische Wählerlandschaft zeigt noch immer Spuren der Vergangenheit aber auch merkliche Veränderungen. Es scheint, dass in den Wahlen von 2009 die Südafrikaner sowohl entlang sozioökonomischer als auch ethnischer Linien gewählt haben. Seit dem Ende der Apartheid ist eine schwarze Mittelschicht herangewachsen, die ihre Interessen formuliert und aktiv in die Politik hineinträgt. Wahlforscher gehen davon aus, dass COPE hauptsächlich von ihr gewählt wurde aber auch zu einem geringen Teil von der weißen Mittelschicht. Jene zeigte sich jedoch weiterhin loyal gegenüber der DA, die vermutlich weiteren Zufluss aus der farbigen und asiatischen Bevölkerung erfahren hat, die sich dagegen wehrt, als rein„weiße“ Partei zu gelten. Der ANC rekrutierte weiterhin seine Wähler aus der schwarzen Arbeiterschaft und der ländlichen Bevölkerung. Regenbogennation Südafrika White; 9,2% Indian/Asian; 2,6% Coloured; 9% African; 79,2% African Coloured Indian/Asian White Quelle: Statistics South Africa 2008 Trotz der über drei Millionen Neuwähler blieb die Wahlbeteiligung mit 77,3% auf dem Niveau von 2004. Diese Zahl ist für etablierte Demokratien angesichts verbreiteter Parteien- und Wahlverdrossenheit sicherlich hoch. Für eine junge Demokratie wie die in Südafrika ist diese Zahl jedoch bedenklich. Von ca. 30 Millionen Wahlberechtigten in Südafrika ließen sich nur etwa 23,1 Millionen registrieren. Von diesen zogen 5,4 Millionen vor, dann doch nicht zur Wahl zu gehen, während fast 7 Millionen sich gar nicht erst registrieren ließen. Somit nahmen 12,4 Millionen Wahlberechtigte an den Wahlen nicht teil, d.h. ca. 41% der wahlberechtigten Bevölkerung. Ob diese hohe Zahl auf technische Pannen bei der Registrierung, schwerfällige Bürokratie oder Desinteresse zurückzuführen ist, obliegt den Wahlforschern herauszufinden. Allgemein wurden die Wahlen von der Wahlkommission, unabhängigen internationalen Beobachtern und den Wählern selbst als frei, fair und demokratisch eingestuft. Mit wenigen Einschränkungen waren die Wahlen gut organisiert. In einigen Wahllokalen kam es zu Engpässen mit Wahlzetteln, weil viele Wähler nicht in ihren Heimatbezirken wählten, sondern dort, wo sie sich gerade aufhielten. Experten sprechen außerdem von den ruhigsten Wahlen, die es je in Südafrika gegeben hat. Ein Blick nach vorne Am 6. Mai 2009 wird das neugewählte nationale Parlament in Kapstadt zusammentreten, um aus ihrer Mitte den neuen Staatspräsidenten zu wählen. Nach seiner Vereidigung am 9. Mai wird er sein Kabinett vorstellen und am 22. Mai in seiner ersten Parlamentsrede den Regierungskurs vorstellen. Ein befürchteter Linksruck unter dem Druck der kommunistischen Partei Südafrikas und dem Gewerkschaftsdachverband COSATU, den Hauptunterstützer Zumas in der Dreierallianz des ANC scheint unwahrscheinlich. Dazu erlaubt die internationale und heimische Wirtschaftskrise keine großen Umverteilungen. Des weiteren bestätigte der Schatzmeister des ANC Mathews Phosa kürzlich auf einer Anlegerversammlung in London, dass die neue Regierung den stabilitätsorientierten Kurs des vormaligen Finanzministers Trevor Manual fortsetzen wird. Andererseits erwartet die 3
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Die Südafrikaner haben entschieden : Jacob Zuma wird neuer Präsident Südafrikas
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