Druckschrift 
Handbuch der Menschenrechtsarbeit : Edition 2008/2009
Entstehung
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ATD Vierte Welt in Deutschland e.V. Sekretariat c/o Angelika u. Wolfgang Otten Minnewitstr. 17 81549 München Tel.: 089 6904911 Fax: 089 69394308 Email: sekretariat@atd-viertewelt.de http://atd-viertewelt.de; http://atd-quartmonde.org Ansprechpartnerin: Annelise Oeschger Der Verein mit Sitz in München ist Mitglied der Internationalen Bewegung ATD Vierte Welt. Diese konfessionell und parteipolitisch unabhängige Familien- und Men­schenrechtsbewegung befasst sich in fünf Kontinenten mit der Erforschung und Über­windung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Das Kürzel"ATD= All Together for Dignity" drückt den Grundgedanken dieser Bewegung aus: Armut und soziale Ausgrenzung stellen eine Verletzung der Menschenrechte und einen Angriff auf die unantastbare Würde eines jeden Menschen dar. Armut lässt sich nicht allein monetär überwinden; die betroffenen Menschen brauchen Respekt, Aner­kennung ihrer Rechte und Potentiale und gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Wissen. Ihre Teilhabe an der Gestaltung des Zusammenlebens in der Gesellschaft muss nachhaltig gewährleistet werden. Alle Menschen sind zum Handeln aufgerufen. Aktionsfelder von ATD Vierte Welt in Deutschland: Begleitung von Familien und Personen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, damit sie neuen Mut fassen und ihr Leben wieder in den Griff bekommen, d. h. dort ansetzen, wo professionelle und monetäre Hilfe an Grenzen stoßen Vorbereitung und Durchführung des UNO-Welttages zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung(17. Oktober jeden Jahres) in Deutschland ein kontinuierliches Bürgerprojekt, das 1987 in Paris von ATD Vierte Welt mit der Forderung initiiert wur­de: -"Wo immer Menschen dazu verurteilt sind, im Elend zu leben, werden die Men­schenrechte verletzt. Sich mit vereinten Kräften für ihre Achtung einzusetzen, ist heilige Pflicht."(Père Joseph Wresinski). - Menschen dies- und jenseits des sozialen Grabens engagieren sich hier gemein­sam für eine neue Kultur der Begegnung eine einzigartige Chance, Menschen­rechte als Rechte für ALLE einzufordern, gegenseitige Vorbehalte abzubauen, Stärken der Ausgegrenzten und Vergessenen aufzuzeigen(Beispiel Asylproblema­tik!), in der Öffentlichkeit Denkanstöße für ein friedliches Zusammenleben zu ge­ben. - 17. Oktober in Deutschland: Berlin, München, Leipzig u. a.(siehe auch internati­onale Website www.oct17.org). Orte gründen, an denen Austausch von Wissen und Ideen zwischen Menschen dies­und jenseits der Armutsgrenze möglich ist. Erfahrungswissen aus dem Lebensbereich von sozial stark benachteiligten Personen und Familien bündeln und dokumentieren mit dem Ziel, diese Menschen in die Planung, Umsetzung und Auswertung von poli­tischen Programmen zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung und in andere 30